Begabung bei Kleinkind von 16 Monaten???


W
Wuschelino
Dabei seit
26. Okt. 2009
Beiträge
42
Reaktionen
1
Hallöchen und guten morgen,
jetzt muß ich mal eine Frage loswerden, die mich wirklich interessiert und die ich mich woanders (KL / Musikschule) nicht zu stellen traue.

Woran erkennt man bei einem Kind (16 Monate), dass es musikalisch begabt ist bzw. kann man das überhaupt so sagen und wenn ja, was soll das in dem Alter heißen???

Hintergrund ist der folgende:

Nachdem das Klavier glücklich bei uns angekommen war kam der Klavierstimmer. Nachdem dieser auch meinen Sohn begrüßt hatte, fing er an kurz auf dem Klavier zu spielen wobei mein Kleiner begeistert "mitmachte". Darauf die Frage des Herrn, ob er den Kleinen mal auf den Schoß nehmen dürfe, sein Kind sei schon "so groß" und er habe schon lange kein "Baby" mehr auf dem Schoß gehabt. Er durfte, da mein Sohn ihn nett fand und bereit war auf seinen Arm zu gehen. Die beiden haben dann "vierhändig" (und teilweise zweifüßig) gespielt.
Nach dem Stimmen (wir haben den Herrn dann alleine gelassen:D) haben die zwei wieder zusammen gespielt, diesmal aber von Seiten des Klavierstimmers her "anders" (irgendwie fragender).
Dann kam die Frage an mich, ob der Kleine schon in der Frühförderung sei. Als ich verneint habe (der einzige Platz den ich bekommen hätte, hätte sich zeitlich mit einem Sportkurs überschnitten) meinte er, ich solle den Kleinen unbedingt und so schnell als möglich in die Frühförderung bringen, denn er sei "begabt".

Als die Klavierlehrerin für meine erste Stunde kam hat sich das Spiel in etwa wie beim Klavierstimmer wiederholt. Auch hier die Frage nach Frühförderung und meine Antwort.
Darauf bot die KL an, den Kleinen als "Wunschkind" in ihren bereits vollen Kinderkurs (18 Monate bis 3 Jahre) aufzunehmen.
Die Leiterin der Musikschule gestattet ihren Dozenten max. 1 Kind/Jahr wg. besonderer Begabung als Wunschkind zusätzlich aufzunehmen. Dabei ist es dann auch nicht von Bedeutung, ob das Alter des Kindes schon paßt.

Wir haben jetzt den Probemonat (1 x Woche für ca. 40 min) hinter uns gebracht und meine KL ist völlig begeistert von dem Kleinen und seiner Entwicklung.
Klar machen wir weiter, weil es meinem Sohn Spaß macht, aber er ist immer begeistert dabei wenn es darum geht mit anderen Kindern zusammen zu sein.

Was meint Ihr????
Bin ich einfach nur zu dumm oder betriebsblind eine "Begabung" bei meinem Kind zu erkennen:confused:, oder wird z.Zt. um "Begabung" nur ein ziemlicher Hype gemacht????


Sorry, ist etwas lang geworden, aber das Thema beschäftigt mich (auch aus anderen Gründen) z.Zt. ziemlich.
Danke trotzdem für's lesen.

LG
Wuschelino
 
Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Bleibe bei deinen Zweifeln. Ich finde die ganze Frühförderung sehr suspekt, da wird - jedenfalls von einigen - mit Sicherheit einfach von der Angst der Eltern profitiert, die Talente ihrer Kinder könnten verkümmern. Man darf nicht vergessen, daß auch Pädagogen gelegentlich ihre Daseinsberechtigung verteidigen müssen...

Aber das ist meine ganz persönliche voreingenommene Meinung, vielleicht sind wir durch solche Maßnahmen ja schon auf dem Wege zum besseren Menschen. Allerdings graust mir bei der Vorstellung, daß ein "schlechter Mensch" einen "besseren Menschen" projektiert.
 
thepianist73
thepianist73
Dabei seit
19. Juli 2007
Beiträge
1.183
Reaktionen
700
Hallo

In einigen meiner Posts habe ich früher schon vehement über Hochbegabung, Intelligenz etc etc geschrieben.
Ich bin ein grosser Verfechter der Förderung Hochbegabter.

Ich möchte hier meine Posts nicht wiederholen, die lassen sich ja leicht nachlesen.

Aber:

Ein Kind ist ein Kind. Und es sollte auch ein Kind sein können.

Ich halte nicht allzu viel von weiss nicht was für Förderprogrammen, kaum sind die Kinder dem Uterus entschlüpft. ;)
Da sehe ich es gleich wie Guendola.

Wie es kommen kann, wenn ein hochbegabtes Kind nie Kind sein durfte, hat man bei Michael Jackson gesehen.
 
fisherman
fisherman
Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.146
Reaktionen
9.327
Das Kriterium ist: Hat das Kind Freude, geht es aus eigenem Antrieb in die jeweilige Fördermaßnahme? Beim der frühkindlichen Klangerkundung sehe ich das alles nicht so eng. Das macht den Winzen Spass.
 
M
matzelo94
Dabei seit
2. Nov. 2009
Beiträge
529
Reaktionen
0
Wusstet ihr eigentlich das wenn ein Baby nicht krabbelt einen Schritt in seinen Leben nicht "absolviert" hat und somit "Folgeschäden" bekommen kann?!
Denn ein Kind ist wie ein Haus, es kommt immer eine Stufe mehr drauf und wenn da eine fehlt stürzt das Haus indirekt zusammen und irgendwann im Leben kommt es wieder auf einen zu;).
Ich hab das zum Beispiel. Ich hab mit 4 Jahren eine Brille bekommen wegen Hornhautverkrümmung und mit über 4 Dioptrin, also hab ich die 4 Jahre davor alles unscharf gesehen, das Auge vertuscht das zwar bis man 6 Jahre alt wird, aber man merkt es trotzdem und alles was in den 4 Jahren ein normales Kind macht, muss ich jetzt eigentlich nach holen...

B2T:
Was ich damit sagen will, ein Kind soll ein Kind bleiben, denn wenn ein "Stock" fehlt, bricht das Haus wieder irgendwann ein und das ist auch nicht der Sinn.

Aber Klavier spielen in einer Musikalischen Früherziehung ist wohl besser, als eine Musikalische Früherziehung die mit Triangeln spielt :-D.
 
J
Josef
ehemals jbs
Dabei seit
23. Juni 2009
Beiträge
1.340
Reaktionen
995
Unsere Kleine (11 Monate) will auch früher oder später auf meinen Schoß und auf die Tasten hämmern, wenn ich spiele. Und wenn irgendwo Musik gespielt wird oder gesungen wird, will sie sofort dabei sein.
Ich hoffe schon, dass sie musikalisch ist, ob sie es wirklich ist, weiß ich jetzt natürlich nicht.
 
M
matzelo94
Dabei seit
2. Nov. 2009
Beiträge
529
Reaktionen
0
gerne auch eine Blechtrommel, falls das Kind gerne in Grass-Literatur beisst.

Ich hatte auch mal eine schöne Blechtrommel, außen war ein Zoo drauf und die bespielbaren Flächen waren gelb und schön hat sie auch geklungen, außer für meine Eltern :D.
Auf Kissen kann man auch mit Trommelstöcken spielen, aber auf so dicke Kissen, hab ich auch immer früher gemacht. Erst mein Bruder aufbaun lassen, dann ihn die Stöcke weggenommen weg rennen und wieder hin rennen und los spielen :D.
 
W
Wuschelino
Dabei seit
26. Okt. 2009
Beiträge
42
Reaktionen
1
Danke für Eure Meinungen,
dann liege ich mit meiner Skepsis wohl doch nicht so falsch. Wir machen jetzt einfach mal weiter weil der Zwerg Spaß daran hat (genauso wie an Sport, mit dem Hund spielen, Pferd meiner Freundin "reiten" usw.) und wenn er irgendwann nicht mehr mag hören wir auf.
Eine Trommel hat der Kleine übrigends schon. Die hab ich ausgesucht und zwar nach Klang, denn wenn eigenes Kind und Besuchskind ca. 4 h auf die Trommel hauen (mit allem was sich dazu findet) ist der Klang für meine Verfassung am Abend (völlig entnervt oder nur leicht müde) durchaus entscheidend.

LG
Wuschelino
 
Klimperer
Klimperer
Dabei seit
17. Aug. 2009
Beiträge
2.179
Reaktionen
297
Hallo,

Ich würde dies Thema gern noch einmal aufgreifen.

Unser Junior ist jetzt knapp 14 Monate alt. Wir singen viel mit ihm, teilweise mit Klavierbegleitung, und stellen immer wieder erstaunt fest, dass er ganze Melodiezeilen, teilweise schon fast Strophen alleine nachsummt - meist auf hm-hm-hm - und sehr oft in der Tonart, die ich am Klavier verwende. Manchmal fängt er auch von sich aus an zu singen, ohne das wir dazu einen Anstoß gegeben hätten.

Wenn ich ihm mal eine neue Wendung vorsumme, ist er sofort hellwach konzentriert dabei. Und relativ komplizierte Silben, die er selber entwickelt hat und mittlerweile kennt, wie z.B. "datn" oder "lödl", sagt er sofort nach, wenn man ihm eine vorsagt.

Von Wunderkind oder Frühförderung will ich gar nicht reden. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass wir unsere Freude daran haben, wie er auf Klänge und Melodien anspringt, sie verinnerlicht und mit ihnen spielt. (Deutsch und Afrikaans lässt er aber bisher geflissentlich links liegen.:p )

Meine Frau geht einmal in der Woche mit ihm in eine Spielgruppe, wo viel gesungen und musiziert wird, meist irgendwie thematisiert, mit passendem Spielzeug oder Tanzbewegungen. Und demnächst wird er hoffentlich entdecken, dass man mit der Klaviatur eines Klaviers auch noch feiner umgehen kann als nur per Faustschlag... :rolleyes: Dann will ich mit ihm Klavier spielen bzw. ihn auf dem Schoß setzen, wenn ich übe.

Das halte ich erstmal für genug "Frühförderung".

Ciao,
Mark
 
K
kristian
Dabei seit
8. Sep. 2009
Beiträge
855
Reaktionen
199
Hallo Mark,

Di beschreibst sehr schön die glückliche Situation, dass Euer Junior in einer Familie aufwächst, in der sehr viel musiziert wird. Meine Tochter (3.5 Jahre alt) geht auch manchmal ans Klavier, aber das ist nicht sonderlich ausgeprägt. Sie singt viel lieber, und wir mussten uns schnell daran gewöhnen, dass Weihnachslieder immer noch aktuell sind.
Wenn ich am Klavier sitze, kommt sie oft mit ihrem Kinderliederbuch und sagt, jetzt sind meine Lieder dran. Dann darf ich mir wieder Albertibässe zur Vogelhochzeit nudeln. Und selbstverständlich reichen zwei Lieder nicht aus, da muss mindestens dass halbe Buch durchgespielt werden. Inständig hoffe ich, dass sie ihren Weg zur Musik findet, weil ihr sportlich die Ärzte den Riegel vorschieben werden.

Viele Grüße,
Kristian
 
Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Meine Nichte (2 Jahre alt) sagt immer "lala" und zeigt auf das Klavier, wenn ich spiele. Wie kann man das fördern?

Ich kann ja verstehen, daß man sich für seine Kleinen wünscht, daß sie genauso schöne Hobbies (oder sogar Berufe) anfangen, wie man selbst (oder man selbst eben gerade nicht). Aber man sollte sich doch darauf beschränken, den Kindern die Möglichkeiten zu bieten, wenn es tatsächlich an der Zeit ist, und ihren Lebenslauf nicht im voraus für sie planen.

Nur zur Info, Genies sollen sich dadurch auszeichnen, daß sie an sehr vielen Dingen Interesse finden und sie entwickeln sich dann gut, wenn sie diese Interessen auch ausleben können :floet:
 

Klimperer
Klimperer
Dabei seit
17. Aug. 2009
Beiträge
2.179
Reaktionen
297
Aber man sollte sich doch darauf beschränken, den Kindern die Möglichkeiten zu bieten, wenn es tatsächlich an der Zeit ist, und ihren Lebenslauf nicht im voraus für sie planen.

Schon gar nicht den Zynismus der Eltern bzw. Erwachsenenwelt.

(Planen muss JEDES Elternpaar für sein Kind. Wann bitte ist es "tatsächlich an der Zeit"? Und muss daraus dann gleich ein ganzer Lebenslauf werden?)

Nur zur Info, Genies sollen sich dadurch auszeichnen, daß sie an sehr vielen Dingen Interesse finden und sie entwickeln sich dann gut, wenn sie diese Interessen auch ausleben können :floet:

Zur Info? Aus welcher Quelle? Ich dachte, das Kennzeichen eines Genies sei (u.a.), dass es eine besondere Begabung aufweise, OHNE auf allerhand anderen Gebieten besonders begabt zu sein. Insofern hätte ich mal die freundliche Frage, welche Quelle behauptet, Genies sollen sich dadurch auszeichnen, an sehr vielen Dingen Interesse zu finden?

Wenn wir schon von "Lebenslauf im voraus planen" sprechen (große Worte!!), dann lass uns bitte mal Butter bei die Fische geben.

Ciao,
Mark
 
Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Ich dachte, das Kennzeichen eines Genies sei (u.a.), dass es eine besondere Begabung aufweise

Solche Leute nennt man nicht "Genie" sondern "Idiot Savant". Genies zeichnen sich insbesondere durch ihre Intelligenz aus (die ist jedenfalls bei allen Genies hoch, während Idiot Savants häufig schwere Störungen im logischen Denken haben). Obendrein haben sie noch die Fähigkeit, ihre Intelligenz effektiv einzusetzen.

Was das Timing der Möglichkeiten betrifft: Ich halte es z.B. für sinnvoll, Klavierspielen dann anzubieten, wenn ein Kind bereits in der Lage ist, sich zu verständigen und die Finger hinreichend koordiniert bewegen kann. Das ist meines Wissens in einem Alter von 16 Monaten nicht der Fall. Musik vorspielen kann man ihm natürlich schon im Mutterbauch.

PS: Ich kenne Eltern, die ziemlich präzise Vorstellungen davon haben, welche Berufe ihre Kinder ergreifen sollen, welche Freizeitbeschäftigungen für sie gut sind und sogar genau wissen, wie die richtigen Lebenspartner für sie sein müssen. Das ist meiner Meinung nach mehr als zu viel Planung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Klimperer
Klimperer
Dabei seit
17. Aug. 2009
Beiträge
2.179
Reaktionen
297
Tja, was soll man da noch sagen. Karriere, Lebenspartner... Meine Güte, hier war eben noch von Frühentwicklung und -förderung die Rede, von Spaß am Klavier. Daraus gleich eine Karriere zu machen, dazu gehört schon eine gehörige Portion Selbstprojektion anseiten der Eltern.

Ich beobachte die Entwicklung meines Junior und habe nicht im Geringsten die Sorge darum, einen Idiot Savant großzuziehen.

Was Guendolas "P.S." anbetrifft: solch einen Schuh ziehe ich mir nicht an, weil er schlicht nicht passt.

Ich hoffe nur, dass meinem Sohn der Zynismus der sogenannten Erwachsenenwelt eine Zeit lang erspart bleibt. Denn Zynismus ist verlockend, aber lädt letzendlich nur zur Depression ein.

In diesem Sinne - ich klinke mich aus diesem Faden aus.

Mark
 
Y
Yannick
Dabei seit
8. Okt. 2009
Beiträge
633
Reaktionen
0
ich hatte als kind nicht die möglichkeit früh gefördert zu werden, und sitze desswegen gerade nicht in der carnegiehall sondern auf dem sofa. und desswegen soll mein sohn ums verrecken früh klavier spielen. mir ist das da auch gnaz ehrlich egal, ob er will oder nicht, ich bin sein vater und weiß , was gut für ihn ist, später wird es mir danken. ich hätte meinen eltern auch gedankt!wenn ich schon nicht konnte , dann er.

grüße yannick
 
A
annettschn
Dabei seit
24. Feb. 2009
Beiträge
264
Reaktionen
0
Yannik und was machst du, wenn dein Sohn dich dafür für immer Hassen wird:evil:???

Meine kleine Schwester ist komplet unmusikalisch (gut, singen kann sie und liebt sie auch), musste aber von meiner Mutter aus Blockflöte lernen, weil die großen halt auch und blablabla. Allerdings hat sie nie wirklich Lust darauf gehabt und nur mit Druck geübt, dementsprechend kann sie auch nur sehr wenig (im Vergleich zu mir. Ich konnte nach 4 Jahren mehr).

Aber sie klimpert ganz gern auf dem Klavier rum, also bringe ich ihr "Hänschen klein", "Der Kuckuck und der Esel" und noch andere Kinderlieder bei. Sowas ohne Druck und mit der option zu üben, wenn sie Lust hat macht ihr Spaß (neulich war ich zwei Wochen nicht daheim und als ich heim komme spielt sie mir in ein-Finger-Technik "Großer Gott wir loben dich" vor, da waren wir beide seeehr stolz drauf:smile:!!!). Unsere Mutter hat sich jetzt auch vom Gedanken einer zweiten Klavierspielenden Tochter verabschiedet, alle sind mit der Situation Glücklich und wenn meine kleine Schwester wirklich will, darf sie Klavier lernen (aber sie will nur von ihrem Chorleiter unterrichtet werden und der kann im Moment nicht;)).

Also lass deine Kinder Kinder sein und vorallem: ZWINGE sie zu NICHTS, dass sie NICHT WOLLEN bzw. FREIWILLIG machen würden. Alles ander ist kontraproduktiv
 
Pirata
Pirata
Dabei seit
3. Jan. 2010
Beiträge
1.014
Reaktionen
295
Ich weiß es nicht was ich machen würde. Ich glaube ich würde auch sehr genau darauf achten, ob er noch Lust hat oder nicht. Solange es ihm Spaß macht würde ich ihn hinschicken. Genau wie Kinderturnen oder sonstwas.

Talent... ja, das ist immer so ne Sache. Ich glaube viele Eltern verwechseln Talent mit Interesse und Neugier. Ich selbst habe keine Kinder. Aber ich kenne kein einziges Kind, welches bei uns zu Besuch ist, was nicht wie magisch von dem Klavier angezogen ist. Da kloppt Jedes drauf rum. Manche vorsichtig klimpernd, manche laut hämmernd. Solange sie halbwegs gesittet mit umgehen lasse ich sie machen. Wenn sie anfangen daraufrumzupunken, dann schreite ich ein - auf mein Klavier wird nicht mit den Fäusten eingeschlagen.

Besonderes Talent habe ich bisher noch bei keinem dieser Kinder entdecken können. Ich bilde mir jetzt auch nicht ein ein großer Erkenner eines solchen Talentes zu sein. Wohl habe ich aber schon Eltern erlebt, die ihr rumhämmerndes Kind für ein Talent hielten und überlegten, ob sie nicht auch ein Klavier anschaffen sollten, da ihr Kind ja eindeutig begabt sei :D

Ich glaube es ist oft Wunschdenken mit dabei. Wie gesagt - oft. Das hin und wieder ein Kind echtes Talent hat und sich dieses schon früh zeigt mag vorkommen. Wie oben schon gesagt: Wenn man die Kohle für die Stunden hat und es dem Kind Spaß macht, dann würde ich ein Kind auch in die Früherziehung schicken und es als sowas in der Richtung von Kinderturnen ansehen. Und ich halte Früherziehung auf dem Klavier auch für allemal besser als wenn die Kids in den Musikschulen in 6 Monaten durch gefühlte 15 Instrumente gejagt werden, wo gern auch mal der Gartenschlauch als Trompetenersatz mitgegeben wird, weil grad kein Trompete frei war und das Kind dann am Ende vor lauter Begeisterung (jedes einzelne Instrument in der Zeit ist DAS Instrument) nicht mehr weiß was es eigentlich wollte und gar kein Instrument lernt. Das ist der klassische Fall bei mir im Freundeskreis. In der Musikschule waren sie alle, ein Instrument gelernt hat schlussendlich Keines.
 
Y
Yannick
Dabei seit
8. Okt. 2009
Beiträge
633
Reaktionen
0
Yannik und was machst du, wenn dein Sohn dich dafür für immer Hassen wird:evil:???

dann soll er mich hassen, ich weiß immernoch am besten, was gut für ihn ist. Ich finde das wort erziehung einfach unangebracht, es ist mehr training. wie einem hund, von klein auf, und dann hat sich die sache. warum sollte er sich beschweren ist für ihn ja normal. genial von mir ,wenn du mich fragst...
 
Klimperer
Klimperer
Dabei seit
17. Aug. 2009
Beiträge
2.179
Reaktionen
297
Na, dann trainier ihn mal fein in die Carnegie Hall.
 
 

Top Bottom