Bach: Englische Suite Nr. 2, BWV 807 - Mentale Erschöpfung

  • #21
@Spinne Hast du eine Idee und ein Konzept, wie die Musik von Bach komponiert ist, wie man sie spielt und übt? Hat dir das mal jemand erklärt - und falls ja, wie?
Kannst du etwas anfangen mit Schlagworten wie Form, Struktur, Artikulation?
Ich habe zwölf Semester Musikwissenschaften studiert. Ich denke, ich weiß Bescheid.
 
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  • #22
Die Frage lässt die Vermutung zu, dass du das Stück mit Metronom übst.
Das mache ich nicht. Ich hasse diese Klick-Klack-Geräte und komme da nicht mit klar. Martha Argerich spielt das Stück bei 120 bpm. Ich schaffe die ersten vier Seiten bei 90 oder etwas schneller als du. Danach bin ich - wie schon gesagt - gar. Mich interessiert einfach nur, was für euch eine erstrebenswerte Geschwindigkeit ist.
 
  • #23
Früher ist allerdings nicht jetzt. :heilig:
Ja, früher ist nicht heute. Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob das unbedingt eine Frage des Alters ist. Vielleicht gehe ich heute auch anders an die Musik heran, höre genauer hin und stelle andere Ansprüche an mich. Dass mich dieses Präludium mental erschöpft, sagt für mich zunächst einmal nur etwas darüber aus, wie intensiv ich mich damit auseinandersetze.
 

  • #24
Ich schaffe die ersten vier Seiten bei 90 oder etwas schneller als du.
Das ist ein Missverständnis. Ich spiele die Englischen Suiten weder langsam noch schnell, sondern gar nicht. Ich konnte mich noch nie damit anfreunden - im Gegensatz zu vielen anderen Werken Bachs.
 
  • #25
@Spinne
Stilblüte wollte damit sicher nicht kritisch prüfen, ob du Ahnung hast. Vielmehr könnten die Fragen Ansatzpunkt für interessante Überlegungen sein, wie man dieses Stück noch (anders) angehen kann, indem man sich fragt, wie man es bisher eigentlich macht. Welches (eigene) Verständnis man von hat.
Warum so abweisend, wenn man dabei etwas lernen könnte :-)
 
  • #26
@Katt Ich glaube nicht, dass @Spinne das abweisend meinte.
Einfach nüchtern den musikalischen Bildungsstand in den Raum gestellt, um Zweifel auszuräumen. Ich finde das OK als Antwort auf die Fragen. Die sind ja auch immer legitim in einem Forum.

DIe mentale Erschöpfung bei diesem Stück kann ich aber nachvollziehen. Mich beschleicht die schon beim Anhören.
 
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  • #27
Bleibt die Frage: "muss" es denn diese Suite mit diesem Präludium sein?
Wenn ein Stück partout nicht an einen rangeht und man es nur für sich spielt, ist Weglegen ja eine Möglichkeit.
 
  • #29
Ich habe zwölf Semester Musikwissenschaften studiert. Ich denke, ich weiß Bescheid.
Das ist großartig! Dann erzähl doch mal ein bisschen, wie du an Bach herangehst, vielleicht stoßen wir dann auf interessante Aspekte. Und als zweite Frage: Inwiefern äußert sich die mentale Erschöpfung, woher kommt sie? Von den durchlaufenden Achteln? Weil alles (vermeintlich) so "gleich" ist? Weil die Musik Bachs so dichten Inhalt hat? Weil beide Hände so aktive Rollen haben? Weil es keine klare Melodie gibt?... Ich werde dann auch gerne Ideen äußern, wie man dem beikommen kann.
 
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