Ausschreibung: Mauricio Kagel Kompositionswettbewerb

Dieses Thema im Forum "Theorie, Arrangement & Komposition" wurde erstellt von MKagel, 14. Dez. 2017.

  1. MKagel
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    MKagel

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    Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien schreibt den 4. Mauricio-Kagel-Kompositionswettbewerb aus.

    Gesucht werden Stücke für Klavier, die sich an Kinder und Jugendliche wenden und sich daher einer Beschränkung des technischen Schwierigkeitsgrades unterwerfen, die aber andererseits in künstlerischen Ansprüchen keine Kompromisse eingehen und in einer zeitgemäßen Tonsprache den Lernenden Anregungen, Erkenntnisse, neue Erfahrungen anbieten: Erfahrungen über sich selbst und die Welt, in der sie leben.“

    Einreichfrist für Komponistinnen und Komponisten unter 40 Jahre ist der 15.August 2018.

    Der Wettbewerb ist mit insgesamt € 10.000,- dotiert.

    Weitere Informationen zum Wettbewerb und genaue Teilnahmebedingungen: www.mauricio-kagel-kompositionswettbewerb.com
     
  2. ehenkes
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    ehenkes

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    Gute Sache. Die Altersgrenze von 40 Jahren erschließt sich mir allerdings nicht.
     
  3. mick
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    mick

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    Mir auch nicht. Wettbewerbe sollten ein Sprungbrett für Studenten oder frischegebackene Absolventen sein. Wer mit 40 noch nichts auf die Reihe gekriegt hat, dem wird auch ein Wettbewerb nicht mehr entscheidend weiterhelfen.

    Ich wundere mich ohnehin, dass über 40jährige Komponisten mitunter als "Nachwuchstalente" bezeichnet werden, während man im gleichen Atemzug über Schuberts "Spätwerk" fabuliert. :lol:
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Jan. 2018
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  4. Rheinkultur
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    Rheinkultur

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    Solche Wettbewerbe sind in der Tat eine Möglichkeit unter vielen, in den Anfangsjahren eine Karriere zu organisieren. Ich habe mich kaum an Wettbewerben beteiligt, weil ich meine Arbeiten in der Regel als Kompositionsauftrag erledigt habe und in vielen Ausschreibungsbedingungen ausdrücklich vorgeschrieben ist, dass der eingereichte Beitrag noch nicht veröffentlicht sein darf - nicht aufgeführt, nicht produziert, nicht gesendet oder was auch immer. Leer ausgehen heißt demnach, viele Stunden für die Schublade gearbeitet zu haben. Oder auf den nächsten Wettbewerb zu warten, bei dem man sein Opus unterbringen kann... .

    In der Regel wird man ohnehin nicht erst mit Ende dreißig alles auf eine Karte setzen, sondern sich schon viele Jahre früher um Alternativen bemühen.

    Hängt wohl davon ab, in welchen Zeiträumen man denkt. Naturgemäß ist das tatsächlich erfolgte Ableben die entscheidende Voraussetzung für die Klassifizierung eines Stückes als "Spätwerk" oder der Komponist muss bereits ein biblisches Menschenalter erreicht haben.

    Aber interessiert hätte es einen schon, wie sich Franz Schubert stilistisch mit vierzig oder mehr Lebensjahren entwickelt hätte. Vermutlich hätte er aber wenig Neigung verspürt, in diesem Alter noch an Wettbewerben teilzunehmen... .

    LG von Rheinkultur
     
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  5. mick
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    mick

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    Beim Kagel-Wettbewerb werden 6-15 Minuten Klaviermusik, geeignet für Kinder und Jugendliche, verlangt. Das kann man an einem verregneten Sonntagnachmittag eigentlich hinkriegen. Ein Wettbewerb für eine größere Kammermusik oder gar ein sinfonisches Werk wäre natürlich eine ganz andere Hausnummer. Sowas wird man kaum auf gut Glück komponieren - da braucht es dann schon eine konkrete Aufführung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Jan. 2018
  6. Stilblüte
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    Stilblüte

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    Komm Mick, wir machen mit :-)
     
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  7. mick
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    mick

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    Ich hab mir das Anmeldeformular vorhin schon runtergeladen. :lol:
     
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  8. Rheinkultur
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    Rheinkultur

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    Ersteres trifft für viele zu, aber nicht für alle. Anton Webern musste sich für etwa zehn Musikminuten einiges mehr an Arbeitszeit genehmigen als einen verregneten Sonntagnachmittag.

    Allerdings habe ich allgemein von Wettbewerben gesprochen - auch von denen, die die Einreichung von Werken in großen Besetzungen anregen, aber so individuelle Vorgaben machen, dass man exklusiv für einen solchen "Anlass" komponieren müsste, um die Teilnahmebedingungen zu erfüllen. Das war noch nie was für meines Vaters Sohn...!

    Dem israelischen Komponisten Josef Tal (1910-2008) wird die Äußerung nachgesagt, wonach ein Stück erst fertig sei, wenn es aufgeführt wurde. Dumm aber auch, dass man damit dann nicht mehr beim Kagel-Wettbewerb mitmachen darf - oder: Lieber unfertig und dafür preisgekrönt, oder was?

    LG von Rheinkultur (der nachher seinen Perso wegschmeißt und behauptet, er sei noch keine vierzig Jahre alt, damit er sein bei Sauwetter an einem Nachmittag gemachtes Machwerk hinschicken kann)
     
  9. Rheinkultur
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    Rheinkultur

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    Habt Ihr es gut. Ich muss erst noch meinen Ausweis das Klo runterspülen und mich als Asylbewerber im eigenen Land ausgeben, um gegen Euch antreten zu dürfen. Zum Heulen ist das. Und dann noch die Angst, dass die Jury nicht bei Clavio mitliest und rauskriegt, dass Rheinkultur gar nicht aus Syrien stammt.

    LG von Rheinkultur
     
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  10. mick
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    mick

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    Mein Arbeitstitel steht schon fest:

    Sonatina moronica sul nome "covfefe".
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Jan. 2018
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  11. Rheinkultur
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    Rheinkultur

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    Wenn in der Jury ein Trump-Fan sitzt, hast Du mit Deinem Opus schon jetzt krachend verloren!

    Ich rate zu einem etwas unverfänglicheren Arbeitstitel und zur gründlichen Nutzung künftiger verregneter Sonntagnachmittage. Schließlich kann man die Kagel-Kohle gut gebrauchen.

    LG von Rheinkultur
     
  12. ehenkes
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    ehenkes

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    Nimm lieber etwas Ansprechendes für Kinder /Jugendliche.