Auftaktiges Spiel

Gerd

Gerd

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Bei auftaktigen Spielstücken habe ich Schwierigkeiten mit der Kontrolle der Tonstärke.

Konkret: mit dem ersten Ton des Auftaktes, den ich - im Verhältnis zur Lautstärke das Stückes - immer zu laut spiele. (anschlage)

Und wenn dieser erste Ton dann noch mit dem Daumen der linken Hand als Viertelnote versehen ist, haue ich den dann vollends in den Tastengrund!

Dazu als Anlage ein Notenauszug (Russische Klavierschule Bd. 1, Etüde C-Dur)

Wer kann mir dazu praktische Übetipps geben?
 

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ubik

ubik

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Wie wärs, wenn du den Takt gedanklich mitzählst?

Also:

Eins - Zwei - Drei - Vier

Betonung liegt auf Eins.
 
EmmaLein

EmmaLein

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Grundsätzlich gilt ja: Die erste Zählzeit ist die, die am Stärksten betont wird.
Es is (bei diesem Stück zumindest) egal, wie stark der Auftakt ist. Hauptsache, die Eins ist kräftiger gespielt ;) ... Des weiteren solltest du auch nicht denken, dass es garantiert schiefgehen wird. Wenn man nämlich 'spontan' spielt und nicht so viel darüber nachdenkt, klappt manches auch auf Anhieb ...
Viel Spaß noch beim Üben ...
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Konkret: mit dem ersten Ton des Auftaktes, den ich - im Verhältnis zur Lautstärke das Stückes - immer zu laut spiele. (anschlage)

Und wenn dieser erste Ton dann noch mit dem Daumen der linken Hand als Viertelnote versehen ist, haue ich den dann vollends in den Tastengrund!
Hallo Gerd,

die Lautstärke läßt sich eigentlich sehr leicht kontrollieren: wenn du die Taste langsamer anschlägst, wird der Ton leiser - wenn du sie schneller anschlägst lauter.

Anhand des Notenbeispiels verstehe ich aber sehr gut, was dein Problem ist.
Der Auftakt ist ein staccato-Viertel, darauf folgen 4 legato-Achtel. Eine staccato-Note leise zu spielen ist nämlich garnicht so einfach :) Staccato wird in der Musik sogar oft als Betonungszeichen verwendet.

Prinzipiell ist es natürlich möglich, das staccato-Viertel leise zu spielen - aber ich würde es bei dieser speziellen Stelle garnicht leise spielen. Sondern lauter als die legato-Achtel. Bei diesen Achteln würde ich dann das erste agogisch betonen, also länger/langsamer spielen, als es normalerweise dauert (zum Ausgleich 2.-4. Achtel schneller).

Mir ist klar, daß da gleich wieder heftiger Protest kommt. Aber so würd ich's machen :p

Gruß
Haydnspaß
 
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