Aufnehmen, jetzt mal richtig

Das Interface ist eine vollwertige Soundkarte und du solltest wirklich nicht die interne Soundkarte des Laptops verwenden. Du mußt natürlich die Treiber für das Tascam richtig unter Windows installieren und vor der Aufnahme im Aufnahmeprogramm Tascam als Aufnahmequelle auswählen. Das Tascam Interface wird dann anstelle der internen Soundkarte benutzt. In der Windows Systemsteuerung kannst du genau einstellen, welche Soundkarte bzw. Interface generell für welchen Zweck verwendet werden soll. Für MIDI-Wiedergabe benutzt du dort am besten "Microsoft GS Wawevetable SW Synth", denn höchstwahrscheinlich haben weder die interne Soundkarte noch dein Tascam einen MIDI-Chip. Solche Chips gab es auf Soundkarten leider nur bis ins Jungsteinzeitalter der Computergeschichte.

Ich verwende mein Interface für sämtliche Audioausgaben am PC, nur MSN, Skype und ähnliche Kommunikationsprogramme, die ich mit Headset benutze, laufen über die interne Soundkarte. Das Interface ist an eine gute Stereoanlage angeschlossen, und so kann ich Musik in bester Wohnzimmerqualität genießen.
 
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habe mich evtl. etwas unklar ausgedrückt, aber genau diese Einstellungen, die ihr vorschlagt, habe ich längst eingestellt.

Ich dachte nur das die Soundkarte trotzdem Einfluss auf die Aufnahmequalität haben könnte, da diese ja nunmal fest im Laptop enthalten ist. Die Einstellungsmöglichkeiten für das Tascam sind ja eher überschaulich, gibt es dazu noch Tipps bzgl. der "Latency", da habe ich noch nicht verstanden, welche Einstellung man da nehmen sollte.

Ansonsten sind bei mir unter Windows 7 alle Einstellungen gemacht, die Aufnahme mit Soundforge ist aber nach wie vor sehr leise, obwohl die Mikros ca. 70 cam über dem eh schon lauten Grotrian hängen, der Chorpus geöffnet ist und mir es schon fast zu laut ist zum langen spielen.

Kann ich evtl. noch bessere Einstellungen in der Software Soundforge vornehmen?

Übrigens, sobald ich am Tascam die Aufnahmeeinstellungen links und rechts auf maximum stelle, übersteuert er derart bei der Aufnahme, das des zu knacksen beginnt.

Danke und Gruß

Ned
 
Hier hat zwar schon länger niemand mehr geantwortet, aber dennoch ein paar Hinweise:

Ein eingebauter On-Board Soundchip hat keine Auswirkungen auf die Klangqualität der Aufnahmen, wenn der Treiber für eine (hoffentlich) hochwertige Audiokarte verwendet wird.

Für Aufnahmen eines Upright Klaviers habe ich folgende Konfiguration häufiger gesehen: das Klavier geöffnet, also mit Blick auf die Saiten (für mehr Brillanz), zwei Micros relativ nah am Klavier, Abstand zueinander etwa 80 bis 100 cm. Damit muss man eben experimentieren.

Zu Kompressoren: man kann sie einsetzen, dann aber mit Bedacht. Sowohl Threshold als auch der Kompressionsfaktor sollten auf niedrige Werte eingestellt sein. Attack nicht zu groß einstellen, da nur die Transienten "erwischt" werden sollen. Vor allem sollte man genau wissen, wie so ein Teil funktioniert. Das Ziel sollte sein, ein Übersteuern des Signals zu verhindern, ohne die Dynamikeigenschaften zu sehr zu beeinflussen. Vielleicht wäre nicht zu hart arbeitender Limiter besser geeignet.
 
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Hallo,

habe bisher mein Klavierspiel (Flügel) mit einem Zoom H4n aufgenommen. Die Qualität ist schon brauchbar, aber nun möcht ich das Ganze etwas erweitern und zwei externe Mikros mit an das Zoom anschließen. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob Kleinmembran- oder Großmembran Mikros besser sind.
Ich will folgendermaßen positionieren:

-Zomm H4n etwa 3m hinter mir für den Raumklang
-die zwei externen Mikros etwas über den Saiten des Flügels für direkte Abnahme

durch Recherchen bin ich auf folgende Mikros gestoßen
-OKTAVA MK 012-01 MSP2 MATCHED PAIR ca. 300€
-Rode NT-5 Stereo Set abgestimmtes Paar NT-5 ca. 330€
-THE T.BONE SCT800 STEREOSET ca. 400€
-MXL 603SPR STEREO SET ca.270€

Die Phantomspeisung erhalte ich direkt vom H4n.

Kannn mir jemand zur Entscheidungsfindung verhelfen?
Gruß,
Mari
 
Mari, bist du sicher, dass du gleichzeitig mit dem Zoom H4n sowohl mit den internen, als auch externen Mikros, auf 4 getrennten Spuren aufnehmen kannst?

Weil, ich habe ein Zoom H4 (ohne "n"). Dies wurde als 4-Spur-Recorder umworben. Ich glaube, man kann (zumindest beim H4 ohne "n") immer nur mit 2 Spuren aufnehmen. Das einzige ist, dass man gleichzeitig 2 Spuren abhören kann und weitere 2 Spuren dazuspielen kann (z.B. wenn man mehrere Instrumente hintereinander aufnehmen möchte).

Ich habe zwar ein Set Großmembran-Kondensator-Mikes von TBone (SC450), und auch versuchsweise angeschlossen, aber keine signifikante Verbesserung des Klanges festgestellt. Um ehrlich zu sein, ich finde die Aufnahmequalität vom Zoom H4 schon so gut (bei optimaler Aussteuerung, nehme normalerweise mit 48kHz/24bit auf, auch da keine Verbesserung mit 96kHz festgestellt, nur wahnsinnig mehr Daten), dass mir das ganze Geraffel mit externen Mikros zu viel ist, insbesondere wenn man wie ich an mehreren verschiedenen Orten was aufnehmen will.

Großmembran-Mikes haben den Vorteil des höheren Ausgangssignals gegenüber Kleinmembran-Mikes, was etwas besseres Signal-Rausch-Verhältnis verspricht. Da bei Kondensator-Mikes mit 48V Phantompower das Ausgangssignal sowieso schon deutlich höher ist als z.B. bei dynamischen Mikros ohne integrierten Vorverstärker, ist der Vorteil vielleicht nicht so wichtig.
Kleinmembran-Mikes sagt man nach, dass die Impulseresponse schneller ist, was evtl. besseres, klareres Abbild insbesondere bei perkussiven Abnahmen verspricht.
Was Klavieraufnahmen angeht, würde ich im Nachhinein zu einem Kleinmembran-Mikropaar tendieren (weil das Ausgangssignal wegen des integrierten Vorverstärkers eh schon satt genug ist), weil es evtl. mehr Brillianz verspricht.

Alle Angaben ohne Gewähr. :)
 
Hi Mindenblues,

beim H4n kannst 4 Spuren aufnehmen. Zusammenmischen musst die dann im PC.
Du hast schon recht, das H4n macht mit den internen Mikros schon erstaunlich gute Aufnahmen. Warum ich zwei zusätzliche Mikros nehmen will? Zum einen will ich den Raumklang mit den internen Mikros und den Klang ganz in der Nähe an den Saiten aufnehmen. Durch das Zusammenmischen erwarte ich mir eine signifikante Verbesserung des Klanges.
Ein SC450 hab ich noch rumliegen und hab damit mal getestet, aber von diesem Mikro war ich doch etwas enttäuscht deshalb hab ich hier die Frage gestellt. Deine Meinung die Kleinmembranmikros wären für diesen Zweck besser, decken sich mit dem was ich gelesen hatte. Großmembran-Mikros scheinen wohl besser für Vocals zu sein.
Gruß,
Mari
 
Hi Mari,

ja, habe mal die Bedienungsanleitungen zum Zoom H4 und Zoom H4n heruntergeladen und verglichen. Demzufolge kann tatsächlich das Zoom H4n echte 4-Kanal-Aufnahmen machen (im Gegensatz zum Zoom H4 - eine wirkliche Verbesserung). Des weiteren scheinen die Bedienelemente nicht mehr so hakelig zu sein beim H4n im Gegensatz zur wackeligen Menütaste beim Zoom H4.
Mich würde interessieren, von was genau du beim SC450 enttäuscht warst. Ich habe leider nicht die Vergleichsmöglichkeiten bei Kondensermikes, deshalb würde mich das schon interessieren. Zumindest für mich gab es eben kaum erkennbare Verbesserungen damit im Gegensatz zu den internen Mikrophonen, die für meine Begriffe erstaunlich klar und rauscharm funktionieren.
Was den Raumklang und überhaupt die Aufnahme an sich angeht, bin ich der Meinung, dass der Raum selber, das Instrument, die Stimmung usw. viel wichtiger sind, im Gegensatz zur Aufnahme mit 4 oder 2 Mikrophonen, aber wenn man die Möglichkeit für eine 4-Spur-Aufnahme hat, warum nicht...
Wenn du eine Aufnahme dergestalt gemacht hast, wäre es klasse, wenn du da was hier einstellen könntest!
 
Ich hatte mir die einzelne Spur des SC450 angehört und die Klang zu dumpf...im Vergleich zu den anderen zwei der internen Mikros. Ich muss allerdings dazu sagen, dass das SC450 mittig ca. 30cm über den Saiten des Flügels positioniert war und das Zoom über Kopf ein Meter hinter mir. Wenn ich das H4n direkt in den Flügel halte ist der Klang dann auch nicht mehr so klar. Die Mikros scheinen mit dem Dynamikumfang nicht so klar zu kommen. Ist zumindest meine Erfahrung. Deshalb müssen Mikros her, die mit direkter Nahaufnahme klar kommen.
Hab auch mal bei Thomann um Rat gefragt und warte noch auf eine Antwort. Wenn ich dann mal eine Aufnahme hab, stell ich die gern rein...einziges Manko wird dann wohl das Klavierspiel selbst sein, aber da hilft :klavier:üben..üben..üben.
Gruß,
Mari
 
Ich habe jetzt mal eine Aufnahme mit den Kleinkondensatormikrofonen RODE NT5 gemacht. Habt Nachsicht mit meiner Spielqualität. Bin gerade dabei das Stück auszuarbeiten.


Folgende Aufnahmesituation:
-das Zoom H4n etwa 1m hinter mir, Aufnahmepegel 68
-die zwei externen Rode NT5 von links und rechts leicht schräg in den Flügel mit ca. 30cm Abstand von den Saiten, Aufnahmepegel 45
-Flügeldeckel vollständig geöffnet

Das erste mp3 ist mit den externen Mikros. Bei der zweiten hab ich einfach die Spur der externen Mikros beim export stumm geschaltet.
Auf der Spur der internen Mikros des Zoom H4n hab ich noch ein bißchen Hall als Send-Effekt beigemischt. Das ganze wurde in Cubase LE bearbeitet

mit_externen_Mikros

nur interne Mikros des H4n


ich hoffe dass die Dateien erreichbar sind.
Ich werde am Wochenende noch ein Test mit den T-Bone SC140 machen....so als Vergleich. Kosten immerhin 1/3 von den Rode NT5.

Gruß,
Mari
 
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Das mp3 mit den internen Mikros klappt bei mir. Mit dem mp3 der externen Mikros habe ich Probleme. Gestern hat das Abspielen einfach gestoppt nach ein paar Sekunden. Heute ist es Fehler #2032.

Viele Grüße,
Mawima
 
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Hi Mari,

sehr schön gespielt.
Die Rode hören sich ja deutlich besser an. Wobei der Vergleich ein bischen unfair ist, da halt die Aufnahmeposition deutlich anderst ist. Du müsstest zum korrekten Vergleich das Zoom mehr oder minder an der gleichen Stelle positionieren.

Aber das ist auch meine Erfahrung bei meinem H2, dass die eingebauten Mikrofone nicht so toll sind und sich externe sehr lohnen.

Gruß
 
Hi Bachopin, wenn ich aber das Zoom in den Flügel halte, dann fehlt der "Raumeindruck". Die Aufnahme ist dann nur direkt und das ist nicht mein Ziel. Hab mir mal die Spur der externen Mikros alleine angehört, gefällt mir so aber nicht, da fehlt einfach was. Man könnte zwar dann ein Hall zumischen, aber es entspricht dann nicht der Wirklichkeit.
Ich muss sagen, dass mich die Unterschiede mit und ohne externer Mikros äußerst überrascht haben.

Am Wochenende hab ich mal den Test mit den Thomann Mikros SC140 gemacht mit gleichen Einstellungen etc... So der erste Eindruck: ich hör keinen Unterschied zu den teureren Rode NT5.
Das Prelude von Rachmaninoff ist durchwegs leise gehalten, deshalb werd ich noch eine Aufnahme mit einem anderen Stück mit lauten und leisen Passagen machen. Mal sehen was dabei raus kommt.
Gruß,
Mari
 
Ich konnte nun auch auf die Dateien zugreifen. Der Unterschied ist klar erkennbar. Im vergleich gefällt mir der direktere Klang mit den Rodes besser. Wobei auch das H4N allein sich sehr gut anhört.

Ich bin auch auf den Test mit den SC140 gespannt.

Viele Grüße,
Mawima
 
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So, gleiches Stück mit den Thomann SC140 als externe Mikros. Wie bereits bei den vorherigen, hab ich den gleichen Hallanteil in die Spur der internen Mikros des Zoom H4n als Sendeffekt gemischt. Die Spur der externen sc 140 blieb so wie aufgenommen.
Aufnahme mit Thomann SC140

Gruß,
Mari
 
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is nur mal so eine frage, weil mich das thema hier sehr stark interessiert, ist das von bernd im ersten post vorgeschlagene equipment immer noch aktuell? oder gibts schon besseres für den preis?

30 seiten sind einfach zu viel zum lesen...
 
ist das von bernd im ersten post vorgeschlagene equipment immer noch aktuell?
Die Mikros Thomann SC100 gibt's nicht mehr, heissen jetzt SC140, probehören s. oben.

Statt externer Soundkarte würde ich jetzt das Zoom 4n kaufen, das auch die Speisespannung für diese Mikros bereitstellt und viel flexibler (bootleg :mrgreen:) und spontaner zu benutzen ist als PC-Gedöns.
 
Da stimme ich meinem Vorredner voll zu....

Das Zoom H4n in Verbindung mit den SC140 (inkl. zwei Mikrokabel für 109€) ist eine super Kombi für den Hausgebrauch. Das Ergebnis kannst dir ja weiter oben anhören.
 
@ maritaliano:

Herzlichen Dank für deine Tests und Hörproben!
Ich höre auch keinen signifikanten Unterschied zwischen der Aufnahme mit dem SC140 und den Rhodes Mikrofonen. Evtl. letztere etwas klarer in den Höhen, kann aber auch Einbildung sein.

Wenn ich ehrlich bin, ich finde die internen Mikrophone schon sehr, sehr gut. Wenn man als Aufnahmeposition z.B. das Flügelende nimmt beim aufgeklappten Flügel, oder von der rechten (Zuhörer-)-seite in ein paar Metern Enfernung, wäre mglw. das Ergebnis auch bereits mit den internen Mikrophonen noch besser.

Das Gedönsel mit den externen Mikrophonen kann man sich ja antun bei Heimaufnahmen. Aber wenn man irgendwo eine Liveaufnahme machen will, dann finde ich das Zoom H4(n) mit den eingebauten Mikrophonen schon richtig, richtig gut. Und unter Umständen handelt man sich Phasenverschiebungen und Interferenzerscheinungen ein, die das Ergebnis durch das Mischen mit internen und externen Mikrophonen auch verschlimmbessern können...
 
ich bin noch ein kompletter anfänger bei diesen sachen; aber hab ichs richtig verstanden, man würde die externen mikrophone isn zoom stecken und den in den computer? oder wie würde ichs in den computer bekomm?
wärs also intelligenter zuerst das zoom zu kaufen und dann die externen mikros?
 

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