Asturias - Albeniz


Mikifan
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So, wieder ein neues Werk.

Auf Klavomis Wunsch hin, stelle ich nun hiermit die "Asturias - Legende" aus der der Suite Espagnole von Albeniz ein.
Beim Tempo kann ich mit Youtube zwar nicht mithalten, dafür habe ich etwas mehr Gefühl mit einfließen lassen :D
Der Anfang und der Schluss sind mir nicht ganz so gelungen, aber ich bin im Großen und Ganzen zufrieden.

http://www.file-upload.net/download-2102411/Asturias-ALBENIZ.wma.html

Danke, für jegliche Kommentare!

Mikifan :klavier:
 
Frédéric Chopin
Frédéric Chopin
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Das Werk habe ich bis jetzt nur mit Gitarre gehört.
Auf dem Klavier klingt es sogar noch viel schöner!

Oder vieleicht liegt es daran, dass Du wieder Mal so gut interpretierst. Auf jeden Fall wie Du z. B. bei 1.30 es ausklingen lässt, und viele weitere Stelle, hast Du ziemlich viel pianistisches und musikalisches in Dir!

Ich muß Dir immer wieder sagen, dass Du jemand, der Klavierspielen kann und ich Dir gerne beim Klavierspiel zuhöre und mir Dein Spiel sehr gefällt!

Du machst Musik am Klavier! Und es unheimlich schön ist, Dir zuzuhören, wenn Du spielst! Ich werde schon bald Fan von Dir! :-)

Der Albeniz, einfach traumhaft schön gespielt!

Viele liebe Grüße, Mario
 
Stuemperle
Stuemperle
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Super gespielt, Mikifan!

Auch ich kenne es bislang nur mit Gitarre (Baden Powell) und finde Deine Interpretation mindestens genauso "spanisch".

OK, anfangs scheint manchmal die zuverlässige Präzision zu fehlen (da vermutest Du ja auch selber noch Verbesserungspotential), dafür gefällt mir aber besonders dein Pedalspiel hier: wie Du die Klangwolken sich entfalten läßt aber gleich wieder energisch einfängst. Das ist besonders bei den Passagen konstanter Lautstärke zu hören (0-0:30 und dann nochmal 1:20-1:25. Übrigens, bei der "Wiederholung" 4:20ff geschieht das "einfangen" nicht mehr so energisch, wodurch es nicht mehr so kraftvoll wirkt, Absicht?).

Ich hab's mir noch ein paarmal angehört auf der Suche nach den vermeintlichen Fuß- oder Pedalgeräuschen (leises "Stampfen"), die mich anfangs störten, aber nun finde ich sie grad nicht mehr und kann nur sagen :

Hach, schön!
Stuemperle
 
Mikifan
Mikifan
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Hallo ihr zwei!

Danke erst einmal für euere Rückmeldung. :cool:


Das Werk habe ich bis jetzt nur mit Gitarre gehört.
Auf dem Klavier klingt es sogar noch viel schöner!

Ganz abgesehen von meiner Interpretation: Finde ich auch! ;)

Oder vieleicht liegt es daran, dass Du wieder Mal so gut interpretierst. Auf jeden Fall wie Du z. B. bei 1.30 es ausklingen lässt, und viele weitere Stelle, hast Du ziemlich viel pianistisches und musikalisches in Dir!

Danke! Ich habe eben versucht, das ganz nicht nur schnell herunterzuspielen, sondern sehe in (fast) jedem Werk einen Sinn,
sonst wäre es ja keine Musik.
Irgendwie hat mich vor allem dieser Anfang immer an eine Stromleitung erinnert und wenn diese lauten Akkorde kommen,
dann hat jemand dran gefasst :D

Du machst Musik am Klavier! Und es unheimlich schön ist, Dir zuzuhören, wenn Du spielst! Ich werde schon bald Fan von Dir!

Der Albeniz, einfach traumhaft schön gespielt!

Ich fühle mich geschmeichelt :P
Und das noch aus dem Munde Chopins... :mrgreen:

Mikifan
 
Mikifan
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Auch dir Danke für dein Kommentar!


Super gespielt, Mikifan!

Auch ich kenne es bislang nur mit Gitarre (Baden Powell) und finde Deine Interpretation mindestens genauso "spanisch".
;) ;)

OK, anfangs scheint manchmal die zuverlässige Präzision zu fehlen (da vermutest Du ja auch selber noch Verbesserungspotential), dafür gefällt mir aber besonders dein Pedalspiel hier: wie Du die Klangwolken sich entfalten läßt aber gleich wieder energisch einfängst. Das ist besonders bei den Passagen konstanter Lautstärke zu hören (0-0:30 und dann nochmal 1:20-1:25. Übrigens, bei der "Wiederholung" 4:20ff geschieht das "einfangen" nicht mehr so energisch, wodurch es nicht mehr so kraftvoll wirkt, Absicht?).
Ja, am Anfang sehe ich auch noch etwas Verbesserungpotential. Das mit der Wiederholung in 4:20ff ist mir noch gar nicht aufgefallen :p
Aber du hast recht, ich werde es mir noch einmal überlegen...

Dass das Pedal kleppert weiß ich auch, schade das Klaviermacher so weit weg wohnt :floet:

Viele Grüße

Mikifan
 
Walter
Walter
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Asturias

Hallo Mikifan,

wunderschön, dass sich wieder jemand an Albeniz getraut. :p

Dieses Stück hat Albeniz zwei mal verwendet: in der Suite Espagnola und bei den Chants d´Espagne als Preludio. Im Zusammenhang der letzteren Chants d´Espagne habe ich das Stück auch schon vorgetragen.

Dein Tempo finde ich genau richtig, ich weiß nicht, was Du meinst, dass es bei Youtube schneller ginge. Vielleicht gibt es Pianisten, die einen Weltrekordversuch wagen. :rolleyes:
Die schnellen und weiten Griffe sind je nach Ausgabe nacheinander oder gleichzeitig anzuschlagen. Du triffst die Akkorde sehr sicher – auch die zweiten in g-moll! Prima! Spiele das ja nicht schneller!

De Laroccha z.B. spielt mir die einfacheren Stücke von Albeniz und Granados zu „gekonnt“, will heißen, über so manche Feinheiten schnell drüber weg.
(Iberia und Goyescas von ihr: allererste Sahne, aber … s.o.)

Albeniz hat diese Stücke absolut im Geist der Gitarre komponiert und er hat Gitarrenversionen schon zu seinen Lebzeiten ausdrücklich gut geheißen. Ich denke, es ist deshalb für die Pianisten allemal gut, sich bei den Gittaristen umzuhören.

Zum Mittelteil:

Vielleicht würde sich lohnen, mal nach dem Klang der Guzlas (einsaitige spanische Gitarren, s. auch die Anmerkung von Albeniz zu seinem Stück Cordoba in den Chants d´Espagne) zu forschen, denen die „einstimmigen“ (unisono) Teile bestimmt nachempfunden sind.

Ich hatte mich beim Vortrag dieses Stücks bemüht, die Melodie in der linken Hand „singen“ zu lassen und die im Zweioktavenabstand geführt Parallele lediglich quasi als Obertöne sehr leise mit zu spielen. Es gibt ja Gitarristen, die sind Meister im Gebrauch von Obertönen, die durch das Anzupfen ganz am Steg entstehen.

Die Sekunden und Terzen über dem Gesang im Tenor im Mittelteil hast Du schön hingezupft, das gehört auch so gespielt – da war ich damals an dieser Stelle viel nachlässiger.

Die Reminiszenz an den langsamen Teil am Schluss (molto rit.) könnte ich mir verträumter vorstellen. – Vielleicht wolltest Du endlich zum Schluss kommen und die bis da hin schon sehr gelungene Aufnahme retten!?

Gratuliere zu einem weiteren sehr schönen Stück! Vielleicht gesellen sich noch ein oder zwei Schwesterwerke dazu – das gäbe eine sehr schöne Vortragsgruppe.

Viele nachweihnachtliche Grüße

Walter

P.s.: warum lädst Du nicht bei clavio hoch? :roll:
 
E
Erdferkel
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Die sich wiederholenden Ds kann jeder schneller spielen. Aber selbst die besten youtube-Interpreten, die ich gesehen habe, schaffen es nicht, diese Oktavenakkorde schneller anzuschlagen. Und dann klingt es ein wenig abgehackt. So, wie Du es spielst, klingt es wesentlich flüssiger, obwohl es eventuell etwas langsamer ist. Aber wirklich langsam ist das auch nicht. Gefällt mir auf jeden Fall besser so.

Habe mir das mal als Musterinterpretation gespeichert, falls ich mal so weit sein sollte. :-)

Vielen Dank für die Veröffentlichung!
 
D
Debbie digitalis
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Hallo miteinander,

ich antworte jetzt mal auf diesen alten Faden - und insbesondere auf Walters ausführlichen Beitrag zur Asturias Legende, da dies hier der einzige Faden ist, den ich zu diesem Stück im Forum finden kann.

Leider kann man die in Nr. 1 dieses Fadens verlinkte Einspielung von Mikifan nicht mehr hören, da sie offenbar gelöscht wurde. Vielleicht weiss jemand von Euch, ob diese Einspielung an anderer Stelle im Netz noch existiert?

Ich habe von Asturias eine Aufnahme von Esteban Sanchez auf CD, die mir sehr gut gefällt. Es ist beim Anhören dieser Aufnahme wirklich höchst erstaunlich, wie gut es Sanchez gelingt, den Gitarrenklang (insbesondere im schnellen Anfangsteil, der später wiederholt wird) auf dem Flügel nachzuempfinden. Mir ist es ein völliges Rätsel, wie man den Anschlag gestalten muss, um solch einen Klang zustande zu bringen.

Im booklet zur CD, d.h. zu dieser hier:

Albeniz: Iberia, Suite Espagnole: Esteban Sanchez, Isaac Albeniz: Amazon.de: Musik

steht, dass Sanchez den Anfangsteil in der Art einer Toccata und wie auf einem Cembalo spielt. Allerdings erinnert mich sein Spiel überhaupt nicht an ein Cembalo, sondern ich höre hauptsächlich ein dem Gitarrenklang nachempfundenes Klavierspiel.

Walter schreibt hierzu ja:

Albeniz hat diese Stücke absolut im Geist der Gitarre komponiert und er hat Gitarrenversionen schon zu seinen Lebzeiten ausdrücklich gut geheißen. Ich denke, es ist deshalb für die Pianisten allemal gut, sich bei den Gittaristen umzuhören.

Vielleicht würde sich lohnen, mal nach dem Klang der Guzlas (einsaitige spanische Gitarren, s. auch die Anmerkung von Albeniz zu seinem Stück Cordoba in den Chants d´Espagne) zu forschen, denen die „einstimmigen“ (unisono) Teile bestimmt nachempfunden sind

Mich interessiert dieses Stück jetzt, da ich mir vorgenommen habe in der bevorstehenden klavierunterrichtslosen Zeit der Schulferien auf eigene Faust mal hineinzuschnuppern. Daher habe ich mir die auf IMSLP verfügbaren Noten mal ausgedruckt und wüsste gerne, ob evtl. Forenmitglieder Tipps dazu haben, wie man dieses Stück am besten angeht.

Walter erwähnte ja schon:

Ich hatte mich beim Vortrag dieses Stücks bemüht, die Melodie in der linken Hand „singen“ zu lassen und die im Zweioktavenabstand geführt Parallele lediglich quasi als Obertöne sehr leise mit zu spielen. Es gibt ja Gitarristen, die sind Meister im Gebrauch von Obertönen, die durch das Anzupfen ganz am Steg entstehen.

Aber es wäre auch wichtig zu wissen, wo z.B. die größten Schwierigkeiten dieses Stückes liegen bzw. die schwierigsten Passagen. Wenn ich diese dann mal zu allererst angehen könnte, würde ich ja recht schnell feststellen können, ob es bereits Sinn für mich macht, mich einmal mit diesem Stück auseinanderzusetzen.

(Beim ersten Anschauen der Noten fiel mir z.B. auf, dass ich ein fpp noch nie gespielt habe!:()

LG

Debbie digitalis
 
D
Debbie digitalis
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Hallo rolf,

danke für den Hinweis auf diese Passage!

Habe zur Zeit kein Klavier "zur Hand", werde diese Passage heute abend aber gleich mal antesten!

Bin ja mal gespannt!...:D

LG

Debbie digitalis
 

Mikifan
Mikifan
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Liebe Debbie digitalis,

ich wollte meine Aufnahme nun eigentlich noch einmal hochladen, befürchte aber, dass ich sie schon von meinem PC gelöscht habe.
Aber zu deiner Frage, wie und was an dem Stück schwierig ist, kann ich Rolf auf jeden Fall bepflichten.
Ich hatte jedoch eine Ausgabe, bei der die Sprünge rechts und links nacheinander erfolgen. Also auf die 1 das d links und erst auf die nächste Sechzehntel den Akkord in der rechten Hand. Ich glaube, dass macht das Ganze etwas einfacher.
Ansonsten war der Teil, den man am Anfang hört schwierig zu spielen in Betracht auf die vielen Sechzehntel.
Die wollten bei mir nicht immer alle klingen. Aber ansonsten ist das Stück eigentlich gut machbar.

Wenn du Fragen hast, melde dich doch einfach nochmal.

Liebe Grüße,

miki
 
D
Debbie digitalis
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Hallo Mikifan,

vielen Dank für deine Antwort!
ich wollte meine Aufnahme nun eigentlich noch einmal hochladen, befürchte aber, dass ich sie schon von meinem PC gelöscht habe.

Das ist sehr schade!
Ich hätte sie gerne einmal angehört!


Aber zu deiner Frage, wie und was an dem Stück schwierig ist, kann ich Rolf auf jeden Fall bepflichten.
Ich hatte jedoch eine Ausgabe, bei der die Sprünge rechts und links nacheinander erfolgen. Also auf die 1 das d links und erst auf die nächste Sechzehntel den Akkord in der rechten Hand. Ich glaube, dass macht das Ganze etwas einfacher.

Das verstehe ich jetzt nicht so ganz: In der von rolf verlinkten Passage (und ich habe die gleiche Ausgabe vorliegen), erfolgen die Sprünge rechts und links doch auch nacheinander!:(:

Wenn ich das richtig sehe, dann beginnt der 1. Takt in der fraglichen Passage doch so:
Rechte und linke Hand beginnen gleichzeitig auf der 1: rechts hat den Akkord, links eine d-Oktave, danach springt rechts auf eine d-Oktave (2. Sechzehntel), dann links auf ein d (3. Sechzehntel) und dann spielt rechts wieder die d-Oktave... etc

Von der 1 aus gesehen wird hier doch nacheinander gesprungen!!...??

Ansonsten war der Teil, den man am Anfang hört schwierig zu spielen in Betracht auf die vielen Sechzehntel.
Die wollten bei mir nicht immer alle klingen. Aber ansonsten ist das Stück eigentlich gut machbar.

Das hört sich ja schon mal ganz positiv an!:D

Wenn du Fragen hast, melde dich doch einfach nochmal.

Das werde ich sicher bald tun!

LG

Debbie digitalis
 
rolf
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Wenn ich das richtig sehe, dann beginnt der 1. Takt in der fraglichen Passage doch so:
Rechte und linke Hand beginnen gleichzeitig auf der 1: rechts hat den Akkord, links eine d-Oktave, danach springt rechts auf eine d-Oktave (2. Sechzehntel), dann links auf ein d (3. Sechzehntel) und dann spielt rechts wieder die d-Oktave... etc

Von der 1 aus gesehen wird hier doch nacheinander gesprungen!!...??
...du solltest den Taktstrich nicht als Berliner Mauer betrachten ;) ...

schau: die rechte Hand muss in 16teln von den Oktaven hoch zum Akkord und wieder runter zu den Oktaven hüpfen - da hat man in der rechten Hand halt nicht wie sonst überall ein Achtel Zeit --- also vor und nach dem Taktstrich gucken ;) :)

ansonsten sollte man für die Außenteile zuverlässig und ausdauernd staccatissimo aus dem Handgelenk spielen können, und natürlich müssen die Melodie-16tel etwas stärker sein als die Begleit-16tel, egal ob beide auf dieselbe Taste fallen oder nicht.

....das Stück ist alles andere als leicht... in flüssigem Tempo trennen die gezeigten Sprünge die Spreu vom Weizen... ist halt so, lässt sich nicht beschönigen...
 
rolf
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Ich habe Das von Gitarristen noch nie im Timing gehört.
spielen die Gitarristen eigentlich wirklich ebenfalls in g-Moll UND alle Töne wie im Klavieroriginal notiert? ...also das kann ich mir nicht vorstellen... Was das Timing betrifft, so verwenden die Gitarristen doch Arpeggien bei den Akkorden, das dehnt ohne rhythmisch zu stören
 
D
Debbie digitalis
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...du solltest den Taktstrich nicht als Berliner Mauer betrachten ;) ...

Hallo rolf,

das hast du herrlich ausgedruückt!!!

schau: die rechte Hand muss in 16teln von den Oktaven hoch zum Akkord und wieder runter zu den Oktaven hüpfen - da hat man in der rechten Hand halt nicht wie sonst überall ein Achtel Zeit --- also vor und nach dem Taktstrich gucken :)

Da hast du natürlich völlig recht! Ich habe die Passage gestern abend spät mal am Klavier ausprobiert und da ist mir das dann auch aufgefallen!!! Eigentlich ist ja klar, was hier gemacht werden soll: aber die Sprünge - unter Beachtung aller anderen in dieser Passage enthaltenen Anforderungen - (Dynamik, staccato, Pedal) im richtigen Tempo hinzubekommen und dabei noch ein gleichmäßiges Tempo einhalten, erscheint mir hier persönlich die größte Schwierigkeit....

Wahrscheinlich spielt man - zumindest diese Passage - am besten komplett auswendig (oder wie du zu sagen pflegst "inwendig"), damit man sich voll auf das Hören, die Klangüberprüfung und das Tastengeschehen konzentrieren kann.

ansonsten sollte man für die Außenteile zuverlässig und ausdauernd staccatissimo aus dem Handgelenk spielen können, und natürlich müssen die Melodie-16tel etwas stärker sein als die Begleit-16tel, egal ob beide auf dieselbe Taste fallen oder nicht.

....das Stück ist alles andere als leicht... in flüssigem Tempo trennen die gezeigten Sprünge die Spreu vom Weizen... ist halt so, lässt sich nicht beschönigen...

Naja, das hört sich ja nicht besonders ermunternd an!:D

Aber ich meine - und das gilt auch für viele andere Stücke - die Profis können natürlich vieles äußerst virutuos spielen und das hört sich dann auch sehr beeindruckend an. Dennoch klingen viele Stücke auch noch sehr schön (zumindest in meinen Ohren), wenn sie von "normalen" Hobbypianisten ein wenig langsamer und weniger spektakulär vorgetragen werden.

Insofern werde ich mir in der Ferienzeit jetzt mal den Spaß gönnen, das Stück ein wenig selbst zu erkunden und werde auch noch auf die Suche nach ganz unterschiedlichen Aufnahmen dieses Stücks gehen um den doch sehr speziellen Klang dieses Klavierstücks noch besser zu erforschen.

Vielleicht bekomme ich es ja irgendwann auf "Wohnzimmerspielerniveau" hin, d.h. auf dem Niveau eines Wohnzimmerspielers, der seine Machwerke (so wie ich) grundsätzlich nicht für fremde Ohren aufnimmt!:D

LG

Debbie digitalis
 
Rachmaninov
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Ich hole das hier noch mal hoch, weil auch ich mir gerade an den Akkordsprüngen die Zähne ausbeiße. Habt ihr vielleicht einen Tip, wie man das am besten üben kann? Die Akkordsprünge in Rachmaninoffs g-moll Prelude (op 23.5) fallen mir da deutlich leichter, weil sich da beide Hände in die gleiche Richtung bewegen. Beim Asturias hab ich Probleme wie ich fokussieren soll. wenn ich mich auf die rechte Hand konzentriere gehen 60% von der linken Hand leicht daneben z.B.
Freue mich über Tips!
 
 

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