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MiddleDominic
- Registriert
- 26.10.2025
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Hallo Forist*innen,
ähnliche Fälle wurden schon oft im Forum diskutiert; dennoch ist jeder Fall anders und vielleicht gibt es ja neue Erkenntnisse oder Erfahrungen, die jemand teilen möchte:
Seit November habe ich einen Flügel zuhause. Ich spiele Jazz mit professionellem Anspruch, was gegenwärtig aber nicht mehr als etwa 3 Stunden brutto täglich am Instrument bedeutet, oft auch weniger.
Ich lebe großstädtisch als Mieter im Mehrfamilienhaus. Meiner Nachbarschaft oben und unten hatte ich die Neuerung angekündigt und sie vorab sowohl nach möglichen Einschränkungen bei den Zeiten gefragt (Schichtdienst usw) und um etwaige persönliche Rückmeldung bei Problemen gebeten. Ich lebe seit zwei Jahren hier, es gab bisher null Schwierigkeiten im Haus.
Unten wohnt ein berufstätiges Paar Mitte 30, von denen ich habe bisher nichts gehört.
Oben wohnt ein Paar in Rente. Nach wenigen Tagen hatten wir ein Gespräch; der Mann gab an, dass die mittleren und hohen Töne sehr störend und überall in seiner Wohnung stark wahrnehmbar seien. Wir einigten uns auf bestimmte Übezeiten, die ich auch konsequent eingehalten habe.
Seither gab es keine Beschwerden; heute nun klingelten beide zusammen während meines Spiels an der Tür. Beide waren sehr höflich, äußerten sich wohlwollend zur Güte meines Spiels, erkannten meine Professionalität an, sagten aber "es gehe nicht". Wieder sprach der Mann die mittleren und hohen Töne an. Leidtragend scheint aber vor allem die Frau zu sein, sie machte einen nervlich angeschlagenen Eindruck. Ihr Wunsch wäre, dass ich eine Silentfunktion nachrüsten lasse.
Mein Fazit: Meine bisherigen Schallschutzmaßnahmen (sehr dicker Teppich plus Untersetzer) unmittelbar unter dem Flügel und weitere dicke Teppiche über große Teile der Parkettflächen wirken nach unten (und auch für mich selbst) prima. Der Flügel scheint in den Bässen einwandfrei entdröhnt.
Aber: Was hilft denn nun gegen die beklagten hohen Frequenzen? Ich erwäge einerseits dicke Vorhänge über mehrere bodentiefe Fenster (also große Glasflächen) als auch Schallschutzelemente an Decke oder Wand. All das kostet aber viel Geld bei ungewisser Wirkung. Bei der Silentfunktion (sicher auch nicht billig) ist zwar die Wirkung klar, aber aus musikalisch-technischer Sicht ist es ja eher Murks und es stellt sich die Frage, wozu dann ein Flügel? Zudem ich auch einiges an Aufnahmen mache und da bin ich mir nicht so im Klaren, ob das mit der Silent-Funktion technisch realisierbar ist.
Zum Haus: Baujahr etwa 2000, Beton, ich nehme nicht viel aus den anderen Wohnungen wahr, wenn dann eher dumpf oder wenn jemand schreit, aber das ist dann alles andere als wirklich störend.
Wie haltet Ihr als Profis mit dem Üben zuhause? Gibt es Probleme? Habt Ihr Überäume gemietet?
Danke vorab für konstruktiven Austausch!
ähnliche Fälle wurden schon oft im Forum diskutiert; dennoch ist jeder Fall anders und vielleicht gibt es ja neue Erkenntnisse oder Erfahrungen, die jemand teilen möchte:
Seit November habe ich einen Flügel zuhause. Ich spiele Jazz mit professionellem Anspruch, was gegenwärtig aber nicht mehr als etwa 3 Stunden brutto täglich am Instrument bedeutet, oft auch weniger.
Ich lebe großstädtisch als Mieter im Mehrfamilienhaus. Meiner Nachbarschaft oben und unten hatte ich die Neuerung angekündigt und sie vorab sowohl nach möglichen Einschränkungen bei den Zeiten gefragt (Schichtdienst usw) und um etwaige persönliche Rückmeldung bei Problemen gebeten. Ich lebe seit zwei Jahren hier, es gab bisher null Schwierigkeiten im Haus.
Unten wohnt ein berufstätiges Paar Mitte 30, von denen ich habe bisher nichts gehört.
Oben wohnt ein Paar in Rente. Nach wenigen Tagen hatten wir ein Gespräch; der Mann gab an, dass die mittleren und hohen Töne sehr störend und überall in seiner Wohnung stark wahrnehmbar seien. Wir einigten uns auf bestimmte Übezeiten, die ich auch konsequent eingehalten habe.
Seither gab es keine Beschwerden; heute nun klingelten beide zusammen während meines Spiels an der Tür. Beide waren sehr höflich, äußerten sich wohlwollend zur Güte meines Spiels, erkannten meine Professionalität an, sagten aber "es gehe nicht". Wieder sprach der Mann die mittleren und hohen Töne an. Leidtragend scheint aber vor allem die Frau zu sein, sie machte einen nervlich angeschlagenen Eindruck. Ihr Wunsch wäre, dass ich eine Silentfunktion nachrüsten lasse.
Mein Fazit: Meine bisherigen Schallschutzmaßnahmen (sehr dicker Teppich plus Untersetzer) unmittelbar unter dem Flügel und weitere dicke Teppiche über große Teile der Parkettflächen wirken nach unten (und auch für mich selbst) prima. Der Flügel scheint in den Bässen einwandfrei entdröhnt.
Aber: Was hilft denn nun gegen die beklagten hohen Frequenzen? Ich erwäge einerseits dicke Vorhänge über mehrere bodentiefe Fenster (also große Glasflächen) als auch Schallschutzelemente an Decke oder Wand. All das kostet aber viel Geld bei ungewisser Wirkung. Bei der Silentfunktion (sicher auch nicht billig) ist zwar die Wirkung klar, aber aus musikalisch-technischer Sicht ist es ja eher Murks und es stellt sich die Frage, wozu dann ein Flügel? Zudem ich auch einiges an Aufnahmen mache und da bin ich mir nicht so im Klaren, ob das mit der Silent-Funktion technisch realisierbar ist.
Zum Haus: Baujahr etwa 2000, Beton, ich nehme nicht viel aus den anderen Wohnungen wahr, wenn dann eher dumpf oder wenn jemand schreit, aber das ist dann alles andere als wirklich störend.
Wie haltet Ihr als Profis mit dem Üben zuhause? Gibt es Probleme? Habt Ihr Überäume gemietet?
Danke vorab für konstruktiven Austausch!
