Analyse einer Akkordfolge


M
MaBa
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Hallo Fred,

ich mache ein neues Thema auf. Die Frage bezieht sich aber auf deine Akkordfolge im Komponierspiel D-B-G-Fis. Ich bin noch ganz begeistert von deiner Akkordfolge und spiele damit herum. Ich finde, die klingt einfach genial.

|| G-7 | C7 | F-7 | Bb7alt | Ebma7 | Ab13 | A-7b5 | D7b9 ||

d-bb-g-f#.mp3

Was gut und stimmig klingt, muß sich auch einfach erklären lassen, schreibt Frank Sikora, und ich denke, er hat recht.

Deine Akkorde bewegen sich im Quintfall, bis auf die Stelle vom Ab13 zum A-7b5. Der Zusammenhang der Akkorde untereinander ist deshalb gut nachvollziebar.

Eine Frage bleibt für mich aber trotzdem: Läßt sich deine Akkordfolge eindeutig einer Tonart zuordnen? Ich bin zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. :confused:

Immerhin fängst du mit Gm7 an, weshalb es G-moll sein könnte. Die beiden letzten Akkorde Am7b5 D7(b9) leiten auch direkt zurück nach Gm.

Allerdings läuft die Akkordfolge zielstrebig zum Ebmaj7. Ebmaj7 würde ich ionisch zuweisen. Die Folge könnte meiner Meinung nach genauso in Eb-Dur stehen, und du beginnst einfach auf der Stufe III. Untypisch wäre dann nur, daß die III nicht phrygisch ist.

Ich habe meine beiden vorläufigen Analyse-Ergebnisse hier im PDF zusammengefaßt:
analyse_dbgfis.pdf

Gruß
 
F
Fred
Guest
Hi MaBa,

interessante Frage. Beide Deiner Analysen sind auf jeden Fall richtig.
Ich finde, vielleicht spielt auch der harmonische Rhythmus ein bisschen eine Rolle. G- liegt auf der absoluten Eins. Fang' mal den Turnaround beim Ebma7 an. Ich habe dann auf jeden Fall das Gefühl dass dann Eb die Tonika ist.
War mir gar nicht so bewußt. Und wenn man mit Ebma7 anfängt, könnte ich mir G-7 durchaus auch Phrygisch vorstellen.


P.S.
Die Schreibweise (II-7 V7) in Klammern war mir so noch nicht bekannt. Ich hatte bei nichtdiatonischen II-7 immer nur die Brackets benutzt. Die Klammern machen aber durchaus Sinn.
 
M
MaBa
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Ok. Dann liegt es doch im Auge des Betrachters bzw. im Ohr des Hörers, wir er es wahrnimmt.

P.S.
Die Schreibweise (II-7 V7) in Klammern war mir so noch nicht bekannt. Ich hatte bei nichtdiatonischen II-7 immer nur die Brackets benutzt. Die Klammern machen aber durchaus Sinn.

Da hat mich meine Erinnerung getrübt. Ich dachte, Frank Sikora hätte auch Klammern verwendet.

Ich habe noch mal nachgeschaut. Er hat manchmal die Brackets beschriftet und da kamen dann auch die Klammern vor. Er hat entweder unter der Dominante SubV/I geschrieben und die relative II offengelassen, oder er hat in der Mitte unter der Bracket Sub(II-V)/I geschrieben.

Ist also keine Norm sondern nur ein Fehler von mir.

Gruß
 
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