Was ist so toll an... Beethoven?

hast du denn schon den Versuch unternommen, quasi beethoveneske Musik (Weber, Haydn esw.) "blind" anzuhören?

Nein, leider habe ich bislang niemanden gefunden, der willens und in der Lage war, mich bei dem "Versuch" zu unterstützen. Ich habe mir aber bereits einige der hier empfohlenen Musikstücke angehört. Das Wochenende brauche ich sicher noch, um mir das meiste in Ruhe anzuhören.

was soll man dir eigentlich auf deine letzte Frage antworten? das ist so, wie bei jeder großartigen Musik: während ich das anhöre, egal ob von Bach, Mozart, Beethoven, Liszt, Wagner, Verdi etc., während diese Musik läuft gibt es nichts anderes, keinerlei abschweifende Gedanken, kein gummibärchentütenrascheln, sondern dann gibt es nur diese Musik.

Was soll man darauf antworten? Nun, es kann doch spannend sein, zu versuchen darüber nachzudenken oder zu reflektieren, warum das "Gummibärchentuetenrascheln"bei mancher Musik verschwindet und bei mancher nicht. Die Gründe dafür sind doch interessant, was hat die Musik an sich? Was nimmt dich beim Zuhören gefangen. Einige haben das doch schon sehr eindringlich und praegnant hier beschrieben. Ich muss sagen, das hat meine Herangehensweise an Beethovens Musik und die Hoerperspektive eindeutig erweitert.
 
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Na, hier geht es ja wieder ab. Zur Abkühlung der Gemüter eine kleine Sonate von Beethoven;-):

 
die einfachste Erklärung liegt in der Qualität dergehörten Musik, sofern man für dergleichen zugänglich ist.

Ja klar die Qualität. Aber was ist die Qualität der Musik? Die Frage kann man relativ abstrakt beantworten z.B am Notentext, der Komposition an sich. Man kann aber auch versuchen zu erklären, wie die Komposition wirkt, wenn man sie in Musik umgesetzt hoert, und warum das so ist.

Und dann war ja auch die Frage, auf welche Weise der Zugang zur Musik entsteht. Zugänge können natürlich schon immer bestehen, sie können aber auch geschaffen werden, sei es durch Schlüsselerlebnisse, aus eigener "Kraft" oder mit Hilfe von aussen.:idee:
(Z.B. auf clavio.de, da gibt es so einen Thread zum Thema "was ist so toll an...Beethoven") ;-)
 
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Wirf nicht jemandem hohles Gelaber vor, während Du gleichzeitig niveautechnisch dermaßen unter der Gürtellinie spazierengehst. Das macht Dich unglaubwürdig.
Ich lass mir nicht absurdes Geblödel von jedem x-beliebigen Witzbold vorwerfen.

Von dem möchte ich keine Beethovensonate interpretiert hören, der spielt doch nur schwarze Pünktchen ab. Den Sinn von der Musik hat der doch nicht verstanden.
 
War Beethoven ein Eingeweihter in die höheren Ebenen des Daseins, die sich dem Intellekt entziehen und nur noch mit Musik gesagt werden können.

War Beethoven ein Schamane der mit musikalischem Handwerk ausgestattet diese höheren Dinge zum sprechen bringen konnte

Beim nochmaligen Durchlesen der letzten posts ist mir aufgefallen, dass der Faden erst etwas "entgleist" ist, nachdem sich rolf sagen wir mal etwas spöttisch zu Rudls oben zitierten Beitrag geäußert hat:
genügt genialer Komponist nicht?
sibirische Schamanen haben gespaltene Daumen - Beethoven hatte keine gespaltenen Daumen -- das gibt zu denken...

Falls Rudl seinen Beitrag ernst gemeint haben sollte, kann ich seine Reaktion nachvollziehen. Es wurde ja mehrfach angesprochen, dass die Wahrnehmung von Musik etwas ziemlich persönliches ist. Deswegen wäre etwas mehr Toleranz gegenüber unterschiedlichen Herangehensweisen an Beethovens Musik nicht schlecht, oder?
 
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Beim nochmaligen Durchlesen der letzten posts ist mir aufgefallen, dass der Faden erst etwas "entgleist" ist, nachdem sich rolf sagen wir mal etwas spöttisch zu Rudls oben zitierten Beitrag geäußert hat:


Falls Rudl seinen Beitrag ernst gemeint haben sollte, kann ich seine Reaktion nachvollziehen. Es wurde ja mehrfach angesprochen, dass die Wahrnehmung von Musik etwas ziemlich persönliches ist. Deswegen wäre etwas mehr Toleranz gegenüber unterschiedlichen Herangehensweisen an Beethovens Musik nicht schlecht, oder?

Ich Danke dir für den Beistand. Als ich obigen Artikel geschrieben habe, war mir klar, dass ich von Rolf mit Spott und Hohn überschüttet werde. Aber es war mir wichtig mitzuteilen, dass Beethoven etwas mehr war als jemand, der nur schwarze Pünktchen auf Linien zeichnet, und vor allem. das Beethoven seine Visionen aus einem Pool schöpfte, zu welchem nicht Alle Zugang haben.Und das er gleichzeitig sein Handwerk so beherrschte, um diese Visionen darzustellen.
 
Es wurde ja mehrfach angesprochen, dass die Wahrnehmung von Musik etwas ziemlich persönliches ist. Deswegen wäre etwas mehr Toleranz gegenüber unterschiedlichen Herangehensweisen an Beethovens Musik nicht schlecht, oder?
ja wenn das so ist: wehe irgendwer liest mir die Leviten, weil ich urplötzlich Chopin für einen weibischen Astralleib-Esoteriker halte, denn ich finde, dass seine sanfte femine Musik irgendwie was spirituelles hat...

wie geht´s nun weiter? Beethoven als Schamane soll man ernst nehmen oder mindestens tolerieren, Chopin als Astralesoteriker, wie wäre es mit Brahms wegen seiner fetten Akkorde als sadistischem Bildungsbürger?
 

Ich Danke dir für den Beistand. Als ich obigen Artikel geschrieben habe, war mir klar, dass ich von Rolf mit Spott und Hohn überschüttet werde. Aber es war mir wichtig mitzuteilen, dass Beethoven etwas mehr war als jemand, der nur schwarze Pünktchen auf Linien zeichnet, und vor allem. das Beethoven seine Visionen aus einem Pool schöpfte, zu welchem nicht Alle Zugang haben.Und das er gleichzeitig sein Handwerk so beherrschte, um diese Visionen darzustellen.

Aber deswegen war er doch kein Schamane. Genauso wenig wie Mozart, Einstein oder Newton.
Viele "Genies auf einem Gebiet" (Mathe/Musik/Kunst) haben/hatten im Gehirn eine Fehlschaltung. Bzw. waren autistisch oder zeigten Formen von Autismus oder Asperger. Und diese Menschen sind meist nicht zu beneiden. Dazu gab es vor längerer Zeit eine Reportage auf arte: "Expedition ins Gehirn"...
 
Aber es war mir wichtig mitzuteilen, dass Beethoven etwas mehr war als jemand, der nur schwarze Pünktchen auf Linien zeichnet, und vor allem. das Beethoven seine Visionen aus einem Pool schöpfte, zu welchem nicht Alle Zugang haben.Und das er gleichzeitig sein Handwerk so beherrschte, um diese Visionendarzustellen.
also ob das fett markierte eine sinnvolle Definition von komponieren / Komponisten ist, sei mal dahingestellt; von Beethovens "Visionen" weiß man kaum was - wie dem auch sei: das macht ihn nicht zu einem "Schamanen".
 
I
ja wenn das so ist: wehe irgendwer liest mir die Leviten, weil ich urplötzlich Chopin für einen weibischen Astralleib-Esoteriker halte, denn ich finde, dass seine sanfte femine Musik irgendwie was spirituelles hat...

wie geht´s nun weiter? Beethoven als Schamane soll man ernst nehmen oder mindestens tolerieren, Chopin als Astralesoteriker, wie wäre es mit Brahms wegen seiner fetten Akkorde als sadistischem Bildungsbürger?
Ich hab das Wort Schamane nur benutzt, da Schamenen ja nichts anderes als Heiler sind.

Und das Beethovens Musik heilende Wirkung hat, hab ich schon sehr oft gehört.
 
Jegliche Musik kann heilend wirken. Es kommt auf den Hörer an. Manche kranke Menschen hören Hardrock oder sogar Metal, und finden darin etwas, das ihnen hilft.
Musik wirkt auf den Körper (Blutdruck, Atmung etc.), und wird gezielt in der Medizin eingesetzt. Entweder indem der Patient Musik hört oder aktiv macht (Musiktherapie).
Der ganze Mensch besteht aus Musik bzw. Rhythmus (Herzschlag, Tag-Nacht, Atmung, Puls, Stimme..)
 
IIch hab das Wort Schamane nur benutzt, da Schamenen ja nichts anderes als Heiler sind.
Beethoven kennt man allerdings primär als "Heiler"...

zum Schamanen und was das ist scheint Tante Wiki mehr als du zu wissen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schamane
http://de.wikipedia.org/wiki/Schamanismus

wenn deine nachgelieferte Erklärung zu deinem "Lesetipp" (du erinnerst dich? der Illuminatenautor?) bedeuten soll, dass dir da eine Metapher missglückt ist, dann sag das einfach, statt so rumzueiern...
 
Jegliche Musik kann heilend wirken. Es kommt auf den Hörer an. Manche kranke Menschen hören Hardrock oder sogar Metal, und finden darin etwas, das ihnen hilft.
Musik wirkt auf den Körper (Blutdruck, Atmung etc.), und wird gezielt in der Medizin eingesetzt. Entweder indem der Patient Musik hört oder aktiv macht (Musiktherapie).
Das zieht es jetzt auf eine Ebene der Beliebigkeit; the great gig in the sky hat mich auch schonmal geheilt.

Was sagst du zum Flötentön in der 6ten Sinfonie, im Höhepunkt, wer meine Musik versteht wird nie wieder unglücklich sein. Reiner Pantheismus. Alles ist Gott. Und Pan ist der Ziegengott, der Gehörnte, der die Nymphen verführt hat. Alles ist heilig.
 
Reiner Pantheismus. Alles ist Gott. Und Pan ist der Ziegengott, der Gehörnte, der die Nymphen verführt hat. Alles ist heilig.
gehst du davon aus, dass "Pantheismus" mit Pan (dem "Ziegengott") zu tun hat?
....
Der Ausdruck Pantheismus oder Pantheïsmus (von altgriechisch πᾶν pān „alles“ sowie θεός theós „Gott“) bezeichnet die Auffassung, Gott sei eins mit dem Kosmos und der Natur. .
...und wieder genügt Tante Wiki.........
 
Kurze Anmerkung: "Prometheus Rising" ist jedenfalls kein Sachbuch, und die Aussagen dort über die Funktionsweise des Denkens und Gehirns und auch über Beethoven sind die Aussagen letztlich eines Menschen, der sich (wie viele andere auch) seinen eigenen Reim auf die Welt zu machen versucht.

Das "Wer meine Musik"-Zitat ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weder so noch ähnlich von Beethoven gesagt worden. Es gibt einen grob ähnlichen Satz, den Bettina von Armin ihm in den Mund gelegt hat. Damit kann man dieses Zitat allenfalls als ein "zugeschriebenes" bezeichnen.

Pantheismus hat mit dem Ziegengott tatsächlich eigentlich nichts zu tun. Die Vorsilbe "pan" und der Gott sind zwei grundverschiedene Dinge. Davon ab tut die religiöse Sicht Beethovens auf die Welt doch eigentlich eh nichts zur Sache?

Edit: dies ist der O-Ton, der sich bei B. von Arnim in Briefen an Goethe findet und den sie Beethoven zuschreibt: "Die Welt muß ich verachten, die nicht ahnt daß Musik höhere Offenbarung ist als alle Weisheit und Philosophie... mir ist auch gar nicht bange um meine Musik, die kann kein bös Schicksal haben, wem sie sich verständlich macht, der muß frei werden von all dem Elend, womit sich die andern schleppen." (Aus: "Goethes Briefwechsel mit einem Kinde".)
 
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