Zusammspiel beider Hände ohne "klappern"

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Ouviexclassical

Guest
Hallo, ich spiele das angehängte Stück schon länger und habe es auch schon in Konzerten gespielt. Mein Problem ist, dass die Hände in den Takten 9-12 und bei der Parallelstelle auf der letzten Seite nicht zu 100% zusammenlaufen, also leicht (!) ab und zu "klappern". Ich habe schon viel versucht, aber ganz klappt es noch nicht.
Habt ihr Übetipps, wie man die Stellen kristallklar spielen kann?

Lg
Ouviex.
 
Wiemalte

Wiemalte

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Hallo,
selbstverständlich spiele ich noch nicht das Stück, aber dafür andere, zum Beispiel von Kreisler eine Klavierbegleitung. Hier ist es ja bei den Akkorden wichtig. Ich weiß nicht, ob es dir auch hilft, aber es hat mir sehr geholfen: Ich habe mir einen sehr, sehr reinen Klang vorgestellt, ohne irgendein Klappern, und nach einiger Zeit waren, nicht nur bei Kreisler, tatsächlich alle Töne zur gleichen Zeit erklungen. Bei mir hat es also tatsächlich geklappt, dass ich mir nur durch das Vorstellen eines "reinen Klanges" einen klaren, parallelen Klang erzeugen konnte bzw. kann.
MfG,
Wiemalte.
 
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Ouviexclassical

Guest
Hallo,
selbstverständlich spiele ich noch nicht das Stück, aber dafür andere, zum Beispiel von Kreisler eine Klavierbegleitung. Hier ist es ja bei den Akkorden wichtig. Ich weiß nicht, ob es dir auch hilft, aber es hat mir sehr geholfen: Ich habe mir einen sehr, sehr reinen Klang vorgestellt, ohne irgendein Klappern, und nach einiger Zeit waren, nicht nur bei Kreisler, tatsächlich alle Töne zur gleichen Zeit erklungen. Bei mir hat es also tatsächlich geklappt, dass ich mir nur durch das Vorstellen eines "reinen Klanges" einen klaren, parallelen Klang erzeugen konnte bzw. kann.
MfG,
Wiemalte.
Danke, aber leider klappt dies für mich nicht ausreichend. Die Klangvorstellung ist natürlich trotzdem immer wichtig.

Ouviex.
 
Wiemalte

Wiemalte

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Also ist es von Person zu Person unterschiedlich?
 
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Ouviexclassical

Guest
Das sowieso. Aber für mich gehören Akkorde zu den am leichtesten zusammenspielbaren Dingen, etwas schwieriger sind schon Terzen.
Meine Stelle ist nicht akkordisch sondern Unisono, und sie sollte in einem sehr schnellen Tempo gespielt werden (nach meinem Geschmack).

Die Unreinheit ist kaum hörbar, aber ich spüre, dass irgendetwas nicht rein ist, vielleicht auch der Bewegungsablauf.

Ouviex.
 
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Wiemalte

Wiemalte

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Das kenne ich, ich spreche natürlich auch nicht nur von Akkorden. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass bei mir die Vorstellungskraft des reinen Klangs zur Umsetzung genügt. Ist das möglich?
 
rolf

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Habt ihr Übetipps, wie man die Stellen kristallklar spielen kann?
1. Tipp
befass dich mit anderen unisono-Stellen aus verschiedenen Klavierwerken (Beethoven Konzert c-Moll im Rondo glaich nach dem Hauptthema, dann schwieriger in der Coda, op.111 Kopfsatz die unisono-Gänge, Chopin op.10 Nr.12, op.35 Finale (sehr schwierig!), Ravel Konzert G-Dur erster Satz)
solche Stellen knöpfst du dir vor und übst sie präzise staccato
2. Tipp
...gewisse Nachlässigkeitssünden rächen sich, und dann hilft nur "nachsitzen" :) also parallele Skalen (im Terz-, Sext und Oktavabstand) und Arpeggien in allen Tonleitern schön staccato üben
was man nur flüsternd sagen darf: wer früh genug und ausführlich alle Skalen, Arpeggien, Doppelgriffe in allen Tonarten geübt hat, wer Brahms- und Lisztübungen immer wieder gemacht hat, und das alles während der "Ausbildungszeit", also im Unterricht neben den zu übenden Etüden und Vortragsstücken, der hat mit unisono-Stellen schlichtweg keine technischen Probleme --- c´est la vie;):)
3. Tipp
was schon gesagt wurde: das Gehör und die Klangvorstellung sensibilisieren, wiemalte hat das sehr anschaulich formuliert
4. Tipp
die Problemstellen in dem Brahmsstück mal ganz anders spielen: ohne die halben Noten, dafür aber als Oktaven in einer Hand - aha, da klappert dann vermutlich nichts. Das staccato ohne die halben Noten auf beide Hände übertragen

das ist evtl. viel Arbeit, aber danach sollten diese Stellen (die eigentlich eher leicht sind) ohne nachdenken und ohne klappern laufen können.
 
LMG

LMG

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1. Tipp
befass dich mit anderen unisono-Stellen aus verschiedenen Klavierwerken (Beethoven Konzert c-Moll im Rondo glaich nach dem Hauptthema, dann schwieriger in der Coda, op.111 Kopfsatz die unisono-Gänge, Chopin op.10 Nr.12, op.35 Finale (sehr schwierig!), Ravel Konzert G-Dur erster Satz)
solche Stellen knöpfst du dir vor und übst sie präzise staccato
[...]
Hi Ouviex / Rolf, hab auch noch 2 Stellen ;)

Chopin, op. 2 La ci darem la mano, Variation II und Chopin op. 14 Krakowiak, z.B. Takt 210-227 und 534 - 551, wobei die genannten Takte so UNGLAUBLICH schön sind, m.E., dass man da gar nicht weiß, WAS man machen soll ( da ja das 2. Klavier auch noch die "einfache" Grundlinie spielt, die ja auch so superschön ist, und es noch ne ossia gibt ) - also Süchtige werden sich kaum damit begnügen, lediglich die Unisono-Noten zu spielen, dessen seid versichert..;) Aber zum Üben bestimmt gut !!

LG, Olli !!
 
rolf

rolf

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also Süchtige werden sich kaum damit begnügen, lediglich die Unisono-Noten zu spielen, dessen seid versichert..;)
...wer wirklich süchtig danach ist gut zu spielen, der wird die nötige Selbstdisziplin beim üben schon aufbringen (und sich nicht andauernd in schönen Stellen suhlen wie das Wurzelschein in der sonnengewärmten Matschpfütze) :D;):D
 
 

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