Ziele im Klavier spielen und Geschlecht der Spieler/innen

Für welche Ziele übt Ihr?

  • Immer für öffentliche Konzerte

    Stimmen: 12 24,5%
  • Für Schülervorspiele meines KL

    Stimmen: 12 24,5%
  • Spiele nur sehr selten irgendwo vor

    Stimmen: 21 42,9%
  • Übe nur im Rahmen meines Klavierunterrichts

    Stimmen: 4 8,2%
  • Spiele nie vor, spiele nur für mich selbst

    Stimmen: 8 16,3%
  • Spiele ohne längere Unterbrechung 1-5 Jahre

    Stimmen: 18 36,7%
  • Spiele ohne längere Unterbrechung 5-10 Jahre

    Stimmen: 11 22,4%
  • Spiele ohne längere Unterbrechung länger als 10 Jahre

    Stimmen: 12 24,5%
  • Bin Männlein

    Stimmen: 31 63,3%
  • Bin Weiblein

    Stimmen: 18 36,7%

  • Umfrageteilnehmer
    49
Walter

Walter

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Wir hatten schon mal das Thema Ziele, aber mit anderer Ausrichtung, also "nochmal":

Die meisten Menschen, ob Männlein oder Weiblein brauchen einen gewissen Druck, eine schöne oder auch nur gute Sache mit einem Anspruch an eine gewisse Qualität auszuführen.
(Steuererklärung?!!)

  • In der Schule: ohne Klassenarbeiten oder Prüfungen wird (fast) nichts gelernt
  • Ski fahren: ohne Rennen zu fahren lernt man es nur bis zu einem gewissen Grad, habe mir sagen lassen, richtig schnell und gut fahren lernt man erst in der Vorbereitung auf Rennen (ich fahre auch keine Rennen, bin nur-Spaß-Ski-Fahrer)
  • Fußball: ohne die Rundenspiele oder Turniere bleibt es beim belanglosen Freizeitkick ohne die Bemühung, Technik und Taktik zu erlernen
  • Zirkuskünste (jonglieren, Einrad, Akrobatik): ohne den Anspruch aufzutreten, bleibt es im Vorläufigen stecken
  • Instrumentalspiel: ……

Beobachtungen – ein bisschen generalisierend, aber doch bezeichnend:

Ein Ausflug mit Mädchen und Rast auf einem Spielplatz: sie haben keinen Bedarf nach Programm, genügen sich selber, sitzen vielleicht mal zwischendurch auf einer Schaukel und unterhalten sich blendend. – „Es war toll!“

Ein Ausflug mit Jungs und Rast auf einem Spielplatz: gelangweiltes Rumsitzen, dann die Frage: „Was machen wir jetzt?“ – Als Organisator musst Du was dabei haben: einen Fußball, Frisbee, eine pfiffige Idee … :rolleyes:

Männer/Jungs müssen was machen, was in die Hände nehmen und aktiv werden, sonst sind sie unzufrieden. Mädchen/Frauen brauchen das nicht unbedingt. Nicht, dass sie das nicht könnten, aber sie genügen sich selbst auch so.

Männer brauchen ein Ziel, sie müssen wissen „wozu sie das machen“. – Ohne Ziel verebbt die Motivation und die Lust geht aus.
Frauen können auch sehr gut auf ein Ziel hinarbeiten, sie können sich aber am Instrument ohne konkretes Ziel eher als die Männer selbst genügen und ihre Kunst pflegen. - Vielleicht spielen in den Musikschulorchestern in den älteren Jahrgängen fast nur noch Mädchen. :(

Deshalb bin ich der Ansicht, dass für Amateurmusiker gilt:
Männer bleiben eher an ihrem Instrument, wenn sie sich herausfordernde Ziele setzen, Frauen brauchen das nicht unbedingt.
Ziele sind z.B. Konzerte, Einspielungen auf Youtube oder im Forum oder in piano society o.ä.

Lasst Euch ruhig mal in die Karten gucken, auf welche Ziele hin Ihr übt oder ob Ihr keine Ziele braucht, welches Niveau Ihr anstrebt oder ob Euch Euer Niveau nicht so wichtig ist.

Liebe Grüße und tapferes Üben!

Walter
 
fisherman

fisherman

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Hey Walter, wie willste denn bei der Umfrage die Antworten nach Geschlechtern sortieren? Hab ich da was übersehen oder Du?
 
Walter

Walter

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Umfrage

Hallo fisherman,

das ist meine erste Umfrage. Das hatte ich nicht geschnallt, dass ich so nicht nach Geschlecht sortieren kann.

Aber vielleicht ist das Sortieren auch nicht so wichtig, viiiiiieeel interessanter sind die Statements unserer Männlein und Weiblein! :D:D:D

Walter
 
G

gubu

Guest
Na, Walter, da wirst Du noch allerhand zu hören kriegen! :D:-)

Ich finde es aber gut, dass Du Dich diesem Thema stellst! :o
 
fisherman

fisherman

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Walter, hau die Umfrage raus und mach zwei neue - nach Geschlechtern getrennt?
 
M

matzelo94

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Ich kapier das ganze jetzt mal nicht ganz :cool:
Kann mir das mal jemand erklären?
Also man soll jetzt einfach schreiben was für ein Ziel man hat und ob man "Junge" oder "Mädchen" ist richtig?
Also zum Schluss kommt dann das z.B. raus:
10 % der Jungs/Männer spielen lieber auf Konzerten
11 % der Mädchen/Frauen spielen lieber auf Konzerten
....
.richtig?

Naja dann fang ich mal an:

Mein Ziel ist es jeden Sonntag den GD in der Kirche begleiten zu dürfen und das ab Januar/Februar nächsten Jahres;).
Kann man das mit Konzerten vergleichen?
Weil eigentlich hört man das gespielte, aber man sieht mich in dem Falle nicht, also eigentlich auch wieder nicht oder?!

Ich stimm mal noch lieber nicht ab, wenn die Umfrage noch geändert wird...
 
Walter

Walter

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Umfrage ändern?

Hallo fisherman,

man könnte die Umfrage ändern in zwei Umfragen - aber was soll das?
Man könnte ja eine wissenschaftliche Arbeit draus machen!

Auf mich wartet jetzt auch wieder eine Arbeit: eine Klassenarbeit nämlich, die ich weiter korrigieren will/soll. Korrigierpause beendet!! - Das ist jetzt wichtiger, für mich zumindest.

Schreibt in diesem Faden, was die Tasten hergeben, :keyboard:
"lasst uns in die Karten gucken"! ;)

Walter
 
W

Wiedereinsteigerin

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Die Umfrage wird nicht sehr aussagekräftig sein was deine Intention bei Männlein/Weiblein anbelangt.

Da wären zwei Umfragen sinnvoller.

Ich stimme auch noch nicht ab und warte auf allf. Änderungen.
 
violapiano

violapiano

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Also,
für mich ist zu viel Ziel schädlich, weil ich dann eher den Mut verliere.
Ich brauche eine innere Vorstellung davon, wie mein Stück klingen soll, dann habe ich reichlich Motivation.

Mir ist auch oft aufgefallen, das männliche Wesen zum Beispiel eher Action Filme sehen, während Frauen gerne Filme sehen, in denen es um zwischenmenschliche Themen geht.

Ja, was soll man sagen, ich glaube, Männer sind eher "aktionsorientiert", während Frauen mehr "kommunikationsorientiert" sind. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Wettkampf ist meiner Meinung nach genetisch im Mann verankert.

Auf das Klavier spielen übertragen hieße das dann vllt: Männer brauchen mehr Lorbeeren als Frauen (grob verallgemeinert, ich bin mir dessen bewusst), Frauen brauchen das Spielen als solches, oder wie?:confused:

Für mich stimmt das, denn ich brauche die Musik, den Klang, das Erleben des Spielens, der Musik.
Für mich ist auch zusammen spielen ganz wichtig. Ich hoffe, bald wieder Kammermusik machen zu können, und das irgendwann auch mit dem Klavier.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
D

didanja

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Hallo Walter,

was ist denn das für eine seltsame Umfrage? Ich finde das Thema ja generell gut, aber....das fehlen ein paar Antworten!

Also, ich spiele und lerne für mich! Ich möchte die Stücke spielen können (am liebsten ganz viele direkt vom Blatt :D), weil es mir gefällt. Mein Traum ist, mich ans Klavier setzen zu können, in mich zu versinken, und verschiedene Stücke einfach so auswendig spielen zu können; und das möglichst viele. Denn immer das gleiche zu spielen zu einfach langweilig. Aber dabei braucht mir auch keiner zu zuhören. Ist mir eigentlich sogar lieber, wenn ich frei weg spielen kann und ich weiß, keiner hört mir zu! :rolleyes:

Nur, leider, haut das auch nach ca. 3 Jahren Klavier spielen (mit langen Unterbrechungen) überhaupt noch nicht hin. :cry:

Aber ich gebe die Hoffnung und die Lust am Spielen noch nicht auf. Vielleicht haut's ja irgendwann einmal (wenn ich zahnlos und zitternd vorm Klavier sitze, mit ungefähr 90) doch noch mal hin.

Aber Spaß beiseite. Ich finde die Bestätigung bei mir selber, wenn ich merke, jetzt habe ich wieder ein schwierige Passage geschafft oder jetzt läuft es nach dem 87. Mal endlich glatt!!

Glaubst du wirklich, dass es da einen so großen Unterschied bei den Geschlechtern gibt? :confused:

Übrigens, ich bin natürlich weiblich!

Gruß
Didanja
 
G

gubu

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Walter, willst Du dann die Stochastik bemühen, um die Antworten den Geschlechtern und der Spieldauer zuzuordnen? ;) Wäre ja mal interessant...:D
 
rolf

rolf

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molto scherzando, con ellegrezza, giocoso

um die Antworten den Geschlechtern und der Spieldauer zuzuordnen? ;)

vergleichende Ausflüge in die Zwillingsforschung sowie Untersuchungen der Änderung der Spielabsichten nach erfolgter operativer Geschlechtsumwandlung könnten als Seitenzweige der Untersuchung erhellende Einsichten bringen; ich würde zusätzlich noch die Statistik nach Konfessionen, ja überhaupt religiösen Einstellungen/Zugehörigkeiten differenzieren.

es könnten Ergebnisse zustande kommen, wie etwa dass 78% aller streng katholisch erzogenen Buben postoperativ nicht mehr Pianistin werden wollen :):)
 
Klimperline

Klimperline

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Ich habe auch nicht abgestimmt, weil die Umfrage in der jetzigen Form nicht aussagekräftig sein kann.

Ansonsten schließe ich mich als Vertreterin des weiblichen Geschlechtes den Aussagen von didanja und violapiano an.

Actionfilme finde ich grausam, sinnlos und langweilig, Themen mit zwischenmenschlichem Tiefgang jedoch interessieren mich sehr.

Beim Klavierspielen genieße auch ich in allererster Linie die Musik, die ich mehr und mehr fähig bin selbst zu erzeugen. Sich einfach hinzusetzen, die Finger über die Tasten laufen zu lassen, der eigenen Musik zuzuhören, empfinde ich als wunderschön, entspannend und befriedigend. Auf dem Weg dorthin gibt es bei jedem neuem Stück ein paar Nüsse zu knacken, was ich ebenfalls sehr interessant finde.
Dabei motiviert mich u.a.:

- die Beobachtung, dass ein Stück mit der Zeit immer flüssiger läuft und besser klingt
- die befriedigende Feststellung, mal wieder eine schwierige Stelle geknackt zu haben
- das Experimentieren mit dem musikalischen Ausdruck.
- das Vorbereiten eines Stückes um es mit anderen zusammenspielen zu können

Am schönsten finde ich es, mit anderen zusammenzuspielen, wenn es sein muss auch im Vorspiel, lieber jedoch im privaten Rahmen.

Konzerttermine erhöhen meine Motivation zu Üben in keinster Weise; sie sind sogar eher kontraproduktiv, da sie Druck erzeugen und zeitweilig zu einer verkrampften Übungsweise führen (zumindest bei mir)
Die Herausforderung sehe ich lieber im Stück selbst, nicht in irgendeinem Vorspieltermin, der mich nur nervös macht. Beifall von außen brauche ich nicht.
 
mos

mos

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Hm, ich könnte zwar jetzt anklicken, dass ich Weiblein bin, aber der Rest passt irgendwie bei mir nicht.

Ich würde vorspielen, bin aber noch nicht gut genug dafür:D. Spiele im Prinzip für mich, aber mit dem Wunsch irgendwann auch einmal evlt. in einer Band zu spielen. Na gut, dann eben nur Weiblein und Schaukel:)
 
Nora

Nora

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Scheint ja nach den Antworten zu urteilen, ein Thema für Frauen zu sein. :D

Also, ich finde die These, gelinde gesagt, etwas kurios. Wenn sie stimmen würde, dürfte es ja kaum weibliche Künstlerinnen geben. Und Tina Turner und Martha Argerich und Co. sind dann wohl genetische Mutanten. :rolleyes:

In dem Stall, in dem ich reite, sind die Mädels regelmäßig auf Turnieren unterwegs. Warum sollte dies in anderen Bereichen anders sein. In der Schule ist es doch auch so, dass die Mädchen deutlich besser abschneiden als Jungs.
 
M

matzelo94

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In dem Stall, in dem ich reite, sind die Mädels regelmäßig auf Turnieren unterwegs. Warum sollte dies in anderen Bereichen anders sein. In der Schule ist es doch auch so, dass die Mädchen deutlich besser abschneiden als Jungs.

Da ist es warscheinlich doch etwas unterschiedlich.
Also bei uns waren die "Streber" immer die Jungs :-D.
Und reiten kann ich auch, also Ausreittauglich halt, aber nicht für Tuniere :-D.

Es gibt halt immer das eine und das andere...
Viele von meinen Kumpels haben immer gemeint "Klavierspielen ist was für Gays" ehm jo, bis sie gemerkt haben das es bei den Mädchen nicht schlecht ankommt, seitdem beneiden sie mich...
Gibt halt immer Vorurteile für beide Geschlechter.
Aber man sieht doch heut zutage recht gut, dass sich das ändert. Früher Frauen als Chef? Niemals im Leben denkbar! Jetzt? Sind es schon öfters welche.
Aber ich glaub auch kaum das bei so 'ner Umfrage was gescheites raus kommt.
 
Klavirus

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Ich finds auch bisschen kurios, welche Antwortoptionen es gibt. Hab denn mal alles angekreuzt.:D


Klavirus
 
rolf

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Also, ich finde die These, gelinde gesagt, etwas kurios. Wenn sie stimmen würde, dürfte es ja kaum weibliche Künstlerinnen geben. Und Tina Turner und Martha Argerich und Co. sind dann wohl genetische Mutanten. :rolleyes:

...ich hatte es dunkel geahnt und befürchtet, dass die Grammatik eines fernen Tages auf die Biologie Einfluß nehmen wird...

dreifach ist das grammatische Geschlecht: maskulin, feminin & neutral (der Lump, die Fee, das Klavier)

und nun: Männlein, Weiblein und - Mutanten

:D:D

amüsierte Grüße, Rolf

(penitentiam agite - das Ende der Welt ist nahe)
 
Guendola

Guendola

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Und was ist mit Mutonkels???

Genetik ist sicherlich ein hochinteressanter Bereich für Wissenschaftler aber bis man in den Genen wirklich lesen kann, wie in einem Buch, wird noch eine ganze Zeit vergehen und bis dahin sollte man mit Entscheidungen vorsichtig sein, die auf reiner Genetik basieren.

Ich glaube, daß - abgesehen vom Körper - die Unterschiede zwischen Mann und Frau kleiner sind, als man ahnt, jedenfalls bei der Geburt. Was sie letzendlich so unterschiedlich macht, ist meiner Meinung nach vor allem die Rolle, die sie von Anfang an lernen. Ein Mädchen, das mit Puppen spielt, gilt automatisch als normal, ein Junge dagegen nicht. Und anders herum gilt das gleiche für Autos etc. Das gilt auch dann, wenn man der Überzeugung ist, daß die Normalität änderungsbedürftig ist. Alleine diese Tatsache gibt schon eine Richtung vor, selbst wenn Eltern ihre Söhne animieren, mit Puppen zu spielen oder ihren Töchter eher technisches Spielzeug geben. Nur dann, wenn ein Kind wirklich völlig frei von solchen suggestiven Erwartungshaltungen aufwachsen könnte, wäre es möglich, den Anteil der genetischen Veranlagungen am Rollenverhalten zu beurteilen. Obendrein ist es wohl so, daß genetische Veranlagungen überhaupt nicht zwingend zum Ausdruck kommen. Manche Gene liegen ein Leben lang brach, andere werden irgendwann aktiviert oder auch deaktiviert. Gene sind also offensichtlich ein Pool von Möglichkeiten, aber kein strikter Fahrplan.
 
 

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