Wie lange bis zum Liebestraum :-)

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von fschnidi, 3. Okt. 2006.

  1. fschnidi
    Offline

    fschnidi

    Beiträge:
    15
    Hallo.
    Ich bin 23 und nach einer "Eingebung" bin ich seit 1 Monat besessen vom Klavierspielen. Habe mir ein e-piano angeschafft und nehme nächste Woche meine erste Klavierstunde (4x im Monat). Momentan kann ich nur an Klavier denken, vieles anderes erscheint mir grad halb so wichtig:-), schaue auf youtube pausenlos Pianokonzerte an, höre stücke. ich möchte fast sagen ich bin auf eine Art verknallt! Bestimmt kennt aber auch ihr dieses spezielle Gefühl.

    Ich in meiner Kindheit Flöte gespielt und dann zur Klarinette gewechselt, welche ich bis vor einem Jahr gespielt habe.

    Ich weiss es ist eine dumme Frage, aber sie interessiert mich trotzdem brennend: Wie lange brauche ich bis ich Liszt's Liebestruaum Nr. 3 in dieser Ausführung spielen kann. (will heissen mit dieser Anzal Noten, nicht eine abgespeckte version)

    http://youtube.com/watch?v=RqcPUbHNRkQ

    Natürlich meine ich damit nicht wenn ich jetzt schon damit beginnen würde dieses eine Stück zu üben. Eher wie lange es geht bis ich man ein solches Stück in sein Repertoire aufnimmt, sprich die Fertigkeiten dazu hat. Das auch dann noch viele Übungsstunden angesagt sind, ist mir nat. klar. Ach ja: Ich bin top motiviert..

    Gruss Flo
     
  2. Mirko
    Offline

    Mirko

    Beiträge:
    146
    Hi!
    achja, mir gehts eigentlich genau so wie dir. Hänge auch ständig bei youtube rum und guck mir ohne Ende Videos an. Spiele jetzt seit ca. einem Jahr und hab mich nur mal an den Anfang gewagt, der geht eigentlich noch. Nur den Mittelteil spar ich mir aus gutem Grund erstmal...;)

    Leider ist es ziemlich schwer zu sagen, wann du in der Lage sein wirst, das Stück spielen zu können. Also in genau der GLEICHEN Ausführung wirst du es eh nicht schaffen, da jeder letztendlich anders spielt und interpretiert (Falls du das so meintest). Kommt halt immer darauf an, wieviel man übt und wie motiviert man ist. Aber das scheint bei dir ja zu stimmen. :wink: Aber es kann auch sein, dass man irgendwan eine seine "eigenen Grenzen" stößt. Da hilft auch noch soviel üben nicht (Will jetzt nicht demotivierend werden). Du solltest dich aufjedenfall auf ein paar Jährchen einstellen, dann sollte es auch irgendwann was werden. Und wie du schon sagtest, nicht jetzt schon damit anfangen. :)

    Viel Spaß weiterhin und gutes Gelingen!
    MfG,
    Mirko
     
  3. moni
    Offline

    moni

    Beiträge:
    12
    hallo!
    i kenn des gefühl au irgendwie :-) au wenn meine erwartungen an mich selber da a bissl niedriger gsteckt sind :-) i wär scho froh, wenn i für elise fehlerfrei hinkriegen würde :-) ich hätt furchtbar gern ein klavier inklusive unterricht, aber da haperts an zeit und geld - leider - deshalb muss ich mich mit meinem alten keyboard zufrieden geben. ein seeeeeeeeeeeehr dürftiger ersatz, da gehen einem manchmal sogar die tasten aus.... leider ist meine motivation auch nicht immer permanent gleich hoch, vor allem ists schwierig sich selber was beibringen zu wollen. sollt vllt doch mal an unterricht denken oder? was meint ihr dazu....

    gruß moni
     
  4. Mirko
    Offline

    Mirko

    Beiträge:
    146
    Hi!
    Klar, auf einem Keyboard spielen kann einen nicht glücklich machen, wenn man ernsthaft Klavier spielen möchte. Unterricht kann eigentlich nie schaden. Solltest du vielleicht mal in Betracht ziehen.
    Wobei ich derzeit auch kaum Motivation habe, eine klassische Durststrecke eben. Kaum was geschafft in letzter Zeit. Aber naja, kommen wieder bessere Tage :)

    MfG,
    Mirko
     
  5. moni
    Offline

    moni

    Beiträge:
    12
    ist ein e-piano ein adäquater ersatz für ein "richtiges" klavier? die dinger sind glaub erschwinglicher und dürften auch nicht so viele "unterhaltskosten" wie z.b. nachstimmen mit sich bringen....
     
  6. Windir
    Offline

    Windir

    Beiträge:
    284
    Ich schätz ma das is im bereich des machbaren, auch für einen ehrgeizigen anfänger wie dich. Zu sagen wie lange du brauchen wirst ist fast unmöglich da wir weder wissen wie lernfähig du bist noch sonst irgendwas. Also häng dich einfach rein und üb üb üb dann krigst es schon hin.
     
  7. fschnidi
    Offline

    fschnidi

    Beiträge:
    15
    aha, danke für die antworten! ich will noch mehr wissen...:-)
    Um hier mal einen Richtwerk zu kriegen: Wieviel investiert ihr pro Tag ins Klavierspielen?

    @moni: Ein e-piano ist auf alle Fälle eine Alternative. Habe da ja Marktrecherche betrieben die letzen wochen. Ich kann dir yamaha sehr ans Herz legen. Vorallem die Anmutung beim Drücken der Tasten hat mich sehr überzeugt. z.B. das p-140
     
  8. fschnidi
    Offline

    fschnidi

    Beiträge:
    15
  9. Hartmut
    Offline

    Hartmut

    Beiträge:
    494
    nochmals zu deiner Liebestraum- Frage;
    um dich mit einer Antwort nicht ganz im Regen stehen zu lassen:

    Ich habe hier schon von Leuten gehoert, die Stuecke dieser Qualitaet in 1-2 Jahren gespielt haben, aber das duerfte wohl eher die Ausnahme sein!\
    Realistischer sind da schon 5-10 Jahre, wenn du das Stueck letztlich auch so spielen willst, dass du Spass daran hast.
    Dazu gehoert nun mal, dass man nicht immer an der schwersten Stelle rausfliegt oder unsauber drueberhastet. Und natuerlich, dass du in der Lage bist, leise und feinfuehlig zu spielen, wo es hingehoert um den Charakter des Stuecks auch rueber zu bringen.

    Wenn du so lange nicht warten magst, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, schon mal einige Teile des Stuecks in Angriff zu nehmen; selbst die schweren Teile kannst du mal antesten, nur darfst du nichts verschlampen indem du zu schnell und unsauber spielst, weil dir die noetigen technischen Faehigkeiten noch fehlen.

    Der Hartmut
     
  10. fschnidi
    Offline

    fschnidi

    Beiträge:
    15
    ok..dann heissts jetzt für mich üben üben üben.
    @hartmut, deine Consolidation No. 3 ist ja schonmal ein schöner Ansporn. wow!
     
  11. bechode
    Offline

    bechode

    Beiträge:
    971
    also das find ich schon etwas übertrieben,wenn man "normal" begabt ist würd ich so ca. 4-5 jahre tippen. kommt natürlich auch drauf an wie oft man übt und ob man die lust am klavierspielen nicht verliert und so. aber bei 10 jahren muss man schon wirklich sehr untalentiert sein!
     
  12. pianowolfi
    Offline

    pianowolfi

    Beiträge:
    16
    Es gibt auch die Möglichkeit, Dich gezielt mit geschickter Auswahl Deiner Stücke und Übungen auf gerade dieses Werk vorzubereiten. Ich würde z. B. empfehlen, die Tonleitern und Dreiklänge As-Dur, Des-Dur, f-moll usw. zu üben, alles, was irgendwie mit der Tonart und ihren Akkorden zu tun hat. Dann leichtere Werke in derselben Tonart, z.B. das Impromptu in As-Dur von Schubert, wenn sie dir gefallen. So kriegst Du das gefühl für die Tonart.
     
  13. fschnidi
    Offline

    fschnidi

    Beiträge:
    15
    hatte meiner klavierlehrerin von der liebestraum sache erzählt und sie brachte mir in meiner zweiten klavierstunde (vor einer woche) mal ein arrangement von hans-günter heumann mit, er hat ja viele stücke vereinfacht niedergeschrieben. das ist also auch ein weg..wir spielen einfache stücke, tonleitern usw zu beginn und machen am schluss immer noch ein bisschen liebestraum..
     
  14. Hartmut
    Offline

    Hartmut

    Beiträge:
    494
    Bechode, den Liebestraum Nr. 3 finde ich schon durchgängig nicht allzu leicht; insbesondere hat er zwei schnelle Stellen. Die wirklich auf Tempo zu bringen ohne zu schlampen, finde ich sogar sehr schwer. Ich würde niemandem dazu raten sich für besonders unbegabt zu halten, wenn er dieses Stück nicht mit 5 Jahren Unterricht spielen kann (ich hätte es mit 10 Jahren auch noch nicht spielen können); meiner Einschätzung nach ist es eher so, dass einige besonders begabte Spieler gibt, die es sehr schnell hinbekommen.

    Der Hartmut
     
  15. Mary
    Offline

    Mary

    Beiträge:
    274
    es kommt doch au nicht wirklich darauf an wann man es spielt, eher wie man es spielt. ich will hier niemanden etwas unterstellen, aber manchmal ist es so, dass wenn man früh mit etwas schwereren stücken anfängt sie doch nicht so toll und perfekt (gerade in der dynamik!) sind, wie wenn man sie erst später spielt :? gerade mein lehrer achtet sehr viel auf kleinigkeiten ( was ich persönlich manchmal sehr nervig finde :x ) ich denke es hat nichts zu heißen wenn jemand den liebestraum erst später spielt
     
  16. Mirko
    Offline

    Mirko

    Beiträge:
    146
    Wollt jetzt nicht ein neues Thema aufmachen, darum schreib ich mal hier weiter :)

    Also, ich versuch mich auch gerade auch am Liebestraum (Will mal sehen wie weit ich es schaffe ;)) und hab gleich mal eine Frage. Und zwar werden ja im ruhigeren Anfangsteil immer bestimmte Noten besonders betont bzw. lauter gespielt (Am Anfang ist es meist das C. Hoffe ihr versteht, was ich meine). Nun wollt ich mal fragen, wie man diese Betonung am besten übt oder wie man allgemein übt, mit der einen Hand lauter als die andere zu spielen. Hoffe ihr könnt mir den einen oder anderen Tipp geben :wink:

    MfG,
    Mirko
     
  17. keyla
    Online

    keyla Guest

    also du muss im gefühl haben, wie es klingt- ich hab bei manchen teilen am liebestraum dafür immer nur die melodie gespielt und alles drumherum weggelassen und mir nur gedacht.
    wenn man die richtige technik hat (die man bei dem stück irgendwann haben muss, weil es sonst bei häufigerem spielen zu sehnscheidenentzündung kommen könnte), dann ist das richtige betonen eigentlich nicht mehr so schwer.