.. wer von Euch hat wohl das älteste Digi

  • Ersteller des Themas guido48
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guido48
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Hallo liebe Cavios ..oder besser Digiclavios ;-)
..mich treibt gerade mal wieder die Frage um...wie alt wohl Digitalpianos im Schnitt und auch maximal werden können....ob es vielleicht bezüglich der Langlebigkeit bei älteren Modellen besser bestellt ist.man vermutet ja bei neueren technischen Produkten mittlerweile sog. " Sollbruchstelken" ....ob ihr wenn Ihr mit Eurem Digi zufrieden seit ..es lieber immer wieder reparieren lasst oder lassen würdet...und wie lang ihr im Schnitt bei den einzelnen Herstellern noch Ersatzteile bekommen konntet ..bzw. könnt...ja es gibt bestimmt noch viel mehr interessante Fragestellungen zu diesem Thema...weshalb ihr diese gerne ...vielleicht auch gerne so als Dauerdiskussionsthema diese gerne im Zeitablauf auch hier einstellen und vor allem rege beantworten sollt und könnt...-:)
Ganz liebe spätsommerliche Grüsse
Sendet Euch Guido
 
Tastenscherge
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Mein Yamaha P-140 ist von 2006, also nur 15 Jahre alt und somit gerade mal eingespielt.
 
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Habe ein Yamaha-Ding DX-7, das ich 1983 gebraucht kaufte, war damals ca. 4-5 Jahr alt, also neu von Ende der 70er. Funktioniert.
 
Annaklena
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Da ist mein Roland ja noch ein richtiger Jüngling. :004: 1998 neu gekauft.
 
Stilblüte
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Mein Vater hat ein Clavinova aus den 90ern. Hat insgesamt ca. 10 Knöpfe und läuft noch wie am ersten Tag, regelmäßig in Gebrauch. Allerdings wird es selten zum Üben benutzt, mehr zum Komponieren und Anspielen oder Durchspielen von einfacheren Stücken.
 
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Mein Yamaha P-90 ist auch aus den späten 90ern. Steht aber inzwischen selten genutzt auf dem Dachboden meiner Mutter.
 
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guido48
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Danke für Eure bisherigen Rückmeldungen...das sind ja wirkliche sehr sehr lange Lebensdauern....ich spiele ein Kawai CS 9 und bin damit wirklich sehr zufrieden..klanglich und auch vor allem von der sehr klavierähnlichen Bauweise...angelehnt an das frühere K 2 von Kawai...die Nachfolger wurden immer " schlanker und mit dem CA 99 wurde die CS Reihe wohl eingestellt..das CA 99 finde ich nicht mehr so schön wie deie CS Reihe..ich hoffe nun ..dass es noch sehr lange Ersatzteile für das CS 9 geben wird.. falls ich mal welche benötigen sollte.. da ich eigentlich nicht mehr wechseln möchte....liebe Sonntagsgrüsse sendet Euch Guido
 
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Mein Vater hat ein Clavinova aus den 90ern. Hat insgesamt ca. 10 Knöpfe und läuft noch wie am ersten Tag, regelmäßig in Gebrauch. Allerdings wird es selten zum Üben benutzt, mehr zum Komponieren und Anspielen oder Durchspielen von einfacheren Stücken.
Nach meinen Beobachtungen stehen immer noch in vielen Kirchengemeinden, Seniorenheimen, Gemeindehäusern und Begegnungsstätten derartige Instrumente herum, die nicht selten aus den frühen 1990ern stammen. Das wohl älteste mit Strom betriebene Gerät, das bei meinen Chören aktuell im Einsatz ist, dürfte das einen Wasserschaden überlebt habende Roland EP 7 sein, das einer meiner Männerchöre Anfang 2014 einem sich auflösenden Chor aus einer Nachbarstadt für fünfzig Euro abgekauft hat. Das wurde vor Corona vielleicht durchschnittlich zweimal pro Jahr beim Mundartstammtisch, einfachen Ständchen oder bei einer Karnevalsveranstaltung noch eingesetzt. Der als Vorbesitzer fungierende Verein (den ich im letzten Jahr seines Bestehens noch geleitet hatte) dürfte nach meinen Recherchen 1988 oder 1989 dieses Instrument für knapp zweitausend D-Mark angeschafft haben. Außer den üblichen Gebrauchsspuren funktioniert eine der Drucktasten zur Einstellung der Preset Sounds nicht mehr, was mit der Beschädigung durch Regenwasser zusammenhängen könnte, so dass man auf irgend so einen steinzeitlichen vibraphonähnlichen Sound verzichten muss. Im Prinzip sollte man sich auf die Benutzung des Piano-Standardklangs beschränken, da alles andere inzwischen akustisch kaum mehr zu ertragen ist. Das Spielgefühl erinnert an die Blütezeit der Heimorgelära - alles klingt nach Hartplastik und fühlt sich auch so an. Der Vorsitzende lagert das Instrument zu Hause und bringt es an Orte mit, an denen gar kein Klavier vorhanden ist.

LG von Rheinkultur
 

Tastenscherge
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kann ich von einem Roland Alpha-Juno II berichten.
Er ist von 1985 und immer noch funktionstüchtig, allerdings kein Digitalpiano, sondern ein
analoger Synthie.
Den hatte ich auch mal, aber der hatte bereits nach wenigen Jahren Probleme und Defekte mit der Tastatur.

Problematisch finde ich, dass sich heute kaum noch jemand findet, der so etwas repariert. Selbst in so einer Stadt wie Münster mit über 316.000 Einwohnern kenne ich keinen, der Keyboards, Synthies oder Digitalpianos repariert. Noch schwieriger wird es mit elektromagnetischen Hammondorgeln. Allerdings gibt es hier Leute, die (Gitarren-) Verstärker reparieren.

Gestern rief mich eine Kundin an, die ein Technics KN3000 Keyboard hat und das ist kaputt. Sie fragte, ob ich so etwas auch repariere. Ich musste ihr leider sagen, dass ich das nicht kann und auch keinen kenne, der so etwas macht. Das Teil kam 1995 auf den Markt und hatte einen Listenpreis von 5.290.- DM. Letztlich kann man der Kundin nur raten, bei Ebay Kleinanzeigen ein anderes zu kaufen, wird ab 180 Euro dort angeboten. Eine Reparatur dürfte nicht viel billiger sein, falls sie überhaupt noch möglich ist. Ersatzteile jedenfalls dürfte es dafür wohl nicht mehr geben.
 
Wiedereinaussteiger
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Man googele Geriatrieelektronik und Elektronikgeriater.

Mittlerweile ist z.B. das Problem der elektronischen Einspritzungen (L-Jetronic Bosch, D-Jetronic, nicht die K-Jetronic, das ist ein mechanisches System...) bei den Oldie-Liebhabern angekommen, und prompt gibt es kundige Jungs, die sich darum kümmern.

Auch bei alten Kameras mit Zeitautomatik gibt es Chancen.

Teils sind die Repair-Café-Leute jeck auf solche Problemstellungen - Teile kaufen und tauschen kann jeder, aber durchblicken ist die Herausforderung. Das bockt ganz besonders, wenn man einer alten Defektronik mal die Harke zeigen konnte.

Auch gibt es (ggfs. auch für Elektronik-Unkundige) Standard-Strategien, wie z.B. das Wechseln des Spannungskonstanters bei defekten Auto-Tankuhren, oder an PC-CPU-Sockeln das pauschale Wechseln aller Elkos, die zur Impulsabsicherung der Spannungsversorgung um so eine Zentraleinheit herumstehen.

Sowieso sollte man insbesondere Elektrolyt-Kondensatoren misstrauen. Diese Mist-Dinger sind einfach nicht für 20-30-40 Jahre gebaut. Wenn es sauig-bräunlich oder so wird, wenn es verdächtig übel riecht..., dann einfach mal die Pfennigteile tauschen - Elektronik Conrad und andere versenden um schmalen Taler.

Gar nicht gucken, alles neu kaufen.
Das alte Geraffel brutal rausrupfen und einfach neu machen.
In vielen Fällen war's das dann schon.
Das Ding tut es wieder. Überraschung.
 
Wiedereinaussteiger
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Der Yamaha DX7 wurde erst ab 1983 verkauft (und ist ein digitaler Synth, kein Digitalpiano). Vielleicht ist dein "Ding" ja was anderes.
Halb richtig.
Es ist ein Synthie, ein algorythmischer Synthesizer, der Klavierklänge und andere Klänge nicht gesampelt hat, sondern nach veränderbaren Regeln und Kaskaden von Sinus-, Dreieck- und Rechteck-Klanggeneratoren und nach ADSR-Parametern (Attack, Decay, Sustain, Release) zusammensetzt.

Piano, weil : die Klaviatur ist anschlagsdynamisch. Na jaa, ein bisschen. Als Flügelspieler befriedigt einen das in heutigen Zeiten nicht mehr wirklich.

Hinweis: Als es den DX-7 neu gab, da gab es das Wort "Digitalpiano" wohl noch gar nicht.

Der kann nicht nur Piano- und Flügelsounds, der kann auch eine Menge anderes, und man kann programmieren und speichern.
 
Dromeus
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Nein, meine obige Aussage ist völlig richtig.
Es ist ein Synthie, ein algorythmischer Synthesizer, der Klavierklänge und andere Klänge nicht gesampelt hat, sondern nach veränderbaren Regeln und Kaskaden von Sinus-, Dreieck- und Rechteck-Klanggeneratoren und nach ADSR-Parametern (Attack, Decay, Sustain, Release) zusammensetzt.
Das allerdings ist ungenau bis falsch. Der DX7 brachte die digitale FM-Synthese für die Massen (FM = Frequenzmodulation). Die Basis sind sogenannte Operatoren, die Sinusschwingungen (und keine Dreieck- oder Rechteckschwingungen) liefern. Im einfachsten Fall hat man einen Operator, den Carrier, und einen Operator, der den Carrier moduliert. Damit lassen sich bereits komplexe, obertonreiche Wellenformen erzeugen. Der DX7 hatte 6 Operatoren, und die Schaltung, wie die sich gegenseitig beeinflussen, nannte man halt Algorithmus, davon gab es im DX7 deren 32. Im Vergleich dazu: ein Yamaha Montage/MODX bietet heutzutage 8 Operatoren mit 88 Algorithmen,

Hüllkurven (z.B ADSR) sind nicht spezifisch für die FM-Synthese, das findest du auch bei der klassischen subtraktiven Synthese, Rompler usw.

Was Klavierklänge im klassischen Sinne betrifft, waren die mit dem DX7 nun wirklich nicht realistisch zu reproduzieren. Einen DX7 wegen der anschlagsdynamischen Tastatur in die Nähe eines Digitalpianos zu rücken, macht nun wirklich keinen Sinn. Dafür konnten sich die DX7 E-Piano-ähnlichen Sounds in den 80ern auf breiter Front etablieren.

Wen's interessiert, hier kann man sich die DX7 Factory Patches anhören:


Genug abgeschweift...
 
G
guido48
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Hallo liebe Claviofreund(e)Innen,

Da haben sich ja schon reichlich sehr interessante Beiträge angesammelt, vielen Dank erstmal....mich würde interessieren wer von Euch spielt den konkret ein Kawai der älteren CS Serie 6oder 9 ..und wie seit ihr damit zufrieden? ..hattet ihr schon gravierende Reparaturen?...wie ist die Störanfälligkeit der RM3 Tastatur im Vergleich zu den Tastaturen der neueren Modelle Grand Feel I bis III...speziell mit den Slip Tapes...sind diese überhaupt schon bei der RM3 Tastatur eingesetzt worden?...vielen Dank schon mal für Eure Antworten ..und einen guten Start in eine spätsommerliche sonnige Woche wünscht Euch Guido
 
H
Herb
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Hallo Leute, mein Rückblick zur „E-Piano“ Technik,
bisher hatte ich einen Synthesizer Roland JX-8P neu gekauft 1985 einen Yamaha DX7II gebraucht 1987, davor einige „Elektronische Orgeln“ .
1996 kam ein Doepfer LMK4 Masterkeyboard mit so genannter Hammertastatur wie heute in den meisten E-Pianos , 2001 gebraucht ein Clavia Nord Lead 3. Zu den neueren Geräten meiner Sammlung gehört ein Nord Stage II Masterkeyboard (Hammertastatur) und ein Virus Access TI.
Ich hatte bisher an keinem der Geräte ( ausser den ollen Orgeln) Ausfälle an der Tastatur, lediglich das LMK4 habe ich einmal vor ca. 6 Jahren zerlegt und alle Filze und Filzachsen erneuert weil es etwas zu klapprig geworden ist.
Mehr Probleme machen wie bei meinen Synthies JX8P und DX7 die Bedientasten die ich alle jeweils vor dem Verkauf gewechselt habe. Natürlich sind das alles keine billigen Geräte gewesen wurden aber schon ordentlich viel gespielt. Als Elektroniker bin ich selbst überrascht wie lange die Gumminoppen taster unter den Tasten bisher gehalten haben, sind eindeutig um Welten besser als das ähnliche gebaute Zeugs in TV/Audio Fernbedienungen.
Hoffe das hilft..
VG
 
H
HenkL
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das CA 99 finde ich nicht mehr so schön wie deie CS Reihe..

So ganz nachzuvollziehen ist das nicht, denn genau genommen wurde die CA Reihe eingestellt. Wieso? Die heissen jetzt zwar nur noch CA, aber das Design wurde eher vom CS übernommen und konsequenterweise kann man das CA99 auch in Klavierlack bekommen. Es hat jetzt auch die richtige Klappe für die Tastatur, anstelle der vormals einschiebbaren Abdeckung. Wenn man es nicht weiss, würde man die Ausführung in Klavierlack für ein CS halten.

Und für diejenigen, die gerne noch einen etwas höheren Korpus hätten, hat Kawai ja das NV5S im Repertoire.
 
 

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