Wer kennt die Klaviermarke "Gustav Fiedler Leipzig"?

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von Jassi, 3. Aug. 2016.

  1. Jassi
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    Jassi

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    Hallihallo! Ich habe ein Klavier mit güldener Inschrift "Gustav Fiedler Leipzig" mit der Seriennummer 14944. Leider habe ich im Internet zwar viele Baujahresbestimmungen aller möglichen Klaviermarken gefunden, ein "Gustav Fiedler Leipzig" war aber nicht dabei. Ich habe bis jetzt herausgefunden, dass der Klavierbauer "Gustav Fiedler" im Jahre 1904 von Jul. Heinr. Zimmermann aufgekauft wurde und danach noch Klaviere unter dem Namen "G. Fiedler" weitergebaut hat. Kann mir jemand weiterhelfen bei der Bestimmung des Baujahres meines Klavieres? Das wäre super! Viele Grüße, Jassi
     
  2. koelnklavier
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    koelnklavier

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    Für 1885 ist die Serien-Nr. 1.000 nachweisbar, im April 1913 wurde ein Stutzflügel mit der Nr. 10.000 produziert, im Oktober 1927 wurde die Fabrik in Leipzig durch ein Großfeuer zerstört, danach befand sich das Unternehmen in Liquidation. Da die Produktionszahlen während des Ersten Weltkriegs wahrscheinlich eher bescheiden ausfielen, sollte man bei der Nr. 14.944 davon ausgehen, daß das Instrument nach 1920 gebaut wurde.
     
  3. Curby
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    Curby

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    Ums vorweg zu nehmen: Ich denke, dass der Geldwert verschwindend gering ist und du froh sein kannst, wenn es jemand haben will. :super:
     
  4. Dagi2712
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    Dagi2712

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    Hallo! Könnt ihr mir evt. sagen, ob die Firma Fiedler vorher Lorenz geheißen hat? Es müsste in Leipzig eine Firma Lorenz gegeben haben, die dann vom Neffen Fiedler übernommen worden ist. Herr Fiedler hatte ein Klaviergeschäft in Brünn und hat die Klaviere evt dann unter seinem Namen vertrieben?! Danke!!
     
  5. Cornelia
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    Cornelia

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    Ich habe einen alten Fiedler Flügel geerbt. Gustav Fiedler Leipzig, Seriennummer 1445, ein altes Semester also. Kann mir jemand weiterhelfen, wie ich herausfinden kann, welchem Jahrgang (vermutlich vor dem 1. Weltkrieg) ich das schöne Stück in etwa zuordnen kann?
     
  6. Wiedereinaussteiger
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    Wiedereinaussteiger

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    Man sollte es selber rechnen.

    Gegründet 1871, bis 1885 1.000 Klaviere. Sind ca. 70 Klaviere pro Jahr.

    Wenn man ca. gleichbleibenden Absatz rechnet, kommt man auf die grobe Richtung des Baujahres.
    Also Excel angeworfen, und voila.

    Jahr Seriennummer

    1871 70 - 1872 140 - 1873 210 - 1874 280
    1875 350 - 1876 420 - 1877 490 - 1878 560 - 1879 630
    1880 700 - 1881 770 - 1882 840 - 1883 910 - 1884 980
    1885 1050 - 1886 1120 - 1887 1190 - 1888 1260 - 1889 1330
    1890 1400 - 1891 1470 - 1892 1540 - 1893 1610 - 1894 1680
    1895 1750 - 1896 1820 - 1897 1890 - 1898 1960 - 1899 2030
    1900 2100 - 1901 2170 - 1902 2240 - 1903 2310 - 1904 2380
    1905 2450 - 1906 2520 - 1907 2590 - 1908 2660 - 1909 2730
    1910 2800 - 1911 2870 - 1912 2940 - 1913 3010 - 1914 3080
    1915 3150 - 1916 3220 - 1917 3290 - 1918 3360 - 1919 3430
    1920 3500 - 1921 3570 - 1922 3640 - 1923 3710 - 1924 3780
    1925 3850 - 1926 3920 - 1927 3990 - 1928 4060 - 1929 4130
    1930 4200 - 1931 4270 - 1932 4340 - 1933 4410 - 1934 4480
    1935 4550 - 1936 4620 - 1937 4690 - 1938 4760 - 1939 4830
     
  7. Cornelia
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    Cornelia

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    Ich war mittlerweile im Internet auf der Seite von Feurich. Da kommt das Baujahr 1871 raus.
    Aber wenn ich Deine Kalkulation überblicke, scheint mir das auch eher unwahrscheinlich, man wird wohl kaum im ersten Jahr 1445 Flügel gebaut haben. 1885 klingt realistisch. Ist so ein Instrument noch mehr wert als der ideelle Wert? Er ist in exzellentem Zustand, sogar nachträglich mit Schellack lackiert....
     
  8. Barratt
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