Welche Klavierschule ist für 6- jährige Kinder geeignet?

I

ixi

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11. Juni 2009
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Hallo und frohes Neues Jahr!

Ich bin auf der Suche nach einer guten Klavierschule für Kinder ab 6 Jahren und möchte gerne wissen,welche Erfahrungen Ihr mit den folgenden Klavierschulen gemacht habt:

J.W.Schaum: Wir musizieren am Klavier,
Carol u. Walter Noona: Musik wird lebendig (Riko lernt Klavier)
Piano Kids,
Aaron Klavierschule
123 Klavier
Hal Leonard Klavierschule
Klavierfibel
Europäische Klavierschule

Danke im Voraus für Euere Beiträge!
 
mit "Rico lernt Klavier" und dann "Europäische Klavierschule" hab ich als Kind gelernt.

"Rico lernt Klavier" kam anderswo hier im Forum nicht gut weg, und ich glaube auch zurecht. Als ich dann Klavierunterricht bekam, wurde ganz schnell auf die Europäische umgestellt. Ich kann das ganze natürlich nicht aus sicht eines KLs bewerten.
 
Ich benutze 123 Klavier, allerdings bei einer Achtjährigen mit Vorkenntnissen (2 1/2 Jahre Blockflöte). Sie kommt damit gut zurecht.

Bei einem sechsjährigen Kind würde ich "Tastenzauberei" nehmen, das ist sehr spielerisch und schön gemacht.

Schaum finde ich auch gut.

Von den anderen kenne ich nur die Europäische Klavierschule, die würde ich nicht nehmen. (Noten zu klein, zu schwer für ein sechsjähriges Kind)
 
Ich habe damals, im selben Alter, mit "Piano Kids" den Einstieg ins Klavierspiel gefunden. Die Notenschrift ist meiner Ansicht nach schön groß, alles ist so bunt wie möglich gestaltet, ohne unbedingt ablenkend zu wirken... Ja, ich habe gerne daraus gespielt! Zu den anderen Büchern kann ich nichts sagen, da ich sie nicht kenne. Übrigens - die PK-Hefte habe ich bis heute noch, an ganz unmotivierten Tagen spiel ich dann auch mal soetwas, um mich an die Auftritte damals zu erinnern. :D
 
"Meine allerersten Tastenträume" von Anne Terzibaschitsch würd ich mir unbedingt anschauen.
Es geht dort bewusst zuerst ohne grosse Notenkenntnis los mit den schwarzen Tasten. Auch super zum Improvisieren und Spiele machen.

Dann kommen die ersten Töne, wobei im 1. Band sehr viele sehr einfache Sachen kommen, immer mehrere Stücke mit demselben Thema/Tönen. Das heisst, das Kind kann das Gelernte gut vertiefen.
Ich mache diese Schule oft mit 7jährigen, wobei manche von denen dann schon eher gelangweilt sind, weil es nicht immer sofort weitergeht, sondern zuerst noch 2 Stücke mit denselben 2 Tönen kommen. ;)

Also für 6jährige vielleicht genau das Richtige. Band 1 geht bis zum 5Tonraum, dann würde ich von Emonts "Stücke im Fünftonraum" empfehlen. Band 2 der Tastenträume geht genau gleich weiter. Ich denke, für kleine Kinder ist das gut. Meine 7-8jährigen langweilen sich oft bereits im 2. Band, weshalb ich dann zu Emonts oder zur Russischen Klavierschule wechsle.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich habe mit "Lilli und Resa" Klavierspielen gelernt, eine Ente und eine Maus, die auf "linke und rechte" Hand anspielen und mit lustigen Zeichnungen (zum ausmalen wenn man mag) und Erklärungen an die Musik heranführen. Es beginnt ebenfalls ohne Noten und endet nach drei Bänden bei "Ballade pour Adeline" und "Für Elise" (kann man ja weglassen :cool:)
 
Ich finde die Schule "Klavierspielen mit der Maus" von Bettina Schwedhelm die mit weitem Abstand beste Klavierschule für dieses Alter. Band1 beginnt ohne Noten und die ganze Schule ist sehr phantasievoll gemacht. Gehör, musikalische Vorstellungskraft und Kreativität wird bestens gefördert. Die Stücke im 2. Band sind sehr schön und anfangs auch für den Lehrer vierhändig zu begleiten.
Sehr süß sind auch die "Tastenabenteuer mit dem kleinen Ungeheuer", die allerdings ohne große Anleitung sind. Habe ich aber auch schon als Schule benutzt.

Viele Grüße

chiarina
 
Lilli und Resa

Hallo zusammen,

Ich habe mit "Lilli und Resa" Klavierspielen gelernt, eine Ente und eine Maus, die auf "linke und rechte" Hand anspielen und mit lustigen Zeichnungen (zum ausmalen wenn man mag) und Erklärungen an die Musik heranführen. Es beginnt ebenfalls ohne Noten und endet nach drei Bänden bei "Ballade pour Adeline" und "Für Elise" (kann man ja weglassen :cool:)

Nach dem Buch unterrichte ich meine Tochter und halte es für empfehlenswert.

Gruss LA
 
Hallo,

die „perfekte“ (deutschsprachige!) Klavierschule zu finden, ist wirklich schwer. Ich unterrichte seit ca. 2 Jahren nach „Abenteuer Klavier“ von Janet Vogt, die ist für junge Anfänger super. Sie orientiert sich sehr an den neuesten Entwicklungen der Klavierpädagogik – die Amerikaner haben uns hier einiges voraus.
Gehörbildung, Fingerübungen, Improvisation und schriftliches Vertiefen werden spielerisch integriert und auf der beiliegenden CD sind über die Hälfte der Stücke sehr schön zum Mitspielen arrangiert. Einziger Nachteil: Der Preis. Während die Hefte in Amerika die Hefte um die $5 kosten, muss man bei uns über 20€ pro Band bezahlen.

Zu Deinen angefragten Schulen:

Hal Leonard enthält zuerst einen „pre-reading“ Band ohne Noten, das finde ich sehr gut. Das Modulsystem ist natürlich sehr variabel, erfordert aber auch relativ hohe Anschaffungskosten.

123Klavier habe ich noch nicht benutzt, hier im Forum wurde aber geschrieben, das diese Methode schon einiges Wissen voraussetzt (Musik. Früherziehung) und gleich mit vielen Tönen startet. Nicht ideal.

Noona halte ich für ziemlich überholt – habe deshalb auch noch nicht danach unterrichtet.

Aaron hatte meine Schwester (vor 20 Jahren!) als Klavierschule. Ist meiner Meinung nach auch nicht mehr zeitgemäß. Einzelne Stücke sind auf jeden Fall sehr nett, aber die Optik spielt gerade bei kleineren Kindern eine Rolle, und die können mit der Aufmachung der Aaron Schule recht wenig anfangen.

Auf jeden Fall optisch ansprechend ist die Europäische Klavierschule. Ich habe vor einigen Jahren eine Schülerin danach unterrichtet (auf Elternwunsch). Die ersten (Volks-)Lieder überschreiten schon den 5-Tonraum und werden nach Gehör erarbeitet. Ist Geschmackssache. Die vielen 4-händigen Stücke sind schön gesetzt und machen Spaß. Insgesamt nicht schlecht, hat mich aber auch nicht komplett überzeugt. Dazu ist sie auch relativ teuer (20€ pro Band)

Klavierschule 2000 von Molsen habe ich ergänzend bei einem Schüler mit Schwierigkeiten beim Notenlesen dazu genommen, da könntest Du auch mal einen Blick drauf werfen. Und auch mit „Schneemanns Traum“ von Brett Youens bin ich bei ihm super weiter gekommen. Es kommt eben auch sehr auf den Schüler an.


Schau einfach mal in Deinem Notengeschäft alle Schulen durch, dann weißt Du schon, was zu Dir passt. Und generell möchte ich auch keine Klavierschule komplett schlecht machen. Oft sind einzelne Stücke wirklich sehr schön gesetzt und man kann sicher aus jeder Schule was rausholen. Das Gesamtpaket muss eben zu Dir passen – und zu Deinen Schülern.

Viele Grüße
Tina
 
Hallo,
es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die für die eine oder andere Klavierschule sprechen können.
Wichtig sind für mich folgende Fragen:
1. Welche Schule passt am besten zum Unterrichtskonzept und den Inhalten
des Lehrers?

Jeder Lehrer hat seine eigene Präferenzen. Wie will er anfangen, auditiv, kognitiv, mit welcher Anschlagsart, welche Bewegungsformen
soll die Schule berücksichtigen...

2. Mit welchem Schüler hat man es zu tun?

Nicht jeder 6-jährige ist gleich. Bevor man sich nicht ein wenig mit dem
Kind auseinandergesetzt hat, wird man schwer eine Schule auswählen können.
Manche Kinder können sehr gut immitieren, andere verstehen Notation sehr gut. Manche müssen selbst aktiv werden und malen und komponieren,
andere wollen gern etwas "richtig machen" und kleine Stücke spielen.
Manche Kinder brauchen die motorische Bewegung andere sind eher langsam
und scheu.

Das sind alles nur grundsätzliche Überlegungen, anhand derer man eine Klavierschule aussuchen kann (sollte).
Die perfekte Schule gibt es in meinen Augen nicht.

Beste Grüße
Claudius


Piano.Aktiv
http://www.pianoaktiv.de
 
Hervé - Pouillard: Mein erstes Jahr Klavierunterrricht

Von Charles Hervé und Jacqueline Pouillard die Klavierschule
"Mein erstes Jahr Klavierunterricht" - halte ich für empfehlenswert
(Editions Henry Lemoine, Bestellnummer: HL26279).
Der Nachfolgeband heißt sinnigerweise "Mein zweites Jahr..." (HL26280),
wobei man die Zeitangaben der Titel nicht wörtlich nehmen sollte.

Die Schule hat ihre Meriten - sie ist nicht optisch so überladen wie
viele andere Klavierschulen, die eher an Bilderbücher oder Comic Strips erinnern -
aber auch nicht so karg wie die "Russische Klavierschule".

Für die linke Hand wird sofort der Baßschlüssel eingeführt,
und zu manchen Spielstücken gibt es hübsche Lehrer-Ergänzungsstimmen
fürs vierhändige Zusammenspiel.
 

Also ich habe mit der "Klavierschule für kleine Kinder" von Eiko Horikoshi-Atalay gelernt. Ich fand es sehr gut.
 
Vielen Dank für eure sehr hilfreichen
Beiträge.
Alles Liebe für euch und weiterhin
viel Freude rund um die Musik!
 
Mein Sohn hat den Leonhard bis Band 5 gemacht. Sehr schön sind dort die Stücke für 4 Hände bzw. Begleitungen, weil sie den Stücken einerseits Pep geben, aber auch das Gehör und Zusammenspiel schulen.
 
Meine Tochter hat das Buch "Circus Pianissimo" von Valentin Engel fertig gemacht (sie hat mit dem Klavierspielen angefangen als sie 5 J.a war). Das Buch ist sehr gut und es gibt zwei weitere Bücher: "Circus Pianoforte" und "Circus Fortissimo".
 

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