Von künstlicher Intelligenz generierte Musik: jetzt schon in den Charts

  • #361
Ab wann und unter welchen Voraussetzungen KI-Musik z.B. bei der GEMA angemeldet werden kann.



Dazu noch den erwähnten AI Music Checker.


Bei mir kamen nur 6% menschlich. Was das Tool sicherlich nicht checken kann, ob der Liedtext auch von Suno ist, denn das war er zu 100% nicht, nur die abschließende Generierung nach meinen Änderungen als Vorlage. Als Texter könnte ich mich den bei GEMA eintragen lassen.
 
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  • #362
Nun habe ich den AI Checker noch einmal getestet, mit dem einen französischen Song, bei dem ich anschließend noch die Violine entfernt hatte und die Gesangsstimme mir zu laut über Piano war, dieses deshalb um 3,5 dB absenkte. Für den Test habe ich aber nicht einfach die Datei umgespeichert, sondern über Audacity neu vom Lautsprecher aufgenommen, sodass theoretisch eine rein elektronische Signatur nicht mitgespeichert werden könnte. Bin mir aber gerade nicht sicher, was das FL Studio an den Lautsprecher überträgt, und was Audacity davon abgreift, ob dabei eine Wandlung erfolgt, oder nur das eingehende digitale Signal erneut aufgezeichnet wird.

Signatur.webp
 
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  • #363
Bin mir aber gerade nicht sicher, was das FL Studio an den Lautsprecher überträgt, und was Audacity davon abgreift, ob dabei eine Wandlung erfolgt, oder nur das eingehende digitale Signal erneut aufgezeichnet wird.
Digitale Signale werden nicht durch die Luft übertragen (das geht nur analog ... weil: Physik) und daher kann eine digitale Signatur auch nicht über einen Lautsprecher auf ein Mikrofon übertragen werden.

Es muss andere Aspekte geben, an denen der AI-Checker sein Urteil festmacht.
Ich tippe auf fehlende menschliche Ungenauigkeit. Ob ein Mensch gespielt hat, oder ein Computer lediglich "humanisiert" hat, das kann erkannt werden ... auch am analogen Audiosignal.

@Olool0
Dass die KI mich kennt, wenn ich ihr verrate, in welchen Foren sie nach mir zu suchen hat, kommt mir ziemlich logisch vor. Das grenzt die Suche ja sehr stark ein und bei clavio.de sollte es diesen Nick auch nur ein mal geben.
-> auf diese Weise findet man mich auch ohne KI recht einfach.
 
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  • #364
Digitale Signale werden nicht durch die Luft übertragen
Wird es ja nicht, wenn beide die Schnittstelle vom Lautsprecher auf demselben Rechner benutzen, kommt doch kein Mikrofon zum Einsatz. Ich habe kein Mikrofon benutzt, sondern die Schnittstelle vom Lautsprecher, weil ich damit auch direkt Musik von YouTube-Videos aufzeichnen kann. Mache ich z.B. für Shorts immer, um zuerst die Länge von Clips zu trimmen, dann die Tonspur wieder zu entfernen, um sie anschließend auf dem Handy wieder offiziell mit Link zur Quelle wieder von YouTube hinzufügen zu lassen.

Lautsprecher.webp

Alle Plattformen benutzen aber heute eine Content ID, und diese wird, denke ich, mit übertragen. Suno nicht, lese ich gerade, weil eine Content ID nur an Urheber vergeben wird. Muss mich noch etwas weiter belesen.
 
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  • #365
OK ... dann habe ich dich wohl falsch verstanden.
Wenn das nicht zwischendurch mal analogisiert wird, bleiben natürlich alle Informationen erhalten.
 
  • #366
Ich wollte gerade auch mal den AI-Checker ausprobieren.
Funktioniert das nur mit spotify-links?
Ich habe irgendwie wenig Lust, da eine mp3-Datei hochzuladen.

Ich wollte eh nur wissen, wie ein 1998 rein analog erstellter Track davon bewertet wird ... leider gibts diese Sachen nur bei Youtube ... und das ist beim AI-Checker kein gültiges Format.
 
  • #367
Jetzt wird es interessant, wenn die Frage selbst ChatGPT nicht eindeutig beantworten kann, ob digitale Wasserzeichen von Suno verwendet werden, und nur von Wahrscheinlichkeiten ausgeht.
2. Gibt es ein digitales Wasserzeichen?

👉 Wahrscheinlich ja – aber nicht im klassischen Sinn

Suno selbst gibt an, eine proprietäre, inaudible (nicht hörbare) Wasserzeichen-Technologie zu nutzen.
Zweck:
interne Identifikation („wurde das mit Suno erzeugt?“)
ggf. Lizenzkontrolle (z. B. Free vs. Paid Nutzung)

Das andere kommt so hin, wie du es angeschnitten hast:
3. Warum erkennen Tools wie „AI Music Checker“ Suno trotzdem?

👉 Der entscheidende Punkt: Meistens nicht wegen eines Wasserzeichens.

Moderne Tools arbeiten überwiegend mit:

a) „Audio-Fingerprints“ / Modell-Signaturen
KI-Generatoren hinterlassen typische Spektral-, Harmonik- und Timing-Muster
Detectoren erkennen diese Muster mit ML-Modellen
b) Generations-Artefakte
Bestimmte Frequenzartefakte entstehen durch die Architektur der Modelle (z. B. Decoder-Strukturen)
Diese sind systematisch und messbar
 
  • #368
Digitale Signale werden nicht durch die Luft übertragen (das geht nur analog ... weil: Physik)
Klar kann man digitale Signale und z.B. Wasserzeichen über die Luft übertragen (weil: Physik). Digitale Signale werden meines Wissens auch über andere analoge Medien, wie z.B. Licht und elektromagnetische Wellen übertragen.

Im Fall von Schall bis 20kHz wird man nicht viele Informationen unterkriegen, insbesondere wenn sie für Menschen unhörbar sein sollen. Ein Wasserzeichen in ein 3 minütiges Musikstück zu integrieren kann man aber bestimmt.
 
  • #369
Könnte jetzt noch die Antworten einblenden, was man daran verändern könnte, werde ich aber nur bei Interesse machen. Wobei der eine Punkt ohnehin zum Mastering gehört. Einen EQ benutze ich nur für die sehr hohen und sehr tiefen Frequenzen, unter 40 Hz und über 18 kHz. Kompression hatte ich benutzt, um die Loudness besser in den Griff zu bekommen, den Rest nicht.

3. Wie leicht kann man die Erkennung „brechen“?

Teilweise überraschend leicht.

🟢 Schon kleine Änderungen helfen:
EQ / Kompression
Reverb hinzufügen
leichte Tempoänderung
Transponieren (Pitch Shift)

👉 Dadurch verändern sich genau die Muster, die Detectoren suchen.
 
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  • #371
Doch, jetzt kann ich es, vollkommener Schuss in den Ofen mit 57 % AI Verdacht.

Hatte mir einmal 3 CD unter CC Lizenz heruntergeladen, den Titel "Star of the County Down" gerade ausprobiert. Video ist 14 Jahre alt. Erst wollte ich es verlinken, doch vielleicht ist es denen nicht recht.

Test-01.webp
 
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  • #372
Sowas ähnliches wollte ich auch probieren ... nur eben mit eigenen Stücken.

Allerdings sind meine Stücke nicht urheberrechtlich geschützt ... und ich will das nicht irgendwann im Radio hören. Daher kein upload von Audiodateien.
Geben tuts die natürlich und bei allen wäre ich mir zu 100% sicher, dass da keine KI am Werk gewesen ist.

Ich wollte das Tool testen und bewerten können ... und da brauche ich Musik, bei der ich mir absolut sicher bin, dass sie KI-frei entstanden ist ... also eigene Stücke aus dem Homerecording.
 
  • #373
Ich habe jetzt doch mal einen kleinen Track beim AI-checker hochgeladen und prüfen lassen.

Elektronische Musik ... erstellt mit einem Programm namens "Music2000" für die Playstation 1 (wichtig: Nicht PS one, sondern das Originalmodell von 1994).
Urheberrechtlich problematisch, da das Programm Sounds aus dem GM-Datensatz von Roland verwendet hat und eigentlich eine digitale (und abgespeckte) Version des MC505 gewesen ist.
Die Stücke, die ich damit damals komponiert habe, werde ich eh nicht verwerten können ... und daher ist es mir auch ziemlich egal.

Ergebnis:
"92% menschlich".
Ein AI-Modell konnte ebenfalls nicht identifiziert werden.
"5% pure AI-Signature"
"95% menschl. /organisch"

Das ist definitiv besser, als ich erwartet hatte ... ich wundere mich nur, wo die 5% AI-Signature herkommen, denn es täte mich doch sehr wundern, wenn die erste Playstation schon mit KI gearbeitet hätte.
 
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