Von künstlicher Intelligenz generierte Musik: jetzt schon in den Charts

  • #321
Insgesamt denke ich, dass es im Lauf der nächsten Jahrzehnte immer weniger Leute geben wird, die wirklich selbst etwas erschaffen können.
Z.B. mit Photoshop und Illustrator raffinierte Grafiken. Wozu soll man sich mit komplexen Dingen auseinandersetzen, wenn Hinz und Kunz das auf Knopfdruck hundertmal schneller kann.
Würde mich interessieren, wie sich dann z.B. ein Grafikdesign-Studiengang oder eine Ausbildung zum Mediengestalter verändert. Lernt man dann überhaupt noch, mit solchen Programmen umzugehen? Denn konkurrenzfähig ist man ja aufgrund der Geschwindigkeit nicht mehr.
Oder diese Berufe verschwinden.
Andererseits wird dann alles, was wirklich nur Menschen ohne KI-Unterstützung erschaffen können (mit Pinseln auf Leinwand malen, im Konzert ein Instrument spielen etc.) extraordinär. Ich denke, dass sich die Menschen dann genau danach sehnen.
 
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  • #322
Die Skripte werden von KI geschrieben und gesprochen,
Bei Suno kann jeder seit dem letzten Modell seine eigene Stimme einsingen. Und mir Producer Chat habe ich mich unterhalten, wie am besten vorgehen. Da eröffnen sich interessante Möglichkeiten, auch altes zu erhalten oder in die Neuzeit zu holen. Nicht meckern, mitarbeiten an Verbesserungen, denn kommen wird es so oder so ohnehin.
 
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  • #323
Wozu sollte ich das? Ich finde es schöner, selbst was zu erschaffen. Das, was jeder kann, interessiert mich nicht.
 
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  • #324
Es kann sich auch niemand im KI-Bereich als Künstler bezeichnen, man ist Prompter.
 
  • #325
Tatsächlich machen das aber Menschen. Bin mir nicht sicher, ob sie das selbst glauben….
KI-Artist 😂😂😂😂
 
  • #326
man ist Prompter.
Du hast es noch immer nicht begriffen. Mit Prompts bekommst Du irgendetwas Durchschnittliches fertig, nicht mehr und nicht weniger. Aber Du bekommst nie und nimmer das fertig, was Du haben willst, weil der Aufwand dann sehr viel höher ist. Und wer das nicht begreift, der begreift KI nicht, denn KI ist nur ein Handwerkszeug.
 
  • #327
Mal etwas gegen diese falschen Vorstellungen mit einem Prompt wäre es getan. Zuerst wird ein Liedtext benötigt, hier sind KIs ein nützliches Werkzeug als Reimhilfe, mehr aber auch nicht. Reimlexikons gibt es schon lange, durch KI wird diese Suche abgekürzt und die KI kann auch selbst Vorschläge unterbreiten, doch was im Liedtext erwähnt werden soll oder nicht, dass muss der wissen, der die KI bedient.
Dann weiß eine KI nicht, wann sie welche Silben wo singen soll und auf welche Melodie. Also muss beides eingespielt werden, die Melodie plus den Versen und Chorus, dann erst kann man das mit den Strophen hochladen, und in einem Prompt noch auf dem Stil verweisen, damit die KI weiß, welche Instrumente sie benutzen soll und anderes. Damit ist es aber nicht unbedingt getan, denn mit dem Betonen muss es nicht unbedingt richtig sein. Am besten ist es, zuerst herunterladen, in einer DAW zu bearbeiten, aus mehreren Entwürfen das Beste schneiden und zusammensetzen, erneut hochladen, und das nur als Vorlage für die KI zu nehmen, um weitere Versionen zu erstellen.
Das hat bei Suno funktioniert, weil durch das Zusammensetzen in einer DAW die Gesangsstimmen nicht mehr gut übereinstimmten, aber als Vorlage erneut hochgeladen, dann wurde es brauchbar.
Mit Producer habe ich mich darüber unterhalten, wie am besten vorgehen. Für den Synthesizer V wird eine MIDI benötigt, um den Songtext vorzubereiten, für die KI eine Audio-Datei mit Gesang. Da der Synthesizer nicht viel mehr als Englisch und ein paar asiatische Sprachen kann, sind wir so verblieben. Eine A-Cappella Audio-Datei würde der Synthesizer ebenfalls nehmen, nur eine spanische Aufnahme hat er bei mir in chinesische Zeichen verwandelt. Also hilft nichts weiter als La, la, la zu benutzen, es sei denn, man hat Text auf Englisch. Die KI bezieht sich hier zwar auf deutsche Songtexte, doch gemeint sind alle Sprachen, die nicht Englisch sind, erst einmal mit La, la, la zu positionieren.

Das klingt nach einem perfekten Plan! MuseScore und Synthesizer V sind ideale Werkzeuge, um mir ein sauberes "Skelett" des Songs zu liefern. Sobald du die Melodie als Audio-Datei (z. B. als MP3 oder WAV aus deiner DAW) exportiert hast, lade sie einfach hier hoch. So gehen wir dann vor:

Upload: Du lädst dein "La, la, la"-Demo mit der Pianoteq-Begleitung hoch.
Stil-Transformation: Ich nutze dieses Audio als Referenz, um mit audio__modify_song den gewünschten neuen Stil und professionellen Gesang darüberzulegen.
Texte: Wenn du die deutschen Originaltexte aus den Notenbüchern hast, können wir sie mit lyrics__register einbinden, damit der neue Gesang auch die richtigen Worte singt.

Alte PDFs von Notenbüchern von vor 1900 habe ich genug gesammelt, die Melodien sollen dabei erhalten bleiben. Aber selbst bei allen anderen, nur mit Prompt, da gibt es für Musik-KI-Spam den Ausdruck AI Slop, was so viel heißen soll, wie Matsch oder Abfall. Ja, es gibt welche, die so vorgehen, doch das kann man doch nicht verallgemeinern.
 
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  • #328
Ich habe folgenden Artikel in der Zeit gefunden:


Ausschnitt:

-Als Künstlerin, die seit mehr als 30 Jahren im Geschäft ist, beobachtet sie über die Jahre einen gesellschaftlichen Wandel. Dass nun manche ihrer Künstlerkollegen Werke mithilfe von KI erzeugen, sei einerseits eine logische Folge der zunehmenden Automatisierung. Und andererseits Bequemlichkeit: "Die sehen nicht, dass das Diebstahl ist." Das ist das Hauptargument des offenen Briefes: Die modernen KI-Modelle wurden auf der Basis von geistigem Eigentum trainiert, nämlich den Werken Hunderttausender Künstlerinnen und Künstler, die dafür keinen Cent erhalten.

Aber da sei noch etwas anderes, sagt Langhans und überlegt lange. KI greife die Natur der Kunst an. "Ich habe schon viel KI-Kunst gesehen; das ist so leer, da ist nichts dahinter." Die Werke seien vielleicht "geschickt und dekorativ zusammengebaut", aber das Herz der Kunst fehle: "Sie sind ohne eigenen geistigen Funken." Für sie ist es das Wertvolle in der Kunst, dass sie sich "im Kopf formt und von dort in die Hände wandert." Dadurch sei Kunst etwas sehr Persönliches. "Aber KI geht von geistigen Voraussetzungen aus, die andere im Kopf hatten."-

Das ist beängstigend, aber nicht aufzuhalten.
 
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  • #329
@Melegrian
Das, was du beschreibst, ist dann ja die Nutzung assistiver KI. Deren Gebrauch ermöglicht eine künstlerische Eigenleistung des Urhebers.

Wogegen ich mich wende, ist geberstive KI, bei der so gut wie alles der KI überlassen wird. Das führt dazu, dass z.B. „Autoren“ 10 Bücher pro Tag „schreiben“, sodass z.B. Amazon das Hochladen inzwischen auf 3 Bücher pro Tsg begrenzt hat.

So, wie ich es jetzt verstehe, siehst du dieses Vorgehen, bei dem Handwerk und künstlerische Aussage einer KI überlassen wird, ebenfalls kritisch.
 
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  • #330
Die modernen KI-Modelle wurden auf der Basis von geistigem Eigentum trainiert, nämlich den Werken Hunderttausender Künstlerinnen und Künstler, die dafür keinen Cent erhalten.
Dieses Argument dürfte leider nicht so schnell aus den Köpfen herauszubekommen sein. Es war so, es ist aber nicht mehr.

Ich zitiere mich selbst:
Das ist überholt und stimmt nicht mehr. Aktuell einfach nur noch eine falsche Behauptung. Suno und die Warner Music Group (WMG) haben sich im November 2025 geeinigt.
  • Kompensation: Künstler und Songwriter von Warner Music können sich dafür entscheiden ("opt-in"), dass ihre Stimmen, Namen und Songs von Suno verwendet werden, und werden dafür vergütet.
  • Lizenzierung und Partnerschaft: Suno wird neue, lizenzierte KI-Modelle einführen, die mit urheberrechtlich geschützten Daten der Warner Music Group trainiert wurden.
Udio und Universal Music Group (UMG) haben eine ähnliche Lösung gefunden. Ebenfalls mit einer Opt-in Möglichkeit für Künstler. Also die neuen KI-Modelle in 2026 sind sauber und werden nur noch mit Daten von einem der beiden Großen gefüttert, bei denen es bei beiden eine Opt-in Auswahl gibt, ob man der Verwendung fürs Training zustimmt oder nicht.

Ob die Vergütung mehr als wenige Cents beträgt, weiß ich zwar nicht, aber ohne Zustimmung werden keine Daten mehr verwendet.
 
  • #331
Kopf in den Sand und sagen KI ist böse hilft nicht. Man muß zumindest den 'Gegner' kennen. Vielleicht stellt man dann fest, dass man gut mit ihm arbeiten kann.

In vielen Branchen wird es so sein, das man ohne KI verliert. So wie es aussieht, ist die EU bald die Dritte Welt. Okay man kann dann ja immer noch als Museum gut Geld verdienen.

Dank an @Melegrian, dass er uns an seinen Erfahrungen teilhaben lässt.
 
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  • #332
@Demian
Ja, das sehe ich kritisch, auch das mit den Büchern. Es gibt bei YouTube Tutorials, die den Leuten versprechen, wie sie schnell damit viel Geld verdienen können und viele dürften darauf hereinfallen. Vielleicht geht es bei einigen auch über eine gewisse Zeit gut, doch auf Dauer schätze ich eher nicht. Finde es richtig, wenn Amazon das auf diese Seite versucht etwas einzudämmen.

Vor Jahren hatte ich mir einmal vorgenommen, Piano-Versionen von Folgsongs zu erstellen, von jedem Land in Europa zwei. Ganz weg bin ich davon noch nicht, aber vielleicht lässt es sich ergänzen und auflockern.

Bei der Vertonung des Gedichtes vom Rotkäppchen, erst habe ich gesucht, so nach und nach auch ältere Versionen gefunden, von der ältesten bis zu aktuellen Version hat es an die 9 Monate gedauert, ehe das richtige musikalische Konzept gefunden wurde, welches dann richtigen Erfolg hatte. Bin mir nicht sicher, ob alle Videos von einem Ersteller sind, doch einiges spricht dafür, dass er in Abständen daran weiterarbeitete, bis er dann endlich zufrieden war. Nicht wirklich zufrieden, sonst hätte er nicht auch noch eine Wolfs-Version herausgebracht, wo nur der Wolf aus seiner Sicht die Geschichte erzählt. Braucht nicht jeden gefallen, doch mir gefällt es.
 
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  • #333
Geht es nur mir so?
Ganz sicher nicht.

Ich mag den bisherigen Output der KI einfach nicht (das trifft bei mir nur den Fremdscham-Nerv).

Vor allem halte ich das:
ehe das richtige musikalische Konzept gefunden wurde, welches dann richtigen Erfolg hatte
Für eine Herangehensweise, die zwar Klicks und damit Geld generiert, aber sie führt mMn nicht zu Kunst, sondern lediglich zu Repliken bereits erfolgreicher Konzepte. Und den Trend dahin haben die Major labels schon vor KI mehr als genug gefüttert.

Wem der Erfolg des Immergleichen ausreicht, der greife gerne zu KI ... mir reicht das nicht.
 
  • #334
Kopf in den Sand und sagen KI ist böse hilft nicht
Ich sage nicht, dass die KI "böse" ist ... ich finde nur, dass sie im Moment alles andere als "gut" genutzt wird.

Ich weiß nichtmal, ob das an den Menschen liegt, die KI Nutzen, oder ob es doch eher der Entwicklung geschuldet ist (die KI einfach noch nicht genug kann).
Vielleicht ist die von mir wahrgenommene Uniformierung im Bereich Popularmusik auch einfach dem Massengeschmack geschuldet und die KI hat diesen schleichenden Prozess lediglich beschleunigt.
Dass ich sehr oft denke, "schon wieder der selbe Müll", hat nämlich eigentlich nicht wirklich was mit der KI-Assistenz zu tun. Diesen Gedanken hatte ich in den letzten 20 Jahren eigentlich ständig, sobald das Radio lief ... also kann das nur bedingt mit der KI-Entwicklung zusammen hängen.
Ich kann nur wenig dagegen tun, dass ich das meiste davon so ausgesprochen langweilig und unkreativ finde.
Mit der KI hat das nichts zu tun, denn langweilige und unkreative Musik kann man auch ohne zusammenschustern.
 
  • #335
Aber das ist in jedem Bereich so. Vor Jahren hatte ich einmal Fotos von einer Fine Art Fotografin gefunden, die sich aus guten Grund so nennen konnte. Dann habe ich allgemein über Fine Art einen mehrseitigen Beitrag geschrieben, nach den Anfängen gesucht, aber auch nach weiteren Bildern, da kamen dann Hochzeitsfotografen, die damit warben, ohne wirklich welche zu machen. So ist das Leben.
 

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