"Von Bach bis zur Gegenwart" .. mal ein "Schulbuch" für uns ;-)

Manfred

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Als Anregung (definitiv für *nicht* Profis). Ich hab obiges Heft für meine Kinder besorgt.

"Klavierheft für die 6. - 11. Jahrgangsstufe an musischen Gymnasien in Bayern nach dem offiziellen Pflichtstückkatalog des Bayer. Kultusministeriums."

Die Stücke kann man sich auch problemlos aus anderen Quellen besorgen wenn man das Inhaltsverzeichnis hernimmt.

Worauf ich raus will: die Auswahl finde ich nicht ultra innovativ, aber wirklich interessante und schöne Sachen sind drin - da muss man die Schüler glaube ich nicht bemitleiden - und man kann auch für sich schöne Sachen finden.

Sogar der Moser ist mit zwei Stücken (wohl der :cool: Form halber) drinnen.

(ui ... mal sehen was da die Literaturkritiker melden werden :eek:)
 
40er

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Manfred

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Nein,

ev. hat es auch keine, aber hier gibt es das Inhaltsverzeichnis

bei klavierbuch

wie gesagt: ev. hat man diverse Stücke davon sowieso in anderen Heften schon im Haus. Aber ich bin immer ganz dankbar wenn mir jemand aus dem Fundus was "rausgreift".
 
Rheinkultur

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Die Stücke kann man sich auch problemlos aus anderen Quellen besorgen wenn man das Inhaltsverzeichnis hernimmt.
Im Falle der nur genannten, aber aus rechtlichen Gründen nicht abgedruckten Stücke nicht zu vermeiden, wenn man diese einstudieren will.

Worauf ich raus will: die Auswahl finde ich nicht ultra innovativ, aber wirklich interessante und schöne Sachen sind drin - da muss man die Schüler glaube ich nicht bemitleiden - und man kann auch für sich schöne Sachen finden.
Verkehrt macht man mit dieser Auswahl grundsätzlich nichts - und einige Stücke sind auch gemeinfrei verfügbar. Auf jeden Fall ist es besser, einen Blick auf eine solche Werkliste zu werfen als vor lauter Literaturfülle nicht zu wissen, mit welchen Stücken man anfangen könnte. Ambitionierte und mehr als durchschnittlich talentierte Spieler werden sich allerdings schon sehr bald nach Alternativen umsehen wollen und müssen, da der unterstellte Lernfortschritt innerhalb dieser fünf bis sechs Jahre eher bescheiden angesetzt ist (Mindestschwierigkeitsgrad?). Andererseits macht es schon Sinn, lieber etwas einfachere Literatur souverän zu bewältigen als an zu schwierigen Aufgaben zu scheitern.

LG von Rheinkultur
 
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chiarina

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Lieber Manfred,

ja, das ist eine ganz interessante Sammlung (Urtext setze ich mal voraus).

Es ist eigentlich off-topic, aber ich kann sowas wirklich nicht nachvollziehen:

"Schüler an musischen Gymnasien mit dem Pflichtinstrument Klavier müssen zwei mal pro Schuljahr Stücke aus diesem Pflichtstückkatalog vortragen."

Eine solche Einschränkung dient aus meiner Sicht NICHT dem musikalischen Fortschritt der Schüler und ist aus klavierpädagogischer Sicht nicht sinnvoll.

Liebe Grüße

chiarina
 
Rheinkultur

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Es ist eigentlich off-topic, aber ich kann sowas wirklich nicht nachvollziehen:

"Schüler an musischen Gymnasien mit dem Pflichtinstrument Klavier müssen zwei mal pro Schuljahr Stücke aus diesem Pflichtstückkatalog vortragen."

Eine solche Einschränkung dient aus meiner Sicht NICHT dem musikalischen Fortschritt der Schüler und ist aus klavierpädagogischer Sicht nicht sinnvoll.
Off-topic ist diese Vorgabe in der Schulpraxis keineswegs: Was tun ambitionierte Kandidat(inn)en, die auch anspruchsvollere Literatur bewältigen können, gerade in Klasse 10 und 11? Können diese sich von dieser Auflistung lösen und Alternativen anbieten? Oder sind sie zu Unterforderung und Mittelmäßigkeit verdammt? Hoffentlich sind Einflußmöglichkeiten verantwortungsbewußter Klavierpädagogen nicht kategorisch ausgeschlossen, wenn die individuelle Begabungsstruktur und das tatsächliche Leistungsvermögen auf Schülerseite dies erfordert. Allerdings unterstelle ich Lehrkräften mit klavierpädagogischen Einsichtsfähigkeiten, dass sie zu vergleichbaren Schlußfolgerungen gelangen. Ich hoffe es wenigstens...!

LG von Rheinkultur
 
Rheinkultur

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die Zehntklässler werden sich darüber amüsieren, dass sie eine Malaguena von einem gewissen I. Albenitz [sic] spielen sollen :):D:) (so im verlinkten Inhaltsverzeichnis)
Habe ich auch gerade gesehen. Vermutlich bemerken sie diesen Schreibfehler gar nicht, werden sich aber bei Chick Corea die politisch entscheidende Frage stellen, ob Nord- oder Südcorea gemeint ist...!:D
 
mick

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Ich bin Schüler an einem bayerischen Gymnasium und kann ein paar Worte zu den Pflichtstücken sagen. Man muss keinesfalls das ganze Buch spielen - es gibt pro Schuljahr zwei Prüfungsvorspiele. Man spielt dann jeweils zwei Stücke, von denen nur eines aus dem Katalog sein muss, das andere frei dann gewählt werden kann (es muss aber aus einer anderen Stilepoche sein als das Pflichtstück).

Ich habe als Pflichtstücke meist die modernen Sachen gewählt und dann irgendein Stück dazu genommen, was ich ohnehin gerade im Unterricht gespielt habe.

Ich weiß noch alle meine Programme:

6. Klasse Winter: A. Pärt: Für Alina / Liszt: Mädchens Wunsch
6. Klasse Sommer: M. Kelemen: Wind in den Bergen / Bach: Praeludium und Fuge Cis-Dur (WTK 1)

7. Klasse Winter: Béla Bartók: Melodie im Nebelgrau / Beethoven: Sonate As-Dur (die mit dem Trauermarsch)
7. Klasse Sommer: I. Strawinsky: Allegro aus “Les cinq doigts" / Liszt: Gnomenreigen

8. Klasse Winter: H. Lachenmann: Wolken im eisigen Mondlicht / Chopin: 4 Préludes (G-Dur, A-Dur, fis-Moll, gis-Moll)
8. Klasse Sommer: C. Ph. E. Bach: Sonata II / Wagner: Fantasie fis-Moll :-)

Sobald meine Schulter wieder einigermaßen verheilt ist, spiele ich die 3. Gnossienne von Satie und Beethovens op. 109. Die anderen aus meiner Klasse spielen jetzt schon vor - die Gnossienne als Pflichtstück spielt fast jeder ... (Faule Bande!)

So dramatisch ist das mit den Pflichtstücken also nicht!

Gruß, Mick
 
 

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