Unabhängigkeit der Finger trainieren

B

Bluete

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Hallo, :)

ich habe folgendes Probelm:
Wenn ich schnelle Läufe spiele, dann kommen die Töne nie gleichmäßig nacheinander. An mancher Stelle ist der Lauf dann schneller und an anderer Stelle langsamer, d.h. es klingt insgesamt ziemlich holprig. Ich schaff es einfach nicht, bei schnellerem Tempo die Finger unabhängig voneinander zu bewegen, v.a. bei der Umkehrung des Laufs von oben nach unten, hab ich plötzlich das Gefühl, als hätte ich eine Blockade in der Hand und die Finger fangen an zu stolpern.
Hat evtl. jemand das gleiche Problem und kann mir sagen, was man dagegen machen kann? Liegt es vielleicht daran, dass ich schon 26 Jahre alt bin und keine so gute Fingerfertigkeit mehr erreichen kann wie ein Kind (ich spiele jedoch schon seit mehreren Jahren und hatte das Problem auch früher schon)?

Lg
 
B

Bluete

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Hallo Faulenzer,

bei den von Dir genannten Links, geht es hauptsächlich darum, die Unabhängikeit der beiden Hände zu trainieren. Das ist jedoch nicht mein Problem. Es geht bei mir eher um die einzelnen Finger, egal ob ich getrennt oder zusammen und mit welcher Hand ich spiele.
 
Faulenzer

Faulenzer

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Hallo Bluete!

..., dann habe ich Deine Fragenstellung mißverstanden - sorry!

in Bezug auf Deine Fragenstellung, hier noch ein paar andere Linkverknüpfungen, womit ich ganz speziell auf den letzten verweisen möchte, wo bereits diesbezüglich sehr sehr gute Hilfestellungen vermittelt wurden.

https://www.clavio.de/forum/klavierspielen-klavierueben/1522-fingerfertigkeit-trainieren.html

https://www.clavio.de/forum/klavierspielen-klavierueben/4865-wer-spielt-da-eigentlich.html#post63845

https://www.clavio.de/forum/klavierspielen-klavierueben/5106-frage-zur-fingerfertigkeit.html


Faulenzer
 
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Roqua

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Hallo, :)

ich habe folgendes Probelm:
Wenn ich schnelle Läufe spiele, dann kommen die Töne nie gleichmäßig nacheinander. An mancher Stelle ist der Lauf dann schneller und an anderer Stelle langsamer, d.h. es klingt insgesamt ziemlich holprig.

Lg

das kannte/kenne ich auch.. das holprige war bei mir bei der chromatischen tonleiter ein problem... bei e/f und h/c war ich nämlich immer schnell als beim rest, so hat sich das ungleichmäßig angehört.. mittlerweile hab ich das problem nicht mehr, ich kann dir aber nicht genau sagen wie ich das behoben habe, war einfach iwann weg :D

aber bei appreggios habe ich das problem immernoch, denn diese spiele ich auch seh holprig... wie genau das behoben werden kann ist eine gute frage:confused:
 
Faulenzer

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Hallo Roqua!

da ich nicht vom Thema abweichen möchte, erfolgte Durchführungsmöglichkeit Deines Arpeggiodefizits per PN.


Faulenzer
 
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xXpianOmanXx

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mich würde diese "durchführungsmöglichkeit" aber auch interessieren obgleich (oder gerade WEIL) ich eine nahezu perfekte lösung kenne...

notfalls kommts halt in nen separaten fred
 
rolf

rolf

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ich habe folgendes Probelm:
Wenn ich schnelle Läufe spiele, dann kommen die Töne nie gleichmäßig nacheinander. An mancher Stelle ist der Lauf dann schneller und an anderer Stelle langsamer, d.h. es klingt insgesamt ziemlich holprig.

hallo,

ich glaube, hier ist das Schlagwort von der Unabhängigkeit der Finger etwas irreführend verwendet. Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du Mühe damit, irgendeine Passage gleichmässig (in Anschlag, Artikulation und Tempo) zu spielen.

Hier kann ich Dir nur raten, zunächst absichtlich das Tempo zu reduzieren (notfalls wirklich langsam spielen), aber dabei den betreffenden Lauf staccato zu üben. Hierbei solltest Du es so trainieren, dass Du automatisch mit dem jeweils benötigten Finger auf der richtigen Taste liegst, bevor Du sie snschlägst. Verstehe jeden Anschlag als Sprungbrett, automatisch (sic!) korrekt auf dem Folgeanschlag zu landen.

Das braucht Geduld, aber diese zahlt sich aus.

Ein Frage noch: hast Du Mühe mit der Abfolge Ringfinger und Mittelfinger bzw. kleiner Finger, Ringfinger und Mittelfinger? Das kommt oft vor, aber auch das kann man beseitigen.

Gruß, Rolf
 
B

Bluete

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Hallo Rolf, :)

Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du Mühe damit, irgendeine Passage gleichmässig (in Anschlag, Artikulation und Tempo) zu spielen.
Ja, das Problem hab ich auch. Mal ist der Anschlag zu laut und bei der nächsten Note plötzlich wieder zu leise...
(beim Tempo ist es ähnlich)


Ein Frage noch: hast Du Mühe mit der Abfolge Ringfinger und Mittelfinger bzw. kleiner Finger, Ringfinger und Mittelfinger? Das kommt oft vor, aber auch das kann man beseitigen.
Und wie kann man das beseitigen? Gibt es spezielle Übungen um die Abfolge dieser drei Finger gleichmäßiger zu bekommen? Manchmal hab ich das Gefühl, meine Finger stolpern einfach so über die Tasten :(
 
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xXpianOmanXx

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hanon ist nunmal dazu prädestiniert abgelehnt & verneint zu werden :D
 
rolf

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Und wie kann man das beseitigen? Gibt es spezielle Übungen um die Abfolge dieser drei Finger gleichmäßiger zu bekommen? Manchmal hab ich das Gefühl, meine Finger stolpern einfach so über die Tasten :(

hallo,

Übungen könnten langweilen - wie wäre es damit, den langsamen Satz der Pathetique von Beethoven zu spielen? Da übernehmen die Finger 3-4-5 die meisten Melodietöne, während 1-2 die Begleitung spielt.

Ebenso hilfreich, wenn auch technisch anspruchsvoller, ist dritte der Trois Nouvelles Etudes von Chopin.

Beide stärken das Bewußtsein und Empfinden für die Außenfinger der rechten Hand (und wenn man gespiegelt dasselbe mit der linken macht, lernt die das auch)

Ebenso nützlich ist Chopins Etüde op.10 Nr.3 E-Dur, aber schwieriger als die zuvor genannten Sachen.

Sobald 3-4-5 deutliche Melodien gestalten können, im übertragenen Sinn das Gewicht der Melodie tragen, während die anderen pp irgendeine Begleitung spielen, können die auch in schnelleren Abläufen (allerlei Läufe, Doppelgriffe) präzise spielen. Wichtig aber ist, dass Dir auf keinen Fall die Hand nach außen abkippt: wenn das der Fall ist, ist die Beweglichkeit der Außenfinger eingeschränkt.

Gruß, Rolf
 
klavigen

klavigen

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Ich denke, rolf, dass diese Vorschläge zu hoch gehängt sind.

Bluete sprach davon, dass ihre Finger noch nicht kontrolliert spielen sondern oft über die Tasten holpern. Das muss doch auf einem niedrigem Schwierigkeitsgrad beobachtet werden.

Gibt es denn, Bluete, einen Lehrer, der dich leitet. Er sollte ja zuerst wissen, was zu tun ist.

Ansonsten empfehle ich dafür die 2 stimmigen Inventionen von Bach, denn da haben beide Hände annähernd gleichviel zu tun.

Wichtig ist, das Tempo nie schneller zu nehmen als kontrolliert gespielt werden kann. Stimmt deine Armführung oder hast du das Gefühl, dass die Finger die Hauptarbeit übernehmen?
 
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Bluete

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Gibt es denn, Bluete, einen Lehrer, der dich leitet. Er sollte ja zuerst wissen, was zu tun ist.
Ja, ich hab seit kurzem wieder Unterricht, aber das Thema noch nicht angesprochen, weil wir bisher keine Zeit dafür hatten. Allerdings hab ich das Problem auch früher schon immer gehabt und selbst nach mehreren Jahren Üben hat sich's nicht wirklich gebessert.

Wichtig ist, das Tempo nie schneller zu nehmen als kontrolliert gespielt werden kann. Stimmt deine Armführung oder hast du das Gefühl, dass die Finger die Hauptarbeit übernehmen?
Naja, da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so ganz sicher. Ich hab schon das Gefühl, dass meine Finger viel Arbeit leisten müssen. Ist das denn falsch?
 
Kulimanauke

Kulimanauke

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Bluete: "Ja, ich hab seit kurzem wieder Unterricht, aber das Thema noch nicht angesprochen, weil wir bisher keine Zeit dafür hatten."

Sprich es an, Blüte!
Denn "...ein Lehrer, der dich leitet. Er sollte ja zuerst wissen, was zu tun ist." klavigen

Vielleicht bemerkt es der Lehrer, hält es aber im Moment nicht für wichtig, darauf einzugehen. Da es aber für Dich ein Problem ist, trau Dich, gleich wenn Du kommst oder nach der Stunde. Nimm es Dir einfach vor! Das Übel muß beseitigt werden. Früher ist vorbei. Jetzt zählt!

Viel Glück!
 
rolf

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Ich denke, rolf, dass diese Vorschläge zu hoch gehängt sind.

Bluete sprach davon, dass ihre Finger noch nicht kontrolliert spielen sondern oft über die Tasten holpern. Das muss doch auf einem niedrigem Schwierigkeitsgrad beobachtet werden.

hallo,

ich hatte dann vielleicht die von Bluete in #1 genannten "schnellen Läufe" mißverstanden - solche kommen, sofern sie diese Bezeichnung verdienen, meist erst auf mittlerem spieltechnischem Niveau vor. Hilfreich wäre, wenn Bluete ein paar Stücke nennt, in welchen sie das Problem hat.

Gruß, Rolf
 
B

Bluete

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Hilfreich wäre, wenn Bluete ein paar Stücke nennt, in welchen sie das Problem hat.
Also im Moment übe ich eine Sonatine von Diabelli (Opus 151, Sonatine Nr. 2) und obwohl die Tonart C-Dur ist, hab ich am Schluss Probleme, die Läufe gleichmäßig zu spielen. Es klingt immer ein wenig holprig, weil die Finger mal schneller und mal langsamer laufen (v.a. 3.,4. u. 5. Finger) und ich hab irgendwie immer das Gefühl, als ob sie aneinander gekoppelt wären. :neutral:
 
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chiarina

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Also im Moment übe ich eine Sonatine von Diabelli (Opus 151, Sonatine Nr. 2) und obwohl die Tonart C-Dur ist, hab ich am Schluss Probleme, die Läufe gleichmäßig zu spielen. Es klingt immer ein wenig holprig, weil die Finger mal schneller und mal langsamer laufen (v.a. 3.,4. u. 5. Finger) und ich hab irgendwie immer das Gefühl, als ob sie aneinander gekoppelt wären. :neutral:


Hallo Bluete,

neben den vielen guten Tipps hier könntest du noch folgendes direkt am Stück machen ( wobei ich leider die Noten nicht habe und daher nicht weiß, ob die Tipps wirklich hilfreich sind - vielleicht kannst du die Noten reinstellen? ):

a) langsam gleichmäßig spielen ( nur die entsprechende Hand) und auf eine entspannte und leichte Hand achten - der Daumen sollte beim Spiel der Aussenfinger entspannt sein ( nicht nach oben strecken, was häufig passiert!), die Hand sollte nicht nach außen gekippt sein, denn dann stehen die Außenfinger sehr ungünstig/nicht gerade zur Taste

b) die "Läufe" rhythmisieren, d.h. erstmal langsam, dann schneller punktieren etc.

c) portato und staccato spielen, immer erst langsam

d) die Paare, bei denen es Probleme gibt, öfter wiederholen (z.B. 34343434 oder 45454545 .....), auch erst langsam


Wenn das nichts nützt, ist es ratsam, spezielle Übungen zu machen, bei denen das Problem gezielt angegangen werden kann. Um für dich sinnvolle Übungen zu nennen, muss aber die Ursache des Problems bekannt sein - das kann am besten dein Klavierlehrer.

Wenn z.B. der Daumen beim Spiel der Außenfingern nach oben steht und die Hand zu verkrampft ist, nützen Geläufigkeitsübungen wenig. Wenn du aber locker bist und die Finger zu schwach sind, können Geläufigkeits- wie auch Fesselübungen sehr hilfreich sein.

Ich bin mal gespannt, ob sich hier Widerstand gegen das Punktieren von 16telketten regt - ich finde aber, dass - richtig ausgeführt - das eine sehr wirksame Methode ist.

Viele Grüße

chiarina
 
rolf

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Ich bin mal gespannt, ob sich hier Widerstand gegen das Punktieren von 16telketten regt - ich finde aber, dass - richtig ausgeführt - das eine sehr wirksame Methode ist.

hallo,

also mich wirst Du nicht auf den Barrikaden finden :) - - stattdessen drei Übungsmuster am Beispiel einer einfachen Tonleiter.

das erste punktiert, das zweite dreht den punktierten Rhythmus um, das dritte (Stationenübung) bewirkt Sicherheit für hohes Tempo.

Gruß, Rolf
 

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