Tastenproblem

B

Blues

Guest
Es handelt sich um ein Grotian 120 Anfang der 70er gebaut.
Die Taste 57 will nicht so, wie ich wohl will.
Dies ist ist eine der drei Tasten im Diskant, die wegen
der Verstärkungsrippe des Gussrahmens kürzer sind als die
anderen. Sie haben hinten Bleigewichte. Diese Taste geht
nun bei ausgebauter Mechanik nach Anschlag
nicht mehr zurück in die Waagrechte, sondern bleibt
etwas unten (vorne).

Was könnte die Ursache sein? Wie könnte man es beheben?

Danke für die Hilfe.

Blues
 
klaviermacher

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Hallo Blues,

Ich nehme an, die Vordergarnierungen sind momentan zu eng im Vorderstift.
Das kann bedingt durch zu trockene Luft manchmal passieren. Es kann sich auch alleine wieder legen, wenn die Wohnraumfeuchte wieder ansteigt.

Mit der richtigen Zange ist das auf alle Fälle ein Angelegenheit von 5 Sekunden...

LG
Michael
 
Tastenscherge

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Ansonsten die Amateurvariante, wenn gerade kein Klavierbauer in der Nähe ist:

die Taste ganz vorsichtig aber mit etwas Druck nach links hoch und runter drücken, so dass die besagte Vordergarnierung aus Filz an dem Führungsstift aus Metall hin und her (besser gesagt: hoch und runter) reibt. Das ganze dann nochmal mit Druck nach rechts wiederholen.
 
B

Blues

Guest
Dies ist nun gelöst. War wohl ein Problem des Gewichts. Dafür gibt's ein anderes: Zwei Tasten weiter macht es "klick", wenn man die Taste drückt. Ein genauer Blick in die Mechanik zeigt, dass die grüne Kordel, in die die kleine Kupferspiralfeder eingehakt ist, gerissen ist. Ist das mit Hausmitteln zu reparieren oder hat man da gar keine Chance - außer es noch mehr zu zerstören? Immhin liegt diese Taste 59 gewissermaßen "außen", weil daneben das Teil aus Metall ist. Vielen Dank für die Hilfe.

PS: Wird die hier vorliegende Zeichnung richtig interpretiert, wenn die Teile in Wirklichkeit Hammernusskordel, Hammernussfeder und Mechanikbacken heißen?
 
klaviermacher

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Dies ist nun gelöst. War wohl ein Problem des Gewichts. Dafür gibt's ein anderes: Zwei Tasten weiter macht es "klick", wenn man die Taste drückt. Ein genauer Blick in die Mechanik zeigt, dass die grüne Kordel, in die die kleine Kupferspiralfeder eingehakt ist, gerissen ist. Ist das mit Hausmitteln zu reparieren oder hat man da gar keine Chance - außer es noch mehr zu zerstören? Immhin liegt diese Taste 59 gewissermaßen "außen", weil daneben das Teil aus Metall ist. Vielen Dank für die Hilfe.

PS: Wird die hier vorliegende Zeichnung richtig interpretiert, wenn die Teile in Wirklichkeit Hammernusskordel, Hammernussfeder und Mechanikbacken heißen?
Hallo Blues,

Mir liegt Deine Zeichnung nicht vor ;-)
Was ist jetzt kaputt? Und was gab es für ein Gewichtsproblem? Das Grotrian ist ja von Werk aus ein ordentliches Klavier.
Mach vielleicht mal ein Foto der Mechanik und zeig uns wie Du das "Gewichtsproblem" gelöst hast.

LG
Michael
 
R

restaurator

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Wenn die Hammernusskordel gerissen ist (seltsam bei einem Grotrian aus den 70ern???) kann es bei pp-Spiel trommeln. Die Reparatur sollte nur ein Fachmann durchführen. Außerdem kann die ausgehakte Feder Geräusche machen. Grüße
 
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B

Blues

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Hallo,
die Zeichnung findet sich hier : Klaviermechanik

Ein Foto? Es ist jetzt dunkel (hier in Mitteleuropa) und morgen habe ich keine Zeit. Vielleicht am Dienstag. Andererseits: Was gibt's da schon zu sehen außer einer grünen Schnur, die gerissen ist? Die Mechanik ist übrigens eine ganz normale Renner-Mechanik.

Steht jedenfalls drauf. Vielen Dank für die Hilfe.

LG Blues
 
B

Blues

Guest
Hallo,

abschließend bleibt zu erwähnen: Die Kapselschnur wurde erneuert. Sie ist nun nicht mehr grün und bestimmt auch einen Tick zu kurz, aber es scheint zu funktionieren. Vielen Dank für die Hilfe.

LG Blues
 
 

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