Sparen für Yamaha Clavinova CLP 735/745 oder einsteigen mit Arius YDP 144?


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amicatsa
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier gelandet, da ich mir gerne meinen langjährigen Traum eines Klaviers erfüllen bzw. Klavier spielen lernen möchte. Ich liebe die Musik und bin musikalisch auch nicht ganz unwissend (als Kind mit Blockflöte angefangen und dann mehrere Jahre Querflöte, danach Saxophon inkl. Prüfungen in Theorie und Praxis, sogar mal Musiktheorie unterrichtet). Das ist nun allerdings 15 Jahre her. Klavier wollte ich aber immer schon spielen und auch meinen zwei Kindern (4, 1) die Musik so näher bringen (mit allen Höhen und Tiefen des Erlernens 😉).
Zusammen mit meinem Mann habe ich daher vor Kurzem ein Musikhaus besucht und wurde direkt zum Yamaha Clavinova CLP 745/735 geführt, nachdem ich gesagt habe, dass ich den Klang eines richtigen Klaviers bevorzuge und defintiv kein Keyboard suche. Das Instrument soll in unserem Wohnzimmer seinen Platz finden und Dank der Möglichkeit, über Kopfhörer z.B. auch abends üben zu können auch kinderfreundlich sein. Das CLP 745 ist ohne Frage ein tolles D-Piano, der Preis allerdings hat uns umgehauen. Wir hatten an unter 1000€ gedacht, aber da habe ich mich auch nach weiteren Recherchen (u.a. in diesem Forum) eines besseren belehren lassen. Da spare ich lieber etwas länger!
Nun hätte ich aber evtl. noch die Möglichkeit, ein Arius YDP 144 gebraucht erwerben zu können, allerdings habe ich Bedenken, wie es ohne Kopfhörer in einem hohen Wohnzimmer klingt und wie lange es mich als Einstiegsgerät wirklich zufrieden stellen kann.
Kann mir daher jemand mit seinen Erfahrungen weiterhelfen oder kann die genannten D-Pianos evtl. sogar vergleichen? Was würdet ihr machen? Natürlich werde ich das Arius sobald wie möglich auch noch ausprobieren, wobei ich tatsächlich bei Null anfange, was das Klavierspiel angeht!

Vielen Dank schon mal für Eure Beiträge!
 
Tabato
Tabato
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Das ist nicht immer einfach zu beantworten. Es kommt darauf an, wie ernst du das Thema "Klavierspielen" nimmst oder ist es evtl. nur eine Phase? Fakt ist aber, das man mit 1000€ nicht viel erwarten darf, was Haptik und Klang eines E-Pianos angeht. Wenn man allerdings erst einmal "schauen" möchte, würde ich tatsächlich was günstiges suchen. Ich selber hatte mal ein CLP 645 und war auch erst begeistert von diesem Instrument. Bin dann aber schnell auf ein akustisches Kawai umgestiegen. Ist aber ein anderes Thema.;-)
Hast du dir schon einmal andere Marken angeschaut, ausser Yamaha? Wichtig hierbei ist, das du oder ihr es anspielen solltet um herauszufinden, das es auch zu euch passt. Geschmäcker sind da unterschiedlich und ich glaube kaum, das dies einer beantworten könnte.
 
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amicatsa
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Vielen Dank für die schnelle Antwort @Tabato! Ja, so in etwa hab ich mir das auch gedacht. Ich werde auf jeden Fall das YDP144 mal ausprobieren. Außerdem werd ich mich mal noch an ein Kawai setzen und mir auch was vorspielen lassen:026:.
Die Phase, dass ich das Klavier spielen lernen möchte begleitet mich nun schon zwei Jahrzehnte, für mich war es halt immer das richtige Klavier, ein Keyboard wollte ich defintiv nicht. Damals war das Klavier von den Kosten und der Wohnsituation aber keine Option. Ein D-Piano kam mir dabei gar nicht in den Sinn. Lange habe ich den Wunsch dann gedanklich beiseite geschoben. Nun endluch habe ich mich wieder an den Wunsch heran gewagt! Da meine Kinder auch größer werden und ich mir schon sehr wünsche, dass sie ebenfalls ein Instrument lernen (egal welches sie sich dann aussuchen), will ich versuchen, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Ich bin schon sehr ehrgeizig, wenn ich mir etwas vorgenommen habe. Klar, zeittechnisch wird es mit den Kids bestimmt keine 2 Stunden täglichen Übungen geben, aber es soll mich schon langfristig begleiten und auch einen Ausgleich zum Alltag sein. Musik hat mich immer entspannt, ob ich nun zuhöre oder selber spiele/singe!
 
claclavier
claclavier
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Hallo und willkommen im Clavio Forum.

Ich bin vor ca drei Jahren in der gleichen Situation gewesen. Hatte fest vor mir ein Aerius Piano für ca 900 € zu kaufen.
Der Verkäufer hatte mir zu meiner klugen Wahl gratuliert. Nur zum ausprobieren ein etwas höherwertiges gezeigt. Der Klang! "Oh, ich glaube muss doch das bessere nehmen" .

Dann eine weitere Klasse drüber, nochmal besserer Klang. Hmh. 🤔.

Die nächste Kategorie hatte das bessere Material bei den Tasten.

Das übernächste hatte dann schon mehr nach Klavier ausgesehen, weil es höher ist.

Dann kam schon die Clavinova CLP Reihe . Ab 1800 €. :008:.

Gelandet bin ich dann beim Vorgänger von deiner möglichen Wahl, dem CLP 675. Hatte den besten Anschlag und das Material auf den Tasten ist kein rutschiges Plastik.
Es ist natürlich ein Digitalpiano. Du hörst es, kannst es aber nicht fühlen.

Der Verkäufer, nebenbei gesagt, wird sich abends gedacht haben: "Schade das ich nicht öfters solche Kunden habe. Die wollen ein Piano für 999 € kaufen und gehen dann mit einem für 2400 € heim". Die Farbe habe ich ihn am Ende auch noch aussuchen lassen! :chr03:.
 
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Fred
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Nimm das Arius und kauf dir später ein Klavier. Teure Digis sind -- außer für Spezialfälle, wie z.B. Bühne oder hellhöriges Haus -- rausgeschmissenes Geld. Früher oder später willst du sowieso ein Klavier haben, wenn du besser spielst und dein Lehrer auf so überflüssige Dinge wie z.B. Dynamik wert legt. :-D Das Arius spielt sich für Anfänger gut. Erstmal suchst du eh die Finger zusammen.
 
DonMias
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Früher oder später willst du sowieso ein Klavier haben, wenn du besser spielst und dein Lehrer auf so überflüssige Dinge wie z.B. Dynamik wert legt. :-D Das Arius spielt sich für Anfänger gut. Erstmal suchst du eh die Finger zusammen.
Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber ich kann es einfach nicht so stehen lassen: Gerade am Anfang ist es wichtig, ein gutes Instrument zu haben. Da sucht man (zumindest bei einem guten Lehrer) auch nicht "nur die Finger zusammen" sondern schult das Gehör und den Zusammenhang zwischen dem, was man da an den Tasten macht und dem, was das musikalisch für Auswirkungen hat.

Dass es nachvollziehbare Gründe dafür gibt, am Anfang nicht viel Geld ausgeben zu wollen, darüber müssen wir nicht streiten. Aber zu sagen "für den Anfang (und den Anfänger) gut genug, später kann man sich dann ja ein 'richtiges' Instrument kaufen" ist nicht zielführend.
 
Sajosha
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Möchte hier gerne jemanden aus einem anderen Forum zitieren: "bei Instrumentenkauf immer das Beste, was mensch sich grad noch so leisten kann, kaufen!"
 
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Fred
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amicatsa
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Vielen Dank Euch allen schon mal für Eure Meinungen!
Ich werde das Arius auf jeden Fall mal ausprobieren, da es ja evtl. gebraucht zu haben ist. Aber falls ich mich nicht absolut wohl fühle, werde ich sicherlich auch nochmal warten und auf ein Clavinova CLP der höheren 600er oder sogar mittleren 700er Reihe oder ein Kawai sparen.
Das Arius könnte halt zudem bedeuten, dass ich schon bald mit dem Spielen anfangen kann statt vielleicht erst in 1-2 Jahren. Die Menü-Bedienung soll ja anhand Tastenkombinationen zu steuern sein, aber da es auch mit einem Android-Tablet steuerbar ist, ist das für mich in Ordnung.
 

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amicatsa
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Beim Arius ist mir klar, dass es da eine Grenze geben wird, die ich irgendwann erreichen werde und die ich dann erst mit einem höherwertigerem Instrument überwinden kann. Die Frage ist halt, wie schnell stößt das Arius an seine/meine Grenzen. Beim Saxophon damals ging es schnell, damals war ich aber auch "voll dabei" in Sachen Musik. Heute muss ich meine rostigen Finger und mein rostiges Köpfchen erst mal wieder in Form bringen!
 
DonMias
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Beim Arius ist mir klar, dass es da eine Grenze geben wird, die ich irgendwann erreichen werde
Nein. Es geht nicht um Grenzen, die Du irgendwann erreichst. Sondern um Grenzen, die Dir von Anfang an gesetzt werden. Wie gesagt, es gibt gute Gründe, Kompromisse einzugehen (schon ein Klavier ist ein Kompromiss gegenüber einem Flügel), aber man sollte sich das nicht schön reden.
 
Carl Tredt
Carl Tredt
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Ich habe mir, als unsere erste Tochter zur Welt kam, mein erstes eigenes (altes, gebrauchtes, allerdings nicht billiges) Klavier gekauft und ihr abends beim Einschlafen immer eine Fuge aus dem Wohltemperierten Klavier und dergleichen vorgespielt. Hat prima geklappt, war nie ein Thema. Wenn die Wohnung nicht absolut hellhörig ist, sollte man damit die Nachbarn nicht allzu sehr nerven. Für Kinder hat doch ein akustisches Klavier ein Aufforderungspotential wie kein anderes Instrument. Deshalb verwundert mich deine Aussage, wegen der Kinder ein Digitalpiano kaufen zu wollen. Ich habe tatsächlich grad auch ein günstiges Stagepiano gekauft, allerdings nur, weil ich grad viel übe, teils zu unzumutbaren Zeiten, und es außerdem in der Band einsetzen kann. Ein richtiger Ersatz für ein akustisches Instrument ist es allerdings überhaupt nicht. Ich würde es mir zumindest mal überlegen, ein akustisches Klavier anzuspielen - viel mehr Platz braucht es nicht.
 
Sajosha
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Grundsätzlich würde ich sagen: wer billig kauft, kauft 2x. Allerdings sind den meisten Menschen, allein schon finanziell Grenzen gesetzt und hängt auch vom Ziel bzw. Einsatz ab.
Wir standen vor 3 Monaten vor dem selben "Problem". Anfänger und haben uns ein Limit von ca. €1000 gesetzt. Letztendlich wurde es dann ein Kawai CN-29. Meiner Meinung nach, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (Alternative: Yamaha YDP-164 Arius).
Seit einer Woche haben wir nun auch noch ein Kawai NV-10S. Der Unterschied zum CN-29 ist gewaltig. Und wir sind uns auch jetzt schon sicher, dass es in den nächsten Jahren auch noch gegen einen Flügel ausgetauscht wird.
Aber irgendwo sollte man mal anfangen. Ein YDP-144 kannst du nach einiger Zeit noch immer gebraucht verkaufen und in etwas neues, besseres investieren.
 
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Fred
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Die beiden Letzten haben Recht. Du kannst ein akustisches Klavier niemals durch ein Digi ersetzen. Egal, was der Verkäufer dir vorlügt. Also kannst du auch ein Billiges nehmen.
 
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schmickus
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Kinder in der Wohnung? Dann unbedingt ein möglichst großes volltönendes akustisches Klavier kaufen. Das hat Ausstrahlung und lädt zum Ausprobieren ein. Ein Digi ist ungefähr so interessant wie ein 10 Jahre altes Smartphone.
Wenn Du ca. 1 Stunde täglich spielst, dürfen die Nachbarn auch nicht meckern.
Also stöbere in den entsprechenden Kleinanzeigen rum, frag' uns um Rat, und wenn es sich konkretisiert, nimm einen Klaviertechniker als Experten zur Begutachtung mit.
Viel Freude!
 
 

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