Spätanfänger (ca. 2. Jahr) & ihre aktuellen Stücke

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V
Viva la musica
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Deine Etüde hatte ich noch nicht, aber ich glaube, ich würde sie derzeit meiner vorziehen.
Oh ja, tauschen wir! Ich mag "la petite Reunion so gern!
Aber ja, seufz, ich lerne auch brav Arpeggien, wenn ich soll und nachdem ich grad meine erste halbe Stunde mit den Engelchen verbracht habe, kommt es mir bis jetzt nicht sehr schwer vor...
Terzen mache ich gerade mit Czerny, aber in recht einfacher Version. Ich leide aber mit dir, Terzen sind ja sozusagen halbe Sexten und mit denen hatte ich ja auch bis vor kurzem harte Stunden.... durch die Tonarten spielen war echt hilfreich, aber auch verwirrend, weil ich dann irgendwann im Stück kaum noch wusste, in welcher Tonart ich grad bin. Da hab ich mich dann doch lieber beim üben auf die zwei Tonarten im Stück beschränkt.
Aber beim pachebel weisst du doch wofür, da lohnt sich der Schmerz doch, oder?
 
Albatros2016
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Springen, bzw. Hand von Tastatur lösen und an andere Stelle greifen (mein KL mag das Wort springen nicht) geht auch ziemlich gut.

Das ist bei mir ganz unterschiedlich.
Die meisten Probleme hatte ich bisher mit Basston und Akkord dann 1 o. 2 Oktaven höher, also wenn z.B. der Basston in der großen Oktave angeschlagen werden soll und dann soll anschließend der Akkord in der kleinen Oktave angeschlagen werden. Ist der Akkord in der Grundstellung geht es gerade noch, aber soll der Akkord dann auch noch in einer Umkehrung gespielt werden, ähm ja. Bisher haben wir so etwas aber nur mal als Erweiterung einer Begleitung eines einfachen Stückes gemacht.

Mein KL zeigt mir ständig irgendwelche Möglichkeiten, wie ich einfache Begleitungen ausbauen kann. Das ist wiederum der Vorteil, wenn man nicht nur klassische Stücke im Unterricht macht, da kann man ohne Gewissensbisse auch einfach mal was in der Begleitung oder der Melodie abwandern bzw. mehr ausschütten und seine eigene Coverversion kreieren. :-D
 
Albatros2016
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Woran merkt man, dass man langsam einen an der Klatsche hat? Wenn man schon vom Klavierüben träumt, aufwacht und im Dämmerzustand Phrasen des aktuellen Stückes trocken auf der Bettdecke spielt. :blöd:

Ganz toll ist es dann noch, wenn man (bzw. in diesem Fall frau) feststellt, dass es einen Takt gibt, an dem frau immer wieder hängen bleibt und kurz davor ist aufzustehen, um an das Klavier zu gehen. Das konnte ich mir heute morgen dann doch noch verkneifen, da ich mich für die Arbeit fertig machen musste, aber ich weiss zumindest, welche Stelle ich mir dringend als erstes vornehmen werde.:019::021:


Das war wahrscheinlich die Strafe, weil ich gestern nur 20 Minuten geübt habe. :007:
Aber ich war nach der Arbeit so k.o., da war nicht mehr konzentriertes üben drin.
 
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David_Turman
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Das war wahrscheinlich die Strafe, weil ich gestern nur 20 Minuten geübt habe. :007:
Aber ich war nach der Arbeit so k.o., da war nicht mehr konzentriertes üben drin.
Hey, sei nicht so streng mit dir. Du hast geübt. Du warst gestern nach der Arbeit total erledigt, aber hast dich trotzdem noch 20 Minuten an dein Klavier gesetzt und pianiert. Freue dich doch darüber.
 
Albatros2016
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Hey, sei nicht so streng mit dir. Du hast geübt. Du warst gestern nach der Arbeit total erledigt, aber hast dich trotzdem noch 20 Minuten an dein Klavier gesetzt und pianiert. Freue dich doch darüber.

Das ist ganz lieb von dir. :blume:

Du kennst aber offensichtlich meinen Schreibstil und meine Selbstironie noch nicht , sonst wäre dir klar, dass das nur scherzhaft gemeint war, also alles gut. :-)

Ich übe im Schnitt 8-12 Stunden die Woche, da brauche ich bei "nur 20 Minuten" nicht wirklich ein schlechtes Gewissen haben. ;-)
 
V
Viva la musica
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Wenn man schon vom Klavierüben träumt, aufwacht und im Dämmerzustand Phrasen des aktuellen Stückes trocken auf der Bettdecke spielt.
Ist es nicht so, dass das Gehirn nachts Gelerntes einordnet, strukturiert, abspeichert? Du hast sozusagen im Schlaf geübt... ;-) kannst du guten Gewissens mit zur Übezeit dazuzählen...

Vielleicht stand ja gestern Nacht der Saturn im Piano oder so was, mir gings grad genauso, mir geisterte nachts die aktuelle Stückanalyse durch mein schläfrig-nebliges Bewusstsein (I, IV, V, ...). Muss am spät abendlichen Üben liegen...
 
Bedelia
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@Albatros ich hatte in dieser Woche auch so eine Fruststelle. (Armes Klavier - Ich wurde richtig wütend. ) Und dachte, die paar Takte sehen so leicht aus, sind so leichte Noten, warum klappt das nicht, zumal alles andere in dem Stück schon gut geht. Ich habverschiedengeübt und dennoch ....🥵 Heute im Unterricht bekam ich den richtigen Tip und nun ist diese Stelle nicht mehr unerreichbar .
 
Albatros2016
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@Bedelia, das ist in den 2 Jahren inzwischen schon so häufig vorgekommen, dass Stellen, die zu Hause partout nicht wollten, nach dem nächsten Unterricht plötzlich gar kein oder nur noch ein kleines Problem waren, dass ich es inzwischen (fast) aufgegeben habe, mich zu Hause über solche Stellen zu ärgern, wenn es egal was ich probiert habe einfach nicht klappen will. Möglicherweise habe ich für dieses Problem dann einfach noch keinen passenden Schlüssel in meinem Überrepertoir.
 
Bedelia
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Habt ihr einen Tip für mich, wie ich diese, ich nenne es mal " Oktavwippe " hinbekomme.? Dazu bin ich heut im Unterricht nicht mehr gekommen, zu fragen.

Links spielt z.b. über 3 4 , manchmal sogar 7 Takte die gleiche Oktave und re spielt staccato. Und eigentlich soll li nur die 1 betont werden. Ich betone aber immer auch wenn re staccato gespielt wird.
 

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DerOlf
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Links spielt z.b. über 3 4 , manchmal sogar 7 Takte die gleiche Oktave und re spielt staccato. Und eigentlich soll li nur die 1 betont werden.
Kannst du das noch etwas genauer beschreiben (oder eine Stelle in einem Stück angeben, wo es vorkommt)?

Das Wort "Oktavwippe" hat mich etwas an einige Stellen bei Beethoven erinnert, wo die linke in Achtel oder Sechzehntel abwechselnd einen Ton und seine Oktave spielt (mehrere Takte hindurch), während die rechte z.B. Akkorde spielt (Pathetique, erster Satz, erstes Thema zum Beispiel ... oder auch in der Durchführung im Presto der Mondscheinsonate).
Meinst du sowas in der Art?
Wenn ja, hilft dir das vielleicht erstmal weiter, bis du deine/n KL befragen kannst.

Zunächst: Diese Bewegung kommt aus dem Unterarm (Drehungen des Handgelenks ... immer hin und her ... aber bitte geschmeidig).
Ich habe keine Ahnung, ob man das so machen soll ... aber ich habe solche Bewegungsabläufe (unter anderem) durch das Wechselspiel von langsam und schnell geübt. Langsam muss natürlich erstmal klappen.

Ich nahm den einfachen Oktavwechsel, und spielte ihn erst in Achteln, dabei habe ich dann immer mal wieder ein oder zwei Viertel mit Sechzehnteln zu füllen versucht.
Als das geklappt hat, habe ich das Sechzehntelpaket verschoben und es erweitert.
Etwa in Art eines recht bekannten Übungswerks für Snare-Drummer ("Accents and Rebounds" von G. Lawrence Stone). Genauer die Übungen zu Rolls, wo es vom Flam (eigentlich kein Wrbel) über den Ruff (eher ein Doppel-Flam) zum Five-Stroke-Roll geht, und dann langsam immer größere ungerade Zahlen dazukommen. Ungerade Zahlen, weil es zwar ein Wirbel mit gerader Anzahl Schlägen ist, aber eben einer "zur Eins hin" ... da zählt man die eins dann noch mit zum Roll.

Sowas ähnliches habe ich auch mit Oktavwechseln am Klavier gemacht. Und es empfielt sichmeiner Meinung nach, die Eins zum "Roll" dazu zu rechnen ... dann hat man die Betonung gleich mit dabei (und muss sich drauf konzentrieren, wenn der Schlag danach mal unbetont sein soll).

Wenn du sowas flüssig hinbekommst, kannst du auch taktelang Durchwippen, und die Einsen dabei betonen.

Die Unabhängigket der beiden Hände bei Betonungen, ist nochmal etwas anderes.
Ich habe vor kurzem Bach für mich entdeckt (zum Üben ... nicht zum Hören), und dabei bemerkt, dass man ganz automatisch versucht, das "Thema" herauszuarbeiten.
Oft spielt eine Hand legato, und die andere staccato (hat Bach zwar nicht notiert, wird aber viel so gemacht ... es klngt also ungewohnt, wenn man's nicht macht).
Das trainiert in jedem Fall die Unabhängigkeit der Hände ... auch weil die Themen bei Bach selten nur in einer Hand vorkommen.
Ich bin von Bach gerade begeistert ... bisher fand ich seine Musik immer eher aus einem musiktheoretischen oder kompositorischen Blickwinkel interessant. Ich entdecke am Klavier ganz neue Qualitäten an Bach.
 
Bedelia
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Ja, Olf, genau so was meine ich. Deine Beschreibung werde ich dann morgen genau durchlesen zum verstehen. Und ausprobieren. Es muss jedenfalls allegro gebunden gespielt werden li.
 
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DerOlf
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Deine Beschreibung werde ich dann morgen genau durchlesen zum verstehen.
Bitte scheu dich nicht zu fragen. ich formuliere manchmal scheinbar etwas umständlich.

Keine Angst ... ich habe Pädagogik studiert ... für mich gibts keine blöden Fragen, nur blöde Antworten.
Falls du das nicht öffentlich machen willst, stehe ich auch gerne für eine private Unterhaltug (via PN) zur Verfügung.
 
Albatros2016
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Ich liebe meinen Klavierunterricht ja immer, aber heute hatte er ganz besonderen Spaß gemacht und dabei haben wir uns eigentlich nur mit einem Takt oder genaugenommen sogar nur mit einem halben Takt von dem Pachelbel Kanon beschäftigt.

20210914_191646.jpg

Und zwar mit der Terzbewegung bis einschließlich der Sexten, die aber anfänglich auch erst einmal durch die Terz ersetzt wurde.

Aus dieser kleinen Phrase haben wir dann diverse Übungen gebaut, eine davon sah dann z.B. so aus.

Begonnen wurde auf c', dann ging es immer eine weißen Taste weiter nach rechts.

Die Phrase mit den Terzen wurde einmal gespielt, anstatt auf der Sexten endete sie wieder auf der Startterz. Die letzte Terz wurde bis zum Taktende gehalte (also 2 Viertel). Die Phrase wurde in der jeweiligen Tonart gespielt, also auf C in C Dur, auf D in D Dur, auf E in E Dur u.s.w., es gab somit die verschiedensten weiß/schwarz Tastenkombinationen, einige sind echt blöde zu spielen z.B. H Dur. Alle Kombinationen klappten natürlich nicht immer sofort.

Diese Übung wurde dann auf die Reihenfolge der Akkordprogression D, A, Hm, F#m, G, D, G, A des Kanons übertragen, da gibt es wieder andere Finger und Tastenkombinationen. Die Schlussterz wurde dann jeweils durch die passende Sexte als Phrasenende ersetzt.

Es gab dann noch einige weitere Ergänzungen sowohl in der Begleitung als auch in der Melodie sowie Spielereien mit legato/stakkato u.s.w.

Soweit mal ein kleiner Einblick in eine unsere Unterrichtsstunden. Nach der Stunde schwirrte mir jedenfalls ganz schön der Kopf. :lol:

Aber es war echt faszinierend, wie intensiv und abwechslungsreich man sich mit einem halben Takt beschäftigen kann. Ich habe es total bedauert, dass die Stunde so schnell vorbei war, da es gerade darum ging, diese ganzen Varianten aus dem Untericht miteinander zu kombinieren in Richtung Improvisation.
 
 

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