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Dorforganistin
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Ja, ähnliche Projekte gibt es vor allem im englischsprachigen Raum. Ersetzt Chorsingen meiner Meinung nach nicht und ist auch als Einstieg nicht für jeden geeignet, aber kann ganz lustig sein.
 
Rheinkultur
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In Corona-Zeiten eine tolle Idee für alle zwangspausierenden Chorsänger (oder solche, die noch Chorsänger werden wollen!)
Aus Berufschorleitersicht muss ich leider einschränken: leider nicht für alle, sondern nur für besonders begabte und selbständig gut lernende Sänger mit viel Erfahrung geeignet, die ihren Part sicher können, egal ob sie schiefe Brummer um sich herum haben oder ob ebenfalls versierte Mitsänger dabei sind. In einem guten Laienchor könnten es 20% der Mitglieder schaffen und knapp 10% bekommen es tatsächlich hin. Schon die plärrigen Kunststimmen auf MIDI-Tracks und künstlich klingende Sing-Along-Files schrecken viele ab und werden auch in der Chorpraxis von vielen abgelehnt und nicht genutzt.

Gut geeignet ist das Vorhaben für typische Projektchorsänger mit guter Vorbildung, mit Notenkenntnissen und Blattsingefähigkeit, oftmals auch mit solistisch geschulter Stimme. Diese schließen sich Laienchören meist nicht an aufgrund des limitierten Leistungsvermögens selbiger und aufgrund des ermüdend langsamen Einstudierungstempos. Insider sprechen von Papageienmethodik: ständiges Vorsingen und Nachsingen lassen, da aufgrund fehlender Notenkenntnisse nur durch Nachmachen gelernt wird. Seltene Ausnahme, selbst erlebt: ein Männergesangverein im Münsterland hat einen im Ruhestand befindlichen Kammersänger der Wiener Staatsoper in seinen Reihen, der nach Karriereende in seine Heimat zurückgekehrt und ein ganz unaufgeregtes bescheidenes Vereinsmitglied geworden ist, nachdem er einst unter Karajan, Abbado und anderen Pultstars brilliert hat.

Ersetzt Chorsingen meiner Meinung nach nicht und ist auch als Einstieg nicht für jeden geeignet, aber kann ganz lustig sein.
So sieht es aus. Man sollte ohne die Unterstützung erfahrener Mitglieder der eigenen Stimme zurechtkommen und einschlägige Erfahrung mit der eigenen Singstimme mitbringen, dann kann man bei so einem Projekt Spaß haben.

LG von Rheinkultur
 
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B.J.
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Das wäre nichts für mich, ich singe nicht gut. Mir wurde mehrmals geraten, nicht mehr mitzusingen! Und zwar mit der Begründung, dass ich echt falsch singe. Viele hätten einfach nur aus Rücksicht nichts gesagt.
Diese Personen wollten mich nicht bloss stellen, und haben dann auch vermittelt, das ich das Singen richtig lernen könne…
War damals zu faul und hatte anderes für wichtig gehalten.
Seit 4 Monaten habe ich von Null mit Klavier spielen angefangen, und ich ertappe mich jetzt immer wieder dabei, mitzusingen.
Habe das Gefühl, dass sich durch vielen Übungsstunden mein Gehöhr verbessert hat. Aber ob ich jetzt auch einfach richtig singen kann.
Werde nächstes Mal meinen KL anfragen, der gibt ja auch Gesangsunterricht

Ist halt schon so, da mir mehrere schon vermittelt haben, dass ich echt falsch singe, bin ich natürlich auch völlig verunsichert!
 
Dorforganistin
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Es gibt nur ganz wenige Leute, die nicht lernen, gemeinsam mit anderen zu singen und einen Ton zu halten. Vieles ist tatsächlich Übungssache, und hat auch damit zu tun, wie gut man (sich) hört.

Wir haben bei uns in einem der Chöre eine neue Sängerin, die manchmal noch ordentlich daneben liegt, aber von Woche zu Woche besser wird. Bei der letzten Probe hat sie sich für falsche Töne stets entschuldigt, dabei kamen diese von ihrer Nachbarin :lol:
 
 

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