Schott verkauft historisches Archiv

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Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Aus dem heutigen Newsletter von BR-Klassik:


Der Musikverlag Schott in Mainz hat sein historisches Archiv verkauft. Ein Konsortium unter Federführung der Bayerischen Staatsbibliothek und der Kulturstiftung der Länder hat die zahlreichen Dokumente und Hunderte Musikautographen erworben. "Das historische Archiv des Verlags stellt ein einmaliges nationales Kulturgut dar", teilte die Bayerische Staatsbibliothek am Montag mit. Zu dem Archiv gehören auch Tausende Briefe berühmter Komponisten, darunter Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Jacques Offenbach und Carl Orff. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.

Schade zwar, daß der Verlag Schott sein historisches Gedächtnis zu Geld machen zu müssen glaubt, aber wenigstens ist das Archiv in gute Hände gekommen und wird nicht in alle Winde zerstreut.
 
LMG

LMG

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Hi Friedrich,

sehr interessant...denn in den Mainzer Archiven könnten evtl. noch ein oder zwei unbekannte Stücke mehrerer Komponisten herumgelegen haben ( mich persönlich interessiert nat. dabei vornehmlich das Geschäftsverhältnis Gottschalks zu Schott, Mainz. Aber bestimmt finden sich dort auch von anderen noch interessante Dinge. ) .

Da die BSB es erworben hat, werden wir ja eventuell in der nächsten Zeit mit ein paar schönen Digitalisaten rechnen können...

LG, Olli
 
pianochris66

pianochris66

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Mal schauen, ob bei der Pressekonferenz am 3.12. in München nähere Einzelheiten genannt werden. Eventuell ist der nicht genannte Kaufpreis ja erforderlich gewesen, damit dieser Traditionsverlag weiter existieren kann und die geplante Digitalisierung der Dokumente ist ja auch zu begrüßen.
 
Gomez de Riquet

Gomez de Riquet

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Schade zwar, daß der Verlag Schott sein historisches Gedächtnis zu Geld machen zu müssen glaubt [...]

Das paßt zu diesem inzwischen vollkommen gesichtslosen Verlag, der sein Lektorat (das Herzstück eines Verlages) aufgelöst und dessen Arbeit an freie Mitarbeiter delegiert und einen seiner bedeutendsten Komponisten vergrault hat (Henze, der dann zum Chester-Verlag ging): sich nun auch seines Archivs zu entledigen.
 
 

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