Schönes Jugendstilklavier - verschenkt! :-)

  • Ersteller des Themas ChillySue
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Du könntest als Profi das Geschäft ja auch selbst machen, wenn es so einfach wäre, wie du schreibst

Das Problem liegt doch ganz woanders; Kundeninstrumente haben erst einmal Vorrang, eigene Instrumente müssen warten bis mal bei uns nichts los ist (nur da haben wir Urlaub). Wenn wir jetzt also min. 250 Teuronen für den Transport ausgeben, haben wir es erst einmal in den Sand gesetzt, denn im derzeitigem Zustand kann das Instrument kein Klavierbauer verkaufen, und es verbraucht Platz. Wir haben schon seit Ewigkeiten zwei wunderschöne reich geschnitzte Gründerzeitler zu stehen, welche darauf warten überholt zu werden, freilich bekommen wir die dann auch früher oder später verkauft. Zum anderen langt uns ja auch der Platz nicht, wir können sie ja nicht übereinander stapeln, unbd ein wenig Bewungsfreiraum zum arnbeiten brauchen wir auch zu dem noch.
Wenn es nicht so weit wäre, und ich dann den Spediteuren meinen Anlieferungsterminwunsch nahelegen könnte und bis maximal 120 Teuronen Transportkosten sind, hätt ich des in dem Falle erst einmal zu mir geholt
LG
Alb
 
@Alb: ganz genau so steil ich mir die Situation bei meinem Händler vor. Die Werkstatt bei dem ist so zum brechen voll, dass der kaum noch zum arbeiten an die Instrumente kommt ;-)... wo soll da noch mein Koloss hin? ;-)
 
@Alb: ganz genau so steil ich mir die Situation bei meinem Händler vor. Die Werkstatt bei dem ist so zum brechen voll, dass der kaum noch zum arbeiten an die Instrumente kommt ;-)... wo soll da noch mein Koloss hin? ;-)

Freilich, aber ein so schönes und überholungsfähiges Instrument verschrotten zu lassen - das hätte selbst Klaviermacher arg das Herz gebrochen.
LG
Alb
 
Weist Chilly,
wenn ich mir so die Bilder anschaue, da hat ein alter Klavierbaumeister mal richtig viel Herzblut reingesteckt - so ein Klavier erreicht aber nun auch mal ein Alter, wo nimmer alles so recht geht, was allerdings durchaus rekonstruktionsfähig wäre. Und nun soll so ein Instrument, welches von tiefster klavierbauerischer Leidenschaft erschaffen wurde, in der Müllpresse landen?
LG
Alb
 
Genau das bricht mir ja auch das Herz... ich komme mir wie eine Verräterin vor und hoffe immer noch ganz stark, dass ich eine neue Heimat dafür finde!!

Der Händler wär heut in der Nähe und kam kurz vorbei gucken, ob das Neue durch den Flur passen würde- ich hab ihm bei der Gelegenheit meinen alten Schatz gezeigt und er meinte auch, das sei viel zu schade zum kaputt machen! Er hat trotzdem kein Interesse es zu überholen, hat gemeint es lohnt sich nicht für ihn- er hat aber vorgeschlagen, einen Möbelliebhaber zu suchen, dem der Klang egal ist... besser als verschrotten... aber so einen muss man auch erst mal finden
 
Das gute Stück ist noch zu haben! In ca. einer Woche zieht sein "Nachfolger" bei mir ein (oh mann, irgendwie klingt das echt herzlos...), bis dahin habt ihr noch die Chance, diesem wunderschönen Stück Klavierbaukunst ein neues Zuhause zu geben ;-)
 
Das gute Stück ist vergeben! Am Wochenende waren scheinbar einige Leute fleißig bei den Kleinanzeigen unterwegs, ich hab auf einen Schlag vier Anfragen bekommen. Noch da ganz unterschiedliche: von einer Frau, die sich das Haus Stück für Stück mit Jugendstil ausstattet, von einem Pärchen, das auf der Suche nach einem "Übungsstück" für eine Freundin war, die Klavierbauerin werden will, von einem Mann, der es gerne zum spielen restauriert hätte, weil er aus dem gleichen Ort kommt wie das Klavier und von einem polnischen Künstler, der mit seiner Schwester ganz in meiner Nähe einen interkulturellen Veranstaltungsraum in einer alten Mühle einrichtet. Der hat als erstes gefragt und bekommt es auch. Ich hoffe allerdings SEHR er will es als Deko und meine Versuche ihm zu erklären, dass es repariert werden müsste, sind bei ihm angekommen :-(... er spielt selbst nicht und hat nicht mal rein geguckt als er da war! Ich hab mir überlegt ich geb ihm die Mailadresse von der Jugendstil-Frau mit, wenn er es dann doch wieder loshaben will, kann er die anschreiben (sie weiß Bescheid und hofft darauf ;-)). Er bezahlt ja nichts dafür, dann macht er auch keinen Verlust.

So, morgen ist es soweit! :party: Ich bin ziemlich aufgeregt- aber jetzt, wo alles so konkret wird, ist es auch ein komisches Gefühl, sich von dem Alten zu trennen. Zum Glück ist diese Mühle nur ein paar Autominuten entfernt, da könnte ich es eigentlich mal besuchen gehen... :girl:
 

Danke- das hoffe ich auch... das ist das Problem beim Schenken, die Leute fühlen sich dann scheinbar nicht an die Abmachung gebunden... :-( Aber ich habe mich versucht abzusichern- ich hab die Nummer der Jugendstil-Frau und kann sie morgen anrufen, wenn der Typ nicht auftaucht. Sie hat mit der Spedition gesprochen und die würden mein Klavier dann mitnehmen und ein paar Tage einlagern, bis sie es zu ihr bringen können. Die muss ganz schön scharf drauf sein, wenn sie sich auf sowas einlässt ;-), aber ich fand es beruhigend, einen Plan B zu haben.

Aber manche Leute haben echt seltsame Vorstellungen: das Pärchen, das da war, suchte ja wie gesagt ein "Übeobjekt" für eine angehende Klavierbauerin (das auch nach dem "Üben" nicht unbedingt perfekt sein muss)- und da morgen die Spedition eh kommt, hätten die es ja sogar die fiese, enge Treppe runter getragen und denen auf den Hänger gestellt! Quasi für ein Trinkgeld. War ihnen dann trotzdem nicht recht. Andere wollten wissen, was die Reparatur kostet, und haben sich selbst nach relativ tief gestapelten Beträgen nicht mehr gemeldet- ist doch klar, dass ich es nicht hergeben würde, wenn es für 500€ zu reparieren wäre ;-)
 

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