Schall-/Vibrationsdämpfung


T
TanteTrude
Guest
Hallo,

ich lese hier mitunter kreuz und quer und habe nun auch mal eine Frage.

Ich gedenke, mir nun langsam ein eigenes Klavier zu kaufen und frage mich, wie/ob ich die Übertragung von Klang und Schallwellen dämpfen kann - für meine Nachbarn, wohlgemerkt. Ich kann ja gerne mal den Moderator nutzen, meine aber anderes:

ich wohne im 4. Stock Altbau (Baujahr ca. 1910), keine Trittschallisolierung, Dielen, das übliche halt. Ich dachte an irgendwas unter die Beine des Klaviers, denn mit Eierkarton oder so wollte ich mein Wohnzimmer eigentlich nicht ausstatten. Ich stelle es mir so vor, wenn ich oben mein C anspiele, dann wackelt die Wand im Erdgeschoss. Es macht mir wirklich Sorge. Der Verweis auf mein gesetzl. Recht zu spielen hilft mir jetzt nicht wirklich weiter.

Meine superbeflissene Schwägerin meinte noch hinzufügen zu müssen, das bei dem Gewicht eines Klaviers ja wohl hoffentlich nicht die Decke durchkrachen würde ... hm, ist so was echt relevant? Das Zeug hier ist kein Stahlbeton, aber auch nicht aus Pappe und mein Kleiderschrank ist bestimmt auch kein Leichtgewicht.

Also 2 Fragen in einer.

Könnt ihr mir weiterhelfen?
Danke schon mal im Voraus und mit lieben Gruß,
Trude.
 
Nora
Nora
Dabei seit
15. Feb. 2009
Beiträge
3.508
Reaktionen
2.303
Hallo,

also zuerst mal, ich bezweifle, dass Dein Klavier durch die Decke krachen wird. :D
Auch früher haben die Leute ja schon Klavier gespielt. Ich wohne in einer ähnlichen Wohnung. Das Haus ist sogar noch ein wenig älter. Ich habe spezielle schallisolierende Untersetzer unter den Klavierbeinen. Die gibt's meist im Klaviergeschäft.
Aber den Klang des Klaviers hört man natürlich trotzdem im Haus.

lg
Nora
 
Stuemperle
Stuemperle
Dabei seit
5. Dez. 2006
Beiträge
1.084
Reaktionen
22
Hallo TanteTrude (lustiger Nick)!,

erstmal herzlich willkommen hier! Und was Deine Befürchtung betrifft: ist nicht nur beim C so, bzw. besonders beim tiefen :D

Nein, im Ernst, Du kannst was tun, gegen den Körperschall über die Klavierfüße gibt's spezielle Untersetzer, z.B. hier: ttp://www.thomann.de/de/jahn_isofloor_piano_untersetzer.htm
gibt aber auch hübschere (und deutlich teurere, keine Ahnung ob wirksamer). Wenn Du die Suchfunktion bemühst, wirst Du jede Menge weitere Tipps/Meinungen finden.

Außerdem kannst Du noch etwas gegen den Luftschall/Nachhall machen: Gardinen, Teppiche, Bücher...

Am wichtigsten scheint mir aber das nachbarliche Verhältnis: im Nebenbei-Gespräch im Treppenhaus würde ich die geplante Anschaffung erwähnen. Es kann nicht schaden, dabei zu erwähnen, daß Du natürlich nur zu den Zeiten spielen wirst, in denen Du das gesetzliche Recht dazu hast :D
und außerdem bitte ich - Profimieter - immer, mir Bescheid zu sagen, wenn ich mal zu laut/störend bin, _bevor_ man beginnt, sich darüber zu ärgern. Das gibt mir die Freiheit, auch mal unbedenklich über die Stränge zu schlagen, und beinhaltet aber auch freiere Rücksichtnahme als gesetzlich geregelt, z.B. gegenüber krankem Kind oder Nachtschichtler.

Momentan bin ich gesegnet mit Spielerlaubnis bis 22:30 Uhr, und angeblich ist das Klavier beim Fernsehen unten (liebe schwäbische Häuslesbesitzer) unhörbar, ist aber Neubau.

Viel Spaß, wenn's denn soweit ist!
Hanfred
PS: wegen des Gewichtes mach' Dir keine Sorgen, volle Schränke / Stehpartybesucher wiegen mehr.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
fisherman
fisherman
Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.152
Reaktionen
9.345
na, da müssen aber schon ein paar Wuchtbrummen auf Tuchfühlung gehen...:D
(Trude, ich witzel nur rum - mach Dir keine Sorgen wegen des Gewichts, aber Du solltest, wie Stuemperle schön schreibt, wirklich erst mal darauf achten, Deinen Nachbarn die Wertschätzung zu vermitteln, die Du hier bereits "outest". Das eliminiert 90% des Konfliktpotenzials. Den Rest sollten Teppiche, Polster, Vorhänge, etc. besorgen. Kahle Räume wären weniger gut ...

Schallreflexion (und damit oft auch unangenehme Töne) werden von weichen, strukturierten Oberflächen verhindert, glatte verstärken sie. Schall selbst ist jedoch nur durch Masse und Dichtheit zu bändigen.

Ärger über Schall entsteht jedoch vor allem im Kopf. Nimm Deine Nachbarn ernst und kommuniziere offen. Damit ist hoffentlich alles "erledigt".

PS. Ich wohne neben einem Industrieunternehmen, das natürlich manchmal laut ist. Verstehe ich mich denen, so nehme ich das alles gar nicht wahr. Ist jedoch (aus anderen Gründen) Verärgerung vorhanden, dann könnte ich glatt die Wände hochgehen...)
 
T
TanteTrude
Guest
Herzlichen Dank

für die Hinweise. Ich melde mich wieder, wenn ich die Dämpfer nicht unter die Beine kriege ;-)) LG, Trude
 
 

Top Bottom