Sch... zu Gold? Projekt C.Bechstein - Klavier

Tastenscherge
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Tatsächlich wird bei Forss das Ausrichten der Stifte einerseits mit Schraubendreher, Hammer und "einem passenden Schlag" beschrieben, an anderer Stelle (Spatienrichten) mit Hilfe einer Flachzange oder Klaviaturstiftrichter.

Das sind ja auch 2 verschiedene Dinge. Spatien richten macht man mit dem von Henry verlinkten Werkzeug. Da geht es um die Spatien, wenn man von oben auf die Tasten schaut. Und dann gibt es noch das sogenannte Kanteln: wenn man von vorne auf die Tasten schaut, dann muss die Oberfläche der weißen Beläge waagerecht sein. Also parallel zur Schlossleiste. Zu diesem Behufe gibt man einen "passenden Schlag" mit dem Schraubenzieher auf den Waagebalkenstift (ohne Hammer). Anschließend dann die Spatien korrigieren, weil die sich dadurch ja auch wieder ändern.

@Peter ich hab noch was vergessen beim Geradelegen. Wie hoch die weißen Oberflächen oberhalb der Schlossleiste liegen, hängt natürlich auch vom Hinterdruckstreifen ab. Also dem Filz, auf dem die Tasten hinten aufliegen. Da würde ich den alten Filzstreifen in der Stärke ausmessen und einen neuen Streifen gleicher Stärke nehmen. Dann wie beschrieben Probetasten mit Waagebalkenfilz machen und so weiter. Eigentlich sollte das sofort passen, wenn du den Filzstreifen in gleicher Stärke nimmst und Standard Waagebalkenfilze. Dann solltest du eigentlich auf Anhieb die 18 bis 22 mm über der Schlossleiste erreichen. Wichtig ist dabei, dass man keinen Spalt sieht zwischen Schlossleiste und Tastenfronten. Und natürlich, dass bei 10 mm Spieltiefe die Tastenbeläge nicht die Schlossleiste berühren. Dann einfach geradelegen und gut ist.

Den Hinterdruckstreifen übrigens nicht auf der ganzen Fläche verleimen! Da die Tasten nicht 100 % gerade auf dem Hinterdruckstreifen aufliegen, sondern nur auf der hinteren Hälfte dieses Filzes, solltest du nur die vordere Hälfe leimen. Somit gibt es keine Geräusche, wenn die Taste auf den Hinterdruckstreifen fällt. Denn die nicht verleimte Fläche federt das ab.
 
Peter
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Bechsteinfan
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Richtig! Genau so wie Du wird es im Lehrbuch beschrieben.
Da würde ich den alten Filzstreifen in der Stärke ausmessen und einen neuen Streifen gleicher Stärke nehmen.
Schon geschehen. auch die Vorderstiftfilze (?) habe ich in gleicher Stärke besorgt.
solltest du nur die vordere Hälfe leimen.
Zu spät, allerdings war der alte Filz auch vollflächig verleimt. Aber ich kann den ja leicht zur Hälfte wieder lösen; werde ich machen!
Mit dem Handballen auf den Schraubenzieher.
Für eine bessere Dosierung nehme ich für so was ein Stück Weichholz (Stück Dachlatte).
 
Henry
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Bräuchste mal einen Rat: Wie wechselt man diese Federn?
http://ftppianoforti.com/de/parti-meccaniche/273-112.html

Habe heute mal eine ausgewechselt aber so recht wie die alte will die nicht sitzen. Gibt´s da nen Trick?

Naja, die gibt es in verschiedenen Größen und ich meine alte Bechstein haben da recht spezielle Größen. Wenn diese nicht mehr erhältlich sind...ja, dann bleibt wohl nichts anderes als sich Messingfederdraht zu beschaffen und diese sich selbst zu drehen.

LG
Henry
 
Peter
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Bechsteinfan
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Naja, die gibt es in verschiedenen Größen und ich meine alte Bechstein haben da recht spezielle Größen.
Die Größe passt und ist identisch mit der alten. Mir geht es um die Befestigung der Feder. Die ist ja durch die Kapsel gesteckt (sehr stramm) und dann umgebogen. Das umgebogene Stück klemmt dann im Holz zwischen aufgeschraubter Kapsel und Mechanikrahmen.

Die neue Feder sitzt im Gegensatz zu den alten Federn nicht fest und hat Spiel, so lange die Kapsel nicht aufgeschraubt ist und mir ist nicht klar, wie ich das besser machen kann.
 

Peter
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Bechsteinfan
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Das schlummert hier schon irgend wo im Faden...ich blätter mal. :-)
 
Peter
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Bissel was gefunden:
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Für ein besseres Bild müsste ich noch mal in die Werkstatt; mal sehen ob ich es heute schaffe.
 
Peter
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Bechsteinfan
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Missverständnis? Auf den Bildern ist keine neue Feder zu sehen.
Ansonsten haben die neuen Federn exakt die gleiche Länge wie de alten.
Ersetzen will ich sie weil die alten Federn teilweise gerostet oder gar gebrochen sind.
 
L
Leberwurst
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Ich habe gerade meine Hämmer ausgebaut - werden morgen abgezogen. Sollte man bei der Gelegenheit irgendwas erledigen, solange die Hämmer draußen sind? Ich finde z.B., daß man jetzt besser fühlen kann, ob die Dämpfer gleich stramm eingestellt sind (Halbgang). Achsen reinigen dachte ich noch...
 
L
Leberwurst
Guest
Hier hast du einen Faden:

roter-faden.jpg

Und vergiss nicht, daß du das Gespräch mit mir beendet hast. Nur für negative Bemerkungen kannste dir die Mühe sparen. Die Frage dürfte durchaus auch für Peter interessant sein.
 
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