Ravel, Miroirs: Noctuelles und Oiseaux tristes

Dieses Thema im Forum "Einspielungen unserer Forum-Mitglieder" wurde erstellt von Stilblüte, 2. Apr. 2018.

  1. Stilblüte
    Offline

    Stilblüte Super-Moderator Mod

    Beiträge:
    9.551
    Wil, Marlene, PianoLove und 10 anderen gefällt das.
  2. Stilblüte
    Offline

    Stilblüte Super-Moderator Mod

    Beiträge:
    9.551
    PS - auf eine Weise sind die Noctuelles das schwierigste der fünf Stücke. Die wirklich sehr schnellen Repetitionen in Alborada sind zwar auch nicht so ohne, vor allem, weil ich leider kaum Instrumente gefunden habe, die das ordentlich mitmachen. Die Noctuelles aber haben einen echt "gemeinen" Anfang. Er ist leise, schnell, polyrhythmisch und auch sonst rhythmisch-strukturell ungewöhnlich, hat ein paar Doppelgriffe und fängt aus dem Nichts bei 100% an. Sehr "aufregend" zu spielen. Die einzige Möglichkeit für mich, das gut vorzuspielen, war und ist, es oft vorzuspielen... ;-) Inzwischen fühle ich mich einigermaßen sicher.
     
  3. mick
    Offline

    mick

    Beiträge:
    10.089
    Das liegt vielleicht auch daran, dass die Noctuelles in jeglicher Hinsicht das "modernste" Stück der Miroirs sind. Die übrigen Stücke des Zyklus' sind konventioneller, deshalb kann man dort eher auf bekannte Muster zurückgreifen.

    Das genau ist der Punkt. Aber ich finde deine Einspielung auch jetzt schon sehr, sehr gut. Das ist absolut konzertreif! :herz:
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Apr. 2018
    Peter gefällt das.
  4. Stilblüte
    Offline

    Stilblüte Super-Moderator Mod

    Beiträge:
    9.551
    Na da bin ich ja beruhigt, denn ich hab's auch schon mehrfach im Konzert gespielt... :lol: Aber ich weiß schon, wie du es meinst :-)

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, empfand Ravel glaube ich die Oiseaux tristes als seine modernste Komposition - irgendsoetwas hat ein Musikwissenschaftler bei der Moderation bei einem Hochschulkonzert gesagt. Die Noctuelles sind vor allem Metrisch und Rhythmisch fortschrittlich, so viele Taktwechsel kenne ich sonst selten bei Ravel (wobei auch die barque rhythmisch kompliziert ist, aber aus einem anderen Grund). Harmonisch klingt es zwar fortschrittlich, aber mein bescheidenes Musiktheorieverständnis sagt mir, dass das trotzdem ganz "normale" Kadenzen sind - nur etwas verfremdet :-D Dazu wirst du aber mehr wissen.

    Am blödesten auswendig zu lernen fand ich übrigens den letzten Satz. Vermutlich, weil er technisch relativ leicht ist; ähnlich wie die Fuge aus dem Tombeau. Wenn man die Noctuelles oder die barque lang genug geübt hat, fällt das Auswendiglernen etwas leichter. Obwohl auch das für mich natürlich mehr Arbeit war als bei einem Chopin-Walzer.
     
  5. Rudl
    Offline

    Rudl

    Beiträge:
    3.351
    Da der Arbeitsaufwand bei einem Chopinwalzer gegen Null geht, und die Multiplikation mit Null ebenfalls null ergibt, dürfte der Arbeitsaufwand doch nicht so hoch gewesen sein?!
     
  6. Fips7
    Offline

    Fips7

    Beiträge:
    3.592
    Wow! Toll gespielt!