Psalm 96 f. gem. Chor SATB

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pjheinrich

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Hallo liebe Clavios,

jetzt liegt's doch schon länger zurück, dass ich etwas hier geposted habe, aber nachdem ich neulich mal eine Chorpartitur [1] fertiggestellt habe, wollte ich diese euch nicht vorenthalten. Es handelt sich dabei um eine Vertonung des Psalm 96 (Textgrundlage ist eine, zum Teil bearbeitete, Einheitsübersetzung der Hl. Schrift).

Ich habe bei der Ausarbeitung des Stückes diesmal mehr von klanglichen "Effekten" leiten lassen, als von (strengen) satztechnischen Verpflichtungen. Überdies ist der Klangcharakter des Stückes etwas "mehr zeitgemäß" (der Mittelteil vielleicht weniger ;) ) als bei bisherigen Stücken von mir.

Über Rückmeldungen eurerseits wäre ich dankbar; z.B. ob oder wie euch dies Vertonung gefällt, was man besser machen könnte etc. Nachdem ich ja nachwievor ein Lernender bin - was wohl nie endet - freue ich mich dementsprechend über eure Antworten!

[1]: http://peterjoachimheinrich.at/files/psalm96-chorpartitur.pdf
[2]: http://peterjoachimheinrich.at/files/psalm96-fuermidi.mp3

P.S.: [2] verweist auf eine (sehr hässliche!) midi-"Aufnahme" (leider im mp3-Format), die mir als "Abhörgrundlage" der Partitur diente und weniger den "Psalm 96" wiedergibt. (z.B. würde die Einleitung mit viel mehr "Fluss" gesungen werden müssen ...)

P.P.S.: der Teil ab T40 soll eine Art "Psalmgesang" in der Liturgie darstellen, wobei die kleine Sopran-Gruppe den Vorsänger und die Bass-Gruppe das Volk "imitiert"
 
rolf

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das allegretto scheint von Bernsteins Westsidestory beeinflußt;-)
...später wird es etwas sehr (pardon) lightjazz-pastoral
 
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pjheinrich

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... ah, du meinst wegen des "Zwiefachers"? ;)

... naja, eine Art "neues Lied" halt :)
 
Rheinkultur

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das allegretto scheint von Bernsteins Westsidestory beeinflußt;-)
...später wird es etwas sehr (pardon) lightjazz-pastoral
"I wanna be in America" lässt an dieser Stelle grüßen, die einen Wechselakzent, aber keinen Zwiefacher hörbar macht: 2x3 und 3x2 Achtel wechseln sich ab. Wer sich im NGL-Bereich auskennt, denkt an "Herr, in Deine Hände" aus Gregor Linßens "Lied vom Licht". Habe den Titel gemeinsam mit dem Komponisten musiziert, der bei der Bandprobe auf diese Gemeinsamkeit ausdrücklich hingewiesen hat. Linßen verdanken wir beispielsweise das Weltjugendtagslied 2005 "Venimus Adorare Eum":


Leider ist in allen aufgerufenen Videos mit dem genannten Titel diese rhythmische Vorgabe falsch umgesetzt und die musikalische Qualität miserabel, so dass ich keine Interpretation zum Anschauen oder Anhören verlinken kann. Natürlich ist die Harmonik und Melodik gänzlich anders angelegt - sicherlich eine interessante Aufgabe für ambitioniert eingestellte Kantoreien und Konzertchöre, die genügend intonationssichere Chormitglieder für Teilungen bis zur Achtstimmigkeit aufbieten können.

LG von Rheinkultur
 
3tonus

3tonus

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Hallo pjheinrich,
danke fürs Teilen Deiner Komposition! Ich singe in mehreren Chören und fand die Meldie besonders vom Allegretto und vom Andante schön. Sehr eingängig-rhythmisch und den Aufbau mit den verschiedenen Teilen interessant, und Tempo I schön "majestätisch".
Wenn ich mir nun vorstelle, das mit einem Chor zu proben, muss ich noch hinzufügen: Ich finde die häufigen Wechsel des Metrums problematisch, z.B. zu Beginn der Allegretta hat fast jeder Takt über zwei Seiten hinweg eine andere Vorgabe, wobei die ersten "neues Lied"-Takte im 3/4 sich bestimmt auch sinnvoll im 6/8-Takt notieren ließen - dann würde es weniger kompliziert aussehen :heilig:.

Und was ist in T 54 "wieder egal"? :-D

Auf jeden Fall ein super Ding :ballon:
 
rolf

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z.B. zu Beginn der Allegretta hat fast jeder Takt über zwei Seiten hinweg eine andere Vorgabe, wobei die ersten "neues Lied"-Takte im 3/4 sich bestimmt auch sinnvoll im 6/8-Takt notieren ließen - dann würde es weniger kompliziert aussehen :heilig:.
(liest du nicht mit?) der lateinam. Huapango-Rhythmus (Hemiolenrhythmus) wird aber als Wechsel zw. 6/8 und 3/4 notiert ;-) Rheinkultur hat doch das bekannteste Beispiel dafür genannt, hat jeder im Ohr (i wanna be in America)
 
3tonus

3tonus

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Ja klar, aber wie nimmt man einem guten aber schüchternen Kirchenchor die Angst vor so einer Notation? ;-)
 
Lisztomanie

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Ja klar, aber wie nimmt man einem guten aber schüchternen Kirchenchor die Angst vor so einer Notation? ;-)
Ein anständiger Chor hat keine Angst vor sowas, denn:

Zitat von Psalm 18:
[...] Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren. [...] Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich und zog mich aus großen Wassern. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren; sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks; aber der HERR ward meine Zuversicht. Er führte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände. Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott. [...] Der HERR lebt! Gelobt sei mein Fels! Der Gott meines Heils sei hoch erhoben, der Gott, der mir Vergeltung schafft und zwingt die Völker unter mich, der mich errettet von meinen Feinden. / Du erhöhst mich über die, die sich gegen mich erheben; du hilfst mir von den Frevlern. Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, der seinem Könige großes Heil gibt / und Gnade erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Hause ewiglich.
:heilig::heilig::heilig:

:-D;-):-D

Und übrigens: Das Stück hier ist allgemein noch "harmlos" für einen Chor, da gibt es Werke, vor denen man viiiieeeeellll mehr "Angst" haben könnte....^^ :teufel:

Herzliche Grüße

Dein Lisztomanie
 
Rheinkultur

Rheinkultur

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ganz einfach: statt ihn weihrauchgesättigt vom Paradies :heilig: psalmodieren zu lassen, lässt man ihn ein paar Takte Bernsteins i wanna be in America gröhlen :-)
Diese Verfahrensweise ist hilfreich und wird in der Tat immer wieder mal zum Einsatz gebracht - notfalls mit la-la-la oder anderen erfundenen Silben. Selbst rhythmisch unsichere Gesangvereine kommen so auf Linie. Ein wenig über den Tellerrand hinausschauen und allgemeinverständliche Hilfen anbieten sollte ein Dirigent oder Kantor schon können, dann klappt's auch mit Huapango & Co.!
Übrigens gab's auch mal hierzulande so rhythmische Folgen im Dreiermetrum mit Wechselakzent (natürlich lateinamerikanisch inspiririert!):


Aber wie jetzt die Kurve kriegen vom "Lipsi Nummer Eins" zum neuen Lied für den Herrn?

LG von Rheinkultur
 
 

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