Problemschüler, 9 Jahre


hasenbein
hasenbein
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Übrigens erinnert mich die Bezeichnung "Problemschüler" stark an "Problembär". (Wer erinnert sich noch an den Problembären, der vor ein paar Jahren durch die Medien geisterte und schließlich dran glauben mußte?)

Wikipedia informiert uns, daß der Problembär in der Risikoeinschätzung über dem Unauffälligen Bär steht, aber unter dem Risikobär: Problembär

Vielleicht sollte man bei Schülern ein ebensolches Rating einführen? "Frau Hallmackenreuther, Ihrem Sohn Ben droht die Herabstufung zum Risikoschüler..."

LG,
Hasenbein
 
S
schmickus
Guest
Angesichts von Herrn Hallmackenreuther kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine Frau Hallmackenreuther geben könnte ... Von wem ist dann Ben?
 
T
tornado12
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Und außerdem ist beispielsweise der Begriff "Selbstwertgefühl" auch oft irreführend. Denn eigentlich bedeutet er, daß eine Person ein Gefühl für seinen Selbstwert hat, soll heißen, daß ein Angeber in den wenigsten Fällen ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl hat und umgekehrt jemand, der sehr zurückhaltend ist, wenig Selbstwertgefühl hat. Angemessenes Selbstwertgefühl ist zum Beispiel bei Kindern ein Zeichen für Schulreife. Deswegen irren sich diejenigen, die meinen, durch Vorschulprogramme oder vorzeitiges Üben von Rechenaufgaben oder irgendwelchem intellektuellem Kram ein Kind auf Schulreife zu trimmen. Wenn dann so ein armer Schlumpf in der Schule mal angepustet wird, bricht er gleich in Tränen aus und dann ist das ganze intellektuelle Wissen wertlos.

Stimmt nicht! Als ich in eingeschult wurde, konnte ich lesen, schreiben (auf Deutsch und Russisch)
rechnen mit allen vier Grundrechenarten (bis 1000). Das habe ich nur mithilfe meiner Mutter (bei Deutsch
indirekt, lesen hab ich mir selbst beigebracht (da ich Russisch lesen konnte)) und meiner Oma (die mir
Rechnen beigebracht hat) schaffen können. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mehr als zwei- oder
dreimal in der Schule geweint habe.
 
Leoniesophie
Leoniesophie
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Schön für Dich, tornado! :)

Lies dir aber bitte nochmal meinen von dir zitierten Beitrag durch, dann können wir darüber diskutieren.

LG
Leonie
 
Viola
Viola
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Leonie, ich glaube dass ich vielleicht weiß, was Du "eigentlich" gemeint haben könntest. Aber es ist sehr unpräzise formuliert, nicht schlimm, passiert eben, mir auch. Man will etwas sagen aber es fehlt einem das schriftstellerische Umsetzungsvermögen. Aber auch das ist nicht schlimm.

Allerdings muss man sich dann nicht wundern, wenn man munter aneinander vorbei schreibt. Ich finde, tornado hat auf seine Art Deine Schreibe ganz richtig verstanden, so wie Du es eben formuliert hast und darauf ganz richtig geantwortet. Nur was Du EIGENTLICH schreiben wolltest (oder was ich meine, was Du "eigentlich" schreiben wolltest) ist nicht für alle gleichermaßen rüber gekommen.

Ich finde, tornado hat unbedingt recht mit seiner Beschreibung und enttarnt Dein Post als Allgemeinplatz, der (selbstverständlich) nicht wissenschaftlich fundiert ist.

Wahrscheinlich hast Du gemeint, dass Eltern und Erzieher schon die kleinsten Kinder so stark intellektuell fordern, dass dabei emotionale Fähigkeiten nicht adäquat entwicktelt werden oder sogar Dinge wie "Selbstwertgefühl" oder Selbstbewusstsein (uvm) zerstört werden.

Ich glaube auch, dass man Menschen (nicht nur Kinder) durch permanente Angriffe im Innersten ihres Kerns verunsichern oder sogar zerstören kann - "schlechte" Pädagogen zB schaden gewissen Kindern (nicht allen!!!) und zerstören einiges. "Schlechte" Eltern ebenso.

Obiges Video (5 Minuten) zeigt aber auch das Gegenteil, wie beharrliche Eltern über Jahre einen anstrengenden, teuren aussichtslos erscheinenden Weg gehen - nicht weil sie an irgend etwas glauben, sondern weil sie einfach das für richtig halten. Dass sie in dieser Form für ihren Weg belohnt wurden stand dabei gar nicht auf "der Rechnung". Sie wollten auch nichts richtig oder falsch machen, sie haben einfach alles aus Liebe getan. Sie wären auch zu frieden gewesen, wenn ihre Tochter einfach so viele Glücksmomente wie möglich erlebt hätte. Mehr wollten sie ihr gar nicht schenken.
 
Viola
Viola
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Welche besondere "Gabe" soll man denn in diesem (durchaus anrührenden) Video erkennen können?

Vielleicht das hier: die Lebensfreude behalten trotz der widrigen Umstände? Und diese Lebensfreude mit anderen teilen können?

Oder das hier: sein Schicksal zu tragen und zu ertragen und das Beste daraus zu machen?
Oder: seinen Weg unbeirrt weiter zu gehen und andere daran teil haben zu lassen, obwohl das wahnsinnig schiwierig ist?


Ich meine, wenn Du 30 Minuten für 5 Wörter brauchst um Dich mit zu teilen, könnte man doch einfach verzweifeln und aufgeben, oder? Die Gabe ist, dass sie NICHT aufgibt!

Also ich weiß nicht, wie es anderen geht, ich finde das absolut vorbildlich und großartig!

Wie oft habe ich schon bei viel kleineren Widerständen, die mir das Leben vor die Füße knallte, aufgegeben!!!
Und dieser Mensch quält sich durch die Widerstände hinducht (genau wie die Eltern im übrigen) und bezieht daraus noch Lebensfreude!!
 
 

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