Probleme mit Telemanns Fantasie in D-Dur

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xLacrimosax3

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Hallo Miteinander ich hoffe, dass ich hier mit dem Problem richtig bin.
Ich möchte Telemanns 36 Fantasien fürs Cembalo lernen und übe sowohl auf dem Cembalo als auch am Klavier, jedoch scheitere ich durchgängig an der ersten Fantasie bei den schnellen Triolen. Einmal an den Triolen in Takt 19 und in Takt 53. Orientieren tue ich mich an dieser Interpretation:
Im langsamen Tempo funktioniert es sehr gut, sodass ich alles flüssig spielen kann. Wenn ich es aber im Tempo wie im Video versuche funktioniert alles im gleichen Tempo nur nicht bei den beiden Takten. Es klingt dann sehr verhaspelt und ungenau. Ich mache es so, dass ich beide Hände, speziell diese Takte, getrennt übe, dann langsam zusammen auch jeweils 10-15 mal. Wenn ich es dann versuche ganz zu spielen, funktioniert es aber nicht.
Habt ihr Tipps oder Vorschläge? Einen Lehrer habe ich leider nicht.
 
Habt ihr Tipps oder Vorschläge? Einen Lehrer habe ich leider nicht.
Ja, such dir einen Lehrer. Warum das bei dir nicht funktioniert, kann aus der Ferne leider niemand beantworten.

Hinzu kommt, dass man sowas auf dem Klavier gänzlich anders spielen muss als auf dem Cembalo - man wird nicht nur anders artikulieren, sondern auch andere Fingersätze nehmen müssen. Das parallel zu üben kann nur dann klappen, wenn man bereits über sehr viel Erfahrung und Spielpraxis auf beiden Instrumenten verfügt. Dann aber stellt man längst keine Fragen dieser Art mehr...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicherlich werden hier noch Vorschläge zur Übetechnik kommen. Nur für den Fall, dass alles nicht zum Erfolg führt empfehle ich eine Vereinfachung dadurch, die Triolen nur mit der rechten Hand zu spielen und mit der linken jeweils die erste Triolennote als Achtel wie im Takt zuvor weiter zu führen. Lieber einfacher und sauber als "verhaspelt und ungenau".
 
Welchen Fingersatz nimmst Du? Und dann ist natürlich die Frage, ob das genau dieses Tempo haben muss. Ich finde es tatsächlich eher Obergrenze. Vielleicht hilft es auch, etwas weniger streng und kapriziöser und verspielter zu denken. Das ist einfach jetzt schwer ohne wenigstens ein Video von dir zu sehen.
 
@xLacrimosax3 , versuch mal nur mit den Fingern 2,3,4 in beiden Händen zu spielen.
Zunächst legst Du beide Hände als Cluster auf die drei Töne und übst, die Hände schnell auf die nächste Figur zu legen, Du spielst also die fünf Cluster hintereinander. Am Anfang klappt das vielleicht nicht so gut, dann erkennst Du direkt das Problem: Deine Hände sind zu langsam, nicht die Finger.
Wenn das gut klappt, spielst Du wie notiert und machst Dir keine Gedanken über die Gleichmäßigkeit der Finger, das stellt sich nämlich von alleine her, wenn Deine Ohren aufmerksam sind. Es wäre falsch, auf aktives Fingerspiel zu achten, stell Dir die Triolen zunächst wie geschmiert vor, achtest aber auf punktgenaues Wechseln zur nächsten Gruppe. Wichtig ist zunächst also das erste der Triolensechzehntel.
Du rollst über die Triolen hinweg. Starrheit wäre extrem kontraproduktiv.
 
Vielen Dank für eure Hilfe und Empfehlungen.
Ich habe das Spieltempo des Stückes reduziert und den von @Tastatula empfohlenen Fingersatz ausprobiert und es funktioniert viel viel besser, danke! Jedoch spiele ich mit der linken Hand es mit 4,3 und 2.
 
Vielen Dank für eure Hilfe und Empfehlungen.
Ich habe das Spieltempo des Stückes reduziert und den von @Tastatula empfohlenen Fingersatz ausprobiert und es funktioniert viel viel besser, danke! Jedoch spiele ich mit der linken Hand es mit 4,3 und 2.
Warum nicht z. B. mit 1,5, 4? Wer seinen Hanon auf die wohlgemerkt richtige Weise geübt hat, (https://www.clavio.de/media/hanon-speziell-aufbereitet-png.13103/ )
kann das mit jedwedem Fingersatz spielen
 
spiele ich mit der linken Hand es mit 4,3 und 2.
hihi, das meinte ich auch, anders wäre ja ziemlich mies. Ich meinte nur, dass man ausschliesslich mit 2,3,4 spielt, in beiden Händen. Bei der Symmetrie der Hände ergibt sich, dass links die Folge 4,3,2 ergibt :-)

Wer seinen Hanon auf die wohlgemerkt richtige Weise geübt hat, (https://www.clavio.de/media/hanon-speziell-aufbereitet-png.13103/ )
kann das mit jedwedem Fingersatz spielen
es geht natürlich nicht nur darum, womit man es spielen kann, sondern auch, welcher Fingersatz der Musik am meisten dienlich ist.
Ein Fingersatz, der zum Einen das Spielgefühl angenehm gestaltet und mehr noch die musikalische Folge sinnvoll betont, ist das, wonach man suchen sollte. Wozu durchaus auch gehört, wann man neu ansetzt, wie in diesem Beispiel schön zu sehen ist.
 
4-3-2 bzw. 2-3-4 ist auf dem Cembalo gut, wo man tatsächlich mehr oder weniger mit dem letzten Fingerglied spielt. Auf dem Klavier würde ich eher 3-2-1 bzw. 1-2-3 nehmen.

Wegen der Unterschiede in der Spieltechnik der Instrumente ist es für Anfänger sehr kontraproduktiv, das parallel zu üben.
 
Da wäre jetzt Daumen auf den Obertasten nicht meine erste Wahl.
 

Das sehe ich auch so. Allerdings hängt es von den Händen ab. Sind sie klein und wendig, kann auch das sehr gut funktionieren.
Letztlich muss jeder schauen, was am Bequemsten ist.
Wer klingt, hat Recht :-)
 

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