Preis für Klavierstunde

Ja, das wird mittlerweile immer schlimmer!

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Das Zettelchen ist aus den 80ern, oder? Allein der Champagnerpreis scheint relativ stabil geblieben..... :lol:
 
Mein Fazit aus der Diskussion: Klavierlehrer sind absolut überbezahlt und gehören zu den Besserverdienenden.
 
Ich habe lange Zeit 40 Euro pro Stunde (60min) bezahlt bei 14tätigem Rhythmus. Das war damals ausgemacht als "Studententarif", den ich großzügigerweise auch noch lange später nutzen durfte. Irgendwann hat es mir aber gereicht und ich habe meinem Klavierlehrer den regulären Tarif von 50 Euro aufgenötigt.

lg marcus
 
Ich zahle 58 Euro für 45 min. Es gibt 10er Karten mit 10% Rabatt (auch 5er, 15er... ihr versteht das Prinzip).

Wir vereinbaren immer die nächste Stunde, meist wöchentlich. Diese Flexibilität brauche ich wegen meines Jobs. Unterm Strich ist das für mich günstiger als ein Monatstarif, bei dem dann meinerseits die Hälfte ausfällt. Ich kann sogar in den Ferien meine Tochter mitbringen (die bei einer anderen Lehrerin lernt), dann haben wir zusammen gespielt oder sie hat Musikraetsel gelöst, die die KL ihr vorbereitet hatte.

Außerdem ist die KL wirklich super. Die Stunden sind perfekt vorbereitet, sie macht nicht irgendwas sondern beobachtet mich, weiß was mir gefällt, hat unendlich Literatur, und schlägt vor, was ich aus ihrer Sicht brauche. (Wenn ich das dann nicht will, ist es auch ok. Kam aber noch nicht vor.)

Sie hat eine PC Datenbank, in der sie sich Notizen zu den Stunden macht. Sie lässt zwischen den Schülern 15-30 min Puffer. So kann man bei Bedarf auch mal etwas überziehen oder sie pflegt ihre Datei, bereitet sich auf den nächsten vor. Es gibt ein Klavier, einen Flügel, ein E-Piano (an dem sie manchmal zwischendrin kurz was vorspielt und ich glaube sie nutzt es auch für Online Unterrichte). Sie hat die "Lizenz zum Noten drucken" ich müsste also eigentlich kein einziges Notenblatt kaufen, wenn ich nicht wollte.

Und vor allem: Ich bin nach dem Unterricht immer total gut gelaunt.

Ich hatte ja nach flexiblem Unterricht gesucht und habe aufgrund des Preises lange gezögert - dann aber 5 (bis auf die erste) bezahlte Probestunden genommen.
Und ihre Leistung hat mich absolut überzeugt.

Der erste Klavierlehrer meiner Tochter, private Musikschule, ein Klavierstudent höheren Semesters mit "Pädagogikmodul" dagegen hat es fast geschafft, ihr das Spielen zu verleiden. Es war unfassbar langweilig und mit einem Kind konnte er offenbar gar nix anfangen. Da hätte ich die 102 Euro monatlich für 30 min auch aus dem Fenster werfen können. Das war viel Geld für Null Effekt.
 
Ich zahle 120 für wöchentlich 45 Minuten.
In den Ferien wird ab und an unterrichtet.
 

Auf den ersten Blick ist ein Stundenlohn von 76,60 € üppig. Wenn man aber die Kosten, die der Betrieb einer Physiotherapie-Praxis erfordert, gegenrechnet, wirst du feststellen dass davon nicht viel übrig bleibt.
"Etwas besser" habe ich geschrieben. "Üppig" definiere ich anders.

Auch ein Hausarzt braucht übrigens eine Praxis. Die dürfte in der Regel teurer sein als eine Praxis für Physiotherapie.

Und (zumindest der selbständige) Handwerker braucht eine Werkstatt, Maschinen, Werkzeug, Lagerhalle(n) ...
Die Physiotherapeuten haben in den letzten Jahren eine Preissteigerung von ca 25% erhalten. Warum? Weil sie jahrzehntelang für Appel@Ei arbeiten durften und das Berufsbild somit unattraktiv wurde. Wir haben Nachwuchsmangel - vornehmlich aus diesem Grund.
Nachwuchsmangel gibt es in nahezu allen anderen Branchen auch, durchaus auch dort, wo ordentlich verdient wird. Das ist eher bzw. auch ein demographisches Problem und ein Problem der Interessenverlagerung der Berufsanfänger (Studium).
 

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