Positionierung eines 195-cm-Flügels im Raum


Kref
Kref
Dabei seit
6. Dez. 2017
Beiträge
207
Reaktionen
290
:idee:Ein Teppich unterm Flügel wäre auch hilfreich.
Ja, weiß ich. Aber ehrlich gesacht: Ich mag keine Teppiche. Textilien insgesamt sind mir in Räumen nicht besonders lieb, ich hab eine Hausstaubmilbenallergie. Vorhänge würde ich noch „hinnehmen“, Teppiche eher nicht. außerdem haben die die unschöne eigenschaft, dass der Holzboden nach ein oder zwei Jahren so starke Farbveränderungen zeigt, dass man den Teppich dann auch nie wieder wegnehmen kann.

Das Bücherregal ist wohl ein guter Anfang. Es müsste noch gefüllt werden, und damit es als Diffusor wirkt, sollten die Rücken der Bücher keine Ebene bilden.

Bei den Schallabsorbern ist (soweit ich weiß, bin kein Profi) die Gesamtfläche wichtiger als die exakte Positionierung.
An die Decke kann man ein paar weiße oder creme-farbene Absorber hängen (100x50x8 cm), falls es die Raumhöhe zulässt. An der Wand kann man sie auch zur Raumgestaltung nützen. Es gibt Absorber mit aufgedruckten Motiven, auch kontinuierliche über mehrere Absorber hinweg. Geschmackssache...

Teppiche wären eine zusätzliche Option.

Eventuell kann man auch mit einer Intonation etwas erreichen.

Das Regal ist voll. Abgesehen von einem Fach oben Mitte, wo ich ein paar alte analoge Fotoaparate stehen habe (falls hier noch andere Irre unterwegs sind, die ihre Freizeit nicht nur vor dem Klavier sondern auch vor dem Vergrößerer und den Chemikalienschälchen der Dunkelkammer verbringen: Rolleiflex 3.5, Hasselblad 501, Nikon F und F2, alle natürlich in besten Gebrauchszustand).


Ich habe damals von Hofa auch ein Viererfeld mit den Diffusoren-Einsätzen gekauft, das früher auf deren Anraten hin über dem Flügel hing. Habe nie verstanden, warum, das Teil ist eh so gut wie immer zu, da wäre es wahrscheinlich besser gewesen, sie hätten drunter gelegen, wo der Schall dann tatsächlich am ehesten direkt vom resonanzboden abstrahlt. Das könnte ich in der Tat mal probieren.

Mal schauen.
 
Sven
Sven
Dabei seit
31. Mai 2015
Beiträge
1.850
Reaktionen
1.165
Ja, weiß ich. Aber ehrlich gesacht: Ich mag keine Teppiche. Textilien insgesamt sind mir in Räumen nicht besonders lieb, ich hab eine Hausstaubmilbenallergie. Vorhänge würde ich noch „hinnehmen“, Teppiche eher nicht. außerdem haben die die unschöne eigenschaft, dass der Holzboden nach ein oder zwei Jahren so starke Farbveränderungen zeigt, dass man den Teppich dann auch nie wieder wegnehmen kann.

Klingt wie: Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

Du möchtest nunmal einen Raum akustisch optimieren, das geht nicht ohne "Textilien". Alles hat einen Preis.

Wichtige Grundregel: Von zwei gegenüberliegenden Flächen sollten nicht beide den Schall reflektieren. Es genügt aber, wenn eine gedämpft wird. Sonst kann der Raum auch leicht zu tot werden.

Daraus folgt: Teppich auf den Boden oder akustisch äquivalentes an die Decke.
Und entweder Vorhänge vor der Fensterfront oder die gegenüberliegende Wand entsprechend gedämpft mit Teppich, Bücherregal oder Akustikelementen.

Wenn der Raum nicht klingen soll wie ein Klo, darf er auch nicht eingerichtet sein wie ein Klo.
 
F
Flieger
Dabei seit
17. Okt. 2021
Beiträge
121
Reaktionen
29
Ah, die schwarzen ... Türen? Abdeckungen? habe ich für Leere gehalten.
Grundsätzlich gilt, dass raue Flächen (= mehrere cm hohe Unregelmäßigkeiten, wir wollen ja nicht nur die ganz hohen Frequenzen beeinflussen...) besser als glatte Flächen sind. Ich traue mich jetzt aber nicht, eine Ferndiagnose über die akustischen Eigenschaften dieser Regaltüren zu machen.

Dieses Viererfeld unter den Flügel zu legen ist sicher einen Versuch wert.

Ich erkenne auch nicht den Sinn, etwas direkt über den Flügel zu hängen. Der geöffnete Deckel reflektiert den Schall von "Richtung Decke" nach "Richtung Zimmer". Da ist der Absorber / Diffusor an einer anderen Stelle sinnvoller. Mit geschlossenem Deckel spiele ich ungern, da schluckt er zu viel. Ich nehme an, du hast keine Deckelstütze mit 2 Positionen?
 
Tastatula
Tastatula
Super-Moderator
Mod
Dabei seit
21. Juni 2018
Beiträge
1.351
Reaktionen
2.735
Sieht gut aus!
 
Kref
Kref
Dabei seit
6. Dez. 2017
Beiträge
207
Reaktionen
290
Klingt wie: Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

Du möchtest nunmal einen Raum akustisch optimieren, das geht nicht ohne "Textilien". Alles hat einen Preis.

Wichtige Grundregel: Von zwei gegenüberliegenden Flächen sollten nicht beide den Schall reflektieren. Es genügt aber, wenn eine gedämpft wird. Sonst kann der Raum auch leicht zu tot werden.

Daraus folgt: Teppich auf den Boden oder akustisch äquivalentes an die Decke.
Und entweder Vorhänge vor der Fensterfront oder die gegenüberliegende Wand entsprechend gedämpft mit Teppich, Bücherregal oder Akustikelementen.

Wenn der Raum nicht klingen soll wie ein Klo, darf er auch nicht eingerichtet sein wie ein Klo.
Das klingt nicht wie wasch mich, aber mach mich nicht nass. ich sagte ja bereits, dass Vorhänge reinkommen, dass ein Teppich aber nicht in Frage kommt und daher andere Alternativen nötig wären. Wasch mich, aber mach mich nicht nass wäre: „Ich will keinen Teppich, keine Vorhänge und auch keine Akustikelemente. Was kann ich noch machen?“ Beim Ausschluss nur einer Option, sollte schon noch genug sonstiges übrigbleiben.

Also werde ich wohl sehen müssen, dass ich ein paar Akustikelemente unter die Decke bekomme und ein paar gegenüber vom Klavier an die lange Wand über dem Sofa und einen Vorhang ans Fenster. Das Regal ist ja eher Diffusor als Absorber.

Ah, die schwarzen ... Türen? Abdeckungen? habe ich für Leere gehalten.
in der Tat maximal ungünstige Glasschiebetüren. Kann man aber nichts dran machen. In den anderen Fächern ist vor allem Papier.
 
T
Tastensucher
Dabei seit
13. Aug. 2008
Beiträge
301
Reaktionen
216
Ich würde Option 2 wählen, weil die Zuhörerschaft nicht direkt im Schalltrichter sitzt. So ein 195-er Flügel kann recht laut werden. Den Winkel zur Wand vielleicht noch etwas erhöhen.
 
B
beniluzern
Dabei seit
18. Juli 2021
Beiträge
1
Reaktionen
1
Wahrscheinlich steht der Flügel inzwischen ja schon, aber ich würde Variante 2 vorziehen. Es wirkt wohnlicher, der Flügel kommt besser zur Geltung, Du hättest den Blick nach draußen und er wäre vor eventueller Sonneneinstrahlung geschützt.
 
C
ChristianN
Dabei seit
9. Mai 2021
Beiträge
82
Reaktionen
96
Was wie man sieht bereits drinsteht sind die roten Bassfallen von Hofa in drei der Ecken.
Ich habe seit heute meinen neuen Model A und bin kurz vorm Gehörsturz.

Was hat es mit den Bassfallen auf sich ?

Klar, der Name lässt vermuten, dass Sie die Bässe absorbieren (sollen). Aber was ist die akustische Wirkung ? Wie hört sich das mit und ohne an ?

Bekommt man damit die Lautstärke insgesamt auch runter ?

Ich bin leicht panisch mit dem Instrument, weil so wie das im Moment klingt geht das unmöglich einfach von der absoluten Lautstärke...

Was haben Deine sonstigen Maßnahmen gebracht ?
 
F
Flieger
Dabei seit
17. Okt. 2021
Beiträge
121
Reaktionen
29
Grundsätzlich gilt: Was einen tiefen Ton absorbiert, absorbiert auch einen hohen Ton, aber nicht umgekehrt.

Bassfallen kommen üblicherweise in Raumecken. Schallabsorber (die den Bass nur teilweise, dafür verstärkt Mittel- und Hochlagen absorbieren) werden hingegen auf glatten Wänden bzw. an der Decke montiert. Nur Bassfallen aufstellen ist normalerweise nicht zielführend, bzw. nicht effizient.

Du kannst einmal probieren, Matratzen an die Wände zu lehnen (dort wo sie frei sind und daher am ehesten Schall reflektieren). Wenn das hilft: Schallabsorber kaufen und dort montieren.
 
 

Top Bottom