Petition gegen Schließung der Sammlung alter Musikinstrumente in der Neuen Burg Wien

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Klimperline

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"Seit Jahresbeginn herrschen Aufregung und Unsicherheit betreffend das Schicksal der Sammlung alter Musikinstrumente (SAM) in der Neuen Burg in Wien. Die 1993 nach Renovierung wieder eröffnete Musikinstrumenten-Ausstellung, die jährlich von rund 80.000 BesucherInnen besichtigt wird, soll weitgehend aus den Räumlichkeiten der Bel Étage der Neuen Burg verschwinden. Laut KHM-Museumsverband, dem die SAM angehört, solle mit dieser kostspieligen Räumungsaktion dem zukünftigen Haus der Geschichte (HGÖ) Platz gemacht werden."

So beginnt die nähere Erklärung zu einer Petition, die ihr hier komplett nachlesen könnt:

https://www.change.org/p/bundespräsident-der-republik-österreich-dr-heinz-fischer-in-der-wiener-hofburg-droht-der-sammlung-alter-musikinstrumente-das-aus-stimmen-sie-für-den-erhalt-dieser-international-renommierten-ausstellung?recruiter=243013756&utm_campaign=signature_receipt_fb_dialog&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition

Ich habe bereits unterschrieben und hoffe, dass die Sammlung im Juni noch zugängig ist.
 
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Destenay

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"Seit Jahresbeginn herrschen Aufregung und Unsicherheit betreffend das Schicksal der Sammlung alter Musikinstrumente (SAM) in der Neuen Burg in Wien. Die 1993 nach Renovierung wieder eröffnete Musikinstrumenten-Ausstellung, die jährlich von rund 80.000 BesucherInnen besichtigt wird, soll weitgehend aus den Räumlichkeiten der Bel Étage der Neuen Burg verschwinden. Laut KHM-Museumsverband, dem die SAM angehört, solle mit dieser kostspieligen Räumungsaktion dem zukünftigen Haus der Geschichte (HGÖ) Platz gemacht werden."

So beginnt die nähere Erklärung zu einer Petition, die ihr hier komplett nachlesen könnt:

https://www.change.org/p/bundespräsident-der-republik-österreich-dr-heinz-fischer-in-der-wiener-hofburg-droht-der-sammlung-alter-musikinstrumente-das-aus-stimmen-sie-für-den-erhalt-dieser-international-renommierten-ausstellung?recruiter=243013756&utm_campaign=signature_receipt_fb_dialog&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition

Ich habe bereits unterschrieben und hoffe, dass ich die Sammlung im Juni noch zugängig ist.
Danke für diese Information, sehr traurig! Ich habe diesen Bericht soeben einflussreichen Persönlichkeiten geschickt.
 
Drahtkommode

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Ehrlich gesagt wundert's mich nicht, dass betreffs der hochattraktiven Museumsräume in der Hofburg, in denen die Sammlung derzeit untergebracht ist, Begehrlichkeiten bestehen. Wenn man mal die Besucherzahlen anderer Wiener Museen ansieht, sind 80.000 Besucher im Jahr nicht viel:

7784-d18358edb2ccf169f1671e29ec392829.jpg

Das Problem ist einfach, dass es kein Museum für eine breite Allgemeinheit, sondern Spezialinteresse ist. Unterschrieben hab ich natürlich trotzdem, der Sache wegen, und gerade so ein attraktiver Standort zieht eben auch Besucher an, die sonst keine Sammlung oller Drahtkommoden besichtigt hätten.

Es grüßt
D.D.
 
Klimperline

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Dann gilt es natürlich, zu überlegen, wie man diese Besucherzahlen erhöhen könnte oder ob die Möglichkeit besteht, beide historische Ausstellungen zu kombinieren.
 
Destenay

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Ehrlich gesagt wundert's mich nicht, dass betreffs der hochattraktiven Museumsräume in der Hofburg, in denen die Sammlung derzeit untergebracht ist, Begehrlichkeiten bestehen. Wenn man mal die Besucherzahlen anderer Wiener Museen ansieht, sind 80.000 Besucher im Jahr nicht viel:

Den Anhang 7784 betrachten

Das Problem ist einfach, dass es kein Museum für eine breite Allgemeinheit, sondern Spezialinteresse ist. Unterschrieben hab ich natürlich trotzdem, der Sache wegen, und gerade so ein attraktiver Standort zieht eben auch Besucher an, die sonst keine Sammlung oller Drahtkommoden besichtigt hätten.

Es grüßt
D.D.
häufig liegt so ein Problem an den verantwortlichen Personen, die falschen Leute am falschen Platz.
 
K

koelnklavier

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Also die ganze Clavio-Truppe während des Treffens mindestens zweimal am Tag in die Instrumentensammlung, damit die Besucherzahl steigt. Und nicht in irgendwelchen Cafés, Pizzerien und Klavierwerkstätten die Zeit verdaddeln. Man muß Opfer bringen für die Kultur!
 
rolf

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Ich finde es total ok, dass der alte klapperige Schepperplunder wegkommt und Platz für wichtigeres macht. Aber dass da partout ein "Haus der Geschichte" profitieren soll, finde ich doof. Geschichte war ja schon in der Schule das völlige Langweilerfach und als IT-Profi, Handelsreisender, Bänker, Anwalt, Arzt, Betriebswirt braucht man weder alte Römer noch französische Revolutionen. Man sollte dort statt der verstaubten Schepperkisten und statt des anvisierten Historikkrimskrams besser eine ebenso relevante wie wichtige Ausstellung zu Fußballereignissen installieren!
- das Tor der Jahres 2007
- die beliebtesten Fußballsocken anno 1991
- theoretische Manuskripte des Fußballphilosophen Günter Netzer, handsigniert
- eine Video-Installation von Zidane und seinem Kopfstoß
das holt genügend Besucher und dann ist die Kasse ok und man hat auch kulturell was geleistet !!!

:teufel::teufel::drink:
 
klaviermacher

klaviermacher

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Ehrlich gesagt wundert's mich nicht, dass betreffs der hochattraktiven Museumsräume in der Hofburg, in denen die Sammlung derzeit untergebracht ist, Begehrlichkeiten bestehen. Wenn man mal die Besucherzahlen anderer Wiener Museen ansieht, sind 80.000 Besucher im Jahr nicht viel:
Nur latschen dort in der Gegend jetzt schon viel zu viele Touristen herum... Kommt dann noch was hinzu, dass mehr Leute anlocken soll als bisher, trampeln sich vor der Türe die Menschen nur noch auf die Zehen. So alten Gebäuden schmeckt ein hoher Besucheransturm gar nicht und für Renovierungen dürfte nach dem Hypo-Debakel kaum Geld da sein.

Ganz so geschwind wird das sicher nicht gehen. Aber da hätten wir ja einen feinen Programmpunkt für das Wientreffen, oder Michael?
Das war mein Plan. Muss nur noch telefonieren. ;-)

LG
Michael
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Aber dass da partout ein "Haus der Geschichte" profitieren soll, finde ich doof.
Kein "Haus der Geschichte", sondern eines der Österreichischen Geschichte, nicht wahr?. Und daß man derlei an einem wichtigen historischen Erinnerungsort ansiedeln will, leuchtet ja ein. In Berlin hat man das Deutsche historische Museum ja auch nicht im Bahnhof Lichtenberg eingerichtet. Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied: das Wiener Museum wird seinen Namen mit mehr Recht tragen als das Berliner, das eigentlich ein Museum der Preußischen Geschichte mit einem kleinen gesamtdeutschen Appendix ist.

Im übrigen wünsche ich mir natürlich, daß die Wiener Instrumentensammlung nicht zerissen wird. Aber wenn die Ösis meinen, daß sie eine solche Sammlung nicht brauchen, haben wir ihnen schwerlich etwas hineinzutreten.
 
Stegull

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Ich finde es total ok, dass der alte klapperige Schepperplunder wegkommt und Platz für wichtigeres macht. Aber dass da partout ein "Haus der Geschichte" profitieren soll, finde ich doof. Geschichte war ja schon in der Schule das völlige Langweilerfach und als IT-Profi, Handelsreisender, Bänker, Anwalt, Arzt, Betriebswirt braucht man weder alte Römer noch französische Revolutionen. Man sollte dort statt der verstaubten Schepperkisten und statt des anvisierten Historikkrimskrams besser eine ebenso relevante wie wichtige Ausstellung zu Fußballereignissen installieren!
- das Tor der Jahres 2007
- die beliebtesten Fußballsocken anno 1991
- theoretische Manuskripte des Fußballphilosophen Günter Netzer, handsigniert
- eine Video-Installation von Zidane und seinem Kopfstoß
das holt genügend Besucher und dann ist die Kasse ok und man hat auch kulturell was geleistet !!!

:teufel::teufel::drink:
Ein Steve-Jobs-Memorial-Center wäre super!
 

Destenay

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Ich finde es total ok, dass der alte klapperige Schepperplunder wegkommt und Platz für wichtigeres macht. Aber dass da partout ein "Haus der Geschichte" profitieren soll, finde ich doof. Geschichte war ja schon in der Schule das völlige Langweilerfach und als IT-Profi, Handelsreisender, Bänker, Anwalt, Arzt, Betriebswirt braucht man weder alte Römer noch französische Revolutionen. Man sollte dort statt der verstaubten Schepperkisten und statt des anvisierten Historikkrimskrams besser eine ebenso relevante wie wichtige Ausstellung zu Fußballereignissen installieren!
- das Tor der Jahres 2007
- die beliebtesten Fußballsocken anno 1991
- theoretische Manuskripte des Fußballphilosophen Günter Netzer, handsigniert
- eine Video-Installation von Zidane und seinem Kopfstoß
das holt genügend Besucher und dann ist die Kasse ok und man hat auch kulturell was geleistet !!!

:teufel::teufel::drink:
was bist Du für ein Kulturbanause, ich bin entsetzt!:-( Habs schon lange vermutet,
ein Steinway- und Fussballsocken Fetischist, grauenhaft!:blume::denken:
Lösungen müssen her lieber Mann:super: Ich hätte dieses Problem schon längsten in den Griff bekommen, 90 % dieser Instrumente weltweit müssten zerlegt werden, Holz könnte anderwertig verwerdet werden, da biste platt :idee: auf so was würdest Du ja nie kommen.:-D:drink:dann mein lieber! würde der Wiener Laden laufen:lol::lol::lol:
 
pianochris66

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Man sollte dort statt der verstaubten Schepperkisten und statt des anvisierten Historikkrimskrams besser eine ebenso relevante wie wichtige Ausstellung zu Fußballereignissen installieren!
Da würde die Besucherzahl aber drastisch von 80.000 auf 800 im Jahr sinken. Österreich als erfolgreiche Fußballnation wäre mir neu und wer möchte schon permanent an seine eigene Unfähigkeit erinnert werden:teufel::-D.
 
Ambros_Langleb

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Österreich als erfolgreiche Fußballnation wäre mir neu.
Die denken einfach anders als Du: ein Sieg bei Cordoba wiegt für Äonen alle Niederlagen auf, sogar die bei Königgrätz ;)

Aber ... vielleicht wird Dir diese Art zu denken, auch bald sehr vertraut sein, wo doch gewisse giftgelbe Kicker im Nordwesten auch nur von ihren zu Adenauers Zeiten errungenen Triumphen zehren? ;)
 
Drahtkommode

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Deutsche und österreichische Geschichte sind doch erst seit 1806 getrennt (mit kurzer, 1000-jähriger Unterbrechung). Da ist viel Raum für Glanz und Gloria. Das alte G'lump können die dann an mich liefern!
 
Ambros_Langleb

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Deutsche und österreichische Geschichte sind doch erst seit 1806 getrennt (mit kurzer, 1000-jähriger Unterbrechung).
Eine "Deutsche Geschichte" im politischen Sinne gibt es auch nach 1806 nicht, denn die Geschichte Preußens hat mit der der süddeutschen Mittel- und Kleinstaaten herzlich wenig zu tun. Erst der durch den Bruch der Bundesverfassung durch Preußen ausgelöste Krieg von 1866, der mit der Annexion oder Unterwerfung der genannten Staaten durch Preußen endete, markiert den Beginn einer "deutschen" Nationalgeschichte. Dieser politische Gewaltakt ist die historische Basis unserer ruhmesverklärten "deutschen Einheit".
 
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rolf

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Kein "Haus der Geschichte", sondern eines der Österreichischen Geschichte, nicht wahr?. Und daß man derlei an einem wichtigen historischen Erinnerungsort ansiedeln will, leuchtet ja ein.
(weniger hingegen leuchtet ein, wenn Satire nicht als Satire wahrgenommen wird... muss man immer, auch in offensichtlichen Fällen, difficile est (usw.) dazuschreiben?)
ach bla Geschichte... das ist wie Musik und Malen, Handarbeit und Heimatkunde kein versetzungsrelevantes Schulfach, sondern staubtrocken (wie die altersschwachen Klimperkisten) und obendrein auch noch langweilig - - - bäh Romulus-Republik-Caesar-Tiberius-Caligula-peng.aus.boing.Alarich-macht-den-Römerkrempel-platt - ja brauchste das, wennde Staubsauger verkaufst? Vericherungen vertickst? Schwerenöter pflichtverteidigst? ... warte mal... Tiberius... auf so ner Insel ... huiuiui... und Caligula, ja saperlot, was ein Jammer, dass die damals noch keine Handyvideos machen konnten... ...aber sowas bringt die kuschelige neue Museumspädagogik ja nicht... und außerdem sollte die Ösi-Historie mit ihren Billigfestungen nicht zu protzen versuchen (was ist doch Pula für ein baufälliger Krempel gegen Metz) :-D:-D:drink:
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(bevor jetzt jetzt hier kollektiv die Thränlein fließen: natürlich hab ich unterschrieben)
 
Ambros_Langleb

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(weniger hingegen leuchtet ein, wenn Satire nicht als Satire wahrgenommen wird...
Man kann sie ohne weiteres als solche wahrnehmen, muß aber auf die implizite Aufforderung zur Kooperation nicht eingehen. Kann sie vielmehr sie versuchshalber mal wörtlich nehmen und schauen, was dabei herauskommt. Fast regelmäßig kommt heraus, daß der Satiriker auf diese Art von Entwaffnung durch schieren Biedersinn hin seine satirische Haltung verliert. ;)
 
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