Orgelbauepochen

Digedag

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Hallo zusammen,
hier können wir in einer Liste der Orgelbauepochen auflisten.

Digedag
 
Axel

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Das ist aber schwierig. Besonders in älteren Zeiten gab es doch extreme regionale Unterschiede. Eine französiche Barockorgel ist kaum mit einer norddeutschen zu vergleichen. Die Musik ja auch nicht. Da liegen Welten zwischen, obwohl es die gleiche Epoche ist.

Ansonsten gibt es da ja ganze sehr lesenswerte Bücher. Vermutlich kommen wir da hier im Forum nicht annähernd dran. Es sei denn, Du möchtest ein ganz spezielles Thema besprechen.

Viele Grüße
Axel
 
Digedag

Digedag

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Hallo Axel,
kannst du mir sagen wie diese Bücher heißen?

Digedag
 
Axel

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Ich gehe davon aus, dass Du die Basics wie H. Klotz: Das Buch von der Orgel und W. Adelung: Einführung in den Orgelbau kennst. Etwas angealtert und orgelbewegt, aber immer noch gut zu lesen.

Orgelbaugeschichte gibt es massenhaft, z.B.:

Eberhard Kraus: Orgeln und Orgelmusik
Hans Klotz: Die Orgelkunst der Gotik, der Renaissance und des Barock
Möglich, dass man da im Antiquariat schauen muss, auf zvab oder abebooks.

neueren Datums: Roland Eberlein: Die Geschichte der Orgel
Nicht ganz billig, aber umfangreich.

Jon Laukvik: Orgelschule zur historischen Aufführungspraxis
Sinvoll, wenn es um stilspezifische Registrierungen geht.

Ferdinand Klinda: Orgelregistrierung
Auch für die Registrierpraxis. Das Kapitel über Bach ist Müll, der Rest allerdings nicht.

Wenn das zu teuer ist: Es gab mal ein Vorlesungsskript aus dem Orgelkundeunterricht von Bernhard Billeter über den Bestellzettel der GdO zu ordern. Kurz und empfehlenswert.

Grüße
Axel
 
Axel

Axel

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Klinda ist "old school" und kommt aus einer Tradition, die Bach mit 1000 Manualwechseln gespielt hat. Das macht man heute nicht mehr, aus guten Gründen. Seine Lösungen für Bach sind halt letztlich Straube-Schule. Er kommt halt nicht von den einmal angelernten Dogmen los.

Grüße
Axel
 
Digedag

Digedag

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Achso ^^ weil mein Orgellehrer sagte die Martinsorgel (siehe "Meine erste Unterrichtsstunde") sei Neogotisch. [Edit: Ich habs falsch verstanden: Er meinte "neobarock"]

Grüße
Digedag
 
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Digedag

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Hier noch ein Beispiel:
Ich suche nach Merkmalen der Epochen
Z.B.: Barock Orgel
 
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florianf

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Hallo Digedag,

wie wäre es mit diesem Artikel hier, im Kapitel Geschichte, ab dem Unterkapitel Barock? wikipedia - Orgel ja ich weiß schon, isn wikipedia Artikel, aber der is gut geschrieben.
Da ist schon einiges nützliches zu lesen im Geschichteteil, und das genügt vllt. mal als erste Liste von Merkmalen, zumindest eher als das, was wir hier zusammenstückeln könnten. Alternativ bleiben nur Bücher, wo Axel viel Hilfreiches zusammengetragen hat.
liebe Grüße,
Florian
 
Axel

Axel

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Für einem ersten Überblick ist der bestimmt in Ordnung. Leider ist da nicht alles gelungen. Schon sprachlich ist das holperig, mit Singular und Plural hatte einer der Verfasser es nicht so. Auch fachlich ist das an einigen Stellen Pi-mal-Daumen. Bei den "Orgeln der iberischen Halbinsel" sehe ich schon die kastillischen Kollegen aus der Hose springen. Wenn man das allerdings gründlich macht, hat man einen Wälzer vom Format Eberlein.

Sinnvoll ist es, sich mit dem Typ zu befassen, für den man gerade Musik spielt. Das dämmt die Informationsflut ein und hilft beim Registrieren.

Besser als jede Theorie: Schau Dir Orgeln an. Fang einfach in Deiner Nähe an. Spielen und am besten mit einem Freund hinfahren und auch vom unten hören. Da gibt es viel Spannendes zu entdecken.

Grüße
Axel
 
Digedag

Digedag

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Danke für die Tipps!,
habe gestern den Schlüssel zur Orgel bekommen (siehe "Meine Erste Orgelunterrichtsstunde"). Dort werde ich morgen auch mal hinfahren und mir das Instrument nochmal genau anhören ;).

Viel Grüße
Jonas
 
F

florianf

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Besser als jede Theorie: Schau Dir Orgeln an. Fang einfach in Deiner Nähe an.

Bester Tipp überhaupt. Ich habe in der letzten Zeit viele verschiedene Orgeln besichtigt und bespielt, Neobarock bis pneumatische Schrottkisten. Es ist ständig spannend, verschiedene Werke und Epochen auf allen möglichen Orgeln darzustellen. Man wird zum Hinhören und zum Experimentieren gezwungen, überwindet einige Vorurteile auch bezüglich neobarocken Kisten und entdeckt viele spannende Klangfarben und Registrierungen. ;)
 
Pierre Schwickerath

Pierre Schwickerath

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Außer bei Elektrien, mag ich die Begriffe wie "Kisten" oder "Schrottkisten" nicht, auch wenn die Instrumente nicht immer in einem sehr guten Zustand sind. Gute pneumatische Trakturen (heute eher sehr selten) haben auch ihre Vorteile meint
PiRath
 
Axel

Axel

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Keine Frage, es gibt gräßliche Orgeln. Das ist aber nicht immer am Traktursystem festzumachen. Viele romantische Orgeln mit pneumatischer Traktur klingen mit der richtigen Musik bestechend schön.

Grüße
Axel
 
O

Offenbass

Guest
Wer prägte hier den Begriff " pneumatische Schrottkisten " ???
Diesem Mechanikgeilen Trend kann ich nicht folgen...so könnte ich ja sagen Mechanische Klapperkiste. Von Schrottkisten zu sprechen halte ich für beleidigend, aufgeschnappt und ahnungslos !!!

@florianf: man sollte vorsichtig und maßhaltig mit solchen Begriffen umgehen, denn es sind junge Leute an der Diskussion beteiligt, die gerade erst mit dem Orgelspiel beginnen. Ebenjenen setzt du auf diese Art und Weise Vorurteile ins Ohr!

Gruß Martin
 
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florianf

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Hoh, Martin,

ich wollte hier nie und nimmer die Pneumatik schlecht machen - ich bin in der "Orgelliteratur und -klangerwartung" des späten 19. Jhs "zu Hause" und bin großer Fan von allen Arten von Orgeln, da gehören pneumatische dazu (jederzeit nehm ich ne alte Walcker von 1900 vor einer 70er-Jahre-Orgel desselben Herstellers, erst recht bei schwergängiger Mechanik mit abstraktenbedingten Heulern).

Die Orgel, auf die ich mich bezog, ist jedoch genau das - eine pneumatische Schrottkiste - und das muss man auch sagen dürfen. Ist auch eine wertvolle Erfahrung, was mit Orgeln passiert, die in 100 Jahren nie umfassend gewartet werden!!

Details:
ca Jahrhundertwende, Rieger Jägerndorf; schwer modifiziert (Pfeifen verbogen; "gefrickelt", Teile der Lade "gebastelt" im Laufe des Transports zu uns 1988 ); 10/II; seit 88 ws nie gestimmt; kaputte Koppeln (II/I geht erst ab g0 aufwärts; II-Super-I auch nur an schönen Tagen); Gummischläuche in der Pneumatik; zugenagelter Walzentritt; in jedem Register andere kaputte und stumme Töne (Schuld ist 50/50 die Pneumatik vs. ganz fehlender Pfeifen)..., hängende Tasten, immer wieder Hänger beim Spiel, die nur durch Abschalten des Gebläses verschwinden..
Intonation wurde 88 auch etwas verändert; das Material is katastrophal schlecht beinand'

was ist das, wenn keine "pneumatische Schrottkiste" ?

ich sage ja gar nicht, dass das für immer eine "Schrottkiste" bleiben wird - wenn nur jemand mal Geld in die Hand nähme, um da was zu machen, wird das schnell zu einem netten Instrument - ist nur die Frage, wo man nach dieser Vernachlässigung überhaupt anfängt.

freundliche Grüße,
Florian

PS: was die "jungen Leute" angeht, so sind die meisten, die ich kenne, auch eher romantik-begeistert als neo-barock, trotz erst jetzt abflauender "strenger" Barock-Doktrin in der österr. Orgelszene. Mir selbst hat aber auch in den letzten Jahren niemand Steine auf dem Weg zu romantischen Orgeln gelegt, und ich bin auch erst 19.
 
O

Offenbass

Guest
Oh, das hört sie wirklich schaurig an.
Achtung ein Wortspiel :-)

Diese Orgel hat man " kaputtgewartet " .... Auf was hat man da eigentlich gewartet? Auf die selbstständige Zersetzung der Orgel?
 
F

florianf

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wie soll ich sagen - es ist den leuten anscheinend nicht genug wert, da mal einen OB ranzulassen - einige aus der gemeinde hörens vllt nicht mal, dass die so dermaßen verstimmt ist. Is aber auch eine finanzielle Geschichte, diese Gemeinde (Kirche gebaut 1970er) hat nicht wirklich viel Geld auf der hohen Kante..

Als kleine Anekdote: Nach der Messe wurde ich vor 2 Monaten von einem evangelischen Gast bei uns gefragt, ob die Orgel eine ungleichstufige oder mitteltönige Stimmung hat :D
 
 

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