Notenheft von Grigory Shafarenko


Gerd
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Wer kennt das Notenheft von Grigory Shafarenko, Robert Lienau Musikverlag.

Übungen und Etüden für Klavier , für Unterricht und Selbststudium.

Dort sind 20 kleine Etüden, zu jeder Etüde eine oder mehrere Vorübungen und zum technischen und musikalischem Ablauf ein kurzer erklärender Text.
 
wanjabelaga
wanjabelaga
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kenne es nicht, klingt aber interessant
 
K
koelnklavier
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Kurzkritik (polemisch)

Für die Orchesterliteratur gibt es das Etikett "Kapellmeistermusik" für belanglose, hausbackene Kompositionsarbeiten. In der Klavierliteratur sollte man den Begriff "Klavierlehrerkomposition" einführen - man könnte ihn sogar noch steigern: "Deutsche Klavierlehrerkomposition" (für besonders hölzerne Arbeiten). Shafarenkos Sammlung von 20 Stücken (samt einigen technischen Erläuterungen) gehört eher zur allgemeinen Kategorie der belanglosen Klavierlehrerkompositionen. Es finden sich (vor allem im letzten Drittel) einige nette harmonische Wendungen - man hört die russische Provenienz, aber ich habe nichts gefunden, was mich begeistert oder mitgerissen hätte. Vom Schwierigkeitsgrad her ist das Heft geeignet für unbegabte Klavierspieler der fortgeschrittenen Unterstufe. Im Unterricht habe ich die Sammlung noch nicht eingesetzt - werde es mir aber mal überlegen, wenn ich partout einen Schüler vergraulen will ...
 
Gerd
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Hallo Koelnklavier,

da ich Deine qualitativen Ausführungen hier im Forum sehr schätze, möchte ich Dich bitten, Deine Kurzkritik diesmal mal nicht polemisch (wie Du selbst schreibst), sondern sachlich zu erläutern!?

Habe mir u.a. das Heft gekauft, um neben dem Unterricht, (seit einem Jahr mit der Russ. Klavierschule) meine Spieltechnik zu verbessern.

Oder sind aus rein pädagogischer Sicht die Etüden-Stücke für einen Anfänger nicht geeignet?
 
N
Notenfreund
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Seit mehreren Wochen haben ich und meine Tochter Spaß an diesem Heft. An „das letzte Drittel“ wage ich mich noch nicht und begnüge mich mit den einfachsten Etüden, die ich auch hübsch und einige sogar köstlich finde. Über die Spieltechnik habe ich mir nicht nachgedacht. Meinen sie, dass diese Übungen bei mir oder meiner Tochter aus pädagogischer Sicht einen Schaden einrichten können? Oder bei mir als „unbegabte Klavierspieler“ (s. o.) geht es eher nicht darum?

Meine Tochter ist deutlich fortgeschrittener und spielt gerne und ziemlich mühelos die schwierigsten Stücke aus diesem Heft. Ihre Klavierlehrerin (eine junge, aber gute Pianistin) hat dagegen nichts einzuwenden. Ich glaube, sie hat ihr das Heft auch selbst empfohlen.
 
G
Grigory
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Liebe Freunde der Klaviermusik,

ich bin der Autor des hier angesprochenen Heftes und will nicht verhehlen, dass Koelnklavier mich mit seiner polemischen Kurzkritik empfindlich getroffen und damit zu diesem leider reichlich verspäteten Beitrag angeregt hat. Unter dem unten angegebenen Link zu meiner Homepage (in der Rubrik „Autor und Herausgeber“ ) können alle Interessenten das „Mosaikbild“ des fraglichen Heftes anhören -, von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Etüden. Es bleibt dabei jedem unbenommen, selbst einen Blick darauf zu werfen und zu entscheiden, inwieweit man damit einen Schüler „vergraulen“ kann.

http://www.shafarenko.de/

Selbstverständlich sind Ihre wohlmeinenden Meinungsäußerungen für mich
aufschlussreich und anregend.

Das Etikett „Kapellmeistermusik“, mit dem Koelnklavier mein Werk abstempelt,
finde ich recht amüsant. Unter russischen Musikern gab es dafür bislang noch
keine äquivalente Bezeichnung.

G. Shafarenko
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Liebe Freunde der Klaviermusik,

ich bin der Autor des hier angesprochenen Heftes und will nicht verhehlen, dass Koelnklavier mich mit seiner polemischen Kurzkritik empfindlich getroffen und damit zu diesem leider reichlich verspäteten Beitrag angeregt hat. Unter dem unten angegebenen Link zu meiner Homepage (in der Rubrik „Autor und Herausgeber“ ) können alle Interessenten das „Mosaikbild“ des fraglichen Heftes anhören -, von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Etüden. Es bleibt dabei jedem unbenommen, selbst einen Blick darauf zu werfen und zu entscheiden, inwieweit man damit einen Schüler „vergraulen“ kann.

http://www.shafarenko.de/

Selbstverständlich sind Ihre wohlmeinenden Meinungsäußerungen für mich
aufschlussreich und anregend.

Hallo Herr Shafarenko,

vielen Dank für den Link! Ich habe auf Ihrer Seite einige wirklich tolle Klangbeispiele entdeckt, und zwar die Beispielstücke aus den Jazz-Noveletten und aus den Pop-Noveletten. Leider gibt es auf der Homepage keinen Hinweis, ob diese Stücke auch als Notenheft erhältlich sind.

Die Übungen und Etüden hauen mich zugegeben auch nicht gerade vom Hocker. Das liegt vielleicht einfach daran, daß an dieser Art von Stücken ("im Stil der Romantik des 19. Jahrhunderts") eigentlich kein Mangel herrscht.

Wie gesagt, die Jazz- und Pop-Stücke finde ich wirklich attraktiv.

Mit besten Grüßen
Haydnspaß
 
G
Grigory
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Hallo Haydnspaß,

die Zielgruppe meines Heftes bezeichne ich als "heranwachsende und erwachsene Anfänger" im zweiten-dritten Unterrichtsjahr. Sie gehören wohl nicht mehr zu dieser Gruppe, was dazu führt, dass Ihre Erfahrungswerte den musikalischen Inhalt des Heftes entsprechend Ihrer Aussage positionieren. Sie haben schon genug geistige Erfahrung entwickelt, um sich auf die Suche nach den wahren Kunstwerken zu begeben, was das besagte Heft zweckbedingt wohl nicht ist (sehen Sie den Titel und das Vorwort zum Heft auf meiner Homepage). Legen Sie doch bitte etwas Improvisation an den Tag und versetzen sich in Ihre ersten Unterrichtsmonate -, wären solche Etüden für Sie damals nicht anziehend und sogar begehrenswert?

Bei meiner Zielgruppe kommen die Etüden zehr gut an, was ich als Lehrer auch praktisch habe feststellen können. Es bleibt Ihnen unbenommen, sich selbst davon zu überzeigen, falls Sie ein entsprechendes Auditorium haben. Die Musikstücke, die Ihr Interesse geweckt haben, finden wiederum keinen Einklang bei den Musikverlagen, weil Ihre Zielgruppe für sie weniger gewinnbringend ist als die der Anfänger mit ihren berechtigten Schönheitsbedürfnissen, obwohl die letzten Sie persönlich nicht mehr „vom Hocker hauen“. So ist die Dialektik des Alltagslebens.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben - meine Jazz- und Pop-Stücke sind noch nicht herausgebracht und die Chance sehe ich eher als gering. Allerdings kann ich ihnen die Noten auf persönlicher Ebene gerne zukommen lassen.

Mit besten Grüßen

Grigory
 
D
DoctorGradus
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hmm, aus eigener Erfahrung (im unterricht) muss ich sagen, dass mich auch als Kind so manches Kinderliedchen in der Klavierschule auf gut deutsch gesagt zu blöd und kindisch klang und mich null gereizt hat (es war nicht Rico sondern ein relativ anerkanntes Lehrwerk).

In sofern finde ich den auf der Grigorys Homepage dargestellten Ansatz ansprechende einfache Klavierliteratur zu schaffen durchaus gut.

Habe mir mal die Demo angehört, und find es schwer dazu was zu sagen, ist offensichtlich eher ein Medley der Stücke und so bekommt man keinen Gesamteindruck, kann die Wirkung der Gesamtstücke nicht unbedingt nachvollziehen.
 
G
Grigory
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hmm, aus eigener Erfahrung (im unterricht) muss ich sagen, dass mich auch als Kind so manches Kinderliedchen in der Klavierschule auf gut deutsch gesagt zu blöd und kindisch klang und mich null gereizt hat (es war nicht Rico sondern ein relativ anerkanntes Lehrwerk).

In sofern finde ich den auf der Grigorys Homepage dargestellten Ansatz ansprechende einfache Klavierliteratur zu schaffen durchaus gut.

Habe mir mal die Demo angehört, und find es schwer dazu was zu sagen, ist offensichtlich eher ein Medley der Stücke und so bekommt man keinen Gesamteindruck, kann die Wirkung der Gesamtstücke nicht unbedingt nachvollziehen.

Stufen Sie bitte nicht als meine Knauserei ein, was im Grunde nur eine Notlösung ist. Dem Heft liegt eine Audio-CD bei, auf der alle 20 Etüden von mir eingespielt sind. Ich will nicht dem Verlag mit meiner Internetpräsenz „auf die Fersen treten“. Sind die notgedrungen abgekürzten Audiobeispiele wirklich nicht repräsentativ?
 

D
DoctorGradus
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Als Knauserei habe ich das nicht gesehen, ich war lediglich beim Anhören etwas irritiert.

Ich habe mir das Mosaik nochmal angehört und glaube nun zu wissen was mich doch sehr irritiert hat. Die Ausschnitte verschiedener Stücke gehen nahezu unmittelbar ineinander über, beim ersten Hören hatte ich mich z.B. gefragt ob die ersten beiden Stücke das selbe sein sollen, wobei ich doch irritiert über die Variation war. Beim genauen erneuten Hören, hört man den ersten Schnitt bei 10s. Meine Ohren haben den nicht direkt wargenommen. Würden vielleicht zwei Sekunden Pause helfen sich auf ein neues Stück einzustellen? Beim genaueren Hinhören (ohne die Irritationen) fand ich die Ausschnitte durchaus schön.
 
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Grigory
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Die Etüdenaufnahmen in Originalgröße

Die Etüdenaufnahmen aus dem Heft liegen jetzt in der Rubrik „Autor und Herausgeber“ ungekürzt in Originalgröße vor:

www.shafarenko.de
 
S
Sookie
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wo sind denn die Infos und Audiobeispiele hin? Finde nichts mehr auf der Website! :(
 
 

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