Neue Wege des Berufsbild Pianist

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elli

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In den letzten Jahren erweist sich das internet immer mehr als Promotion für Eigenwerbung und zwar vielfältig für Pianisten. Neben Werbung und Videomaterial, eigenen Notenbearbeitungen ec. Von Instrumentallehrern, sind es da auch Konzertpianisten oder Arrangeure, Pianisten für Events.

Dazu gehört dann meist auch öffentliches Spiel als Flashmob (Garrett), als Klavieraktionen in Parks, Fußgängerzonen Bahnhöfen wie z.B. in folgendem Video
View: https://youtu.be/SOHuU2izlXw
 
Rheinkultur

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In den letzten Jahren erweist sich das internet immer mehr als Promotion für Eigenwerbung und zwar vielfältig für Pianisten. Neben Werbung und Videomaterial, eigenen Notenbearbeitungen ec. Von Instrumentallehrern, sind es da auch Konzertpianisten oder Arrangeure, Pianisten für Events.

Dazu gehört dann meist auch öffentliches Spiel als Flashmob (Garrett), als Klavieraktionen in Parks, Fußgängerzonen Bahnhöfen
Bei dieser Aufstellung von Beispielen wären zwei Aspekte zu unterscheiden, auch wenn man diese nicht gänzlich voneinander trennen kann:
  1. Traditionelle und neuere Wege, für Inhalte in eigener Sache zu werben, um sich so Marktanteile zu sichern. Dazu gehört es nicht nur, potenzielle Veranstalter zwecks Sicherung von Auftrittsmöglichkeiten abzuklappern: Neue Spielorte suchen, unter Nutzung von Audio- und Videotechnologien die Präsentation des eigenen Spiels von Raum und Zeit lösen.
  2. Verinnerlichen und Veräußerlichen neuer Inhalte, auch wenn man diese nicht im Rahmen seines Studiums erlernen konnte. Wenn es jenseits der Klassiksparten im populären Bereich erreichbare Marktanteile gibt und man dort Fuß fassen möchte, wird man sich die entsprechende Literatur und die zur Realisierung erforderlichen Spielweisen eben aneignen müssen. Das kann bedeuten, neben dem Konzertieren und Unterrichten weitere Präsentationsformen zu wählen: Livemusik zur Unterhaltung, zur Ambiente-Aufwertung, zur Verkaufsförderung - was man mit dem Berufsbild eines professionellen Unterhaltungspianisten verbindet, der längst nicht mehr nur irgendwo als "Barpianist" im Hintergrund seichtes Zeug klimpert.
Für jeden dieser Aspekte oder sogar Unteraspekte könnte man einen eigenen Faden aufmachen - so vielschichtig ist diese Thematik in der Praxis.

LG von Rheinkultur
 
Peter

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Bechsteinfan
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Dazu gehört dann meist auch öffentliches Spiel als Flashmob (Garrett), als Klavieraktionen in Parks, Fußgängerzonen Bahnhöfen wie z.B. in folgendem Video
Eher weniger. Die erfolgreichen Youtuber (wie z.B. der Kyle im Video, aber auch VK, Zach, Pianoguys, Animenz, Ishter...) zeichnen sich allesamt vor Allem durch Kontinuität und Regelmäßigkeit über Jahre aus. Die Abbos und damit die Fangemeinde wächst selten rasant aber kontinuierlich. Erst wenn es gewisser Bekanntheitsgrad erreicht ist, schießt die Zahl dann durch die Decke (manchmal reicht aber auch ein einziges Video dafür wie z.B. bei Peter Bence). Öffentliche Auftritte, Konzerte usw. sind dann mehr das Ergebnis jahrelanger regelmäßiger "Promotion".

Bezüglich des Fadentitels: Für mich sind das keine neuen sondern längst etablierte Wege (spätestens seit Valentina).
 
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cwtoons

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Wenn jeder Zigarrenladen, Optiker und Sportausrüster das Netz als neuen und mittlerweile als geradezu zwingenden zusätzlichen Vertriebsweg nutzt, ist das nichts weiter als vernünftig.

Das gilt auch für Musiker, falls sie nicht von ihrem Taxischein leben wollen.

CW
 
Rheinkultur

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Wenn jeder Zigarrenladen, Optiker und Sportausrüster das Netz als neuen und mittlerweile als geradezu zwingenden zusätzlichen Vertriebsweg nutzt, ist das nichts weiter als vernünftig.

Das gilt auch für Musiker, falls sie nicht von ihrem Taxischein leben wollen.
Achtung, es folgt ein Witz - bitte an der richtigen Stelle lachen!

Was tut ein Musiker, wenn er Feierabend hat?
Er schaltet das Taxischild aus!

Zugabe? Na klar!

Wie verhält man sich richtig, wenn ein Musiker an der Wohnungstür klingelt?
Die Tür öffnen, bezahlen und die Kartons mit der Pizza mit in die Wohnung nehmen!

LG von Rheinkultur
 
Tattertastenmann

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Guude,
wer unternehmerisch tätig ist, kommt heute um das Medium Internet nicht herum, bzw. vergibt leichtfertig (entscheidende) Chancen. Der klassische Zeitungskiosk mag eine der wenigen Ausnahmen sein.
Man hüte sich aber davor zu glauben, man könne die Gesetze und Gepflogenheiten der Branche schlicht mithilfe einer Web-Präsenz aushebeln.
LG
Manfred
 
 

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