Methoden zum Andersspielen?

ubik

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Hallo,

wie bestimmt jeder die Erfahrung gemacht hat, setzt sich eine Interpretation von einem bestimmten Stück in die Finger fest und diese spielt man dann jederzeit automatisch, wenn man das Stück spielt. Das kann zur Folge haben, dass das Stück nicht so klingt, wie man es eigentlich haben will.

Meine Frage an euch: Wie kann man ein Stück anders sehen, von einer anderen Seite betrachtet? Wie kommt man aus dieser Automatisierungssache raus? Wie macht man sich eine andere Vorstellung von dem Stück?
 
Guendola

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Eine Interpretation sollte doch immer von der momentanen Stimmung abhängen. Grundlegende Dinge, z.B. die Artikulation einer Melodie etc. wird man wohl fest einüben, Dynamik, Rubato und so weiter würde ich aber garnicht erst programmieren sondern von Anfang darauf achten, daß ich das bewußt mache, ohne daß es zum Reflex wird.

Um automatisiertes Spielen zu unterbinden, muß man halt üben, bewußt etwas während des Spielens zu ändern. Je automatischer man bislang gespielt hat, desto größer wird erstmal der Scherbenhaufen sein, den man dann wieder einsammeln muß.

Um neue Ideen zu bekommen, muß man sich halt die Noten ansehen und einfach mal was Neues ausprobieren. Selbst wenn nichts Gutes dabei herauskommt, hat man vielleicht eine Inspiration die einem weiterhilft. Du solltest dir mal überlegen, was du in einem Stück eigentlich alles interpretierst und das alles auf mögliche Änderungen durchgehen.
 
ubik

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Eine Interpretation sollte doch immer von der momentanen Stimmung abhängen.

Wie meinst du das?

Um automatisiertes Spielen zu unterbinden, muß man halt üben, bewußt etwas während des Spielens zu ändern.

Ja, das war ja meine Frage, wie soll ich das machen, wenn ich ein schnelles Stück habe, wo man nicht mals Zeit hat, darüber nachzudenken, was man als nächstes macht.

Eigentlich gilt dann tatsächlich, dass man von Anfang an alles so übt, wie man es später haben will.
 
.marcus.

.marcus.

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Ja, das war ja meine Frage, wie soll ich das machen, wenn ich ein schnelles Stück habe, wo man nicht mals Zeit hat, darüber nachzudenken, was man als nächstes macht.

Eigentlich gilt dann tatsächlich, dass man von Anfang an alles so übt, wie man es später haben will.

Ich denke auch bei schnellen Stücken muss man in der Lage sein, während des Spiels seine Interpretation neu zu formen.

Normalerweise ist die Interpretation ja nicht völlig beliebig, sondern sie wird durch Epoche, Vortragsbezeichnungen etc. bestimmt.
Ich versuche bei den Stücken, die ich spiele, meine Interpretation jedesmal neu zu formen, was nicht heißt, dass ich jedesmal anders spiele. Es heißt nur, dass ich aus dem Notentext heraus "verstehe", wie es gespielt werden "muss", statt einfach eine vorher festgelegte Reihe von Akzenten, Rubati etc. zu spielen.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich :)

marcus
 
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ubik

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Doch es war verständlich ;)
 
 

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