Lieblingsakkorde und Assoziationen

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Yannick

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hoffe das hier trifft auf ein bischen resonanz , weil ich sehr gerne euere beiträge lesen würde!

ich fände es interessant von euch zu hören, was euer oder eure lieblingsakkord oder akkorde sind, akkordfolgen, intervalle oder auch motive. ;)dann vielleciht eine erläuterung warum, vllt ein bild, eine kleine emotionstechnische erklärung , hoffe die idee kam rüber, na gut ich fang mal an:

ich find das "intervall" zwischen a und gis ziemlich spannend, ob ich da jetzt vom cis moll präludium geprägt bin weiß ich nicht:D aber für mich hat das etwas unglaublich tragisches! wie ein schritt die treppe hinunter in einen dunklen keller, irgendwie ja unabgeschlossen so eine intervall. ein schöner akkord ist finde ich des-dur, dann als oktavakkord und die linke hand spielt die des oktave noch dazu, hat für mich was magisches, macht mch schon fasst froh :D wobei ich hier vermutlich auch von tschaikovsky ebranntmarkt bin :D

mein lieblingsmtiv ist im moment eindeutig aus beethovens letzter sonate glaube ich op 111 das anfangsmotiv!!!! herrlicH!


ok jetzt zu euch, ich hoffe wirklich man versteht es und sagt was dazu !
 

Spannende Idee!

Ich mag gerne Quintfallsequenzen. Sie kommen (fast) überall vor, Bach, Mozart, auch Chopin usw.
Mal auffälliger, mal weniger auffällig.

Dann mag ich gern die Chopin'sche Dissonanz im Allgemeinen, aktuell fällt mir gerade der herrlich dramatische, ausbrechende Aufgang im 2. Satz des f-moll-Klavierkonzertes ein; zu finden nach dem unisono-Mittelteil, wenn das Anfangsthema wiederkehrt.
Die "vorhaltartige" Dissonanz der kleinen Sekunde (B-A) ist dort sehr reizvoll, und überhaupt versteht sich Chopin ganz besonders gut darauf, isloiert dissonante Intervalle besonders konsonant in den Notentext einzufügen. (Siehe 3. Notenbeispiel)

Meine allerliebste Akkordlage ist die weite Lage eines Dur-Akkordes, die so aufgebaut ist, dass die linke Hand Grundton + Quinte greift, die rechte Hand im (großen) Sextabstannd Terz und Oktave, die natürlicherweise ebenfalls eine Sexte bilden. Besonders schön finde ich den Akkord in verhältnismäßig tiefer Lage, so dass der höchste Ton nicht über die eingestrichene Oktave hinausgeht oder auch darunter bleibt.
Besonders gern mag ich diesen Akkord in As-Dur.

Ich glaube, was ich daran mag, ist dieser Quint+Sext-Abstand der Töne im Bass, der Akkord gefällt mir auch in gewisser Abwandlung genausogut oder besser, z.B. wenn zusätzlich zur Oktave oben nochmal die Quinte hinzugefügt wird (1. Notenbeispiel)
Oder wenn die linke Hand Grundton + Quinte + Terz (im Sextabstand über der Quinte) hat und die rechte Hand mehrere Oktaven höher die Quinte verdoppelt in einer Oktave spielt und dazwischen den Grundton hat. (2. Notenbeispiel)
Besonders Rachmaninov versteht diese Akkorde in einer Art und Weise anzuwenden, die bei mir regelmäßig Gänsehaut hervorruft. Was selbstverständlich auch an den harmonischen Wendungen liegt - aber auch an diesem Akkordaufbau.
 

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hoffe das hier trifft auf ein bischen resonanz , weil ich sehr gerne euere beiträge lesen würde!

ich fände es interessant von euch zu hören, was euer oder eure lieblingsakkord oder akkorde sind, akkordfolgen, intervalle oder auch motive. ;)dann vielleciht eine erläuterung warum, vllt ein bild, eine kleine emotionstechnische erklärung , hoffe die idee kam rüber

sei unbesorgt, die Idee kam rüber!

ich mag die angehängte Folge von allesamt arrpegiando zu spielenden Akkorden - warum? ach, das stecken alle Emtionen der Tristan-Emphase drinne... die klingen schlichtweg niederschmetternd schön und rührend und emotional...

ist aus Wagner/Liszt "Isoldes Liebestod"

Gruß, Rolf
 

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sei unbesorgt, die Idee kam rüber!

ich mag die angehängte Folge von allesamt arrpegiando zu spielenden Akkorden - warum? ach, das stecken alle Emtionen der Tristan-Emphase drinne... die klingen schlichtweg niederschmetternd schön und rührend und emotional...

ist aus Wagner/Liszt "Isoldes Liebestod"

Gruß, Rolf



die der teil viel mir auch schonmal auf, gänsehaut bekam ich ;) MEHR!!! :)
 

ok :)

unten meine "Gänsehaut-Akkorde" aus der Sonate von Liszt - ich finde sowohl diese Harmonik, als auch den Klang geradezu umwerfend.

irgendwelche Kritzeleien in den Noten beziehen sich auf die Unterschiede bzw. auch Entsprechungen in der neuen kritischen Lisztausgabe (also wenn was durchgestrichen ist, dann ists nicht in der neuen Lisztausgabe)

...eigentlich macht mir diese komplette Sonate Gänsehaut, aber hier sollen ja Akkorde gezeigt werden - - Yannick, Du Akkordjunkie :D, ich hoffe die gefallen Dir

Gruß, Rolf
 

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das zweite notenbeispiel klingt ja unglaublich gut!!!! woher ist das ?!
 
Brahms zaubert mit ganz einfachen Akkorden
 

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Wo wir bei einfachen Akkorden und deren Umkehrungen sind, hier der Schluss des ersten Préludes von 1907 von Alexej Stantschinskij. Ich finde das ganz wunderbar, insbesondere der Effekt im letzten Takt ist grandios!

EDIT: Ahja, es handelt sich um cis-moll. Hatte ich vergessen...
 

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  • #11
Brahms zaubert mit ganz einfachen Akkorden

war brahms nicht auch feind der vollgestopften wagner/lisztschen akkorde?:D

ich würde gerne noch warums dazu hören :)


achso @ rolf: danke :)
 
  • #12
war brahms nicht auch feind der vollgestopften wagner/lisztschen akkorde?:D

kennt man den Briefwechsel Brahms-Wagner, so nivelliert sich dieser Eindruck :D - - Brahms hat ganz besonders das Rheingold sehr gemocht.
 
  • #13
kennt man den Briefwechsel Brahms-Wagner, so nivelliert sich dieser Eindruck :D - - Brahms hat ganz besonders das Rheingold sehr gemocht.

ziate!anekdoteN! skandale! :D her damit rolf:D
 
  • #14
noch mehr Gänsehaut-Akkorde :p

es lohnt sich übrigens das ganze Stück (Sonate Nr.9) anzuhören. Es ist für mich eine Fundgrube für Gänsehaut-Momente; seien es das böse Thema, die beschwörenden Triller, die geradezu jazzige Passage gegen Ende oder der abschließende Klanghöhepunkt :)

lg marcus
 

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  • #15
noch mehr Gänsehaut-Akkorde :p

es lohnt sich übrigens das ganze Stück (Sonate Nr.9) anzuhören.

Skrjabins "schwarze Messe" :):)

ja, die ist ein tolles Stück!!! - ich selber finde seine 10. Sonate noch "gänsehautiger".

und wenn man sonderbare Akkorde mit extemem "Gänsehautfaktor" hören will, dann erneut Skrjabin: Vers la Flamme!!!

Gruß, Rolf
 

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