Leadsheets rhythmisch begleiten

Dabei seit
Dez. 2010
Beiträge
5
Reaktionen
0
Guten Abend,

ich möchte mich mit dem Begleiten/Spielen nach Leadsheets erkundigen.

Wann ich z. B. einen 4/4-Takt habe, so spiele ich mit links den Grundton, Akkord, Quinte und Akkord.

Das passt harmonisch eigentlich fast immer, ist aber rhythmisch recht eintönig.

Welche rhythmischen Varianten sollte man wann bitte wie einsetzen??

Gibt es dazu hier Anregungen ??

Wo gibt es Beispiele für ausgeschriebene Leadsheetbelgleitung ??

Oder wer kennt ein gutes Buch zu diesem Thema?ß

Vielen Dank für Eure Hinweise

Mit musikalischem Gruß
aus Witten am Ruhr-River

H e l m u t
********
 
Dabei seit
Juni 2010
Beiträge
1.194
Reaktionen
37
da sich keiner meldet ich, 1 jähriger Ahnungsloser, steh vor einem ähnlichen Problem.:p

mein Weg:
a. ) Literaturstudium und Lehrer, optimal beides zusammen:

Kleine Auswahl:

http://www.amazon.com/PIANO-RHYTHM-PATTERNS-Mr-Kroepel/dp/0786670126#reader_0786670126

oder

http://www.amazon.com/presents-Anyo...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1293112668&sr=1-1

oder

http://books.google.de/books?id=aqe...&resnum=1&ved=0CDEQ6wEwAA#v=onepage&q&f=false

oder auf deutsch,viel Pop, Latin:

https://www.clavio.de/shop/index.ph...MP2173761&listtype=search&searchparam=dunisch

Sonst auch die Standardwerke Richards=Jazz, Moser=Rock, Harrison=Pop.
durchackern.
Zu Bar-Piano ggf. Gundlach, finde ich aber "unlocker"

Ich weiß, keine einfache Antwort, aber bin selbst ja verzweifelt Suchender in der kargen Wüste der Nachspielliteratur.:D


LG NewOldie
 
Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
181
Reaktionen
1
willst du nur begleitung, oder spielst du in der rechten hand die melodie dazu?
 
Dabei seit
Dez. 2010
Beiträge
5
Reaktionen
0
Leadsheets rhythmisch und harmonisch gut begleiten

Danke für Deine Antwort und Deinen Hinweis...

Ich habe mir zu diesem Thema das Buch
"so spielt man aus einem Fakebook" von Hal Leonhard bestellt.
Allerdings muss ich sagen, dass der Inhalt mich auch nicht überzeugt hat.
Vielleicht ist der Inhalt Deiner Bücher ja besser....
SChicke mir doch 'mal Deine email ( hp@posaunenchor-herbede.de )..

Mit musiklischem Gruß aus Witten an de Ruhr
Helmut



da sich keiner meldet ich, 1 jähriger Ahnungsloser, steh vor einem ähnlichen Problem.:p

mein Weg:
a. ) Literaturstudium und Lehrer, optimal beides zusammen:

Kleine Auswahl:

http://www.amazon.com/PIANO-RHYTHM-PATTERNS-Mr-Kroepel/dp/0786670126#reader_0786670126

oder

http://www.amazon.com/presents-Anyo...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1293112668&sr=1-1

oder

http://books.google.de/books?id=aqe...&resnum=1&ved=0CDEQ6wEwAA#v=onepage&q&f=false

oder auf deutsch,viel Pop, Latin:

https://www.clavio.de/shop/index.ph...MP2173761&listtype=search&searchparam=dunisch

Sonst auch die Standardwerke Richards=Jazz, Moser=Rock, Harrison=Pop.
durchackern.
Zu Bar-Piano ggf. Gundlach, finde ich aber "unlocker"

Ich weiß, keine einfache Antwort, aber bin selbst ja verzweifelt Suchender in der kargen Wüste der Nachspielliteratur.:D


LG NewOldie
 
Dabei seit
Juni 2010
Beiträge
1.194
Reaktionen
37
Danke für Deine Antwort und Deinen Hinweis...

Ich habe mir zu diesem Thema das Buch
"so spielt man aus einem Fakebook" von Hal Leonhard bestellt.
Allerdings muss ich sagen, dass der Inhalt mich auch nicht überzeugt hat.
Vielleicht ist der Inhalt Deiner Bücher ja besser....
SChicke mir doch 'mal Deine email ( hp@posaunenchor-herbede.de )..

Mit musiklischem Gruß aus Witten an de Ruhr
Helmut
Hallo wittenpiano,

der Hal Leonhard Verlag ist eigentlich schon ein ganz gutes Indiz für Qualität bei Jazz/Rock/Pop.
sieht auch auf den ersten Blick übersichtlich aufgebaut aus.

Am besten du fragst mal deinen Lehrer.
Als Autodidakt braucht man meist mehrere Bücher, oft gefällt einem ein Buch nicht sofort, dann legt man es in die Ecke - und stellt nach einer Weile fest, dass es doch gut ist...

Die Diskussion würde ich lieber hier, als per email fortführen.
(aber der große Keksperte bin ich auch nicht, ich habe nur viele Bücher...:D)

LG NewOldie
 
Dabei seit
Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
263
Hi,

Bücher sind natürlich gut, aber es geht auch ohne (das sag' ich als Büchernarr ;-) ), denn die Prinzipien sind einfach und folgen jetzt:

Du hast 2 Elemente den Basston (Grundton oder Quinte) und den Akkord.
Dann hast du im 4/4 Takt 4 Beats auf die du die 2 Elemente verteilen kannst.
Sämtliche Kombinationen sind möglich und hören sich je nach Stück auch gut an.

Beispiele:
GT Akk GT/Q Akk (relativ langweilig und monoton)

GT Akk Akk Akk

GT Akk Akk GT/Q

Akk GT Akk GT/Q

oder mit Aushalten des Akkords (_), hört sich mM meistens besser an:

GT _ Akk _ (für schnelle Stücke)

GT Akk _ _ (einfach, aber nicht zu unterschätzen, wirkt mM lange nicht so monoton)

GT Akk Akk _ (hier kann man gut einen variierten Akkord nach Anmerkung unten einschieben)

GT Akk _ GT/Q (hier kann man gut einen variierten Basston nach Anmerkung unten spielen)

Die Akkorde kann man noch so variieren, dass man vor dem richtigen Akkord den entweder diatonisch oder chromatisch tiefer oder höher liegenden Akkord spielt.
Die Basstöne kann man auch noch so variieren, dass man bei Harmoniewechsel vor dem neuen GT einen wieder diatonisch oder chromatisch tiefer oder höher liegenden Ton spielt.

Die nächste rhythmische Variation wäre Synkopen (1/8 oder 1/16) entweder bei den Akkorden oder den Basstönen einzubauen.

Das ganze kann man beliebig kombinieren, aber nicht alles hört sich gut an. ;-) (Obwohl .... )

Übrigens, man kann auch Bass und Akkord der Bassdrum und der Snare eines Schlagzeugs gleichsetzen und so Schlagzeug-Pattern aus dem Rock/Jazzbereich auf dem Klavier umsetzen. Allerdings sollte bei Rock der Akkord dann nicht so dick sein, vielleicht nur ein Power/Quintchord.

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Dabei seit
Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
263
Hi,

noch eine Anmerkung zu den oben von mir aufgeführten prinzipiellen Möglichkeiten:

Um die Begeitung (Bass, Akkord) auf dem Klavier zu einer Melodie zu spielen, hat man 2 prinzipielle Möglichkeiten:

1.) Die LH spielt Bass und Akkord und die RH spielt die Melodie.

oder

2.) Die LH spielt Bass und die RH die Melodie mit den darunterliegenden Akkorden


Anmerkungen:
zu 1.)
Man hat mehr Freiheiten in der RH. Man kann die Melodie zB in Oktaven spielen oder mit Blockakkorden (das wird dann sehr dick).
Nachteil: Der Bass kann nicht sehr rhythmisch komplex sein, sonst ist die LH überfordert. Das ist schlecht bei Latin oder Rock, wo der Bass sehr prägnant ist

zu 2.)
Hier hat man eben Freiheiten für den Bass in der LH. Man kann dann sehr schön rhythmische Latin oder Rock Bässe spielen. Nur das wirkt dann mM authentisch für diese Stile.
Die RH kann die Akkorde nach den oben genannten Schemas spielen, allerdings muss sie halt gleichzeitig auch die Melodie spielen/halten. Die RH kann dann auch relativ gut synkopisierte Akkorde einwerfen (wieder wichtig für Latin).


1.) bietet sich für komplexe melodische Solos (zB Jazz) an. 2.) mehr für rhythmisch Stücke/Abschnitte mit einer Gesangsmelodie an.

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Dabei seit
Juni 2010
Beiträge
1.194
Reaktionen
37
Beispiele:
GT Akk GT/Q Akk (relativ langweilig und monoton)

GT Akk Akk Akk

.......

Die Akkorde kann man noch so variieren, dass man vor dem richtigen Akkord den entweder diatonisch oder chromatisch tiefer oder höher liegenden Akkord spielt.
Hallo Bachopin,

vielen Dank für die schöne Zusammenfassung.

Das ist für mich hilfreich, da ich mit meinem Lehrer gerade intensiv am Thema dran bin.

Zur Auflockerung der Akkorde ( s.o.) hat mir mein Lehrer noch einen "Geheimtip" mit auf den weg gegeben. = Einfach Sus2 oder Sus4 Akkorde einschieben.
Ist ganz einfach und klingt besonders bei Pop "professionell".

oder

2.) Die LH spielt Bass und die RH die Melodie mit den darunterliegenden Akkorden
Ein Schlüssel für diese Methode ist, dass man einen ökonomischen Einsatz von Akkordumkehrungen und Fingersätzen durchführt.
Wenn ich alle meine Entchen (C-Dur) mit der 1. Umkehrung beginne, liegt der kleine Finger auf C, kann dann D spielen, geht dann in die 2. Umkehrung spielt E und F, um dann in die Grundstellung zu wechseln, um das G mit dem kleinen Finger zu bedienen.
Danach wechselt die Harmonie nach F-Dur usw.

Ohne Lehrer oder Erfahrung hätte ich das, was ich hier oben geschrieben habe wohl nicht verstanden:D
Man braucht wohl jemand, der einem dabei zur Seite steht.:p

Danke und Lieber Gruß

NewOldie
 
Dabei seit
Feb. 2010
Beiträge
56
Reaktionen
0
Was haltet Ihr in diesem Zusammenhang denn von den "Rythmischen Begleitfiguren" von Thorsten Schuchardt?

http://www.einfach-klavierspielen.de/

Ich habe mir ein paar seiner Übingn angesehen und ausprobiert, und der Effekt ist der, dass die linke Hnad viel lockerer wird und man die Akkorde recht interessant gestalten kann.

Also mir gefällt die Arbeitsweise von Thorsten Schuchardt bisher sehr gut.

Gruß,

Martin
 
Dabei seit
Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
263
Hi Martin,

na, die HP ist aber sehr reisserisch und verspricht typische Wunderdinge ohne entsprechenden Aufwand (üben, Noten lernen). Das ist mM typisch für relativ fragwürdige Methoden zu einem hohen Preis.

MM wird er das Lesen von und Spielen nach Akkordsymbolen und entsprechende einfache Begleitmuster beibringen.
Aber er kann natürlich ein absoluter Könner im didaktischen Bereich sein.

Hast du den Kurs und bist du zufrieden damit?

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Dabei seit
Feb. 2010
Beiträge
56
Reaktionen
0
Hallo Bachopin,

also bisher habe ich den Kurs noch nicht belegt, sondern lerne mit der Heumann Literatur. Diesen Kurs bei Thorsten Schuchardt würde ich auch nicht belegen, um vernünftig Klavierspielen zu lernen, sondern einfach, um die linke Hand "lockerer" zu kriegen und mit der linken Hand freier spielen zu können.

Er bietet ein paar Übungen gratis an und die sind bisher ganz witzig und effektiv, die linke Hand spielt jetzt mehr als dass sie nur Akkorde greift. Es geht ihm ums das Musiklernen durch Hören und nicht durch "stures" Notenlernen. Das kommt meiner Philosophie entgegen, obwohl ich trotzdem mit Noten lerne. Ich will nicht ganz so dumm dastehen und keine Noten kennen, weil ich denke, so ganz ohne Noten geht es auf keinen Fall.

Beides klappt bei mir zum Glück ganz gut, daher komme ich gut zurecht und würde den Kurs bei Thorsten Schuchardt nur als Ergänzung belegen. Wenn ich dies tue, werde ich Euch mal berichten, wie es o läuft und ob es sich lohnt.

Gruß,

Martin
 
Dabei seit
Juni 2010
Beiträge
1.194
Reaktionen
37
H
Beides klappt bei mir zum Glück ganz gut, daher komme ich gut zurecht und würde den Kurs bei Thorsten Schuchardt nur als Ergänzung belegen. Wenn ich dies tue, werde ich Euch mal berichten, wie es o läuft und ob es sich lohnt.

Gruß,

Martin
Hallo Martin

fände ich interessant, wenn du darüber berichtest.

Ich bin prinzipiell skeptisch bei solchen "einfachen" Methoden.

Das Grundproben ist, dass mit einfachen Begleitfiguren am Ende jeder Song auch gleich klingt.
Beim ersten Mal vielleicht frappierend, dann langweilig.
Für eine Gesangsbegleitung mag das ausreichen.
Solistisch gesehen ist das absolut nix.

Das Begleitbuch scheint ja auch eher "Malen nach Zahlen" zu sein, also für jemand mit Unterricht, der Harmonielehre und Akkordfunktonen kennt, eine "Beleidigung".:D

Trotzdem könnte ich einen Nutzen sehen, wenn du das Material zusammen mit einem Lehrer durchgehst, der dann individuell auf dich eingeht.

Man muss natürlich auch berücksichtigen, dass Thorsten Schuchardt auf einem höherem Niveau spielt und das vermeintlich Einfache nicht so leicht zu kopieren ist.

Aber wie gesagt, berichte bitte mal ... und auch der Kommentar deines Lehrers wäre von Interesse :p

Lieber Gruß, NewOldie
 
F

Fred

Guest
Wo gibt es Beispiele für ausgeschriebene Leadsheetbelgleitung ??
Diese Frage zeigt, dass der Begriff "Leadsheet" nicht richtig erkannt wird.

Das Besondere an einem Leadsheet ist, dass er ausser der Melodie eben keine ausgeschriebene Noten enthält. Wenn dem so ist, ist es kein Leadsheet mehr.

Der Begriff "Leadsheet" ist sehr stark mit der Improvisations-Praxis im Jazz verwurzelt und sollte auch zunächst in dieser Tradition begriffen werden.

Drei Informationstypen enthält das Leadsheet für gewöhnlich: Akkordsymbole, Melodie und oft auch Liedtext.

Um Leadsheets zum klingen zu bekommen sollte man sich zunächst Gedanken über die Umsetzung der Akkordsymbole Gedanken machen, denn Melodie und Text sind ja eindeutig vorgegeben.

Der "Basic-Sound" im Jazz ist für gewöhnlich nicht der Dreiklang, sondern der Vierklang. Dieser besteht aus:

Grundton
Terz oder Quart (Guidetones)
Quint
Sext oder Sept (Guidetones)

Wichtig für die klangliche Darstellung eines Vierklanges sind Grundton und die beiden Guidetones, in der Regel also 1, 3, und 7 oder 1, 3 und 6.

Beim ersten Spielen eines Leadsheets sollten Tensions erstmal aussen vor bleiben. Die rhythmische Umsetzung der Akkorde folgt zunächst dem Harmonischen Rhythmus des Stückes, will heißen, auf jeden Akkordwechsel wird ein Akkord gespielt. Die Guidetones können dabei auf die linke und rechte Hand nach Bedarf gelegt werden, wobei natürlich die Rechte zusätzlich die Melodie und die Linke zusätzlich die Grundtöne zu bewältigen hat.
 
Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
181
Reaktionen
1
ich hab mit den sog. 3-stimmigen voicings angefangen (wie fred schon erläuterte)

linke hand grundton, rechte hand terz und sept/sept und terz

bei II - V - I verbindungen bedeute dies: terz (II) - sept (V) - terz (I) / sept (II) - terz (V) - sept (I)



auch möglich:
linke hand grundton + terz oder sept (shell-akkorde), rechte hand melodie



rhythmische varation lernt man am besten durch aufnahmen anhören.
ansonst:
akkorde (innerhalb eines takts) auf
"1" "2 und"
"4 und" "3"
"4 und" "2 und"
"1" "3 und"
"1 und" "3"

notenlänge variabel, 1/2, 1/4, 1/8, je nach situation
bsp: 1 und "3 und" den akkord auf der 1 aushalten, kurz absetzen, den akkord auf der "3 und" kurz staccato-artig abgesetzt.

usw usf
 
Dabei seit
Sep. 2010
Beiträge
544
Reaktionen
216
Ich hätte noch eine Buchempfehlung, nicht speziell für Rhythmik, sondern allgemein fürs Jazzklavier:

Mark Levine: The Jazz Piano Book
http://www.marklevine.com/books.html
scheint jetzt auch eine deutsche Ausgabe zu geben.
Angenehm ist die Angabe von für die jeweilige Technik passenden Stücken.
Alle zu finden in:
The New Real Book und
The World's Greatest Fake Book (beide Sher Music).
Mit den drei Büchern sollte das ein paar Jahre fürs Üben reichen ...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
 

Top Bottom