Korrekte Aussprache italienischer Fachbegriffe

  • Ersteller Ersteller rachmaninova
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  • #141
Nur damit es komplett ist, hier noch die Erklärung für die Sache mit dem Aal.

Die ganze Szene hatte ich sofort wieder im Kopf, als @Rubato dieses Bild gepostet hatte.


"Wenn es nach mir geht, kommt ihr nicht in die europäische Gemeinschaft!"

Herrlich!

Grüße
Häretiker
 

  • #142
Jaaaa - wir haben's inzwischen alle kapiert.

Gibt es einen Grund, dass du so gehässig reagierst?
Stört dich die Selbstbezeichnung?
Oder wundert es dich, dass ich über die unterschiedlichen Lebenswege und -hintergründe überrascht bin?
 
  • #143
Unser Hund heißt „Shmul“
Ihr heißt aber nicht "Kohn" mit Nachnamen, oder?

"Mehrmals gesehen" ist gut ... ich warte seit Jahren darauf, dass ich den Kram endlich nicht mehr auswendig kann.
In meiner peergroup konnte man lange seine Ablehnung einer Idee mit "Nie!" ausdrücken.

In meiner Band funktioniert "at" (mars attacks) aber wesentlich besser.
Meine Ideen werden dort auch gerne mit einem Zitat von Luke Skywalker quittiert:
"Du willst das Unmögliche" ... aber was soll ich machen ... das ist mein Job in der Kapelle ... und so unmöglich ist es dann auch meist nicht.

Wir kommunizieren viel über Filmzitate ... wenn das ein aussenstehender beobachtet, hält der uns bestimmt für total kirre.
 
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  • #144
@rachmaninova
Ich frage mich schon seit Eröffnung des Fadens, ob ich meine französische Klavierlehrerin (in Frankreich) nach ihrer Aussprache von Bach (=Back) oder Mozart etc hätte beurteilen sollen?
Korrekte Aussprache ist oft schwieriger zu vermitteln als die Grammatik, vor allem bei den Extremen (Englisch in Frankreich oder Französisch in GB), oder bei starkem Dialekthintergrund. (Ich habe lange im Ausland gelebt und gelehrt, spreche also aus Erfahrung).
 
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  • #145
Hä, aber
@rachmaninova
Ich frage mich schon seit Eröffnung des Fadens, ob ich meine französische Klavierlehrerin (in Frankreich) nach ihrer Aussprache von Bach (=Back) oder Mozart etc hätte beurteilen sollen?
Korrekte Aussprache ist oft schwieriger zu vermitteln als die Grammatik, vor allem bei den Extremen (Englisch in Frankreich oder Französisch in GB), oder bei starkem Dialekthintergrund. (Ich habe lange im Ausland gelebt und gelehrt, spreche also aus Erfahrung).

Das fällt aber doch in die Kategorie "Andere Länder, andere Sitten"? Es ist doch schön, wenn die Franzosen niedlich über Jean-Sébastien Bach plaudern. Da kann man sich dann innerlich drüber freuen und den Auslandsaufenthalt genießen :-)
 
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  • #146
Säng-Sängs
 
  • #148
Chopin ist - zu mindestens 50%! - Franzose!
Und sein Familienname ist zu 100% französisch! Er war übrigens auch französischen Staatsbürger! Ab 1835 reiste er mit französischem Pass.
 
  • #149
Chopin ist - zu mindestens 50%! - Franzose!
Und sein Familienname ist zu 100% französisch! Er war übrigens auch französischen Staatsbürger! Ab 1835 reiste er mit französischem Pass.
Das darf man aber keinem Polen erzählen. Dass ein Franzose die Mazurken ... und die Polonaisen ... Mutter Gottes!
 
  • #150
Fryderyk Chopin (zeitweilige Selbstbezeichnung: Chopinski) ist Pole, daran gibt es doch überhaupt keinen Zweifel. Die Mutter Justyna Krzyżanowska (ich bitte höflich um korrekte Aussprache!) ist Polin, Chopin ist in Polen geboren, und er hat sich trotz seines französischen Vaters 100% als Pole gefühlt. Wegen seines Vaters war es leicht für ihn, die französische Staatsbürgerschaft zu erhalten, ohne die er als Exil-Pole Mühe gehabt hätte, innerhalb Europa zu reisen. Eine Liebeserklärung an Frankreich war das eher nicht.
 
  • #151
Ob Fryderyks Vater wirklich Franzose war, ist wohl auch nicht ausgemacht, wenn ich manche polnische Texte diesbezüglich so sehe. Man kann auch davon ausgehen, dass "Chopin" einfach ein irgendwann vorher "eingewanderter" Name ist, so wie es hierzuschland genügend polnisch klingende Familiennamen gibt, wo die Namensträger überhaupt keine polnische DNA (was das auch immer sein könnte) tragen. (Eher noch weisen alte französische Nachnamen von Deutschen auf hugenottische Ursprünge hin.)

Im übrigen scheint die einst lange gängige Mutmaßung, dass "Chopin" nur die französisierte Version von "Szopen"
sei, komplett vom Tisch.

(Kennt jemand noch Friedrich Schopping? :007:)
 
  • #152
[Schopäng] ist aus polnischer Sicht nicht falscher als das französische näselnde „Chopin“.
Die Polen haben auch Nasallaute, lt. IPA-Notation müssten sie sogar das -in- aussprechen können, nämlich wie ihr ę.

Unser großer Meister rolf hat sich wie folgt geäußert:


die polnische Aussprache der Schreibweise "C-h-o-p-i-n" ist tatsächlich Cho-pin (das ch wie in "ach") - und der Nachname des Komponisten (und Nachname seiner Vaters) wurde im 19.Jh. nicht polonisiert als "Szopen" geschrieben. Damit haben wir am Ende drei Aussprachen: französisches Schopän, dieses polnisch ausgesprochen Cho-pin und das polnische Schopen (Szopen). Alle drei werden im polnischen Rundfunk verwendet.

Link:
https://www.clavio.de/threads/wie-sprecht-ihr-den-namen-chopin-aus.10203/post-170391
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #153
Ob Fryderyks Vater wirklich Franzose war, ist wohl auch nicht ausgemacht, wenn ich manche polnische Texte diesbezüglich so sehe. Man kann auch davon ausgehen, dass "Chopin" einfach ein irgendwann vorher "eingewanderter" Name ist
Nach der Chopin-Biografie von Bernard Gavoty gab es eine Hypothese, dass die Vorfahren von Nicolas Chopin (dem Vater von Fryderyk) aus Polen nach Lothringen eingewandert seien. Belegt ist das wohl in keinster Weise. Die wechselseitigen Versuche von Franzosen bzw. Polen, Chopin ganz für sich zu reklamieren, finde ich eher amüsant.
 
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  • #154
Ich habe vor vielen Jahren in einem österreichischen Antiquariat ein deutsches Musikerlexikon von 1942 angelesen (und leider nicht gekauft!), dort wurde Friedrich Chopin als Deutscher reklamiert!!
Von den anderen aus heutiger Sicht je nach Humor erschreckenden bis amüsanten Artikeln, die ich da gelesen habe ist mir nur noch die arrogant herablassende 'Würdigung' Mendelssohns als raffiniert routiniertem, aber unbedeutenden Kleinmeister in Erinnerung.
 
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  • #155
Ich habe vor vielen Jahren in einem österreichischen Antiquariat ein deutsches Musikerlexikon von 1942 angelesen (und leider nicht gekauft!), dort wurde Friedrich Chopin als Deutscher reklamiert!!
Ich habe hier eine Musikgeschichte ... Hans Mersmann: Deutsche Musikgeschichte. Erstausgabe war 1936 ... meine ist soweit ich weiß aus den frühen 1950ern.

Stellenweise recht akkurat ... aber eban auch stellenweise recht schwer verdaulich.
Für die ältere Musikgeschichte war es tatsächlich hilfreich (daher hatte mir der Lehrer das Buch empfohlen) ... er meinte aber, dass es spätestens in der Spätromantik nicht mehr dem heutigen Empfinden entspräche.
Stellenweise hatte ich beim Lesen fast das gefühl, es gäbe in Europa nach Bach eigentlich nur noch "deutsche" Musikgeschichte.

Heute sehe ich das Buch als interessantes Zeitdokument ... ich bin recht froh, das damals gekauft zu haben.
 
  • #156
Ich werde mal zu diesen Behauptungen über die Ausspracheprobleme von Franzosen meinen französischen Freund Pirschelbär befragen.
 
  • #157
Was 'ast du gegen diese dämlische Aksong?
 
  • #158
Die wechselseitigen Versuche von Franzosen bzw. Polen, Chopin ganz für sich zu reklamieren, finde ich eher amüsant.
Ich leider nicht. Das wird in Teilen arg kampfdackelig, besessen gehandhabt. "Lustig" kann man das nur finden, wenn nicht eigene Arbeit und Mühen dadurch ständig konterkariert würden.

Wie von diesem polnischen Zahnarzt in Deutschland, der den Chopin-Artikel der WP seit Jahren besatzert hält.
 
  • #159
Ich leider nicht. Das wird in Teilen arg kampfdackelig, besessen gehandhabt. "Lustig" kann man das nur finden, wenn nicht eigene Arbeit und Mühen dadurch ständig konterkariert würden.
Ja, bei Nikola Tesla sind auch einige Heißsporne unterwegs...
Wie von diesem polnischen Zahnarzt in Deutschland, der den Chopin-Artikel der WP seit Jahren besatzert hält.
Diese Artikelwächter (auch: Gatekeeper) sind in der deutschen Wikipedia in der Tat ein echtes Problem. Die falschen Sachen werden besonders eisern verteidigt - und zwar nicht einmal mit entkräftenden Gegenargumenten (was großartig wäre), sondern mit Empörung und Stimmungsmache.
 

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