Ich habe schon fast ein Kavier gekauft, kann mich jetzt aber nicht wirklich darüber freuen.
Gestern war ich in einem Laden und habe mir ein
Yamaha U1 von 1984 angesehen. Optisch in einem
so guten Zustand dass ich dachte es wäre neu. Die Vorbesitzer müssen wie verrückt aufgepasst haben.
Ich habe es noch mit ein paar Klavieren dort verglichen, aber das einzige Klavier dass genau so gut war
war ein U3. Mein Vater hat offenbar keine Lust mehr ständig in verschiedene Klavierläden zu fahren, denn sobald er von mir gehört hatte dass das Klavier
ganz gut ist, hat er dem Verkäufer gesagt dass wir es kaufen. Ich wollte lieber noch ein bisschen Bedenkzeit haben, aber dann kam die Frage ob das Klavier denn nicht gut sei. Und meine Antwort: Ja schon, aber...
Tja, nach dem Ja wurde mir schon nicht mehr zugehört. Und an dem Klavier habe ich ja auch
fast nichts auszusetzen.
Es ist einfach so dass das Klavier nicht wirklich umwerfend ist. Der Klang dürfte wärmer sein und das Klavier muss noch auf 440 Hz gestimmt werden, und ich hatte schon so viele Klaviere angespielt die auch gut/besser waren. Wenn ich allein unterwegs gewesen wäre hätte ich es jedenfalls nicht genommen.
Vielleicht liegt mein Gemecker aber auch daran dass der Verkäufer direkt nach dem U1 einen Bechstein-
Flügel vorgeführt hat (im dreistelligen Preisbereich). Und dass ich mich -egal wie unwichtig oder wichtig- nie für etwas entscheiden kann und hier zu einer Entscheidung gezwungen wurde. Zumindest wird mir das von allen vorgehalten. Eigentlich sind meine Ansprüche auch zu hoch, schließlich kann ich noch nicht mal gut spielen, da würde das beste Klavier der Welt auch nichts dran ändern. Aber wenn ich schon beim anspielen nicht zufrieden bin, wie soll das dann zuhause werden?
Inzwischen hat mein Vater sich mit dem Verkäufer geeinigt dass wir es erst mal für drei Monate mieten. Vielleicht klingt es bei mir zuhause auch besser, die Akustik im Laden war nicht besonders gut, aber ich kann mich immer noch nicht dazu durchringen diesen Kauf gut zu finden.