Klavier hallt extrem! im Wohnzimmer

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Sternfahrer
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Danke für die Antwort. Bei mir ist halt das Problem, dass ich fast 10 Jahre kein Klavier mehr gespielt habe und erst wieder angefangen habe. Teilweise bleibe ich ein bisschen auf Tasten hängen, dann nervt das meiner Meinung nach gewaltig mit der Zeit. Bei Abschnitten die flüssig gehen, stört es weniger.

Also die Styroporplatten habe ich gekauft und die sind dran bei der Aufnahme :). Hat aber so gut wie nichts gebracht. Oder meinst du mit Platten richtig schweres Material? Ich habe solche Pyramidenstoffe genommen.
 
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Ich hoffe, dem Trommelfell gehts gut^^?
 
instrumentenfreak
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Ich behaupte einfach mal: das ist die oberste Oktave, die bei akustikschen Klavieren nunmal unbedämpft ist. Genau das wird bei ePianos NIE simuliert (zumindest warte ich darauf seit anbeginn der Zeit). Das ist weder der Raum, noch liegt es an kaputter Mechanik. Mach das Teil mal auf und halte die Hand (oder besser ein Tuch) an die obersten Saiten.
 
Marlene
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@Henry Danke für die Antwort. Das Klavier steht im Wohnzimmer. Wenn ich das ganze mit Teppich, Vorhängen, Styroporplatten... ausstücken würde, wären wir als Familie da wohl nicht mehr besonders gerne drin :). Ich hab zwar bereits nachgeschaut, ob man das auch schön hinkriegt, wobei das ganze nicht wirklich meinen Geschmack trifft... und solche fetten Diffuser/Absorber... naja, man kann drüber streiten ob sie schick sind oder nicht...
Ich suche momentan Lösungen, dass ich vllt. einen "Holzrahmen" machen lasse, bei dem 10cm dicke Platten dran sind und diesen dann ums Klavier stelle. Wobei ich mich immernoch frage, ob das überhaupt was bringt. Hab aber bemerkt, dass ich nur 5/7 cm dicke Stytropprnoppen genommen hatte.

@instrumentenfreak Danke für die Antwort. Die obere Oktave stört kaum. In der Audio bin ich absichtlich tiefer gegangen anstatt höher :). Bei den tiefsten Tönen ist es am stärksten. Also solche, die gedämpft sind.

@Marlene Okey, danke für die Antwort. Dann stellt sich die Frage, wie ich das schwebende Geräusch loswerde? Es muss ja nicht ganz weg sein, aber die 6 Sekunden+ stören mich schon. (Mich würde mal interessieren, wie sich denn ein Klavier anhört, das hallt? Hat da vielleicht jemand ne Audiofile dazu, würde mich als Laien echt interessieren, wenn das hier kein Hall ist, wie sich dann ein hallendes Klavier anhört?) Die Aufnahme war recht nah am Klavier. Aber ich kanns Dir gerne auch mal mit 2 Meter Abstand machen, wird ehrlich nicht viel ändern. Dei Taste habe ich übrigens nur angeschlagen, also ich bin nicht auf der Taste liegengeblieben & das Pedal habe ich auch nicht verwendet.

Gibts vllt. auch spezielle Kopfhörer, die solchen Hall/Frequenzen... mindern? Kann auch ein bisschen teurer sein, soferns was bringt :).
 
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DerOlf
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Anscheinend nicht, ich höre nichts auffälliges, auch nichts, das ich Hall nennen würde. Daher kann ich Dein Problem nicht nachvollziehen.
Das ging mir bei der Aufnahme ähnlich.
Von der Beschreibung her dachte ich auch zunächst "Pedale und Dämpfung einstellen" ... aber im Audiofile habe ich dann ganz normales Klavier gehört.

Dass das Klavier mitschwingt, wenn nebenan jemand mit tiefer Stimme spricht, kommt mir allerdings seltsam vor. Eigentlich sollte das bei anliegenden Dämpfern nicht so sein.

Leiser kann man ein Klavier auch durch die Einstellung des linken Pedals (Sostenuto?) bekommen (zumindest geht das bei meinem). Dieses Pedal "verschiebt" die ganze Mechanik so, dass die Hämmer in Ruhestellung näher an den Saiten sind, wodurch sie bei Anschlag weniger Energie an die Seite übertragen.
Bei meinem eigenen Klavier ist hinten ein Resonanzraum von fast 30cm dran. Dieses Klavier ist so eingestellt, dass man die Lautstärke mit dem linken Pedal halbieren kann.
Ob und wie das bei einem Flügel funktioniert, weiß ich nicht ... ich habe bisher nur in aufrecht stehende hineingeschaut.
Leider gewöhnt man sich dadurch auch daran, den linken Fuss einfach auf dem Pedal stehen zu lassen ... ich trainiere mir das gerade wieder ab.
 
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instrumentenfreak
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Die oberen unbedämpften Saiten schwingen selbstverständlich mit, auch wenn du tiefe Töne spielst. Hast du meinen Tip mal probiert? Mir ging es vor Jahren im Tonstudio auch mal so - da hat es sich beim Sprechen immer so angehört, als wäre da ein leiser Nachhall. Es dauerte eine Weile bis wir darauf kamen, dass das die Gitarren/Bässe/Ukulelen an der Wand waren, die durch die Sprache angeregt wurden. Die Lösung waren Schaumstoffstreifen, die wir unter die Saiten klemmten. Deine Tonaufnahme klingt für mich zu 100% nach diesem Problem - da müsste ich mich schon arg täuschen wenns das nicht wäre.
 
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@DerOlf Danke für die Antwort. Ich kann das dann später gerne mal ausprobieren :).

@instrumentenfreak Danke für die Antwort. Also ich lege seit Wochen jeweils die Styropornoppen direkt an die Saiten, dadurch hallt gar nichts mehr, wenn man nebenan spricht - was viiiel angenehmer ist. Hat gut 10 Tage gebraucht und war bis dahin extrem mühsam, wenn man nebenan geredet hat. Wenn ich die dran lasse, kann ich aber leider nicht spielen. Was sind genau Schaumstoffstreifen? Würde man die dann an jede Saite anbringen, wodurch man dann noch spielen könnte?
 

alibiphysiker
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Ich bin zwar kein Experte, aber Bücher sind nach meiner Erfahrung sehr gute und auch familienfreundliche Absorber. Ich hatte mal in einem anderen Raum ein ähnliches Problem, aber sobald auf der gegenüberliegenden Seite ein hohes Bücherregal installiert war, war das Problem praktisch nicht mehr vorhanden.
 
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@alibiphysiker Danke für die Antwort. Gegenüber? Also nicht hinter dem Klavier sondern an die gegenüberliegende Wand, also hiner meinem Rücken, wenn ich spiele?
 
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Stefan379
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[...] Einstellung des linken Pedals (Sostenuto?) [...]
Nein, "piano".
Ob und wie das bei einem Flügel funktioniert, weiß ich nicht ... ich habe bisher nur in aufrecht stehende hineingeschaut.
Bei einem Flügel nennt man das linke Pedal "una corda", wodurch beim Treten die Mechanik ein wenig zur Seite verschoben wird und nur noch zwei bzw. eine Saite angeschlagen werden.
 
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DerOlf
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Bei einem Flügel nennt man das linke Pedal "una corda", wodurch beim Treten die Mechanik ein wenig zur Seite verschoben wird und nur noch zwei bzw. eine Saite angeschlagen werden.
Stimmt .. gesehen habe ich das auch schon mal.
Dadurch sollte es ja auch leiser sein ... den Klang verändert das linke Pedal ohnehin.

"Sostenuto" ist dann das mittlere? (Sorry für die blöde Frage ... meins hat nur zwei Pedale).
 
alibiphysiker
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@alibiphysiker Danke für die Antwort. Gegenüber? Also nicht hinter dem Klavier sondern an die gegenüberliegende Wand, also hiner meinem Rücken, wenn ich spiele?
Ja genau. Klaviere strahlen viel Schall über die dem Spieler zugewandte Seite des Korpus ab. Dieser Schall hat sich an mir vorbei ausgebreitet und wurde dann an der gegenüberliegenden Wand reflektiert.

Sehr schädlich ist es im übrigen nach meiner Erfahrung auch, wenn Klaviere so im Raum stehen, dass "der eigene Rücken zu einer Ecke im Raum" zeigt. Diese Ecke fungiert dann quasi als "Retroreflektor"/Winkelreflektor/Katzenauge des Schalls, der von der dem Spieler zugewandten Seite des Klaviers abgestrahlt wird.

Aber wie gesagt, ich bin kein Akustiker oder so, sondern gebe nur meine eigene Erfahrung wieder.
 
instrumentenfreak
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@Sternfahrer Ich hatte damals noch Basotect-Reste aus denen ich mir Streifen schnitt, die ich dann unter unbenutzte Gitarren/Bässe/Ukulelen klemmen konnte. Natürlich muss man die wieder entfernen, wenn das Instrument normal klingen soll. Ich bin kein Klaviertechniker, könnte mir aber vorstellen, dass ein dünner Filzstreifen zur Not auch an den Saiten bleiben kann, ohne dass es dadurch schlecht klingt (ist natürlich trotzdem Geschmackssache - mir gefällt dieser natürliche Nachhall).
 
 

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