Klassisches zum Weinfest

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Rheinkultur

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Hallo zusammen,

am nächsten Samstag findet hier in rheinischen Landen, wo sonst vorzugsweise helles und dunkles Bier konsumiert wird, ein Weinfest statt, das in klassischer Manier umrahmt werden soll. Vorgesehen ist eine Weinprobe und ein vielfältiges Begleitprogramm rund um den Wein. Am Veranstaltungsort steht ein Flügel zur Verfügung, der von meiner Wenigkeit bespielt werden soll. Eine der Mitveranstalterinnen möchte auf der Geige den Strauss-Walzer "Wein, Weib, Gesang" beisteuern, dazu werden von mir ein paar solistische Einlagen erwartet.

Ausgewählt habe ich "...La puerta del Vino..." (Prèludes II von Claude Debussy), ein Salonstück "In vino veritas" des Liszt- und Czerny-Schülers Oscar de la Cinna und eine Klavierfassung von Robert Schumanns Fest-Ouvertüre über das Rheinweinlied.

Und nun die Frage an Euch: Habt Ihr noch ein paar interessante Ideen zu passenden Originalwerken und Bearbeitungen auf Lager, die man noch kurzfristig berücksichtigen könnte?

LG und herzlichen Dank im voraus von
Rheinkultur
 
LMG

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Hi Rheinkultur ;)

Habe meine Geheimnoten kurz durchgeflöht - ich weiß nicht, ob und wo man das überhaupt noch bekommen kann, aber von den Titeln - und vom Notenbild könnten die folgenden eigtl. passen ( Teils sind zwar Liedtexte dabei auch, aber das braucht man glaub ich nicht unbedingt ).

OK:

F. Eberle: Kupferberg-Gold: Sect-Galopp. Op. 28.

Kurz, ( 1 Seite, aber Wiederholungen ), und das Trio mit ggf. Liedtext: "Füllt die Becher trinkt! Und denkt der Sorgen nicht vor morgen, ein Hoch dem edlen Wein ! Ein Vivat Hoch dem Vater Rhein! "

In: Hundertelf Tänze der beliebtesten Componisten. - Für Pianoforte. - Hamburg: Benjamin

**********

Georg Jarno: Das Musikantenmädel: Ein süßes Walzerlied. 5 S., 4 werden dann aber wiederholt!

und

Karl Kappeller: Ich hab' amal a Räuscherl g'habt ( J. Wilhelm ). 4 S. , mit WDH.

beide in: Sang und Klang im XIX u. XX Jahrhundert: Ernstes und Heiteres aus dem Reich der Töne.- Mit einer Anzahl Biographien und Portraits. / Hrsg. und einger. von Prof. E. Humperdinck.- Berlin: S.W.11.Verl. von Neufeld und Henius.-

***********

Jean Gilbert: Susann, Susann, du hast mir's angetan: Bänkelsängerlied aus der Operette "Die keusche Susanne". 3 S. + WDH.

In: Musikalische Edelsteine: Band III. / 45 moderne und beliebte Werke aus Opern, Operetten, Possen etc. Salon-Stücke, Tänze und Märsche, ernste und heitere Lieder.- Hamburg [u.a.]: Benjamin.

**********

A. Dreyschock ( Anm. Olli: Es müsste der Virtuose sein ) : Soiree D'Hiver: une suite de six morceaux caracteristiques: Nr. 3 "Un doux entretien": IDYLLE, op. 92, 3 - Pour le piano. 5 Seiten.

und:

J. Ascher: Galop Bachique op. 49. 10 S. !

( Beide letztgenannten sind m.E. recht KNIFFLIG... )

Beide in: Na rate mal: Charles Mayer: Immortelles, dieses zusammengebundene Ding aus dem Noten-Literatur-Faden von vorhin! Also die müsste man sich irgendwie anders besorgen. Glaube nicht, dass es den Band zu kaufen gibt *gg*

***********

Und nat. könnte "Alt Wien" von Godowsky passen, denk ich ! ( Weißte ja noch, siehe Godowsky-Thread !! )

meint, mit LG, Olli, auch wenn ich skeptisch bin, ob die Dinger überhaupt jemand kennt, oder man sie noch bekommen kann :( Das hab ich nämlich nicht ausprobiert :(
 
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klafierspieler

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Schon daran gedacht: Schumann: Weinlesezeit − Fröhliche Zeit! (Nr. 33 aus dem Jugendalbum) ?
 
cwtoons

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Bis nächsten Samstag? Da bleibt nicht viel Zeit, etwas Neues einzustudieren. Also sollte es einfach sein. Ich empfehle für den fortgeschritteneren Teil des Weinfestes Offenbachs Cancan ( oder Can Can? ).

Noten gratis bei freesheetpianomusic.com.

CW
 
Rheinkultur

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Ganz lieben Dank an diejenigen, die hier ihre Kreativität im Hinblick auf themenorientierte Programme dokumentiert haben. Mehr Augen sehen eben auch mehr - und nun bin ich um einige Ideen reicher!

@cwtoons: Offenbachs "Can-Can" ist in Chor- und Gesangvereinskreisen (https://www.youtube.com/watch?v=LAwcLYBSVWw) unter dem Titel "Freude und Frohsinn" bekannt - und vom Wein ist da ausführlich die Rede. Aber solange ich nicht singe, werde ich den Textgehalt leider kaum rüberbringen können...!

@LMG und klafierspieler: Den Godowsky und den Schumann werde ich am Samstag im Handgepäck haben. Beides passt hervorragend in den Rahmen - danke!

Entsprechende Literatur mit Singstimme(n) gibt es schränkeweise, aber eben relativ wenig Instrumental-Literatur. Chorsätze, in denen der Wein besungen wird, Opernarien, Operetten-Couplets, Wiener Lieder, Schlagermelodien - alles das existiert ohne Ende, und mit diversen Gesangssolisten hatte ich auch schon mal einen kompletten "Rheinischen Abend" oder ein "Heute im Heurigen"-Programm und unzählige weitere Programmfolgen und Einlagen gestaltet.

Aber so muss es wohl sein: Wenn einem die Ideenquellen versiegen, gibt's immer noch Clavio...!

LG von Rheinkultur
 
Rheinkultur

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Einmal mehr sage ich Danke. Sollte ich repertoiremäßig künftig wieder auf dem Schlauch stehen - auf Clavio ist Verlass!

Nach meinen beiden Chorproben habe ich auch diese Links in Augenschein genommen. Meine Eindrücke zu Dilettantjas Vorschlägen, auf die ich von selbst nie gekommen wäre: Der Champagner-Valse von Albéniz sprengt wohl das Budget, da es sich ja nur um ein Weinfest handelt. Hinsichtlich des Dvorak wäre festzustellen, dass es schon ein ausgewachsenes Konzert als Rahmen sein müsste - und für mal schnell in drei Tagen hat das Stück es schon ordentlich in sich.

Aber die frühklassische Miniatur zum Weinmonat vom Herrn Papa des großen Wolfgang Amadeus macht sich im Programm ausgesprochen originell und man darf sich auch mal wieder im Spiel des Sopranschlüssels betätigen, der vor zweieinhalb Jahrhunderten (bei Erscheinen der Notenausgabe) eben noch gebräuchlich war.

Nochmals Danke sagt mit LG
Rheinkultur
 
Dilettantja

Dilettantja

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Vorschlägen, auf die ich von selbst nie gekommen wäre(...)
...
ich wußte auch nur, wo man (ergänzend zu den bereits genannten Vorschlägen) prima thematisch nachschlagen kann:
Leipoldt, Lexikon der musischen Künste (vergriffen, aber noch antiquarisch erhältlich) und Schneider, Lexikon der Programmusik. Wobei der Schneider in diesem Falle die ergiebigere Quelle ;) war.

LG, Dilettantja
 
Rheinkultur

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Hallo zusammen,

das Weinfest ist vorbei und der Zeitpunkt gekommen, ein wenig zu berichten.

Vermutlich gibt es angenehmere Anlässe, sich am Instrument zu präsentieren, da in organisatorischer Hinsicht allerhand Durcheinander herrschte. Der Schirmherr eröffnete die Veranstaltung mit beachtlicher Verspätung - und das Ereignis erwies sich als achtgängige Weinprobe, die sich über mehr als dreieinhalb Stunden hinzog mit viel Unruhe im Zuschauerraum und Leerlaufphasen, die ich mit den oben erwähnten Klassikern aber gut überbrücken konnte - da war am ehesten eine gewisse Aufnahmebereitschaft seitens der nicht so zahlreich wie erhofft erschienenen Besucher(innen) spürbar. Ein mir schon lange bekannter Chemieprofessor im Ruhestand (der stark erkältet war) übernahm die Moderation und gewährte auch Einblicke in "technische" Aspekte der vorgestellten Gewächse aus deutschem Anbau. Für Auflockerung sorgte der Auftritt der neuen Weinkönigin und eine Tombola, deren zwei Hauptpreise an mich und an die Weinkönigin gehen sollten, obwohl wir lediglich wie die meisten Besucher ganz normal einfach ein paar Lose gekauft und aus dem Pott gezogen hatten. Des weiteren wollte sich eine der Mitorganisatorinnen auf der Geige mit ein bis zwei Strauss-Walzerfolgen präsentieren, die ich am Flügel begleiten sollte. Nach den Eindrücken einer konfus und nervös absolvierten Anspielprobe empfahl mir der Chemieprofessor (der selbst Klavier spielen kann), einfach den Flügel nach der Geige zu stimmen. Auf wundersame Weise war die Geige spielende Mitorganisatorin bei jeder sich für den Vortrag bietenden Gelegenheit plötzlich irgendwohin entschwunden; nach gut zwei Stunden leerte sich der Saal zusehens und meine Beinahe-Spielpartnerin stellte erleichtert fest, dass sie wohl doch nicht zum Zuge kommen würde.

Auf jeden Fall war man sich hinter den Kulissen durchaus einig darüber, dass bei einer Neuauflage (das Fest fand heuer das zweite Mal statt) in organisatorischer Hinsicht noch ganz viel Luft nach oben vorhanden sein dürfte. Dank der Repertoiretipps aus diesem Faden hoffe ich, die anwesenden Personen wenigstens vom Instrument aus ein wenig für manches entschädigt zu haben...!

LG von Rheinkultur

P.S.: Die Weine selbst waren aber alle nicht schlecht!
 
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