Keine musikalische Erfahrung: E Piano lernen

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Ich habe noch nie ein Musikinstrument gespielt und möchte gerne am E Piano spielen.

Da es viele Angaben zu E Pianos gibt, und ich als blutiger Anfänger mich in diesem Wortdschungel nicht zurecht finde, wollte ich einige Fragen loswerden:

Welche Angaben sind wichtig? Auf Thomann.de gibt es soviele Angaben zu den E Pianos und ein Tutorial fehlt mir dazu.
In welcher Preisklasse befinden sich vernünftige EPianos?
Taugen die günstigen EPianos von Thomann etwas? Dort gibt es von der Hausmarke einige schon für knapp 500 €.

Vielen Dank im Voraus!
 
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Ich antworte mal auch wenn ich mich im Forum noch nicht vorgestellt habe. Aber viele meiner Schüler haben mir diese Frage schon gestellt:

Die allererste Empfehlung wäre, daß Du in ein großes Musikgeschäft gehst (man kann auch nach Treppendorf fahren) und die Instrumente ausprobierst. Ransetzen und anspielen. Auch wenn Du noch nichts kannst. Auch die schwarzen Tasten und die Pedale! Da gibt es große Unterschiede. Du musst Dich gut daran fühlen. Der Klang und das Spielgefühl sollten Dir zusagen.

Die E-Pianos von Roland kann man immer empfehlen (In jeder Hinsicht: Klang, Verarbeitung, Haltbarkeit, Service - man bekommt sie auch bei Thomann)
Auch ein anderes muss nicht falsch sein. Kann aber. Deswegen meine unbedingte Empfehlung: ausprobieren. Du kannst die Instrumente, die Dir gefallen haben, dann googeln und schauen, was man drüber schreibt. Dann noch mal anspielen.
 
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Spiele Roland, Kawai und Yamaha an und entscheide nach Portemonaie und Gefallen. Wenn Du letztendlich Klavier lernen willst, solltest Du zum Vergleich auch immer zwischendurch an Klavieren klimpern und darauf achten, dass sich der Tastenanschlag des Digitalpianos (so heißen die Dinger - E-Piano ist ein eigenes Instrument, das fast ausgestorben ist) ähnlich verhält.
 
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Danke für die Antworten! Dann werde ich mich von der Hausmarke fern halten. Gibt es irgendwo Erklärungen zu den Daten von Digitalpianos?
 
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Welche Daten meinst du? Wenn du auf dem Instrument lernen willst, brauchst du 88 Tasten, die eine ordentliche Gewichtung und einen gescheiten Anschlag haben. Ich würde auch auf einen Druckpunkt achten, an dem der Ton ausgelöst wird.
Das probierst du am besten im Geschäft aus. Ich würde so viel in das Tastengefühl investieren, wie ich mir leisten kann. Den Rest halte ich für Schnickschnack
 

Barratt

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@Kaffee89

Bitte beherzige diesen Rat:
Wenn Du letztendlich Klavier lernen willst, solltest Du zum Vergleich auch immer zwischendurch an Klavieren klimpern und darauf achten, dass sich der Tastenanschlag des Digitalpianos (so heißen die Dinger - E-Piano ist ein eigenes Instrument, das fast ausgestorben ist) ähnlich verhält.
Da Du offenbar keine Vorerfahrung hast, weiß Du auch nicht, was Du eigentlich willst. Bitte nutze Deine Instrumentensuche, um in den Klavierläden ausführlich die mechanischen Instrumente auszuprobieren, damit Du erst mal eine Vorstellung davon bekommst, worum es überhaupt geht. :-)
 
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Dieser Rat ist leider fast nutzlos und kommt fast immer von Leuten, die schon seit gefühlten 10 Millionen Jahren spielen und als kleines Kind angefangen haben und sich nicht in Anfänger reinversetzen können.

Was will man denn im Shop ausprobieren, wenn man noch nie Klavier gespielt hat? Für so einen fühlt sich ein x-beliebiges Keyboard ohne Gewichtung/Druckpunkt etc. teils sogar besser an als ein Digi. Man hat doch noch gar kein Gefühl für sowas entwickelt und entwickelt das auch nicht mal eben im Shop (wo man dann erst mal den Mut braucht sich an ein lautes Echtinstrument zu setzen).


Yamaha, Kawai, Roland geht eigentlich immer, Casio hat auch große Fortschritte gemacht die letzten Jahre.
Die Einsteigergeräte dort sind alle so bei 600-800.

Schau unter Stage Pianos (mitnehmbar) und Digital Pianos bei Thomann oder so.

Stage:

Kawai ES110
Yamaha P115
Roland FP30

Ist so die unterste Klasse und damit kann man gut einsteigen.
Nimm nen Würfel ;)

Achte nicht zu sehr auf technische Gimmicks und fange nicht an, Zahlen zu vergleichen (100 Instrumente kontra 300 etc., das nutzt Du nur genau 1 mal).
Und kaufe Kopfhörer dazu, damits gut klingt.

PS: Kannst Du in 2 Jahren wieder verkaufen und aufsteigen, die wird man dann gut wieder los mit relativ wenig Verlust.
 
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Dur wirst nicht gleich das "Richtige" finden. Weil du noch nicht weißt auf was du alles achten sollst.

Ich habe mir vor über 1 Jahr das Yamaha P-45 geholt. Anfängertauglich mit gutem Preis/Leistungsverhältnis. Ein Fehlkauf tut im Geldbeutel auch nicht so weh.
Jetzt merke ich schon das es etwas Besseres sein sollte. Ich habe jetzt aber auch schon etwas Erfahrung gesammelt auf was ich beim nächsten Kauf achten sollte.

Der erste Kauf wird mit hoher Warscheinlichkeit immer ein Fehlkauf sein...:denken: (merkst du aber erst später...)
 

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Ich werde mich mal im Musikfachgeschäft beraten lassen, damit ich erstmal ein grundlegendes Know How habe.

Danach melde ich mich nochmal :)
 
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Dieser Rat ist leider fast nutzlos und kommt fast immer von Leuten, die schon seit gefühlten 10 Millionen Jahren spielen und als kleines Kind angefangen haben und sich nicht in Anfänger reinversetzen können.

Was will man denn im Shop ausprobieren, wenn man noch nie Klavier gespielt hat? Für so einen fühlt sich ein x-beliebiges Keyboard ohne Gewichtung/Druckpunkt etc. teils sogar besser an als ein Digi. Man hat doch noch gar kein Gefühl für sowas entwickelt und entwickelt das auch nicht mal eben im Shop (wo man dann erst mal den Mut braucht sich an ein lautes Echtinstrument zu setzen).
In dem Fall läßt man eher den Händler spielen und geht nach dem Klang.

Kawai ES110
Yamaha P115
Roland FP30

Ist so die unterste Klasse und damit kann man gut einsteigen.
Meine Shortlist wäre:

Yamaha P-155 (oder Arius YDP-163)
Roland FP-30
Kawai ES100
Casio PX-160 Privia

Das Yamaha hat leider kein Nachfolgemodell bekommen, aber die Arius-Konsole kann man ersatzweise nehmen. Yamaha P-115 (und auch P-45) würde ich streichen, die sind mit ihren zu kurzen Tasten schon zu sehr Keyboard. Das Kawai ES100 steht drauf, weil es ich habe und uneingeschränkt empfehlen kann (das ES110 ist nicht baugleich).
 
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Ich würde so viel in das Tastengefühl investieren, wie ich mir leisten kann. Den Rest halte ich für Schnickschnack
Na ja. Der Klang ist auch nicht unwichtig. Ja, ich weiß, dass man da evtl. mit externer Klangerzeugung optimieren kann. Aber das ist längst nicht jedermanns Sache.

Kannst Du in 2 Jahren wieder verkaufen und aufsteigen, die wird man dann gut wieder los mit relativ wenig Verlust.
Dabei sollte man sich allerdings nicht von den aufgerufenen Preisen bei Ebay blenden lassen. Ich denke nicht, dass die wirklich oft bezahlt werden. Nach zwei Jahren sollte man schon einen Wertverlust von 30-50% einplanen.
 
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Na ja. Der Klang ist auch nicht unwichtig. Ja, ich weiß, dass man da evtl. mit externer Klangerzeugung optimieren kann. Aber das ist längst nicht jedermanns Sache.
Theoretisch hast du recht. Nur:
Das Teuerste am Epiano ist die Klaviatur. Ich unterstelle, dass ein Piano mit teurer Klaviatur keine billige Klangerzeugung hat, weil das wirtschaftlich keinen Sinn ergibt.

Ohne Erfahrung lässt sich der Klang nur schwer beurteilen. Deswegen mein Rat, sich nach der Klaviatur zu richten. Die Tasten sollten richtig schwer sein und einen spürbaren Druckpunkt haben.
 
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Wofür ist der so wichtig? Mein 2000€-Digi hat so was nicht und ich vermisse das auch nicht. Mein Flügel hat den Druckpunkt, aber ich wüsste nix damit anzufangen.
Habe neulich auf einem Yamaha gespielt. Hatte Holztasten und Druckpunkt und fühlte sich sehr gut an. Auch wenn man den Druckpunkt vielleicht nicht braucht, halte ich ihn für ein zuverlässiges Qualitätskriterium, gerade für Anfänger, weil er nicht einfach zu implementieren ist.

Ich schätze, dass dein Flügel von der leichteren Spielart ist. Mein Klavier hat den Druckpunkt nicht, aber eine schwergängige Mechanik. Drücke ich zu schwach, löst der Hammer nicht aus, drücke ich zu fest, klingt der Ton zu laut. Mit einem Druckpunkt könnte ich genau fühlen, wann der Ton kommt.
 
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Drücke ich zu schwach, löst der Hammer nicht aus, drücke ich zu fest, klingt der Ton zu laut.
Das ist nix Ungewöhnliches. Ist bei jedem Klavier/Flügel so. ;-)

Ansonsten hat der Druckpunkt auch bei akustischen Instrumenten keine allzu große Bedeutung. Selten nutzt man ihn am Flügel, um beispielsweise einen einzelnen, sehr leisen Akkord anzuschlagen, ohne dass die Gefahr des Klapperns besteht. Dazu drückt man die Tasten herunter, bis sie am Druckpunkt ankommen und spielt den Akkord dann mit relativ viel Gewicht. Das ist aber ein absoluter Ausnahmefall, weil des nur bei sehr guten, bestens regulierten Flügeln funktioniert, und auch nur dann, wenn vorher genügend Zeit zum Ertasten des Druckpunktes bleibt. Die Nachteile dieser Spieltechnik überwiegen meist - ein solcher Akkord lässt sich kaum färben und er fühlt sich außerdem "falsch" an, weil man mit hohem Armgewicht spielt, ohne dass sich das in der Lautstärke wiederfindet. Ich halte einen Druckpunkt am Digi deshalb für ein ziemlich überflüssiges Gimmick.
 
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Dieser Rat ist leider fast nutzlos und kommt fast immer von Leuten, die schon seit gefühlten 10 Millionen Jahren spielen und als kleines Kind angefangen haben und sich nicht in Anfänger reinversetzen können.
Eben deshalb der Rat: Großes Musikgeschäft wählen und ständig zwischen Digis und "echten" pendeln! Macht ein Anfänger das nicht, kauft er mit 99%-iger Sicherheit eine "angenehme und (viel zu) leichtgängige Tastatur"!

@Kaffee89
Bin nicht "up-to-date", aber vor etlichen Jahren galt, dass Casio speziell im Niedrigpreissegment (damals so 500-600 €) eine ernstzunehmende Alternative ist.
Weil hier in einer Shortlist das Yamaha P-155 genannt wurde, will ich noch das Pendant von Kawai (ES-8) in den Ring werfen.
 
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Das ist nix Ungewöhnliches. Ist bei jedem Klavier/Flügel so. ;-)
Es gibt ganz billige Digis, die das nicht können.

Ich halte einen Druckpunkt am Digi deshalb für ein ziemlich überflüssiges Gimmick.
Er ist eine zusätzliche Erschwernis, die in der Konstruktion der Flügelmechanik bedingt ist. Digis bilden ihn nach, weil es Übe-Instrumente sind.
 
 

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