Kawai Flügel: Klaviatur mit Hammern entfernen und Agraffen

  • Ersteller des Themas Anna2403
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    klaviatur tasten ausbauen agraffen
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Anna2403

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Hallo zusammen,

Ich suche mir einen Wolf und finde nichts...

Wie kann man bei einem Kawai Flügel (GE 30, Vorgänger des GL 30) die Klaviatur mit den Hammern entfernen?

Weiß außerdem vllt noch jemand welche Agraffen in den Flügel passen und ob ich diese als Privatperson beziehen kann? Und Kann man eine aufgezogene Saite nochmals verwenden?

Vielen Dank schonmal
 
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agraffentoni

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Laß das einen Profi machen...
 
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Anna2403

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Vielen Dank für deinen Tipp, der leider keine Antwort auf meine Frage ist...
 
agraffentoni

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Warum willst Du du die Agraffen tauschen?
Zur Mechanik:
Die Klappe herausnehmen, dann die Schrauben der Klaviaturbacken entfernen (von unten)
Die Backen wegnehmen,(eventuell ist die Klappe daran befestigt)
Dann vorsichtig die Mechanik herausziehen, (an den Führungsstiften rechts und links anpacken) dabei darauf achten, daß keine Taste berührt wird, ansonsten kannst Du gleich ein paar Hammerstiele ersetzen.
 
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Anna2403

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Danke

Drei sind auseinandergebrochen. Die müsste man ersetzen, da die Saiten nicht mehr da durch laufen können.
 
agraffentoni

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Verstehe!
Dann muß man schauen, ob das Gewinde passt.
Lassen die sich noch anpacken zum Ausschrauben, oder muß man die dann ausbohren?
Wenn man die Saiten vorsichtig löst und vom her Wirbel ausfädelt, könnte es gehen, die vorhandenen Saiten wiederzuverwenden.
Machst Du mal ein paar Bilder?
 
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Anna2403

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Die Mechanik ist draußen, danke für die Hilfe. Die Agraffen lassen sich nicht rausdrehen. Wahrscheinlich muss man sie ausbohren...

Um es Vorwegzunehmen: ich habe keine Ahnung was den Zustand ausgelöst hat. Ich hab den Flügel nun aus der Einlagerung geholt (Erbstück). Die Basssaiten werden wohl komplett zu tauschen sein. Wir hatten keine Ahnung um den Zustand, haben es erst nach Kraneinbringung festgestellt, als wir das Instrument öffneten...

Daher ist der Vorschlag mit dem Profi zwar gut, Von Grund auf ist’s aber, befürchte ich, finanziell ein Fass ohne Boden...
 

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OE1FEU

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Um es Vorwegzunehmen: ich habe keine Ahnung
Nichts für ungut, aber genau das merkt man.

Wenn man schon das Geld investiert, das Instrument per Kran in die eigenen Räumlichkeiten zu bringen, dann sollte man auch genug davon haben, einen Profi dafür zu bezahlen, eine Bestandsaufnahme des Instruments zu machen, und zwar bevor es irgendwohin transportiert wird.

Was da zu sehen ist, heißt Grünspan und ist vermutlich eine Reaktion von Essigsäure mit Kupfer (Saiten) und den Agraffen (Messing). Wie das passiert ist? Keine Ahnung. Vielleicht ist der Flügel auf der Titanic mitgefahren und ein besoffener Barkeeper hat beim Reinigen seines Tresens ein wenig zuviel von seinem Reinigungsmittel in das Glas von James Bond gekippt, der es wiederum in den Flügel gekippt hat. Woraufhin jemand anfing, "Rule Britannia" zu spielen und die Saiten und Agraffen schön damit getränkt hat.

Scherz beisaite (Haha), Die Saiten sind unrettbar hin. Die betroffene(n) Agraffe(n) auch und Bohren ist so ziemlich das Beste an Scheißidee, was man hier machen sollte. Der gußeiserne Rahmen ist nämlich eben nicht aus Kupfer oder Messing und insofern nicht von Grünspan betroffen. Man muß also eine Methode finden, den Rest der zerfressenen Agraffe aus dem Rahmen zu lösen, ohne den Rahmen anzugreifen, sonst ist es nämlich schwierig bis unmöglich, noch einmal neue Agraffen in den Rahmen hineizubekommen - und damit ist das Instrument dann praktisch wertlos.

Ich bin aber absolut begeistert davon, wie die Bröckchen an Informationen so hereintröpfeln. Da kommen bestimmt noch ein paar andere Abgründe hinzu, die die Kopfhaut des einen oder anderen Clavioten durch exzessives Kratzen beschädigen dürften.

Ich habe noch schnell meine Popcornvorräte aufgestockt.
 
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Anna2403

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Durch die Erfahrung in Reiterkreisen dachte ich, dass der Umgang miteinander durch nichts zu toppen ist. Danke, dass Sie mich eines Besseren belehrt haben. Ich finde es immer super, über Menschen und Situationen zu urteilen, die man nicht kennt...

Grünspan ist mir im Übrigen durchaus ein Begriff...

Danke für den Tipp mit dem Bohren.
 
agraffentoni

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Da sieht übel aus. Wenn ich es anhand der Bilder richtig einschätze, müssten die Agraffen komplett ausgetauscht werden. Das betrifft das Bassfeld und das erste Diskantfeld.
Mit etwas Erfahrung lassen sich die Stummel ausbohren und das Gewinde nachschneiden.
Die Saiten müßten auf jeden Fall neu, so wie die angerostet sind.
Auch die Wirbel können in so einem Fall nicht bleiben.
Wie sehen die Steg und Anhangstifte aus?
Gibt es Resonanzbodenrisse?
Läuft wenigstens die Mechanik, oder sind da auch die Achsen fest?
Grüße
Toni
 
OE1FEU

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Durch die Erfahrung in Reiterkreisen dachte ich, dass der Umgang miteinander durch nichts zu toppen ist. Danke, dass Sie mich eines Besseren belehrt haben. Ich finde es immer super, über Menschen und Situationen zu urteilen, die man nicht kennt...
Nichts für ungut, aber der Hinweis auf Umgangsformen verbietet sich dann, wenn nicht einmal ansatzweise etwas zu Personen geäußert wurde.

Die Situation als solche ist auch für schlichtere Gemüter durchaus einfach nachvollziehbar und als solche auch zweifelsfrei dargestellt worden:

  • Der Hinweis darauf, das einen Profi machen zu lassen, war der genau richtige - nur dass der Hinweiser nicht wissen konnte, dass bereits nicht unerheblich Geld in den Transport gesteckt wurde, bevor das Instrument mal durch einen Profi begutachtet wurde.
  • Das Urteil über die Situation kann man sich aufgrund der kurzen Beschreibung, vor allem aber aufgrund der Bilder, leicht erlauben, denn Tatsache ist: Das Instrument ist mißhandelt worden. Ich überlasse es Ihrer Phantasie, ein entsprechendes Pendant zu den hochwohllöblichen Reiterkreisen zu finden. Hier gibt es jedenfalls genügend Menschen, die wahrhaft körperliche Schmerzen ob der Ansicht einer derartigen Mißhandlung verspüren. Ich zähle zu ihnen.
Wie gesagt, meine Popcornvorräte sind bereits aufgestockt und jetzt, wo man auch noch auf Empfindsamkeit achten muß, habe ich gleich eine Nachbestellung aufgegeben. Es wird Ihnen nämlich überhaupt nicht gefallen, was andere Menschen hier zu sagen haben, wenn denn mal noch weitere Details zum 'Zustand' des Instruments ans Tageslicht kommen.

Kann mich natürlich auch irren, in which case: Mea culpa, mea maxima culpa.
 

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Anna2403

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  • Der Hinweis darauf, das einen Profi machen zu lassen, war der genau richtige - nur dass der Hinweiser nicht wissen konnte, dass bereits nicht unerheblich Geld in den Transport gesteckt wurde, bevor das Instrument mal durch einen Profi begutachtet wurde.
  • Das Urteil über die Situation kann man sich aufgrund der kurzen Beschreibung, vor allem aber aufgrund der Bilder, leicht erlauben, denn Tatsache ist: Das Instrument ist mißhandelt worden. Ich überlasse es Ihrer Phantasie, ein entsprechendes Pendant zu den hochwohllöblichen Reiterkreisen zu finden. Hier gibt es jedenfalls genügend Menschen, die wahrhaft körperliche Schmerzen ob der Ansicht einer derartigen Mißhandlung verspüren. Ich zähle zu ihnen.
Ja, ICH habe ihn aber nicht misshandelt und die andere Option war der Müll...
 
OE1FEU

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du mußt ja echt Ahnung von Handwerk haben
Habe ich nicht, bin aber lernwillig.

Also, in einem solchen Fall:

  • Aufbohren des Lochs bis zum Maß, wo nichts mehr an altem Agraffenmaterial vorhanden ist
  • Gewinde für neue Agraffe schneiden
  • Agraffe finden, deren Gewinde genau passt
  • Festziehen, neue Saiten rein
Macht man das so, ich mein, so als Handwerker? Also nicht versuchen, mit Chemie die Agraffe zu lösen, ohne die Gußplatte anzufassen und eine originale Agraffe einzusetzen?
 
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Anna2403

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Nein, die erste Option wäre die Begutachtung durch einen Fachmann gewesen. Ich habe gehört, dass man das auch in Reiterkreisen so handhabt.

But that's just me.
Ist das denn so schwer auf eine Frage zu antworten? Also ich mein so richtig hilfreich? Das Kind ist in den Brunnen gefallen und eine vorige Begutachtung durch einen Profi nun nicht mehr möglich... Ihre Kommentare und vagen Hinweise sowie hätte-Vorwürfe helfen dem armen, misshandelten Instrument nun auch nicht.
 
 

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