Kawai Flügel: Klaviatur mit Hammern entfernen und Agraffen

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von Anna2403, 15. Apr. 2019.

  1. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Es ist das Naheliegendste und jeder Schlosser würde genau das machen. Routinierte Alltagsarbeit (habe auch ich früher oft gemacht, z.B. feste Gewinde in Aluguss).
    Nein.
    Im ersten Versuch stinknormal mit Bohren/Ausdrehen. Klappt das (auch mit Hitze) nicht bohrt man im zweiten Versuch so groß* (etwas unter Kerndurchmesser), dass die Stabilität des Agraffenrestes flöten geht und man das Gewinde mit Aus- und/oder Eindreher brechen kann. Am Ende schneidet man das Gewinde in Originalgröße nach und entfernt so die letzten Reste.

    *)Größte Schwierigkeit ist bereits am Anfang: die genaue Mitte beim Bohren (noch vor dem ersten Versuch) zu treffen.

    Und dann das geerbte Pferd in den Müll schmeißt?
    Selbst eine vorherige Begutachtung ist doch kein Ausschlusskriterium wegen eines überschaubaren Wasser- (Essig?)schadens.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Apr. 2019 um 01:39 Uhr
    Anna2403 gefällt das.
  2. areta87
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    areta87

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    Aber Rost tritt auch auf, sowohl an den Saiten (sichtbar) als möglicherweise am Rahmen (unsichtbar). In jedem Fall ist die Verbindung zwischen Agraffe und Rahmen betroffen; ein Gewinde, wenn ich es richtig verstehe. Hier müsste man zur Not wochenlang einen Rostlöser mit Gleitmittel einwirken lassen. Ich kenne sowas unter WD-40.
     
  3. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Die Agraffe dichtet durch Bauform und Art des Einschraubens in den Gußrahmen das Gewinde im Rahmen hermetisch ab.
    Da sehe ich eigentlich keine Gefahr.