J. C. F. Bach - Solfeggio in D Major

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Guitarcosmonaut

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Hallo zusammen,

hab eine kleine Frage zum Solfeggio in D Major von Bach: Wie spielt ihr die 16tel-Noten der Unterstimme? Wirklich als 16tel, haltet ihr die Noten über die ganze 16tel-Figur (wie im Bach C-Dur BWV 846)? Letzteres klingt ja besser, steht aber nicht im Notentext. Infos willkommen!

 
hyp408

hyp408

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Hallo, ich kann mich erinnern, dass Solfegiotten (Solfegiottos, Solfeggiotti???) eigentlich Gesangsübungen waren. Da die Stimme immer nur einen Ton erzeugen kann (von Bulgarischen Mehrtonsängern mal abgesehen) würde ich behaupten, dass die Noten so zu spielen sind wie sie dastehen ... eine nach der anderen ...

Gruss

Hyp
 
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Guitarcosmonaut

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Klar, aber auch auf Youtube kann jeder alles so spielen wie er will, nicht wahr? Ok, im Zweifelsfall spiele ich halt was in den Noten steht.
 
cwtoons

cwtoons

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auf Youtube kann jeder alles so spielen wie er will
Das ist nicht nur auf Youtube so, das ist generell immer so. Jeder kann sowieso immer alles so spielen, wie er will.
Und Bach und Söhne schreiben nicht pedantisch vor, wie sie sich den Ausdruck vorstellen. Deswegen gibt es auch x Versionen von ihren Stücken. Kaum einmal, dass zwei Pianisten in einem Bach-Stück exakt das Gleiche spielen.

Zweifellos die sicherste Methode.

CW
 
E

elli

Guest
Zitat von guitarcomos .." Wirklich als 16tel, haltet ihr die Noten über die ganze 16tel-Figur (wie im Bach C-Dur BWV 846)?"
Johann Sebastian Bach ist nicht sein Sohn, also völlig irrelevant, was der Bach macht. Im Übrigen, wenn man auf you tube sucht, kann man schon unterscheiden, wie der mainstream etwas spielt, oder einzelne abweichen.

Im Übrigen wenn Noten da sind ist in Bezug auf die Töne immer klar was gespielt wird, nur aus der etwas stümperhaften Abschrift, die du vermutlich aus imslp runtergeladen hast, kannst du nicht ersehen, welche Hand wann was spielt.

Wenn man keine Ahnung hat , sollte man immer eine perfekte und abgesicherte Ausgabe sich besorgen.

Übrigens das erste Video gefällt mir, das langsame 2. ist so ala Heumann Niveau, der hat das nämlich in einem Spielbuch, gibt es bei Schott auch runterladbar.
http://www.notafina.de/noten/Solfeggio-D-Dur/8083
(Man kann dort sich die Noten auch ansehen.....)
 
K

koelnklavier

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Wie etwas notiert ist und wie es auszuführen ist, können durchaus verschiedene paar Schuhe sein. Man kennt das bei den langen Vorschlägen, die zwar als kleine "Nötgen" notiert sind, aber je nachdem den halben oder gar 2/3 des Wertes der Hauptnote beanspruchen. Notation ist letztlich eine Form von Kurzschrift (vor allem zur Bachzeit), die ein gewisses Maß an Vorkenntnissen voraussetzt. Im Klavierbuch für Wilhelm Friedemann hat Vater Bach das C-Dur-Präludium erstmals notiert, allerdings sind nur die sechs Takte ausgeschireben, danach geht's akkordisch weiter. Soll man also notengetreu so spielen, wie es notiert ist? oder sich vom gesunden Menschenverstand leiten lassen?
 
G

Guitarcosmonaut

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Zitat von guitarcomos .." Wirklich als 16tel, haltet ihr die Noten über die ganze 16tel-Figur (wie im Bach C-Dur BWV 846)?"
Johann Sebastian Bach ist nicht sein Sohn, also völlig irrelevant, was der Bach macht. Im Übrigen, wenn man auf you tube sucht, kann man schon unterscheiden, wie der mainstream etwas spielt, oder einzelne abweichen.

Im Übrigen wenn Noten da sind ist in Bezug auf die Töne immer klar was gespielt wird, nur aus der etwas stümperhaften Abschrift, die du vermutlich aus imslp runtergeladen hast, kannst du nicht ersehen, welche Hand wann was spielt.

Wenn man keine Ahnung hat , sollte man immer eine perfekte und abgesicherte Ausgabe sich besorgen.

Übrigens das erste Video gefällt mir, das langsame 2. ist so ala Heumann Niveau, der hat das nämlich in einem Spielbuch, gibt es bei Schott auch runterladbar.
http://www.notafina.de/noten/Solfeggio-D-Dur/8083
(Man kann dort sich die Noten auch ansehen.....)

Ich habe die Schott-Ausgabe, der Einfachheit halber habe ich aber einen Ausschnitt von imslp zitiert (sonst kommen ja gleich wieder die Urheberrechtsforenhilfspolizisten angelaufen und heben die Finger).

Habe ja auch gefragt wie ihr das spielt/spielen würdet (z.B. spiele ich Bach generell ohne Pedal, viele sehen das anders, insofern gibt es auch bei Bach durchaus verschiedene Möglichkeiten, denselben Notentext zu interpretieren).

Finde das Tempo im ersten Video viel zu schnell, da wollte wohl einer ein kleines Gouldimitat abgeben, was man aber nur tun sollte wenn man auch musikalisch etwas auszudrücken hat.

Der Heumannseitenhieb ist in diesem Fall eher unpassend, da in besagter Sammlung nur Originalwerke aus verschiedenen Schottausgaben versammelt sind, und da mach ich mir keine großen Sorgen, dass da editorisch etwas im Argen liegt.

Übrigens: J. C. F. Bach ist ein Sohn von J.S. Bach, nicht ungekehrt. ;)
 
G

Guitarcosmonaut

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Das ist nicht nur auf Youtube so, das ist generell immer so. Jeder kann sowieso immer alles so spielen, wie er will.
Und Bach und Söhne schreiben nicht pedantisch vor, wie sie sich den Ausdruck vorstellen. Deswegen gibt es auch x Versionen von ihren Stücken. Kaum einmal, dass zwei Pianisten in einem Bach-Stück exakt das Gleiche spielen.


Zweifellos die sicherste Methode.

CW

Wobei die Notenlänge ja primär nichts mit dem Ausdruck zu tun hat, über diesen rede ich ja weniger.
 
mberghoefer

mberghoefer

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Bin im 2.Band Emonts gerade bei diesem Stück. Dort ist tatsächlich Pedal notiert, jeweils alle 8/16tel, bzw 4/16tel in den kürzeren Läufen. Meine Klavierlehrerin tadelte mich, dass ich die ersten beiden 16tel mit der linken Hand hielt, das sei nicht in Ordnung (und ich muss zugeben, ich finde, es klingt auch wirklich etwas besser/leichter, wenn man's nicht tut).
Ansonsten finde ich das erste Video oben grauenvoll, weil viel zu schnell, und persönlich gefällt mir das Stück sogar noch langsamer als im 2.Video besser, aber das ist, sagt meine KL, deutlich zu langsam. Selbst kann ich's aber noch nichtmal wirklich fehlerfrei, geschweige denn schnell, muss also weiter üben.
 
backstein123

backstein123

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Ok, im Zweifelsfall spiele ich halt was in den Noten steht.
Welch verrückte Idee :denken:

Okay, für den Einwand bin ich ein halbes Jahr zu spät:lol:
Aber mein KL hat mir das Stück auch gerade aufs Pult gelegt.
Was ich mich allerdings frage ist, welches Ziel diese (Gesang-) Übung eigentlich verfolgt und wie sich das Ganze bei einem Sänger anhört.

Vielleicht bin ich zu dumm für goggle aber ich finde nur irgendwelche "Hokuspokus - Medium- Kraft der Tonfrequenzen" Seiten und Videos :-D
 
 

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