Heil Dir Im Siegerkranz - Hauptwerkorgel

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Piepenpfeif

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Mahlzeit Leute,
jemand aus diesem Forum hat mich vor einiger Zeit darauf hingewiesen, daß ich hier falsch bin, weil - In diesem Forum seien ausschließlich Perfektionisten unterwegs. Dazu muß ich ein paar Worte verlieren.
Auch ich strebe eine gewisse Perfektion an, natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Während so mancher Perfektionist von heute wohlbehütet und in finanziell abgesicherten Verhältnissen sein Musikinstrument spielen gelernt hat, mußte ich meine Brötchen am Ofen eines Stahlwerkes verdienen. Dort habe ich es ohne prahlen zu wollen, zu beachtlicher Perfektion gebracht. Meine Virtuosität in der Handhabung der Legierungsschaufel brachte mir stets höchste Bewunderung ein. Als Rentner mit kaputten Knochen versuche ich mich seit ein paar Jahren im Tonsatz.Das hier unten verlinkte Beispiel widersetzt sich leider hartnäckig Bachscher Kontrapunktik.
Daß ich bei immerhin drei Zugriffen noch keinen negativen Kommentar geerntet habe, stimmt mich optimistisch, weiterzumachen. Unter "Panik Liste" sind noch andere Stücke zu finden.
Grüßle vom Ekke

View: https://www.youtube.com/watch?v=9UMOtA8dYWE&list=PLQh2gWPbCW0avO1F3ijzxlSUT51-5xxNu&index=27
 
Rheinkultur

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Dann hättest Du Dich vermutlich gut mit dem Urheber der Orgelvariationen über das gleichklingende Thema verstanden, der mit Versicherungen so lukrative Geschäfte gemacht hat, dass er auf kommerziellen Erfolg seiner Kompositionen nicht angewiesen war:


Dieses mit siebzehn Jahren komponierte Stück weist bitonale Partien und Chromatik auf dem Niveau des späten Max Reger auf zu einem Zeitpunkt, als der Begriff "Bitonalität" noch gar nicht existierte. Damals war Charles Ives bereits jahrelang als Organist festangestellt...!

Alles sehr klangschön gemacht - irgendwo bei den späten Orgelwerken von Brahms und beim frühen bis mittleren Reger anzusiedeln. Gefällt mir gut!

LG von Rheinkultur
 
Piepenpfeif

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Mahlzeit, Herr? Rheinkultur,
es freut mich, daß dir meine Interpretation gefällt, oder hab ich da was mißverstanden? Bitonalität ist für mich bis heute noch
kein Begriff, muß ich mal googeln. Am Beispiel von "Heil Dir" würde ich passagenweise von Parallelführung oder gar harmonischer Rückung sprechen- beides wohl nicht im Bachschen Tonsatzverständnis.
Regers Meinung: "auf jeden Ton kann eine beliebige Harmonie folgen" muß ich ergänzen: solange es gut für die Ohren ist.
Ich kann mich nicht für Kompositionen erwärmen, wenn ich gerade erfreut meine Ohren spitze und mir kurz darauf ein Blitz durch Mark und Bein fährt.
Grüßle vom Ekke
 
Rheinkultur

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es freut mich, daß dir meine Interpretation gefällt, oder hab ich da was mißverstanden? (...) Regers Meinung: "auf jeden Ton kann eine beliebige Harmonie folgen" muß ich ergänzen: solange es gut für die Ohren ist.
Richtig verstanden, deshalb stammt eines der Likes auf YT von mir. Ansonsten hat übrigens auch Reger über dieses Thema Variationen und Fuge geschrieben.

LG von Rheinkultur
 
Piepenpfeif

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@Rheinkultur und allen anderen, vielen Dank für den Daumen hoch. Ich kenne schon einige Kompositionen zum Thema Choral-Bearbeitungen (Bach, Reger, Pachelbel) und bewundere die Fähigkeit, eine beliebige Urfassung derart zu "zerlegen, zu schütteln und wieder so zusammenzusetzen", daß ein komplett neues Stück daraus entsteht. Meine Fähigkeiten sind darauf beschränkt, z.B. einem Choral tonsatzmäßig einen gewissen Wohlklang zu geben - mehr nicht, leider.
Grüßle vom Ekke-Piepenpfeif
 
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