Hand durch Klavier dauerhaft VERLETZT???

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von sweetpina, 10. Juni 2006.

  1. sweetpina
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    sweetpina

    Beiträge:
    5
    Hey!

    Ich hab gehoert dass man, wenn man ein stueck spielt, die finger aber nicht flexibel genug sind, d.h. wenn es eigentlich zu schwer ist, man es aber trotzdem "eifrig" uebt, dass man dann total die probleme und verletzungen kriegt im handgelenk, entzuendungen etc.! und dass man dann evtl. fuer laengere zeit, bzw. gar net mehr spielen kann. stimmt das???

    Und wenn ja, wie erkenne ich, ob das stueck fuer meine fingerfaehigkeiten angemessen ist oder nicht
    ?
     
  2. konstantin
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    konstantin Guest

    ?!
    sicher kann das passieren. prominentestes beispiel ist wohl schumann.
    klingt auch irgendwie logisch, oder? wenn man irgendwas überstrapaziert - und zwar extrem - dass dann auch bleibende schaden kommen können?...
    wie du das erkennst ist ne gute frage.
    als oberstes gebot könnte man erst mal sagen:
    sobald dir beim üben irgendwie was weh tut, sofort aufhören un lockern. keinen falschen ehrgeiz an dieser stelle entwickeln, das ist enorm wichtig. :!:
    ansonsten sollte dein lehrer dir sagen können, welche stücke für dich empfehlenswert sind. es müssen ja nicht gerade die solche potentiell gefährlichen werke sein wie z.b. chopins op10/2, schumann-toccata oder unangenehme liszt-werke.
    wie gesagt, das kann dein lehrer am besten einschätzen.
     
  3. Hartmut
    Offline

    Hartmut

    Beiträge:
    495
    Du hast ja an anderer Stelle bereits über deine Schmerzen im Unterarm berichtet, ich vermute, deine Frage hängt damit zusammen...

    Schmerzen sind ja immer ein Alarmzeichen des Körpers, auf das man hören muss. Wenn du es überhörst und trotzdem dickköpfig weitermachst, kann das sicher zu Verletzungen führen, allem voram ein Karpaltunnelsyndrom.
    Was ich aber für genau so traurig halte ist, dass sich der ehrgeizig angestrebte Übungserfolg gar nicht einstellen wird. Dein Lernapparat funktioniert ja so, dass eine Bewegung, die du oft wiederholst, erinnert und in Gedanken zusammengefasst wird. Diese Kummulation im Gehirn erleichtert ihm die Kontrollaufgabe deiner Muskeln, und es steht wieder Kapazität zur Ökonomisierung derselben zur Verfügung. Die Krux ist, dass die Bewegung natürlich genau so erinnert wird, wie du sie ausführst. Wenn du eine Passage 1000 mal total verspannt gespielt hast, dann ist sie genau so in deinem Gehirn eingeprägt und fest verdrahtet. Eine feste Verdrahtung wieder aufzulösen, erfordert eine Menge Arbeit...

    Es ist also wichtig, die Schwäche vorher zu beheben, und dann ans Üben zu gehen. So wirst du dauerhaft Verletzungen und langsames Vorankommen vermeiden :wink:

    Der Hartmut
     
  4. Windir
    Offline

    Windir

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    Am besten du liest mal changs onlinebuch, da steht auch einiges dazu, was man meiden sollte damit schmerzen, verletzungen etc. gar nicht erst auftreten.